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Mg Madrid (Spagna) 13/05/2015 - Champions League / Real Madrid-Juventus Turin /  : Andrea Agnelli-Florentino Perez PUBLICATIONxNOTxINxITA

MG Madrid Spagna 13 05 2015 Champions League Real Madrid Juventus Turin Andrea Agnelli Florentino Perez PUBLICATIONxNOTxINxITA

Zwei der wichtigsten Gesichter hinter der geplanten Super League: Florentino Pérez (l.) und Andrea Agnelli. Bild: imago sportfotodienst

UEFA-Präsident Ceferin: «Die Klubs spucken den Fans ins Gesicht»

Der Plan zwölf europäischer Klubs eine Super League zu gründen sorgt weiter für Wut und Enttäuschung bei den Fussballfans und der UEFA. Nun meldet sich UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zu Wort und schiesst unter anderem gegen Andrea Agnelli.



Am Montagnachmittag hat Aleksander Ceferin sich zu den bekannt gewordenen Plänen für die Gründung einer europäischen Super League geäussert. Er bezeichnet diese als eine «schreckliche Idee». Zudem kündigte er an, dass die Klubs und ihre Spieler so schnell wie möglich von allen Wettbewerben der UEFA ausgeschlossen würden. Den teilnehmenden Spielern soll es also nicht mehr möglich sein, in Länderspielen auf dem Feld zu stehen. Dazu würde auch ein Ausschluss aus Welt- und Europameisterschaften gehören.

«Andrea Agnelli hat mich ununterbrochen angelogen.»

UEFA-Präsident Ceferin

Super-League-Klubs kündigen rechtliche Schritte an

Ceferin sagt weiter: «Wir werden nicht erlauben, dass sie uns das Spiel wegnehmen. Der Fussball muss gegen das Vorhaben zusammenstehen.» Zudem schoss der Slowene gegen die Personen hinter dem Vorhaben: «Für manche Menschen existieren lediglich die eigenen Taschen.»

Besonders von Manchester-United-CEO Ed Woodward und dem Juventus-Vorsitzenden Andrea Agnelli zeigte sich Ceferin enttäuscht. Woodward habe ihm am vergangenen Donnerstag telefonisch zugesichert, dass er mit der Champions-League-Reform sehr zufrieden sei. Agnelli habe Ceferin noch am Samstag über die Super League gesagt, dass es sich dabei nur um Gerüchte handle. Wenig später kamen die Pläne für die Super League ans Licht.

Der 53-jährige UEFA-Präsident bezeichnet das Ganze als «die grösste Enttäuschung seines Lebens. Die Gier ist offenbar so stark, dass sie über alle menschlichen Werte obsiegt hat.»

In einer gemeinsamen Erklärung hatte die UEFA mit den Ligen und Verbänden aus England, Italien und Spanien bereits gedroht, die Spieler und Klubs von Länderspielen und nationalen Ligen auszuschliessen. Die Super-League-Klubs kündigten ihrerseits rechtliche Schritte gegen einen solchen Ausschluss an, sie wollen weiterhin an den nationalen Wettbewerben teilnehmen.

Ceferin sprach auch über die beschlossene Champions-League-Reform. Diese sichere die nationalen Ligen, welche der Schlüssel für die Qualifikation an der Königsklasse bleiben sollen. Mit Blick auf die Super-League-Klubs sagte der UEFA-Präsident: «Wir werden diese Wettbewerbe mit diesen Klubs oder ohne sie durchführen.»

Dortmund, Bayern und Porto lehnten eine Teilnahme ab

Die Super League soll aus 15 festen Teilnehmern und fünf wechselnden Teams bestehen. Zwölf Mitglieder stehen bereits fest, diese haben sich dem Wettbewerb für 23 Jahre verpflichtet. Wie Hans-Joachim Watzke auf der Webseite von Borussia Dortmund zitiert wird, haben die Borussen eine Super League jedoch abgelehnt. Auch die Bayern seien demnach mit dem Beschluss der europäischen Klubvereinigung (ECA) einverstanden gewesen, die Champions-League-Reform umzusetzen und keine Super League zu gründen.

Der FC Porto hat sich ebenfalls gegen eine Teilnahme an der geplanten Super League entschieden. Klubpräsident Pinto da Costa sagt: «Wir können nicht Teil von etwas sein, dass gegen die Regeln und Prinzipien der UEFA verstösst.» (nih/sda)

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