Coronavirus
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Contact tracer Alejandra Camarillo works at Harris County Public Health contact tracing facility, Thursday, June 25, 2020, in Houston. Texas Gov. Greg Abbott said Wednesday that the state is facing a

Bild: keystone

Private könnten Hunderte Tracer aufbieten – doch der Kanton Zürich wartet ab

Der Kanton Zürich ist bereits nach einer Woche steigender Infektionszahlen am Anschlag mit dem Contact Tracing. Verschiedene Organisationen bieten Hilfe an – doch der Kanton hofft auf sinkende Fallzahlen.



Am Donnerstag wurde publik, dass der Kanton Zürich sein Contact Tracing gerne auslagern würde. Dieser Schritt war bereits seit längerem vorgesehen, ist jedoch erst ab September geplant. Nun beschleunigt der Kanton sein Vorhaben und möchte bereits ab Ende Sommer eine externe Organisation mit dem Contact Tracing beauftragen. Das Problem: Die Fallzahlen bringen die Virenjäger schon jetzt ans Limit.

Wieso der Kanton so lange braucht, darüber möchte Lina Lanz, Kommunikationsleiterin der Gesundheitsdirektion, keine Auskunft geben. Nur so viel: «Wir haben unser Contact-Tracing-Team bereits auf 47 Personen aufgestockt. Dies erlaubt es uns, mit den momentanen Fallzahlen klarzukommen.»

Setzt sich der gegenwärtige Trend jedoch fort, dürften diese 47 Tracer bereits in wenigen Tagen nicht mehr ausreichen. Die Grüne Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber hat kein Verständnis für das Vorgehen der Zürcher Behörden: «Ich begreife nicht, warum der Kanton nach der ersten Welle einfach abgewartet und nicht frühzeitig Personal für Contact-Tracing rekrutiert hat.»

Die Kantone sollten nicht nur nach mehr Verantwortung schreien, sondern auch liefern. «Sonst kriegen wir bald die Quittung.» Prelicz-Huber glaubt, dass die Jobs als Contact-Tracer begehrt wären: «Wegen Corona haben viele Leute ihre Arbeit verloren. Viele suchen noch immer einen neuen Job.»

«Ich begreife nicht, warum der Kanton nach der ersten Welle einfach abgewartet und nicht frühzeitig Personal für Contact-Tracing rekrutiert hat.»

Katharina Prelicz-Huber

Hunderte Tracer wären in wenigen Tagen bereit

Tatsächlich drängt sich die Frage auf, wieso die Mühlen im Kanton Zürich so langsam mahlen. Die Adecco Gruppe Schweiz, Marktführer im Bereich Human Resources, gibt auf Anfrage zu verstehen, dass es kein Problem wäre, innert weniger Tage hunderte Tracer vermitteln zu können: «Das Auslagern von gesamten Projekten gehört präzise zu den Services, die wir anbieten», sagt Annalisa Job, Mediensprecherin der Adecco Gruppe Schweiz. Viele Arbeitnehmende wären immer noch auf Kurzarbeit gesetzt, «diese könnte man mittels einer App praktisch sofort aktivieren.» Natürlich komme es noch darauf an, was für Qualifikationen gefordert seien und welche Infrastruktur benötigt wird.

Zu Gesprächen mit dem Kanton ist es bis jetzt allerdings noch nicht gekommen.

Auch andere Organisationen haben bereits ihre Hilfe angeboten: Josef Widler, Präsident der Zürcher Ärztegemeinschaft, hat der Gesundheitsdirektion bereits Mitte Mai angeboten, beim Contact Tracing mitzuhelfen. «Wir haben beim Ärztefon hundert medizinisch geschulte Personen, die sofort zum Einsatz kommen könnten», sagt er gegenüber der «NZZ». Bis zu 50 Fälle pro Tag könnte man bewältigen.

Anfang Juni wurde Widler aufgefordert, eine Offerte einzusenden. Diese wird jedoch immer noch bearbeitet. Das Coronavirus ist da deutlich schneller: Nur in wenigen Ländern weltweit stiegen die Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen im Vergleich zur Vorwoche noch schneller an als in der Schweiz.

Die Gesundheitsdirektion in Zürich sieht es etwas gelassener. Weil es am Freitag weniger Fälle gab in Zürich als am Donnerstag, sehe man keinen Grund, das Personal aufzustocken.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rosskastanie 06.07.2020 11:21
    Highlight Highlight "Prelicz-Huber glaubt, dass die Jobs als Contact-Tracer begehrt wären", natürlich, die Bezahlung erfolgt dann nach dem kantonalen Besoldungssystem, die Stelle ist dann praktisch unkündbar. Und nein, ich will jetzt nichts hören von wegen "Beamtenstatus ist schon lange abgeschafft". Ich habe auch bei einer Gemeinde gearbeitet und die Benefits inklusive jährlicher Lohnerhöhung, günstigerer KK etc. sind in der Privatwirtschaft kaum zu finden. Ich mags es jedem gönnen, der sich unter die des Staates begibt. Aber ob das wirklich die Lösung ist, denn Beamtenapparat weiter aufzublähen?
  • Beat_ 06.07.2020 08:35
    Highlight Highlight Meine Überraschung hält sich in Grenzen. Ich sehe da aber einen direkten Zusammenhang zwischen der Herkunftspartei und der Gesundheitsdirektorin. Wahrscheinlich muss sie in Herrliberg erklären, wie man Lohn- und Gehaltsnachzahlungen (nach mehr als fünf Jahren...) einfordern kann und hat darum keine Zeit, sich um das gemeine Zürchervolk zu kümmern.
  • Else 06.07.2020 08:15
    Highlight Highlight Und dann gäbe es ja auch nich hunderte Zivilschützer, WK-Soldaten und Rekruten, welche die Contact-Tracer per sofort unterstützen könnten wo nötig.
  • Töfflifahrer 05.07.2020 12:28
    Highlight Highlight Seien wir ehrlich, die Kantone können das nicht!
    Sie wollten mitreden, das können diese jetzt, sind aber überrascht, dass diese nun auch Verantwortung tragen müssen. Wer konnte das schon vorhersehen. Ist aber auch verständlich. Die Politiker sind einerseits ihrer Klientel und Lobby verpflichtet und wollen ja wiedergewählt werden. Bei Bürgerlichen geht es doch nur darum die Belastung von Multis und Reichen zu minimieren. Und jetzt verlangt man, dass man für Gesundheit und Soziales Geld ausgibt?
    Darum wird man von den meisten Kantonen auf abwarten setzen.
  • Saraina 04.07.2020 20:47
    Highlight Highlight Verstehe ich das Bild richtig? Die Tracer sitzen alleine an einem Pult, und tragen eine Maske, wenn sie möglicherweise Infizierte anrufen? Das dürfte die Verständigung nicht einfacher machen... und von Infektion über Telefon hat Drosten bis jetzt auch noch nicht berichtet.
    • Töfflifahrer 05.07.2020 13:51
      Highlight Highlight Nein, die haben ein Mikrofon in der Maske eingebaut und haben sich selbst desinfizierende Ohrstöpsel. Der Virenschutz des PC wurde auf die Maske und den Ohrstöpsel ausgeweitet.
  • fools garden 04.07.2020 18:32
    Highlight Highlight In der Wirtschaft gibt es planende und ausführende Kräfte.
    In der Politik gibt es nur Planende.
    Im Zusammenhang mit dieser Pandemie wird das immer wieder deutlich.
  • Pumba 04.07.2020 16:24
    Highlight Highlight Da könnte man nun die berühmten Beamtenwitze hervorholen. Wenn es nur nicht so tragisch real wäre..
  • Marhof 04.07.2020 16:08
    Highlight Highlight Die Zürcher Ärztegemeinschaft will wohl ihre Angestellten zum mehrfachen der üblichen Callcenter Tarifen dem Kanton anbieten.
    Dabei braucht keine medizinisch geschulten Mitarbeiter, sondern Personen mit hoher Frustrationstoleranz die am Telefon gut mit Leuten kommunizieren können. Zudem sind serbokroatische und albanische Sprachkenntnise von Vorteil.
    • ikbcse 04.07.2020 19:13
      Highlight Highlight @idrisi:
      Stimmt Marhofs gesamter Kommentar Deiner Meinung nach nicht, einzelne Teile davon oder was möchtest Du uns mit Deinem nicht sehr ergiebigen Kommentar mitteilen?
    • Garp 04.07.2020 19:55
      Highlight Highlight @Marhof Die meisten, die in Clubs gehen mit slawischen Wurzeln, können ganz gut Deutsch, weil sie hier aufgewachsen sind. Es ist auch nicht automatisch die grösste Gruppe, die Clubs besucht. Gute Kommunikationsfähigkeiten, damit bin ich einverstanden und doch medizinische Kenntnisse braucht es durchaus.

      Bei einem Callcenter stellt sich dann noch die Frage vom Missbrauch der Daten.
  • tyche 04.07.2020 16:02
    Highlight Highlight In Anbetracht, dass symptomfreie Personen nicht nur häufig sind, sondern dass sie ihre Krankheit auch sehr einfach übertragen können, macht es sehr unwahrscheinlich, dass der Versuch jeder einzelnen Krankheitskette nachzugehen und Folgekrankheiten zu verhindern, je funktionieren wird. 🤷🏼‍♂️
    • Lupe 04.07.2020 17:38
      Highlight Highlight Sagte ich auch schon und die App ist auch für nichts da ja nur jeder 8te mitmacht.
    • ikbcse 04.07.2020 19:22
      Highlight Highlight @tyche&@KnolleBolle
      Machen öffentliche Abfalleimer an Demonstrationen, in Touristenhotspots, auf Autobahnraststätten und Tankstellen, an Bahnhöfen und Großanlässen auch keinen Sinn, bloß weil ein großer Teil sich nicht darum schert und deren Abfall stattdessen auf Trottoirs, in Kuhweiden, auf dem Bahnhofplatz, schlicht überall, nur nicht am Bestimmungsort landet?

      Wenn wir uns nach denen richten, die sich einen Scheiß um die anderen kümmern, würde die Welt kein besserer Ort.

      Jedes Leben, das wir durch manuelles oder durch die App teil-automatisiertes Kontaktnachverfolgen retten, ist es wert.
    • Garp 04.07.2020 20:00
      Highlight Highlight Jede Infektionskette, die man unterbinden kann, bringt etwas. Und wenn jeder die Regeln einhält, Abstand, Hygiene, nicht im Gesicht rumfummeln, und wo Abstand nicht möglich ist, Maske tragen, um so weniger Infektionen gibt es.
  • SackPfeife 04.07.2020 15:45
    Highlight Highlight Das Bild von der netten kaufm. Dame, mit Maske und Head-Set. Also ich könnte so nicht arbeiten, geschweige denn einigermassen normal telefonieren.! Wenn es in der nächsten Zeit heisser wird, dann sind Masken nicht wirklich gesund (auch mit Klimaanlage). Einfach Abstand einhalten, Hände normal waschen und dann klappt es auch. ! @lilie=> 100 wäre ne gute Lösung.
  • Hitsch 04.07.2020 15:44
    Highlight Highlight Frau Rickli bleibt halt dem SVP Moto "kei luscht" treu und gibt lieber via Twitter allen anderen die Schuld.
  • stefanmsuter 04.07.2020 15:39
    Highlight Highlight Frau Rickli kann einfach nicht regieren. Warum muss man ihr alles vormachen?
  • don1701 04.07.2020 15:34
    Highlight Highlight Aber Zeit ein Streetfood Festival in der Bahnhofshalle zu veranstalten hatten sie...errrr... ist das ein gute Idee jetzt grad? hmm...
  • Senpai 04.07.2020 15:17
    Highlight Highlight Geschickt eingefädelte Adecco Werbung :)
  • CalibriLight 04.07.2020 15:14
    Highlight Highlight Zürich lebt ganz im Hier und Jetzt....;-)
  • Ana64 04.07.2020 14:46
    Highlight Highlight Kurz gesagt: als Gesundheitsdirektorin ist Frau Rickli völlig ungeeignet. Sue lebt in einer Traumwelt. Gesundheitsdirektor/in sollte ein Gesundheitsprofi sein. Alles andere ist nicht seriös.
    • sowhat 04.07.2020 19:15
      Highlight Highlight Würde schon funktionieren. Jemand mit Koordinations- und Führungsstärke mit den richtigen Profis um sich könnte das schon.
      (Damit ich nicht falsch verstanden werde: Fürungsstärke bedeutet NICHT seinen Kopf blindlings durchzusetzen, sondern sich mit den richtigen Leuten umgeben und ihre Expertise anzunehmen)
  • Turicum04 04.07.2020 14:24
    Highlight Highlight Seit Anfang April spricht man von einer zweiten Welle ab Juli/August. Nur die SVP glaubte nie daran, setzte sogar durch, dass die Wirtschaft sofort wieder profitabel wird. Nicht die Wirtschaft muss man retten, sondern die Menschen!
    • Berner_in 04.07.2020 17:39
      Highlight Highlight Die Kunst ist, das eine tun (Menschen retten) und das andere nicht lassen (Wirtschaft über die Runden bringen). Mit entweder/oder funktioniert beides nicht.
  • Herr Berger 04.07.2020 14:22
    Highlight Highlight Kein Schwein hält wirklich Abstand, es nervt...
    • emcel 04.07.2020 15:58
      Highlight Highlight Also hier in Zürich verhalten sich etwa 90% sehr anständig. Halten Abstand, lassen einem den Weg frei, kein drängeln an der Kasse..
    • icon3008 04.07.2020 17:26
      Highlight Highlight 10% die es nicht tun, sind aber zu viele Ignoranten
    • Mia_san_mia 04.07.2020 17:34
      Highlight Highlight @Herr Berger: Das stimmt nicht!
  • Heini Hemmi 04.07.2020 14:11
    Highlight Highlight Also bitteschön! Dass die Beamten ihre wohl verdienten Sommerferien verschieben, dafür braucht es etwas mehr als eine doofe Pandemie, die ja nach den Sommerferien immer noch da ist. Also auf die Pendenzenliste damit und ab in den Liegestuhl.
  • Guido Zeh 04.07.2020 14:11
    Highlight Highlight Die meisten Politiker in den Kantonen sind deswegen handlungsunfähig, weil ihre "erste Priorität" (so nennen sie es) die Wiederwahl, also die Sicherung ihrer Pfründe, ist...Das kann in Krisenzeiten verheerend sein, weil dann (selbst frühere Grosssprecher) kleinlaut und mutlos werden, aus Angst, Fehler zu begehen.
    • HP G 04.07.2020 15:43
      Highlight Highlight Och, das macht ein Herr in den USA genau gleich.
  • Spellbinder 04.07.2020 14:08
    Highlight Highlight Und jaja die privaten können das dann einfach so und viel besser.

    Manchmal ist unser glaube in eine grössere effektivität der Privatwirtschaft schon etwas übertrieben.
    • G.Oreb 04.07.2020 14:29
      Highlight Highlight Abgesehen davon dass das nichts mit dem Thema zu tun hat, wieso denkst du genau dass private Unternehmen weniger effizient sein sollen als stattliche Unternehmen?
    • emcel 04.07.2020 16:00
      Highlight Highlight Nicht weniger effizient. Aber die werden eher sagen es braucht noch mehr (umsatz) als das die zugeben würden, wenn es sie nicht mehr braucht.
    • c_meier 04.07.2020 16:04
      Highlight Highlight ich glaube es geht nicht um besser oder so, aber darum, bei mehr Fällen eher kurzfristig mehr Personal anzustellen. Da glaube ich schon, dass Private da schneller wären der Kanton
  • Gubbe 04.07.2020 14:07
    Highlight Highlight Heute wird alles 'ausgelagert' das Arbeit bedeutet, der Steuerzahler dankt es mit den Steuern. Dieses outsourcing ist wie eine Seuche. Entweder man ist nicht fähig die Arbeit zu tun, oder man ist zu faul dafür. Auch bei mir in der Gemeinde, Bauamt, wird ausgelagert, obwohl immer mehr Personen im Resort sind. Es ist halt wieder mal Zurich, wo die SP das vorgeigt. Der Lohn wird maximiert, die Arbeit minimalisiert. So hat man viel mehr Zeit für den Bürger...
  • sheshe 04.07.2020 13:52
    Highlight Highlight Wow "bereits ab Ende Sommer"! Das ist mal schnell, moll! Bin grad ein bizeli sprachlos.

    Die Behörden schauen doch so gerne vom Ausland ab, also schaut mal nach Bayern beispielsweise!
    • Zat 04.07.2020 23:05
      Highlight Highlight Vor allem ist "bereits ab Ende Sommer" ja sooo viel früher als erst "ab September".
  • Dave1974 04.07.2020 13:49
    Highlight Highlight "03.07.2020 08:52
    Würde mich nicht mal wundern, wenn solche schon Hilfe angeboten hätten, diese aber aus Gärtlidenken dankend abgelehnt wurde."

    Habe mich getäuscht. Die Offerte wird noch "bearbeitet". :D
    • Mathis 04.07.2020 15:17
      Highlight Highlight Die Gesundheitsdirektion muss erst einmal den Schock über die Höhe der Kosten in der Offerte verdauen. Sie meldet sich, wenn sie aus der Ohnmacht erwacht ist.
  • Peter R. 04.07.2020 13:49
    Highlight Highlight Governer c'est prevoir: Dies kennt man offenbar in der Schweiz nicht. In jeder "Etappe" wartet man immer ab - bis irgend etwas passiert oder eine Gruppe/Kanton Druck macht/vorprescht. Die Clubs werden dann im August geschlossen wenn laufend Ansteckungen von Super-Spreader gemacht werden - beispielsweise.
  • Oshikuru 04.07.2020 13:42
    Highlight Highlight "Die Gesundheitsdirektion in Zürich sieht es etwas gelassener. Weil es am Freitag weniger Fälle gab in Zürich als am Donnerstag"
    Phu, dann ist ja aller gut. Ich sehe auch keinen Grund mich mit Sachen zu beschäftigen, die eine Woche in der Zukunft liegen.
    • icon3008 04.07.2020 17:30
      Highlight Highlight Sie hoffen, dass am Montag die Zahlen bei Null sind. Dann muss man dieses Mühsame Contact Tracing nicht mehr machen und die Beamten dürfen sich auf die Sommerferien konzentrieren.
  • dmark 04.07.2020 13:33
    Highlight Highlight "...Contact Tracing gerne auslagern..."
    Ja, so sind die Behörden nun mal - nix wie weg mit der Arbeit und der Verantwortung. Die Kosten dafür kann man ja bestimmt auch noch drücken.
    • G.Oreb 04.07.2020 14:33
      Highlight Highlight naaajaaa... Klischees kommen nicht aus dem Nichts🙂

      Ich habe als Beamter gearbeitet, wir hatten mehr Kaffeepausen als Meetings...
    • dmark 04.07.2020 14:49
      Highlight Highlight Max, danke für die Aufklärung. Ich sehe es halt so, dass da u.U. Zeit verloren geht, wenn Daten hin und her geschoben werden müssen und bei Problemen wird dann mit dem Finger auf dem jeweils anderen gezeigt.

      Klischee...? Klischees wachsen nicht an Bäumen ;)
  • icon3008 04.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Unbegreiflich diese Passivität
  • lilie 04.07.2020 13:27
    Highlight Highlight Ach, der Kanton. 🙈

    Warum zum Geier nimmt man an, es sei eine bessere Idee, einfach immer mehr Leute zu tracen anstatt die Fallzahlen einzudämmen?

    Gästezahl in Clubs auf 100 beschränken -> weniger Kranke, weniger Arbeit -> besser für alle
    • Guido Zeh 04.07.2020 14:04
      Highlight Highlight Es geht um das Tracing von Infizierten...nicht um das Tracing von Normalos, kapiert?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.07.2020 14:19
      Highlight Highlight Wenn die Partylumpen Partyhopping betreiben, und drei, vier Clubs abgrasen, dann nützt es auch nicht viel, die Gästezahl auf 100 zu beschränken.

      Was mich gestern sehr erstaunt hat, wie nah die Leute plötzlich in den Restaurants sitzen. Dicht an dicht nebeneinander, zwischen den Tischen nur 30 bis 40cm. War da nicht noch was mit generell 150cm Abstand halten?

      Wir brauchen einfach 24 Monate "Lockdown", wie es so am 19. März war.

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114358/SARS-CoV-2-Wie-gefaehrlich-ist-die-Virusvariante-G614

      Mir ist wurscht ob sich die Leute infizieren. Ich will Lockdown.
    • Vanessa_2107 04.07.2020 15:35
      Highlight Highlight lilie - nein, alle Clubs wieder zu. Niemand hält dort den Abstand ein, man schwitzt (je danach) es hat mehr oder weniger laute Musik, da ist man gezwungen sich nahe zu kommen, will man den Anderen verstehen. Ich habe ja Verständnisfür Partygänger, aber die Welt geht nicht unter, verzichtet man noch einige Zeit auf dieses Vergnügen. Mir wäre die eigene Gesundheit wichtiger.
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