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Trump kritisiert Aufhebung des Todesurteils für Boston-Attentäter



US-Präsident Donald Trump hat die Aufhebung des Todesurteils gegen den Attentäter von Boston, Dschochar Zarnajew, durch ein US-Berufungsgericht kritisiert. «Selten hat jemand die Todesstrafe mehr als der Boston-Bomber Dschochar Zarnajew verdient.»

FILE - In this Thursday, Dec. 18, 2014 courtroom sketch, Boston Marathon bombing suspect Dzhokhar Tsarnaev sits in federal court in Boston for a final hearing before his trial begins in January. On Friday, May 15, 2015, Dzhokhar Tsarnaev was sentenced to death by lethal injection for the 2013 Boston Marathon terror attack. (Jane Flavell Collins via AP)

Dschochar Zarnajew 2014 vor Gericht. Bild: AP/Jane Flavell Collins

Dies schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. «So viele Leben verloren und ruiniert.»

Zarnajew hatte im April 2013 gemeinsam mit seinem kurze Zeit später getöteten Bruder Tamerlan im Zieleinlauf des Boston-Marathons zwei Sprengsätze gezündet. Drei Menschen waren bei dem Attentat getötet und 260 Personen verletzt worden. Zarnajew hatte die Tat gestanden und sitzt heute in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado.

Am Freitag wurde das Todesurteil gegen den gebürtigen Tschetschenen aufgehoben. Zur Begründung hiess es, im Prozess sei nicht sichergestellt worden, dass die Geschworenen unvoreingenommen gegenüber Zarnajew seien. Die Richter ordneten an, dass über das Strafmass neu entschieden werden müsse.

Trump schrieb, die US-Regierung müsse erneut die Todesstrafe in einer Neuauflage des ursprünglichen Prozesses beantragen. «Unser Land kann die Entscheidung des Berufungsgerichts nicht stehen lassen», schrieb Trump weiter. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Victor Paulsen 03.08.2020 10:10
    Highlight Highlight "Trump schrieb, die US-Regierung müsse erneut die Todesstrafe in einer Neuauflage des ursprünglichen Prozesses beantragen."
    NEIN!!
    Das ist nicht die Aufgabe der Politik!!!
    Ob er das jemals lernen wird
    • bokl 03.08.2020 10:23
      Highlight Highlight In diesem Fall ist die Regierung aber der Ankläger und somit gehört ein Strafantrag dazu.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.08.2020 13:41
      Highlight Highlight @Bokl
      Gewaltenteilung.
      Interessiert Trump zwar nicht, aber die gibt's immer noch.
  • Ian Cognito 03.08.2020 09:59
    Highlight Highlight Ja, Trump hat ja schon lange gezeigt, dass er eigentlich lieber sowas wie Scharia mit ihm als Grossmufti hätte :D
  • rodolofo 03.08.2020 08:23
    Highlight Highlight Es wird immer deutlicher, dass sich Trump als "Law and Order-Hardliner" profilieren will und darauf hofft, so die nächsten Präsidentschaftswahlen zu gewinnen.
    Gleichzeitig ist gerade ER, der sich als "Rechts-Punk" an keine Regeln hält und der mit seinen spontanen Kehrtwendungen und seinen impulsiven Instinkthandlungen Freund und Feind verwirrt, der denkbar Ungeeignetste für eine solche "Oberpolizisten-Rolle"! Wegen seinen Chamäleon-Eigenschaften ist er auch kein guter Unternehmer und ein miserabler Präsident!
    Aber diese abgrundtiefe Unfähigkeit scheint ihn erst recht anzuspornen...
  • Töfflifahrer 03.08.2020 08:23
    Highlight Highlight Seine Kumpels begnadigt er, arm dran ist wer nicht sein Kumpel ist, die dürfen auch gerne dran glauben!
  • Phteven Phtiz 03.08.2020 07:37
    Highlight Highlight Auch wenn die Tat noch so abscheulich ist, den Tod hat niemand verdient & sollte gerade durch einen (westlichen) Präsidenten auch nicht forciert werden.
    • Dr no 03.08.2020 10:56
      Highlight Highlight warum genau nicht ? Was sagst du seinen Opfern ?
    • Sprachrohr 03.08.2020 11:58
      Highlight Highlight Erstaunlich, für wie viele Blitzer hier die Todesstrafe wieder salonfähig geworden ist...
    • Dr no 03.08.2020 15:46
      Highlight Highlight Sprachrohr: Was willst du mit so einem machen der radikalisiert ist ? Denkst du der ändert im Knast seine Gesinnung ? Es besteht vielmehr die Gefahr, dass sie noch extremer wird. Ausserdem weiss ich nicht was humaner ist, Todesstrafe oder lebenslang im Knast in den USA. Weisst du was da abgeht ? So ein Milchbubbi wird die Knasthure für die richtig toughen Jungs machen müssen
  • _kokolorix 03.08.2020 07:37
    Highlight Highlight Trump selber hat mit seinem irrationalen Aktivismus an der Südgrenze und seinem grobfahrlässigen Nichtstun während der Corona-Pandemie tausende getötet und hunderttausende ruiniert. Verdient er demnach nicht auch die Todesstrafe?
    Aber Trump geht es wohl eher darum, einen Präzedenzfall zu verhindern. Mit der Begründung von voreingenommenen (weissen) Geschworenen könnten hunderte Todesurteile gegen Schwarze aufgehoben werden...
    • Dr no 03.08.2020 08:07
      Highlight Highlight das hat mit schwarz- weiss gar nichts zu tun.
      Ist bei einem Terroranschlag halt schwierig Geschworene zu finden, die nicht "voreingenommen" sind. Aber "Unvoreingenommenheit" gibt es sowieso nur in der Theorie und nicht in der Praxis. Jeder hat eine Meinung. aber das Konstrukt mit den Geschworenen funktioniert sowieso nicht.
  • Kanuli 03.08.2020 07:20
    Highlight Highlight Typisch Trump wieder. Dem ist offenbar nicht bewusst, dass Todeszellen-Kandidaten oft 15-20 Jahre im Todestrakt sitzen, bevor es dann wirklich mal soweit ist? Das ist einer der Gründe, wieso es so viel teurer ist, wie eine lebenslange Verwahrung. Weiter Gründe sind längere Gerichtsverhandlungen, wodurch zb Richter und Geschworene mehr kosten. Dann noch die verschiedensten Gutachten von zig Experten. Gibt einige Studien, die reichen von 140-300 Millionen US-Dollar pro Todesstrafe. Dahinter steckt also auch ein finanzieller Aspekt. P.S.: Lebenslang hinter Gitter = schlimmer als der Tod?
  • Mahakala 03.08.2020 07:13
    Highlight Highlight Nach sieben Jahre wurde ein Todesurteil gegen einen Attentäter von einem Berufungsgericht zur Neubeurteilung zurückgewiesen. Und den Amis kommt dieser Prozess lächerlich lang vor.
    Bei uns wäre noch nicht einmal Anklage erhoben worden, geschweige denn ein erstinstanzliches Urteil gefällt worden. Und das aus guten Grund, weil nämlich... , ja warum eigentlich dauert das bei uns immer so lang?
    • _kokolorix 03.08.2020 20:59
      Highlight Highlight So ein Blödsinn. Solange dauert es in der Schweiz nur, wenn der Lauber gegen seine Kumpels ermitteln soll. Bis zur Verjährung eben.
      Wird auf der Strasse ein Jugoraser geblitzt, oder ein schwarzer Asylant mit Hasch erwischt, ist das Ganze innert zwei Wochen abgehandelt...

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