Tier
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Diese krasse Schnepfe fliegt von Alaska nach Neuseeland – nonstop



Mit einem mehr als 12'000 Kilometer langen Nonstop-Flug über den Pazifik hat ein Zugvogel nach Auffassung von Experten einen neuen Weltrekord aufgestellt. Die Pfuhlschnepfe namens 4BBRW ist in neun Tagen ohne Zwischenlandung von Alaska nach Neuseeland geflogen.

Der Volksmund benutzt

Dürfen wir vorstellen: eine Pfuhlschnepfe. Bild: sda

Das teilte die Naturschutzbehörde Neuseelands am Freitag mit. Damit habe sie einen früheren Rekord eines Artgenossen aus dem Jahr 2007 gebrochen, der 11'680 Kilometer ohne Zwischenlandung geflogen war.

Die mit einem Ring markierte Schnepfe, deren Reise von einem Satelliten verfolgt wurde, sei am 18. September in Alaska gestartet und am 27. September in der Bucht Firth of Thames auf Neuseelands Nordinsel angekommen. Insgesamt sei der Vogel damit 224 Stunden ohne Unterbrechung geflogen.

Teilweise habe er eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern in der Stunde erreicht. «Wir wissen, dass Wind ein wichtiger Bestandteil der Migrationsstrategie ist, und wie ein Radfahrer werden die Tiere versuchen, Rückenwind zu bekommen, wenn sie können, aber das schaffen sie nicht immer», sagte der Vogelexperte Keith Woodley. Der Rekord-Vogel sei «ein echter Champion».

In der Schweiz ein extrem seltener Gast

Pfuhlschnepfen, die wissenschaftlich «Limosa lapponica» heissen, haben eine Körperlänge von etwa 40 Zentimetern und einen zehn Zentimeter langen Schnabel. Sie sind auch im Wattenmeer Mitteleuropas in Scharen zu sehen, wenn sie dort auf dem Weg in ihre Winterquartiere Rast machen.

Sie halten sich meist von September bis März in dem Inselstaat im Südpazifik auf, bevor sie den Rückweg antreten. Dabei machen sie allerdings einen Stopp in China und fliegen im Mai oder Juni wieder nach Alaska zurück.

In der Schweiz werden Pfulschnepfen gemäss Homepage der Vogelwarte Sempach als «regelmässiger, spärlicher Durchzügler und extrem seltener Wintergast» beobachtet. Zuletzt gesichtet wurden Durchzügler 2018 am oberen Zürichsee, am Murten-, Neuenburger- und Bodensee und als Wintergast in der Saison 2015/16 ebenfalls am oberen Zürichsee. In den frühen 1990er Jahren schauten Pfuhlschnepfen öfter in der Schweiz vorbei. (sda/dpa)

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