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President Donald Trump listens during a ceremony to present the Presidential Medal of Freedom to former football coach Lou Holtz, in the Oval Office of the White House, Thursday, Dec. 3, 2020, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump

Donald Trunp. Bild: keystone

Trump ordnet Abzug eines Grossteils der US-Truppen aus Somalia an



Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat den Abzug von nahezu allen US-Truppen aus Somalia befohlen. Bis Anfang 2021 solle ein Grossteil der dort stationierten Soldatinnen und Soldaten das ostafrikanische Land verlassen, teilte das Pentagon am Freitag mit. Zahlen zur aktuellen und künftigen Truppenstärke machte das Verteidigungsministerium nicht. Nach Angaben von US-Medien sind derzeit um die 700 US-Soldaten in Somalia stationiert.

Die USA unterstützen dort bislang die somalische Regierung und die dortigen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die sunnitische Terrorgruppe Al-Shabaab. Die Gruppe kämpft seit Jahren in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft und kontrolliert weite Teile im Zentrum und Süden.

Einige Soldatinnen und Soldaten könnten im Zuge der Entscheidung zwar in Länder ausserhalb von Ostafrika verlegt werden, erklärte das Pentagon. Die übrigen sollen jedoch künftig in Nachbarländern Somalias stationiert sein, um den Druck auf gewalttätige extremistische Organisationen aufrecht zu erhalten. Die USA zögen sich nicht aus Afrika zurück, betonte das Pentagon.

Trump ging Anfang November als Verlierer der Präsidentenwahl gegen den Demokraten Joe Biden hervor. In seinen verbleibenden Wochen ordnet der abgewählte Präsident den Einsatz von US-Soldaten im Ausland neu, dem er kritisch gegenübersteht. Mitte November hatte er angekündigt, bis zum 15. Januar die Zahl der Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan und im Irak auf jeweils etwa 2500 zu reduzieren. Umgesetzt würde der Teilabzug damit unmittelbar vor der geplanten Amtseinführung Bidens am 20. Januar.

Der Abzugsbefehl aus Somalia kommt eine Woche nach einem historischen Truppenbesuch des geschäftsführenden Pentagon-Chefs Christopher Miller, der erst seit wenigen Wochen im Amt ist. Anlässlich des US-Feiertags Thanksgiving reiste er nach Mogadischu. Noch nie zuvor hatte ein US-Verteidigungsminister das Land am Horn von Afrika besucht.

Einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge sollen Soldaten von Somalia nach Kenia und Dschibuti verlegt werden. «Die USA werden weiterhin in der Lage sein, gezielte Anti-Terror-Einsätze in Somalia durchzuführen», erklärte das Pentagon. Zudem könnten weiterhin Hinweise auf Bedrohungen der USA gesammelt werden. (sda/dpa)

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