DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

83-jährigem Bankräuber von Meggen LU bleibt Gefängnis erspart



HANDOUT - Ein Mann, 50-70 Jahre alt, ueberfaellt die Raiffaisenbank in Meggen LU, am am Freitag, 29. Dezember 2017. Wie die Luzerner Polizei mitteilte, hatte der unbekannte Raeuber kurz vor 10 Uhr am Vormittag die Bank betreten. Er war maskiert und forderte von den Angestellten Geld. Der Taeter ist fluechtig. (HANDOUT LUZERNER POLIZEI) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Bild: LUZERNER POLIZEI

Ein 83-jähriger Mann, der 2012 und 2017 in Meggen LU eine Bank überfallen hat, muss nicht hinter Gitter. Das Luzerner Kriminalgericht hat den Senior zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt, der Staatsanwalt hatte ihn ins Gefängnis stecken wollen.

Mit den beiden Banküberfällen habe sich der Mann der mehrfachen räuberischen Erpressung schuldig gemacht, heisst es im Urteil, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Es liegt erst im Dispositiv vor und ist somit noch nicht rechtskräftig. Die Probezeit beträgt zwei Jahre.

Das Kriminalgericht kam mit dem Strafmass dem Wunsch des Beschuldigten und seines Verteidigers nach. Sie hatten eine bedingte Freiheitsstrafe angestrebt. Der Bankräuber selber sagte vor Gericht, wenn er ins Gefängnis müsse, wäre das sein «Untergang».

Auch der Verteidiger sagte, eine unbedingte Haftstrafe sei seinem Mandanten aufgrund des Alters und der gesundheitlichen Situation nicht zuzumuten. Ein Gefängnis wäre mit ihm «krass überfordert». Der Verteidiger forderte eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten bei zwei Jahren Probezeit, zumal sein Mandant «amateurhaft» gehandelt habe.

«Ganz normale Raubüberfälle»

Der Staatsanwalt erwiderte, es seien ganz normale Raubüberfälle gewesen, der Mann habe trotz seines Alters erhebliche kriminelle Energie an den Tag gelegt und mit den Überfällen seine finanzielle Situation aufbessern wollen. Er forderte eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten, davon ein Jahr unbedingt.

Der Senior war 2012 mit einer Plastikpistole in einer Bankfiliale aufgetaucht. Er legte einen Zettel hin, auf dem die Forderung nach 10'000 Franken in italienischer Sprache geschrieben stand - er erhielt das Geld und spazierte davon.

Fünf Jahr blieb er unbehelligt, bevor er die Nachbarsbank im gleichen Dorf nach gleicher Manier überfiel. Dabei ergatterte er gar fast 14'000 Franken, lief beim Verlassen der Bank gegen eine Schiebetür, fuhr mit dem Bus nach Hause und wurde später geschnappt. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schweizer Polizei soll rascher an wichtige Täterdaten aus dem Ausland kommen

Die Schweizer Polizeibehörden sollen rascher mit EU-Ländern und den USA DNA-Profile und Fingerabdrücke abgleichen können. Der Bundesrat hat am Freitag die Botschaft zu drei internationalen Kooperationsabkommen und den nötigen Gesetzesänderungen verabschiedet.

Ein Abkommen – die Prümer Zusammenarbeit – vernetzt Schweizer Informationssysteme mit denen anderer europäischer Länder: das Fingerabdruck-Informationssystem, das DNA-Profil-Informationssystem und die Fahrzeug- und Fahrzeughalter-Datenbank.

Terroristen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel