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Zurück in eine gewisse «Normalität» – mit Schutzmaske und Contact-Tracing-App. Fragt sich nur, ob die Bevölkerung überzeugt werden kann. bild: unsplash / Claudio Schwarz

Kommentar

Europa bietet sich eine einmalige Chance – wir sollten sie nicht verpassen!

Eine sichere Corona-Warn-App, «Made in Europe»: Die Schweiz kann dabei eine entscheidende Rolle spielen und sollte jetzt Gas geben. Ein Alleingang à la Österreich kommt nicht infrage.



Europas Abhängigkeit von Apple und Google und anderen Techkonzernen ist gross. Doch nun – in der wohl verheerendsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg –, bietet sich eine besondere, vielleicht einmalige Gelegenheit.

Wir haben die Köpfe, die Technik und die Mittel, um eine sichere Corona-Warn-App zu lancieren.

Der Bund sollte keine Zeit verlieren und alles Nötige in die Wege leiten, wie ich im Folgenden aufzeige. Das digitale Contact Tracing kann massgeblich helfen auf dem Weg zurück in die «Normalität». Laut Fachleuten ist das gewiss, klappt aber nur in Kombination mit anderen Massnahmen.

Was hingegen nicht funktioniert und die Bevölkerung verunsichert, demonstriert dieser Tage Österreich. Auch darum geht es in diesem Beitrag. Denn eines ist sonnenklar:

Die Bevölkerung muss freiwillig mitmachen. Sonst wird das nichts.

Vergiss Big Brother

Eine für die Bürger obligatorische Kontroll- und Überwachungs-App wie in China ist eines demokratischen Staates unwürdig. So etwas kommt in der freien Schweiz sicher nicht infrage, auch wenn das gewisse Politiker in unseren Nachbarländern anders sehen (dazu später mehr).

Auch hierzulande bestehen rund um das digitale Contact-Tracing Befürchungen, die ernstzunehmen sind und die durch Wissenschaft und IT-Experten entkräftet werden müssen. Big-Brother-Horrorszenarien sind hingegen fehl am Platz. Es geht hier um eine App, die man freiwillig auf dem Mobilgerät installieren und jederzeit wieder löschen kann. Punkt.

«Privacy by Design» ist keine Worthülse, sondern ein unverzichtbares Software-Prinzip, das im Zentrum steht. Genau dies will die europäische Initiative Pepp-PT, an der sich die Eidgenössisch-Technischen Hochschulen beteiligen.

Die Schweiz und weitere Länder tun gut daran, auf die neue gemeinnützige Forschungs-Kooperative zu setzen. Sie finanziert sich über Spenden und will mit grösstmöglicher Unabhängigkeit von Staat und Wirtschaft operieren.

Wobei hier anzumerken ist, dass Schweizer IT-Experten von der EPFL/ETH, der Firma Ubique und weiteren Institutionen unabhängig von Pepp-PT eine «Referenzimplementation» entwickeln. Dies im Rahmen des Projekts «DP-3T».

Die Verantwortlichen betonen:

«DP-3T ist ein unabhängiges Projekt, das an der EPFL und der ETHZ begonnen wurde, die dieses Protokoll entwickelt haben und es in einer demnächst erscheinenden Open-Source-Anwendung und einem Server implementieren.»

quelle: twitter

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

Tatsächlich können die Pepp-PT-Verantwortlichen ihre öffentliche Kommunikation verbessern. Es scheint eine gewisse Unklarheit zu herrschen, was das weitere Vorgehen und den Zeitplan betrifft. Wie watson vom Projektverantwortlichen Hans-Christian Boos erfahren hat, wurde eine für Dienstag geplante Lancierung eines App-Prototyps verschoben.

EU will App-Koordination

Bis zum 15. April will die Europäische Union (EU) einen gemeinsamen Ansatz für Corona-Warn-Apps erarbeiten, berichtete Bloomberg am Mittwoch. Die 27 EU-Mitgliedstaaten sollten dringend gemeinsame Technologie-Standards zum Aufspüren von Viren entwickeln: So steht es in der Empfehlung, die am Mittwoch von der EU-Kommission unterzeichnet wurde. Die Massnahmen zielten darauf ab, dass Corona-Warn-Apps länderübergreifend funktonieren.

Ohne Bund? Geht nicht

Seit Wochen engagieren sich schlaue Köpfe rund um den Globus und treiben die Entwicklung von Contact-Tracing-Apps an. Auch in der Schweiz haben sich Experten privat und beruflich zusammengeschlossen, um an entsprechenden Anwendungen zu tüfteln. Es fanden Hackatons wie #CodevsCovid19 statt. Die Resultate sind absolut beeindruckend, wie zum Beispiel das Projekt virustracker.ch beweist. Eine andere Arbeitsgruppe hat den rechtlichen Rahmen erarbeitet, der hierzulande erforderlich ist für eine Corona-Warn-App.

Wenn man glaubt, die rechtlichen und technischen Herausforderungen gemeistert zu haben, bleibt eine Hürde: Der Zugang zum App-Store.

Apple ist extrem streng und lässt kaum Corona-Apps zu. Wie aus einer Mitteilung an App-Entwickler hervorging, akzeptiert der US-Konzern in seinem App Store weltweit nur Anwendungen, die von «anerkannten Einrichtungen» stammen.

Dazu gehörten Regierungsorganisationen, gesundheitsorientierte Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), Unternehmen, die sich in Gesundheitsfragen stark profiliert hätten sowie medizinische Institutionen und Bildungseinrichtungen.

Apple schreibt:

«Nur Entwickler von einer dieser anerkannten Institutionen sollten eine App im Zusammenhang mit COVID-19 einreichen.»

quelle: developer.apple.com

Das heisst bezüglich Schweizer Corona-Warn-App, dass nur der Bund selbst oder eine vom Bund autorisierte Stelle infrage kommt, um eine entsprechende Anwendung für das iPhone und iPad zu lancieren. Wie eben Pepp-PT, das von den Eidgenössisch-Technischen Hochschulen (ETH) sowie bekannten Institutionen im Ausland unterstützt wird.

Auch Google kontrolliert den Zugang zu seinem Play Store schärfer in Krisenzeiten und will verhindern, dass Geschäftemacher von der Verunsicherung profitieren. Wenn man nach «Coronavirus» sucht, wird nur eine App der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angezeigt. Im Gegensatz zu Apples iOS-Plattform, ist es für Android-Entwickler aber relativ einfach möglich, Apps auch ohne Zugang zum offiziellen App-Store zu lancieren.

Freiwillig ist kein Nachteil

Wie erwähnt, kann der Einsatz einer solchen App nur auf freiwilliger Basis erfolgen. Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, dass grosse Teile der Bevölkerung dem Bundesrat und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) vertrauen und sich an die offiziellen Empfehlungen halten.

Smartphone-User können durch freiwilliges App-Installieren und Mitführen des Mobilgeräts einen aktiven Beitrag dazu leisten, die schwere Krise zu meistern. Es braucht keinen Zwang, verbunden mit negativen Emotionen. Es geht darum, Tote und Schwerkranke zu vermeiden mithilfe moderner Technik, und darum, die Gesundheitssysteme zu entlasten, was der ganzen Bevölkerung zugute kommt.

Bereitschaft zum Installieren einer Contact-Tracing-App

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Frage: «Wären Sie bereit, freiwillig eine App auf Ihrem Smartphone zu installieren, die Begegnungen mit anderen registriert? Damit könnten Sie und alle Ihre näheren Kontakte gewarnt werden, wenn jemand im Umfeld positiv getestet wurde. Diese App funktioniert ohne Weitergabe von Daten.» screenshot: SRG-Coronamonitoring

Die grundsätzliche Bereitschaft in der Bevölkerung sollte sich «mit einer geeigneten Informationskampagne durchaus sehr weitgehend aktivieren lassen», heisst es im jüngsten Bericht zum SRG-Coronamonitoring (vom 7. April 2020).

Der Bund tut gut daran, durch aktive Kommunikation die Akzeptanz bei der Bevölkerung zu sichern und die Voraussetzungen zu schaffen für eine spätere App-Lancierung.

Aber der Datenschutz?

An dieser Stelle ist zu betonen: Eine Corona-Warn-App, konzipiert nach europäischen Datenschutz-Standards, speichert keine sensitiven Daten (zum Standort oder zur Identität). Sie übermittelt nur anonyme Zahlencodes (Tokens) an einen vertrauenswürdigen Server. Und dies nur falls sich jemand angesteckt hat und die Mitmenschen warnen will.

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Dezentralisiertes System: Erst wenn ein User über die App eine Infektion bestätigt, werden anonyme Daten an den Server übermittelt, um Kontakte zu warnen. screenshot: twitter

Sollten Codes (z.B. durch kriminelles «Abhören» über eine versteckte Antenne) in falsche Hände fallen, ist das nicht gravierend. Es lassen sich daraus keine verwertbaren Rückschlüsse auf einzelne Personen ziehen, es lassen sich auch keine personalisierten Bewegungsprofile erstellen. Anders ausgedrückt: Die Risikoabwägung spricht klar für die App!

«Die Fähigkeiten für Contact Tracing, das datensparsam funktioniert und die Grundrechte gewährleistet, sind in Europa vorhanden.»

Amnesty International, Digitale Gesellschaft Schweiz und Stiftung für Konsumentenschutz

Um Missbrauch vorzubeugen, kann die Alarmierung/Warnung von möglicherweise infizierten Personen erst erfolgen, wenn eine Ansteckung durch eine offizielle Stelle (Arzt/Spital) bestätigt wurde. Dies soll wiederum technisch so konzipiert sein, dass keine Rückschlüsse auf die Identität der infizierten Person möglich sind (indem etwa ein Code eingescannt wird, der nicht mit persönlichen Daten verknüpfbar ist).

Wer sich im Detail für die mögliche Funktionsweise und System-Architektur interessiert, kann dies in einem wissenschaftlichen White Paper nachlesen (siehe Quellen). Ein ausführliches Interview zu den technischen Herausforderungen rund um das Pepp-PT-Projekt folgt auch demnächst.

Ganz einfach?

Gemäss den Recherchen des watson-Redaktors gibt es keine unüberwindbaren technische Hürden. Die Proximity-Technologie, die über Bluetooth-Signale funktioniert, ist vorhanden. Damit registrieren iPhones und Android-Geräte, ob sich ihre Besitzer (gefährlich) nahe kamen. Und ja, dies soll auch klappen, wenn die Mobilgeräte im Ruhezustand sind.

Es braucht noch Anstrengungen, um die nötige Software als Open-Source frei zur Verfügung zu stellen. Nur so können unabhängige Sicherheitsexperten den Code prüfen und letzte Bedenken der Überwachungskritiker zerstreuen. Und dann können auch arme Länder, die nicht über die Mittel verfügen, die länderübergreifende Technologie nutzen.

epa08338937 An electronic traffic panel reads 'Stop Corona Stay home' on the highway A12 between Riaz and Fribourg, Switzerland, 02 April 2020, during the state of emergency amid the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic.   Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus, which causes the COVID-19 disease.  EPA/ANTHONY ANEX

Leere Autobahn im Kanton Fribourg. Bald sollen unsere Smartphones bei der Corona-Bekämpfung helfen. Bild: EPA

Österreich prescht vor

Leider macht ausgerechnet ein junger Politiker der Generation Smartphone vor, wie man durch unkoordiniertes Verhalten die Bevölkerung zusätzlich verunsichert. Gemeint ist Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz.

epa08345498 A journalist wearing a face mask is seen next to Austrian Chancellor Sebastian Kurz during a press conference at the Austrian Chancellery in Vienna, Austria, 06 April 2020. Kurz announces the extension of the measures slowing down the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, until 30 April 2020.  EPA/HELMUT FOHRINGER  / POOL

Sebastian Kurz an der gestrigen Medienkonferenz. Bild: EPA

Zunächst sorgte der 33-Jährige für Irritationen, als er und andere österreichische und deutsche Politiker laut über einen App-Zwang «nachdachten» (und später zurückkrebsten). Dann bestätigte das österreichische Gesundheitsministerium, dass eine Zusammenarbeit mit der umstrittenen US-Big-Data-Firma Palantir zumindest geprüft werde, statt vehement zu dementieren (wie es etwa das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz tat). Schliesslich zeichnet sich ein österreichischer Alleingang bei der Contact-Tracing-App ab. Will Kurz nicht warten, bis die angekündigte länderübergreifende, datenschutzkonforme Lösung von Pepp-PT vorliegt?

Jedenfalls war davon am Montag nicht die Rede, als Österreichs Regierung als erstes Land in Westeuropa eine schrittweise Lockerung der Massnahmen verkündete. Bereits nach Ostern, ab dem 14. April, sollen erste Geschäfte unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Wenn wieder mehr zwischenmenschliche Kontakte stattfinden, wird aber ein effizientes Contact Tracing extrem wichtig.

Für österreichische Smartphone-User ist bereits eine Corona-Warn-App in den App Stores von Google und Apple verfügbar. Sie stammt vom Österreichischen Roten Kreuz.

Was wir bislang von der App wissen, ist nicht überzeugend: Es stellen sich zahlreiche Fragen bezüglich Funktionsweise, Reichweite und Datenschutz, wie unter anderem die europäische Datenschutz-Organisation Noyb kritisierte.

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Diese Contact-Tracing-App ist in den App-Stores verfügbar, wird aber von Datenschützern kritisiert. screenshot: participate.roteskreuz.at

Die Situation scheint verworren. Wird die «Stopp Corona»-App des Roten Kreuzes überarbeitet und neu lanciert? Die Modalitäten werde der österreichische Gesundheitsminister demnächst bekanntgegeben, sagte Kurz am Montag.

Die Firma Accenture, die für das Österreichische Rote Kreuz die App entwickelt hat, soll zudem mit dem europaweiten Pepp-PT-Projekt im Gespräch sein, wie es hiess.

Ausserdem gibt es laut einem «Standard»-Bericht Diskussionen über eine Kooperation des Roten Kreuzes mit den Entwicklern von Novid20, das ist noch ein weiterer Zusammenschluss von Experten, Entwicklern und Datenschutzrechtlern. Deren Corona-Warn-App soll ab dieser Woche in Georgien erhältlich sein fürs iPhone (iOS) und für Android.

Auf Anfrage von watson teilt Novid20 mit:

«Wir sind im Kontakt mit Pepp-PT und halten ihre Vorgehensweise für sehr sinnvoll. Wir arbeiten an einer Kooperation. Genauere Informationen gibt es hierzu leider noch nicht.»

Michael Mayr, Novid20

Der Sprecher von Novid20 teilt mit, dass der Programmcode ab Dienstag im Internet einsehbar sei. Die Software werde als Open-Source-Projekt verfügbar gemacht.

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Zugriff auf Standortdaten? Das ist für die unabhängigen Experten des Chaos Computer Club (CCC) ein Tabu. Die Verwendung von Standortdaten sei bloss optional und nicht zwingend, versichern die Macher von Novid20. «Wir hoffen jedoch damit nützliche Informationen ableiten zu können, um beim Contact Tracing noch gezielter warnen zu können.» screenshot: novid20.org

In Österreich ist vorläufig nur klar, dass nichts klar ist, was das Contact-Tracing per App betrifft. Anzumerken ist zudem auch, dass ein App-Zwang in unserem östlichen Nachbarland nicht vom Tisch ist. Es werde verfassungsrechtlich geprüft, ob für Menschen, die die App nicht installieren, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt bleiben solle.

«Sanfter» Druck? Kein gangbarer Weg!

Was wir tun sollten

Cool bleiben! Und darauf warten, dass eine datenschutzkonforme, technisch überzeugende Tracing-App vorliegt. Auf das Erfassen von Standort-Daten (wie dies in Österreich vielleicht doch geprüft wird) ist unbedingt zu verzichten!

Nach heutigem Wissensstand kann Pepp-PT die erforderliche Software-Plattform zur Verfügung stellen, und mit Ubique stünde eine Schweizer Entwicklerfirma bereit, um in kürzester Zeit eine Schweizer Corona-App herausgeben.

Noch gilt der «Lockdown» und die Bevölkerung muss sich unbedingt an die Weisungen des Bundes halten. Wenn wir es richtig anpacken, können wir vor dem Sommer zu einer gewissen «Normalität» zurückkehren (und dabei bleiben).

Wir sollten weiterhin:

epa08344440 A couple takes a selfie on the famous Roman bridge in the Verzasca Valley, in Lavertezzo, Switzerland, 05 April 2020. Normally, the Verzasca Valley is visited on weekends by tourists from all over the Alps. Due to the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, public life is severely restricted.  EPA/ALESSANDRO CRINARI / TI-PRESS

Kürzlich im Verzasca-Tal. Hoffentlich war das ein einheimisches Tessiner Paar! Niemand sollte derzeit (freiwillig) ins Tessin reisen! Bild: EPA

Wer nicht speziell gefährdet ist, soll nach Aufhebung des Lockdowns die gewohnten Tätigkeiten ausüben können, im eigenen Interesse und zum Wohl der Gesellschaft.

Um dies zu gewährleisten, müssen unbemerkte Infektionen möglichst effizient bekämpft werden. Mithilfe der Tracing-App lassen sich grössere Ausbrüche verhindern.

Ob dies so gut klappt, wie es die Wissenschaftler prognostizieren, finden wir hoffentlich bald heraus. Gefordert ist die Taskforce des Bundes, die ein Konzept erarbeiten muss, um die Tracing-App erfolgreich zu lancieren. Eins ist sicher: Je mehr Leute mitmachen, umso mehr profitieren wir alle.

PS: Kein Handy?

Zwar besitzt die überwiegende Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ein Smartphone, und die meisten ein neueres Android oder iPhone. Aber was ist mit all den Menschen, die ein uraltes Handy nutzen oder (noch) gar keins haben?

In Österreich denkt man laut Medienberichten über die Bereitstellung einer Art Schlüsselanhänger nach, der via Bluetooth mit anderen Geräten kommuniziert. Wie ein solches System sicher implementiert werden kann, ist offen.

«Wenn Pepp-PT dem Anspruch gerecht wird, transparent zu agieren, sich dem wissenschaftlichen Diskurs zu stellen und die epidemiologischen Grundlagen ebenfalls transparent und plausibel offenzulegen, und wenn die Reaktionen der Expertinnen und Experten in den Bereichen Verschlüsselung, Epidemiologie, Datenschutz, Freiheitsrechte sowie Schutz vor Überwachung positiv ausfallen, hat eine gebündelte Initiative wie Pepp-PT unbestreitbare Vorteile. Es braucht nicht mehr Apps, sondern weniger. Damit man sich nicht verzettelt. Und damit die Gesellschaft rasch handeln kann.»

Redaktioneller Kommentar bei inside-it.ch

Mit der Corona-Warn-App sollten sich die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus laut wissenschaftlicher Prognosen eindämmen lassen. Und die Risiken, die wir damit eingehen, sind absolut vertretbar.

Wir können uns zwar nicht aus den bestehenden Smartphone-Abhängigkeiten bei grossen Techkonzernen lösen, aber wir können dem Silicon Valley, China und dem Rest der Welt zeigen, was Europa ausmacht: Dass moderne Technik und Datenschutz kein Widerspruch sind, sondern die perfekte Ergänzung. Auch und gerade in einer schweren Krise.

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screenshot: twitter

Quellen

«Contact Tracing»?
Die Fakten

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kak Attack 09.04.2020 11:39
    Highlight Highlight Ich werde das Gefühl nicht los, dass in ein paar Wochen eben doch die APP-Pflicht besteht. Und das obwohl doch watson und Herr Schurter nahezu täglich davon schreiben, dass dies freiwillig sein werde.
    Vermutlich wird der Zwang dann so durchgesetzt, dass ich ohne App halt den Zugriff auf Dienstleistungen nicht mehr haben werde. Ich werde mit einem Verzicht dann halt "freiwillig" nicht mehr einkaufen oder ins Kino gehen können.
    Werde mich im Mai für eine eventuelle Fehleinschätzung aufrichtig entschuldigen, falls ich dannzumal immer noch handylos mein Leben führen darf wie meine Mitmenschen.
    • @schurt3r 09.04.2020 12:14
      Highlight Highlight Wir nehmen dich beim Wort!
      Spezieller User-Name, übrigens :)
    • Kak Attack 09.04.2020 17:42
      Highlight Highlight Ja, beim Namen habe ich es ziemlich verkackt ;-)
      Hoffen wir, dass es bei meiner Prognose genauso in die Hose geht. Ich melde mich, oder dann eben auch nicht.
      Frohe Ostern
  • René Schmid (1) 09.04.2020 07:04
    Highlight Highlight Ich werde mir sobald verfügbar auf alle Fälle die App installieren.
  • Booker 08.04.2020 21:41
    Highlight Highlight Ihr offenbart Euch in den sozialen Medien, von Facebook über Instagram, WhatsApp und wie die Dinge alle heissen. Alles relativ sinnbefreite Sachen, aber hier wo es um etwas Nützliches geht, stellt Ihr Euch quer – seltsam.
  • Dong 08.04.2020 19:02
    Highlight Highlight Hab ich das richtig verstanden: Wenn Google permanent unsern Standort weiss, ist das kein Problem, aber wenn die Regierung ein App macht, dann ist das megaproblematisch.
    Und der Spatz in der österreichischen Hand ist schlechter als die Taube auf dem Dach in Brüssel.
    Euer Gottvertrauen möcht ich auch!
  • André Golliez 08.04.2020 15:57
    Highlight Highlight Sehr gute Zusammenfassung der Situation. Ich verweise auf das Governanzmodell für ein digitales Proximity Tracing, welches gut in dieses Rahmen passt: https://drive.google.com/file/d/1MyXIEfFGvoYtX8RvXvYzDDNYbY7FYcUU/view

    Herzliche Grüsse
    André Golliez
    • @schurt3r 08.04.2020 16:34
      Highlight Highlight Vielen Dank! 👍

      Habe das Dokument (Link) noch in die Quellen aufgenommen.
  • Now 08.04.2020 15:04
    Highlight Highlight Technisch und datenschutztechnisch vielleicht gut.

    Nur das Ganze scheint mir einfach nicht durchdacht. Smartphones haben häufig einen Kontakt, ohne dass deren Besitzer in Gefahr laufen sich anzustecken.

    5 min am Bahnhof 1m von einander weg zu stehen, nur so als Beispiel.
    • @schurt3r 08.04.2020 16:22
      Highlight Highlight Während 5 Minuten nur einen (1!) Meter neben einer fremden Person stehen, in Pandemiezeiten? 😳 Oder meinst du in zwei verschiedenen Zügen, die im Bahnhof nebeneinander stehen?
    • Now 08.04.2020 16:36
      Highlight Highlight Warum so geschockt? Eine Übertragung über die Luft ist bis jetzt nicht nachgewiesen. Es gibt zwar gerade eine neue Studie, die das nahelegt, aber die wird auch kritisch gesehen.

    • Now 08.04.2020 16:51
      Highlight Highlight Und ja, wie es bei räumlicher Trennung aber nahem Kontakt aussieht würde mich auch interessieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joseph Quimby 08.04.2020 14:26
    Highlight Highlight Wie sieht das arbeitsrechtlich aus ? Darf ein Arbeitnehmer, der keine Symptome hat und bei dem kein Homeoffice möglich ist, einfach zuhause bleiben, weil ihm eine App dies sagt ?
  • Franz v.A. 08.04.2020 14:16
    Highlight Highlight Mein Handy kann keine Apps. Da geht nur Telefon und SMS.

    Dann gibts auch noch welche, die ein Windowsphone haben, müsste also eine App nicht nur für iOS und Android sein.
    • @schurt3r 08.04.2020 15:17
      Highlight Highlight Lieber Franz, das ist nachvollziehbar, aber leider aussichtslos. Der Marktanteil von Windows Phone ist mittlerweile verschwindend klein. Apple (iOS) und Google (Android) dominieren weltweit.

      Das Ganze soll ja freiwillig sein.
      Ich bin auch gespannt, ob es zusätzlich eine Lösung gibt für Leute ohne Smartphones.
  • lus 08.04.2020 14:09
    Highlight Highlight Also die Kollegen von golem.de sind der Meinung, dass es auch technisch nicht "verhebbed" wenn man z.B. in einem Block wohnt.

    https://www.golem.de/news/digitalisierung-in-der-coronafalle-warum-freiwilliges-handy-tracking-nicht-funktioniert-2004-147709.html (siehe zweite Seite)

    Sollte die Herdenimmunität angepeilt werden wird das Ganze noch verzwickter (siehe Seite 3).

    Generell finde ich den Golem-Artikel interessant. Natürlich ist er eher auf DE ausgerichtet. Aber ich überlege mir sicher 3x ob ich die App von einer Behörde installieren will, die auch Trojaner entwickelt...
    • @schurt3r 08.04.2020 14:38
      Highlight Highlight Liebe(r) lus

      Das ist ein «Gastbeitrag» bei Golem, und leider zeugt schon der Titel von mangelndem Sachwissen der beiden Autoren. Es geht bei der App eben NICHT um Tracking, sondern um Tracing.

      Ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit der Proximity-Technologie (Bluetooth etc.). Da gibt es Lösungen, die sich in der Praxis bewährt haben (z.B. Uepaa), zudem versichern die IT-Experten einhellig, dass es realisierbar ist. Und es werden derzeit Praxistests durchgeführt.

      Die Pepp-PT-App kommt von renommierten Forschungsinstituten und erfahrenen IT-Spezialisten. Vom Bund brauchts (nur) eine Empfehlung.
  • Turnbeutelvergesser 08.04.2020 14:04
    Highlight Highlight Solange kaum getestet wird, sehe ich wenig Potential. Ja, ich versuche jedes Ansteckungsrisiko zu minimieren. Aber wer kürzlich krank war und nur vielleicht Corona hatte, möchte nicht eine Nachricht gemäss „du könntest vielleicht bald wieder das Bett hüten“ erhalten. Kurz: Eine solche App braucht Anreize diese zu nutzen, wie Zugriff auf Tests.
  • Nick Name 08.04.2020 14:03
    Highlight Highlight Was bei virustracker.ch steht, liest sich für mich als Laien so, wie es m.E. gemacht sein müsste (oder gar muss): simpel, aufs Nötigste reduziert und mit Vollmacht der User übers punktuelle Zur-Verfügung-Stellen von bestimmten persönlichen Daten.

    Oder welche Argumente gibt es dagegen (abgesehen von gar keinem Tracking per Mobilgerät)?
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 08.04.2020 14:01
    Highlight Highlight Wereli wer schaltet die Standort-Funktion an seinem Smartphone aus, wenn er aus dem Haus geht? Wer wurde nicht schon von Google gefragt, ob es dir gefallen hat an den Orten, die du am selben Tag besucht hast? Klar, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Aber ist die Angst vor dieser App, die man – im Gegensatz zu Google – jederzeit wieder löschen kann, nicht etwas übertrieben?
    • BVB 09.04.2020 10:07
      Highlight Highlight "Wereli wer schaltet die Standort-Funktion an seinem Smartphone aus, wenn er aus dem Haus geht?"
      Ich habe sie immer ausgeschaltet.
      "Aber ist die Angst vor dieser App, die man – im Gegensatz zu Google – jederzeit wieder löschen kann, nicht etwas übertrieben?"
      Google ist nicht die Regierung. Wohin das gehen kann mit der Überwachung sieht man in China. Ich weiss, dass es in meinem Leben wahrscheinlich noch nicht passieren wird, aber wenn wir nicht aufpassen, leben zukünftige Generationen in einem Überwachungsstaat.
  • sweeneytodd 08.04.2020 13:54
    Highlight Highlight Der Ansatz ist gut, mir stellt sich nur die Frage, wird es funktionieren? Nein! Wieso? Ich nehme mich als Beispiel. Auf der Arbeit ist mein Smartphone im Schränkchen, zum Einkaufen ist es meistens zu Hause, Bluetooth ist ausser zum Musikhören immer aus. Somit sind die Möglichkeiten sehr limitiert und ich denke, ich bin bei weitem nicht der Einzige, bei welchem das Smartphone wie oben genannt, nicht "in Betrieb" ist.
    • @schurt3r 08.04.2020 14:42
      Highlight Highlight @ sweeneytodd

      Hypothetisch gefragt: Wäre es zumutbar, um den Mitmenschen und dem Land aus einer schweren Krise zu helfen, auf dem eigenen Smartphone eine kleine Änderung vorzunehmen? 🤔
  • 3klang 08.04.2020 13:44
    Highlight Highlight An alle die sich Sorgen darüber machen, dass wir via diese App vom 'Staat' geortet werden könnten:
    Das funktioniert schon seit der ersten Handy-Generation ohne irgendwelche Apps. Die mobilen Geräte wählen sich dauernd bei Handyantennen in Ihrer Nähe ein, um den bestmöglichen Empfang für den Benutzer sicherzustellen. Über den Empfangspegel errechnet man den ungefähren Abstand zu den verschiedenen Antennen und via Triangulationsverfahren kann dann der Standort auch ganz ohne App oder GPS auf wenige Meter genau berechnet werden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/GSM-Ortung
  • Rundlauf 08.04.2020 13:43
    Highlight Highlight Kann das ganze Misstrauen der Datenschutz-Verfechter nicht ganz nachvollziehen.

    Hier geht's um einen guten Zweck, das alleine schlägt schon fast alle Gegenargumente. Wenn die Krise vorbei ist, kann die App wieder gelöscht werden, und alles back to normal.

    Es werden über zig Apps ja ohnehin bereits private Nutzerdaten gesammelt. Aktuell gehen diese zu irgendwelchen Firmen, und dienen nicht mal einem guten Zweck. Im schlimmsten Fall gehen die Daten hier zum Staat und dienen einem guten Zweck.

    Wer sich gegen eine solche App querstellt, der muss mal seine Prioritätensetzung prüfen.
    • farbarch1 08.04.2020 14:54
      Highlight Highlight Es geht meiner Ansicht nach letztlich nicht um Datenschutz, sondern bei den von Ihnen erwähnten Datenschutz-Verfechtern vielmehr darum, wer hat die Kontrolle über die Daten. In deren Augen sollte das auf keinen Fall eine Behörde sein. Allerdings haben sie auch keine Lösung für das Problem anzubieten.
  • Siru 08.04.2020 13:33
    Highlight Highlight Es braucht strenge gesetzliche Regelungen für eine solche App. Die Möglichkeit einer Rückverfolgbarkeit muss komplett ausgeschlossen werden, ebenso die Möglichkeit, Standortdaten zu speichern.
    Ich weiss, es klingt paranoid, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass da, wo Missbrauch möglich ist, auch Missbrauch getrieben wird.
    Und wenn Rechtsnationale wie Kurz ein System vorschlagen, werde ich misstrauisch. Es wundert mich überhaupt nicht, dass er und seinesgleichen einen App-Zwang in Betracht ziehen.
  • philippsteiger 08.04.2020 13:32
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel! @schurt3r (Daniel Schurter)
    in eine solche App liesse sich auch ein Ampelsystem wie angefügt einbauen, was mit Hilfe von Blockchain verifiziert werden könnte. Siehe auch ein ähnliches Vorprojekt dazu des Hackathons versusvirus.ch https://devpost.com/software/blockchain-immunity
    Benutzer Bild
  • Nick nolte 08.04.2020 13:24
    Highlight Highlight Eine schöne Vorstellung, eine funktionierende Warn-App. Wer würde es nicht begrüssen, wenn er darauf aufmerksam gemacht wird, dass er sich in Gefahr befindet? Aber eben ... sowas steht und fällt imho mit der Einstellung der User zu neuer Technik. Und wie diese in der Schweiz ist, na ja. Meine Eltern wären damit sicher überfordert (beide 75).
    • Hangover 08.04.2020 15:20
      Highlight Highlight Deine Eltern sind nicht alt (und dumm übrigens auch nicht).

      Wenn du deine Eltern entsprechend anleitest (einen Technologiemupf gibst), sind sie nicht überfordert.
  • Em Den 08.04.2020 13:21
    Highlight Highlight Was ist falsch in unseren westlichen Gesellschaften? Wir sind einem Virus so gut wie ausgeliefert und anstatt alles Mögliche zu unternehmen, um dieses Virus zu bekämpfen, reden wir über Datenschutz! Wir liefern unsere sämtlichen Daten an fraglichen Unternehmen wie Google, Facebook und Co. und jetzt auf einmal sind wir sehr vorsichtig! Ich bin bereit eine Petition zu unterschreiben, dass das BAG und der Bundesrat mich verfolgen oder mit meinen Daten machen dürfen, was sie wollen, solange mein Leben wieder normal wird. Wir riskieren unsere Wirtschaft quasi wegen paar Leuten, die Dreck am Steck haben.
    • @schurt3r 08.04.2020 13:51
      Highlight Highlight Datenschutz ist wichtig und muss nicht für eine gute Tracing-App aufgegeben werden.

      Wir müssen (und dürfen) keine sensitiven Daten preisgeben, und es funktioniert trotzdem.
    • Em Den 08.04.2020 15:54
      Highlight Highlight Im Moment ist mir Datenschutz sowas von egal. Der Nachrichtendienst des Bundes darf sehr viel mehr machen als diese eventuelle datenschutzkonforme App. Wenn eine Gefahr für die Gesellschaft besteht, darf der Nachrichtendienst Leute und ihre Aktivitäten beobachten. Besteht im Moment keine Gefahr für die Schweizer Bevölkerung? Wir sind seit 3 Wochen zuhause (richtig und konsequent, nicht wie manche andere) und wie es aussieht werden wir lange weiter so machen. Ich werde gerne Daten für Bewegungsfreiheit traden. Diejenigen, die nicht mitmachen wollen, sollen zuhause bleiben!
  • imposselbee 08.04.2020 13:19
    Highlight Highlight Solche Ideen kommen von Leuten, die mit Social Distancing auch vorher keine Probleme hatten. Diese Leute haben kein Problem damit, uns die Freude am Leben, „für einen höheren Zweck“ zu nehmen. Solche Apps wecken Begehrlichkeiten und jedes Jahr kommen dann neue „Verbesserungen“ dazu. Es ist ja „freiwillig“. Wir haben den Staat und dem Pflegepersonal Zeit verschafft, das ist alles. Der Bund macht die Aufgabe immer noch nicht richtig und optimiert das Gesundheitssystem für die nächste Pandemie, dazu braucht es aber zur Abwechslung ein paar schlaue Köpfe und losgelöste Pandemiezentren.
    • @schurt3r 08.04.2020 13:56
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber das sind haltlose, bzw. unbegründete Befürchtungen. Ich wiederhole: Es werden keine sensitiven Daten gespeichert/übermittelt. Kein Standort, keine Identitäten.

      Wenn die Krise vorbei ist, löscht man die App. Fertig.

      Wenn sich eine sichere und datenschutzkonforme App in der aktuellen Krise bewährt, dann haben wir ein taugliches Werkzeug auch für zukünftige Pandemien. Es könnte nicht die letzte sein...
    • imposselbee 08.04.2020 14:32
      Highlight Highlight @schurt3r Tja, auch solchen Befürchtungen muss eine solche App standhalten. Es werden zu viele kritische Stimmen ausgeblendet. Datenschutz alleine reicht nicht, „Provisorien“ und „Übergangslösungen“ leben in der Regel sehr lange, siehe Rosengartenstrasse.
  • medmi 08.04.2020 13:18
    Highlight Highlight An alle Kritiker, ihr könnt euch entscheiden
    Ohne App:
    - Zustand wie aktuell
    Mit App:
    - Nachtessen mit Freunden
    - Veranstaltungen bis 50 Personen
    - Trainings im Sportverein etc.

    All dies wird wieder möglich sein, da die Kontakte zurückverfolgt werden können. Ein Festival oder sonstige grosse Veranstaltungen mit 1000 Leuten dürfte weiterhin schwierig werden, da sonst bei einem positiven Fall auf einen Schlag zig Leute in vorsorgliche Isolation müssten.
  • Don Alejandro 08.04.2020 13:16
    Highlight Highlight Solange die Daten anonymisiert und keine Weiterleitung an Dritte sowie die unwiderrufliche Löschung und die Freiwilligkeit gewährleistet sind, dann spricht nichts dagegen.
  • Redback 08.04.2020 12:58
    Highlight Highlight Gute Idee. Kontaktaufnahme mit Bluetooth. Zeit muss noch eine Rolle spielen. Tracking über GPS ist nicht notwendig. es spielt keine Rolle, wo der Kontakt stattgefunden hat, sondern dass er stattgefunden hat und wie lange.
  • *sharky* 08.04.2020 12:53
    Highlight Highlight Finde den Artikel recht gut und nachvollziehbar.

    Auch wenn ich ein eiserner Verfechter von möglichst hohen Datenschutz-Standards bin, erachte ich eine dementsprechend austarierte SW als ein mögliches und sicherlich auch bis zu einem gewissen Grad wirkungsvolles Puzzle-Teil, um die Krise irgendwie in den Griff zu kriegen.

    Ach ja, sagte nicht Berset, -wir wollen keine Spektakel-Politik/Lösungen- ?
  • Tomtom64 08.04.2020 12:52
    Highlight Highlight Hat man sich schon überlegt, inwiefern das Resultat "verfälscht" wird, wenn ich die App zwar benutze, das Smartphone aber nicht immer bei mir habe?
    Falls ich in einer Alarmierungskette bin, werden dann diejenigen Kontakte (als ich mein Smartphone nicht dabei hatte), nicht alarmiert und umgekehrt. Soweit, so logisch. Wie sieht das aber bezogen auf die Gesamtbevökerung aus?
    • @schurt3r 08.04.2020 14:00
      Highlight Highlight Das Ganze basiert ja auf Freiwilligkeit. Wenn das Handy (mit installierter App) nicht dabei ist, werden keine potenziell gefährlichen Begegnungen registriert und man wird nicht gewarnt, bzw. kann «Kontakte» später nicht anonym warnen.

      Man darf sich wegen der Tracing-App grundsätzlich nicht in falscher Sicherheit wiegen.
    • Amadeus75 08.04.2020 14:02
      Highlight Highlight Man wird niemals die gesamte Bevölkerung abdecken können, sei es, wie man anhand der Kommentare zu diesem Beitrag sieht, aus Egoismus oder Paranoia, oder eben weil das Smartphone zu Hause vergessen wurde.
      Es geht auch nicht darum, dass jeder diese App verwendet, sondern so viele wie möglich. Jeder einzelne, der diese App nutzt trägt dazu bei, dass die zweite Infektionswelle nicht mehr so drastisch ausfällt, wie die aktuelle.
  • JaAber 08.04.2020 12:47
    Highlight Highlight Ich sehe die Bedenken vieler Kommentarschreiber nicht: Der Link zwischen Handy und Server soll nur über anonyme Tokens erfolgen. In der physischen Welt hat die App nur „Bluetooth-Reichweite“. Nur der Server erkennt die gefährliche Nähe zwischen dem Handy des Infizierten und demjenigen eines Dritten. Kein GEO-Tracing!

    Wer kein Vertrauen in eine solche App hat, müsste konsequenterweise ganz aufs Handy verzichten.

    Die App könnte wesentliche Lockerungen der Bewegungsbeschränkungen erlauben und wäre ein Gewinn für alle (medizinisch, wirtschaftlich und sozial).
  • Maya Eldorado 08.04.2020 12:42
    Highlight Highlight Da hab ich auch noch eine Frage, zu der ich im Artikel keine Antwort gefunden habe.
    Muss da jeder selbst eintragen, ob er gefährdet ist, weil er Kontakt hatte mit einem Infizierten, ob er die Krankheit schon hatte oder angeblich noch nicht davon betroffen ist?

    Ich bin da sehr misstrauisch.
    Bis jetzt lasse ich mein Smartphone sowieso meist zuhause, falls ich es nicht dringend brauche, weil ich unterwegs nicht davon gestört werden will.
    Und wenn ich es doch mal unterwegs brauche, schalte ich es erst ein bei Gebrauch.
    Funktioniert das auch bei ausgeschaltetem Natel?
    • @schurt3r 08.04.2020 13:05
      Highlight Highlight Liebe Maya

      Bei ausgeschaltetem Gerät würde die Warn-App definitiv nicht funktionieren.

      Die App funktioniert ja grundsätzlich nach dem Prinzip, dass keine heiklen Daten gespeichert oder gar an einen Server übertragen werden.

      Eine interessante Frage ist, ob die App wissen sollte, ob ein Smartphone-User/eine Userin die Krankheit bereits hatte (nachweislich, durch einen Antikörpertest) und wieder gesund ist. Denn bei immunen Personen würde ja eine Alarmierung wenig Sinn machen, weil sie sich nach aktuellem Wissensstand nicht erneut anstecken können.
    • Mr. Spock 08.04.2020 13:18
      Highlight Highlight Der erste Punkt ist sicherlich die Krux!? Falls man sich als kerngesund registriert, man jedoch den Virus in sich trägt ohne Wissen, bringt ja die beste Tracing-App nichts!?

      Zu Punkt 2, nein denke nicht, dass dies bei abgeschaltetem Gerät funktioniert. Zudem stellt sich bei mir in diesem kontext die Frage, ob deine Nutzung sinnvoll ist. Du bist ja im Notfall für andere nicht erreichbar, wenn dein Mobile daheim oder abgeschaltet ist? Nicht wertend gemeint, jedoch bringt bei dieser Nutzung die App nichts...
    • Maya Eldorado 08.04.2020 14:02
      Highlight Highlight M. Spock
      Klar bin ich im Notfall erreichbar, einfach wenn ich wieder zuhause bin.
      Weisst Du ich bin zu einer Zeit aufgewachsen, wo noch nicht jeder ein Telefon hatte, auch meine Grosseltern nicht. Da musste man dann halt mal ein Telegramm verschicken, wenn es eilte.
      Den Menschen geht es heute nicht besser als früher. Sie sind einfach gestresster. Jederzeit erreichbar tut noch lange nicht jedem gut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapientia et Virtus 08.04.2020 12:42
    Highlight Highlight Jetzt rächt sich brutal, dass nur zwei (!) Firmen das Monopol bezüglich App-Downloads besitzen (ja, ich weiss, wie man apks installiert, aber das ist mühsam). Jetzt müsste die Politik ran und schauen, dass wie bei PCs ein freier Markt für Software-Anbieter entsteht.
    • @schurt3r 08.04.2020 13:07
      Highlight Highlight Hmm, ich bezweifle, dass ein App-Store ohne kontrollierten Zugang sicherer/besser wäre.

      Gebe dir aber recht, dass Apple/Google als App-Betreiber eine ungeheure Macht haben. Fragt sich, wie man das (sinnvoll) regulieren kann?
    • C 08.04.2020 13:29
      Highlight Highlight Lieber Herr Apple/Google, sie nehmen diese App in ihren Store auf, sonst müssen sie ihre Geschäftstätigkeit im EU-Raum leider einstellen.

      Sehe das Problem nicht. Die Amerikaner zucken nicht mit der Wimper bei solchen Massnahmen, besonders gern bei Nicht-US-Unternehmen.

      Wofür hat man denn sonst Gesetzgeber?

      Ich vermute aber, dass eine seriöse App freiwillig von Apple/Google distribuiert wird... warum denn auch nicht?
    • @schurt3r 08.04.2020 14:01
      Highlight Highlight Apple wird eine vom Bund geprüfte/empfohlene Tracing-App veröffentlichen, das ist sicher.

      Eigentlich ist es zu begrüssen, dass jetzt kein Wildwuchs an solchen (privaten) Apps herrscht.
  • 34RS90 08.04.2020 12:36
    Highlight Highlight Alle die hier wegen Datenschutz jammern und rufen, sind genau diejenigen, die Whatsapp, Facebook, Twitter, Instagram oder oder haben.. Habt ihr wirklich das Gefühl, dass eure Daten nirgendwo anders gesammelt werden? Hallo Realität 👋🏼😉
    • Satanarchist 08.04.2020 12:56
      Highlight Highlight Zumindest ich habe das alles nicht.
    • reactor 08.04.2020 12:57
      Highlight Highlight Stimmt doch einfach nicht, mit all den Apps, ich bin sehr auf Datenschutz bedacht. WhatsApp läuft nur auf meinem Firmenhandy, wenn ich draussen bin stelle ich grundsätzlich wlan und bluetooth (ist übrigens eine der einfachsten Schnittstellen in ein Handy einzudringen) aus. Mich nerven diese Totschschlagargunente wie du sie bringst. In meinem Umfeld haben viele Leute einen sehr differenzierten Umgang mit ihren Devices. Dein Argument ist etwa dasselbe wie, wenn wir nicht mit Waffen handeln machen es andere, oder, wieso sollen wir Kleinen auf die Umwelt achtgeben, die Grossen tuns eh nicht...
    • Rundlauf 08.04.2020 13:51
      Highlight Highlight @Satan: Ziemlich sicher nutzt du aber Karten-oder Kamera-Apps, oder ganz generell ein Betriebssystem von Google oder Apple. Viele Annehmlichkeiten von Apps funktionieren eben nur, wenn man ihnen gewisse Berechtigungen einräumt. Sie sollen mit meinen Kontakten kommunizieren, meinen Standort kennen, Anrufe ermöglichen und deshalb mein Mikrofon benützen dürfen, etc. - und viele Leute wollen von diesen Annehmlichkeiten profitieren. Puristen, welche all diese Services nicht nutzen und ihr Smartphone im "Steinzeit-Modus" nutzen gibt es sicher einige; die Mehrheit nutzt das Handy aber anders.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mavericks Marvelous 08.04.2020 12:36
    Highlight Highlight Ich begrüsse so eine App sehr. Ich verstehe wieder nicht, wie alle Paranoia haben, wenn die Mehrheit z.B. Google Maps nutzen, oder einfache ÖV-Apps installiert haben, wo der Standort einfach abgelesen werden darf und weitergeleitet wird (unwissend wo die Bewegungsdaten gespeichert werden, wie lange diese gespeichert werden, wer greift auch noch darauf zu). Kopfschütteln 🤦🏻‍♂️
  • Toni Poschung 08.04.2020 12:36
    Highlight Highlight Danke an watson und den Autor für den erneuten Artikel zu diesem Thema. Mit der korrekten und unaufgeregten Berichterstattung helft ihr mit, das Tool bekannt zu machen. Dies reduziert die unbegründete Sorge vor Überwachung. Denn Pepp-Pt schafft kein Überwachungstool und jeder kann es jederzeit wieder deinstallieren. Der Nutzen ist für uns alle, dass wir uns dank diesem Tool rasch wieder mit anderen Leuten treffen dürfen.
  • Name_nicht_relevant 08.04.2020 12:34
    Highlight Highlight Ist ja ok diese Idee, aber am Ende sind es wir Menschen, die verhindern können, dass es sich ausbreitet, Abstand halten und Zuhause bleiben so gut es geht. Wer die Krankeit hat, sollte isoliert bleiben. Das ist alles, was jedes Land erwartet und genau aus diesem Grund kann man den Menschen helfen, die zur Zeit in der Intensiv liegen.
    • Amadeus75 08.04.2020 13:03
      Highlight Highlight Wie lange willst du denn zu Hause bleiben? Ein Jahr, bis ein Impfstoff entwickelt wurde und dannach nochmals 5-6 Monate, bis du an der Reihe bist, geimpft zu werden?
      Wir/Europa/Welt müssen so schnell wie möglich einen Weg aus dem Lockdown/Shutdown finden.
    • @schurt3r 08.04.2020 13:08
      Highlight Highlight Bin absolut einverstanden.

      Auch wenn wir eine solche App auf unseren Handys installiert haben, müssen wir weiterhin die Vorsichtsmassnahmen beherzigen und uns an die Empfehlungen des Bundes halten. 👍
    • Name_nicht_relevant 08.04.2020 13:40
      Highlight Highlight @Amadeus75 ich bin am Arbeiten zu 100% und unsere Firma hat uns alles zur Verfügung gestellt um uns zu schützen. Jedoch müssen wir die Abstände einhalten, wie ich oben sagte, statt Ferien im Bündnerland bleiben wir zuhause und anstatt Freunde einzuladen gehen wir mit dem Hund in der Nähe lange laufen. Geniessen unsre 3Sahmkeit und warten auf bessere Zeiten. Impfstoff kommt wann er kommt, da können wir nichts tun, aber wir können den armen Ärzten und Krankenschwestern helfen, in dem wir es nicht verschlimmern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 08.04.2020 12:21
    Highlight Highlight Die Tatsache, dass ich mich an die Empfehlungen des Bundes halte, heisst noch lange nicht, dass ich mir diese App auf mein Smartphone laden würde. Ich denke da gehst du von falschen Voraussetzungen aus, wenn du diese beiden Sachverhalte verknüpfst.
    • @schurt3r 08.04.2020 12:34
      Highlight Highlight Du hältst dich an die Empfehlungen des Bundes, aber nur, wenn sie für dich Sinn machen?

      Eine repräsentative Umfrage (SRG-Coronamonitoring, siehe Artikel) hat ergeben, dass sich derzeit zwei Drittel der Bevölkerung vorstellen können, eine solche App zu installieren.
  • elco 08.04.2020 12:18
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass viele gar nicht zur Normalität zurück wollen. In den Kommentarspalten bei Watson tummeln sich einige. Und da ist natürlich jedes Argument recht, mögliche Lösungen schlecht zu reden.
  • imposselbee 08.04.2020 12:11
    Highlight Highlight Bin sehr skeptisch bezüglich Contact Tracing. Kosten/Nutzen stehen in keinem Verhältnis. Die App ist nicht das Problem, aber wer geht in Zukunft noch in den Ausgang, wenn er zu befürchten hat, dass er danach für 14 gelockt wird, wenn einer in der Umgebung Positiv getestet wird und die Wahrscheinlichkeit bei 5% liegt, dass er selber schwere Symptome entwickelt. Zudem kann dann ein Fall einen ganzen Betrieb lahm legen. 2x falsche Sicherheit und Panik 24x7 für 5% oder weniger Nutzen.
    • @schurt3r 08.04.2020 12:24
      Highlight Highlight Für Kosten-Nutzen-Prognosen ist es viel zu früh.

      Jetzt ist wichtig, dass eine datenschutzkonforme und sichere Lösung erarbeitet und lanciert wird.

      Deine Annahme bezüglich Alarmierung, bzw. Stilllegung von Betrieben wegen App, ist zudem falsch: Wenn jemand in engerem Kontakt mit einer infizierten Person war, soll er/sie einen Warnhinweis aufs Handy erhalten. Verbunden mit der Empfehlung, sich in Selbstquarantäne zu begeben, und/oder wenn möglich sich testen zu lassen.
    • JaAber 08.04.2020 12:59
      Highlight Highlight Bei jedem sozialen Kontakt besteht eine Ansteckungsgefahr. Die App hätte den Vorteil, dass du diese Gefahr schneller und schärfer erkennen könntest. Und wenige Tage nach einer Warn-SMS der App könntest du dich testen lassen, was dem sozialen Bann entgegenwirken würde.
    • @schurt3r 08.04.2020 15:29
      Highlight Highlight @SwissWitchBitch

      Nein. Die App warnt dich, wenn du (trotz Beachtung aller Vorsichtsmassnahmen) in relativ engem Kontakt warst mit einer infizieren Person.

      Dein Arbeitgeber hat mittlerweile hoffentlich begriffen, dass eine einzige Infektion, die über längere Zeit unbemerkt bleibt, verheerend sein kann. Besser auf Nummer sicher gehen.

      Und wie ich im Artikel schreibe, müssen die Test-Kapazitäten zwingend erhöht werden.
  • MStgr 08.04.2020 12:05
    Highlight Highlight Sorry, aber alle nutzen Sozial-Media-Apps und sonstige Gratisgame-Apps, die massiv ins Datensammeln involviert sind. Und danach Panik haben vor einer solchen App, bei der alle auf die Finger schauen? Jeder der ein Handy hat, hat bereits einen so gut wie einzigartigen Fingerabdruck im Netz. Getrakt wird sowieso schon lange. Auch das Bargeld wird wegen dieser Krise bestimmt nicht abgeschafft. Naive Paranoia.
    • kliby 08.04.2020 12:29
      Highlight Highlight @MStgr, die meisten Leute geben nur Daten von sich preis, weil es (gewollt) zu aufwändig ist, das zu unterbinden.

      Ich mache ein Beispiel: Wenn jemand sich Twitch (eine App im Game-Bereich, Streaming) installiert, dann kriegt er eine Link-Liste von ca 6 globalen Firmen (u.a. Amazon, Google), bei denen er einzeln rausfinden muss, wie er die Datenfreigabe verhindern kann. Also Hunderte von Seiten von Lektüre, um irgendwo dann zu finden, wie man sich aufwändig wehren kann.

      Politik und globale Firmen unterstützen Datenkraken, und versuchen Widerstand dagegen perfide zu verhindern.
  • @schurt3r 08.04.2020 12:04
    Highlight Highlight Begründete und sachliche Kritik ist willkommen! Polemik hingegen nicht.

    Ich antworte gern auf konkrete Fragen oder leite sie wenn nötig an Experten weiter, die sich derzeit intensiv mit der Entwicklung von Contact-Tracing-Apps befassen.

    • n3rd 08.04.2020 12:44
      Highlight Highlight (1/2) Wie ein anderer hier vorgeschlagen hat könnte ein unabhängiger Auditor unter NDA einen Audit machen. Nach welchen Kriterien würde man den Auditor auswählen? Wie implementiert man einen Reproducible Build um sicher zu sein, dass der Binärcode dann auch dem untersuchten Sourcecode entspricht?

      Open Source: Welche Abwägungen werden gemacht hinsichtlich Freigabe als Open Source? Insbesondere interessiert mich dies wenn öffentliche Gelder in die Entwicklung gesteckt werden.
    • n3rd 08.04.2020 12:47
      Highlight Highlight (2/2) Wie geht man mit Personen um, die noch ein sehr altes Handy haben und gar keine neuen Apps mehr laden können?

      Wie passen die Personen ins ganze Bild, die kein Smartphone haben oder denen die Bedienung zu kompliziert ist (ja, solche gibt es)?

      Wie wird damit umgegangen, wenn eine Person das Smartphone vom Arbeitgeber bezahlt bekommt, deshalb vertrauliche Daten drauf sind und der Arbeitgeber entsprechend die Installation von Fremd-Apps unterbindet?
    • RalpH_himself 08.04.2020 15:21
      Highlight Highlight Da die App als Open Source veröffentlicht werden soll, können alle interessierten Menschen einen Audit durchführen. Und alle etablierten Konsumentenschutzorganisationen werden dies auch sicher tun! Als das ultimative Gütesiegel würde ich den CCC (Chaos Computer Club) aus Detuschland bezeichnen, da diese unbestreitbar über ausserordentliche Fachkompetenz sowohl auf technischer wie auch auf bürgerrechtlicher Seite verfügen.
  • _stefan 08.04.2020 11:56
    Highlight Highlight Theoretisch sicher eine tolle Idee. Das ganze müsste aber über den Bluetooth-Standard laufen. Jeder der bisschen Ahnung von IT-Sicherheit hat weiss, dass dies viel zu unsicher ist.

    Der Absatz zum Datenschutz beleuchtet nur die Sicht des App-Entwicklers. Google z.B. weiss dank Streetview jetzt schon exakt, wo jeder WLAN-Router steht. Was denkt ihr machen diese Unternehmen, wenn jeder Bluetooth auf seinem Handy aktiviert?
    • @schurt3r 08.04.2020 12:09
      Highlight Highlight In welcher Hinsicht ist Bluetooth «viel zu unsicher», wie du behauptest? Bitte erklären!

      Renommierte und erfahrene IT-Experten im In- und Ausland sehen das definitiv anders.

      PS: Wir sollen in einer Notlage auf eine praktikable, datenschutzkonforme Lösung verzichten, weil Google Tracking betreibt? 🧐
    • swilly 08.04.2020 12:30
      Highlight Highlight @schurt3r => eine google suche mit folgenden suchbegriffen "bluetooth exploits list" und aus der erste trefferlist der erste als beispiel.
      https://thehackernews.com/2020/02/hacking-bluetooth-vulnerabilities.html

      sehr spannender artikel, danke dafür. aber wer beim lesen des textes keine gänsehaut bekommen hat, der lebt wohl in einer ganz anderen welt wie ich. solange alles freiwillig ist, ist es ganz okey, wird wohl nicht schlimmer sein als facebook oder ein watson-account. aber wenn es erzwungen wird gefährden wir damit unsere freiheit.
    • swilly 08.04.2020 12:36
      Highlight Highlight demokratie ist keine selbstverständlichkeit und hält auch nicht für immer (deswegen müssen wir sie auch immer schützen). daten die gesammelt werden können immer gegen dich verwendet werden. gesetze können sich ändern und was heute legal war kann morgen illegal sein.

      @schurt3r, könnt ihr da nicht einen selbsttest machen? so einen hacker anstellen, der die gängigen exploits euch zeigt und auch aufzeigt, wie gläsern wir sind, wenn wir nicht aufpassen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Masseneinwandererin 08.04.2020 11:55
    Highlight Highlight Welche App sich in Europa (damit meine ich EU) durchsetzen wird, ist eine rein politische Entscheidung und da wird es die Schweiz schwierig haben. Opensource hilft sicherlich
    • medmi 08.04.2020 12:03
      Highlight Highlight Interessanterweise sind unsere Unis die Taktgeber für das Europäische Projekt. In Deutschland ist man voll dabei.
    • @schurt3r 08.04.2020 12:19
      Highlight Highlight @Masseneinwandererin

      Zurecht sehr gute Karten hat aus meiner Sicht die Initiative Pepp-PT, weil es sich dabei um eine länderübergreifende Kooperation renommierter Forscher/Institute (EU, Schweiz) handelt.
    • Varanasi 08.04.2020 13:19
      Highlight Highlight @Masseneinwanderin
      Hier aus dem Tagi ein Artikel wie weit die Schweiz wegen Corona jetzt schon mit der EU zusammenarbeitet.

      https://www.tagesanzeiger.ch/die-schweiz-ist-jetzt-teil-der-familie-771011301797
  • soulpower 08.04.2020 11:54
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • De-Saint-Ex 08.04.2020 11:47
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Oj Manbrook 08.04.2020 11:58
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Lowend 08.04.2020 11:39
    Highlight Highlight So lange diese App nicht Standortdaten, sondern nur die Annäherung an andere Handys per Code sammelt, ist selbst vom Datenschutz her nur wenig dagegen einzuwenden.

    Einziger Knackpunkt wäre es, dass diese Daten nicht durch Polizei oder Gerichte benutzt werden dürften, um zum Beispiel nachzuvollziehen, ob sich zwei Verdächtigte getroffen haben.

    Diesbezüglich müsste gesetzlich ein strenger Rigel eingebaut werden, dass diese Daten ausschliesslich epidemiologischen Zwecken dienen dürfen!
    • Sarkasmusdetektor 08.04.2020 12:10
      Highlight Highlight Das ist ja genau das Prinzip von Pepp-PT. Die App hat nur die Information, dass der Besitzer eines bestimmten Tokens infiziert ist. Wem das Token gehört, weiss nur der Besitzer selbst. Solange du also nicht auf Facebook dein Token postest, kannst du beruhigt weiter deinen krummen Machenschaften nachgehen.
    • 3klang 08.04.2020 13:47
      Highlight Highlight @Lowend:
      Ortung via GSM funktioniert schon lange und das sogar ganz ohne App oder GPS. Wenn die Polizei also deinen Standort herausfinden möchte, wartet sie nicht, bis du irgend eine bestimmte App installiert hast.
      https://de.wikipedia.org/wiki/GSM-Ortung
    • Lowend 08.04.2020 13:53
      Highlight Highlight Danke für den Tipp. Sie kennen sich ja erstaunlich gut aus, was krumme Machenschaften betrifft. 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satanarchist 08.04.2020 11:35
    Highlight Highlight Einerseits ist die Idee gut und irgendwie auch sinnvoll. Doch auch wenn es stets verneint wird: Ausgehebelter Datenschutz, einfachere Ortung, Kontrolle und Überwachung durch den Staat wird so noch viel einfacher. Klar wird behauptet und beschwichtigt, dass dem nicht so sein wird. Aber nicht mal die Politiker, die das behaupten, glauben daran.
    Wie heisst es so schön: Wenn man für Sicherheit die Freiheit opfert, ist man nicht sicher!
    • @schurt3r 08.04.2020 12:29
      Highlight Highlight Du vermischst berechtigte Skepsis, was staatliche Überwachung betrifft, mit deinem Unwissen über die Funktionsweise der geplanten App.

      Erkläre uns konkret: Wie soll durch die geplante App der Datenschutz ausgehebelt werden, wie soll eine einfachere Ortung möglich sein, wie Kontrolle und Überwachung durch den Staat?
    • n3rd 08.04.2020 13:02
      Highlight Highlight @schurt3r: Ich kanne mir da schon die eine oder andere Methode vorstellen.

      Wie wird der anonyme Zahlencode generiert? Das würde einen entsprechend passenden Random Number Generator (RNG), passende Logik im Code sowie richtigen Seed vom RNG erfordern. Dafür gibt es side-channel Angriffe. Im ungünstigsten Fall geht eine andere App auf dem Smartphone auf den RNG los und kann über den Side Channel die Tokens voraussagen.

      Auch ist zu beachten, dass "anonym" und "pseudonym" zwei unterschiedliche mathematische Eigenschaften sind. Für die App müssten daher genauere Specs existieren.
    • Satanarchist 08.04.2020 13:04
      Highlight Highlight Nun, ich habe (fast) alle Sachen, die man eventuell mit einer solchen App machen könnte (allenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt), zusammengemischelt und dazu einen provokanten Kommentar verfasst ;-) .
    Weitere Antworten anzeigen
  • maylander 08.04.2020 11:35
    Highlight Highlight @Daniel Schurter

    100% Opensource ist nicht nötig. Ein Codereview kann auch unter einem NDA gemacht werden.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass so eine App geschütze Technologien nutzen darf. Klassische Open Source würde aber bedeuten, dass nachher alle diese nutzen dürfen.
    • n3rd 08.04.2020 12:00
      Highlight Highlight Genau. Wenn es durch Steuergelder finanziert wird, dann muss es "public good" werden und für alle nutzbar sein.

      Durch Steuergelder finanzieren und dann verschlossen halten geht gar nicht.
    • Sarkasmusdetektor 08.04.2020 12:13
      Highlight Highlight Falsch. Nur weil der Quellcode öffentlich ist, darf er noch lange nicht einfach weiterverwendet werden. Was mit dem Code gemacht werden darf, hängt von der verwendeten Lizenz ab, nicht von der Offenheit selbst.
    • maylander 08.04.2020 15:19
      Highlight Highlight Es ist gang uns gäbe, dass Code von unabhängigen Stellen reviewed wird, der nicht Open Source ist. Man kann auch sicherstellen, dass der richtige Code herausgegeben wird.
      Es gibt tausende Programme für staatliche Stellen, die Closed Source sind. Da findet in der Regel kein Review statt und die Sourcen bleiben beim Anbieter verschlossen .

      Je nachdem wie tief die App ins Betriebssystem und /oder in den Bluetoothstack eingreift wird es schwierig mit Opensource.
      Wenn das ganze auch im Ruhemodus funktionieren soll nehme ich an, dass dies der Fall ist.
  • VegasBaby 08.04.2020 11:27
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.

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