Tiktok
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epa08538304 The Chinese video-sharing app TikTok on a smartphone, in Mumbai, India, 10 July 2020. India's national government in New Delhi has announced it is banning 59 Chinese phone applications â?? including the increasingly-popular apps TikTok, Helo and WeChat â?? citing national security concerns. The decision comes amid India's ongoing territorial dispute with China in the Galwan valley of the eastern Himalayan region of Ladakh.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI ILLUSTRATION TO GO WITH EFE STORY ON TIKTOK APP TODAY

Bild: keystone

Microsoft will TikTok in den USA übernehmen

Vor dem US-Präsidentschaftswahlkampf gibt es ein Zerren um die populäre chinesische Video-App. Nun hat der Windows-Konzern sein Interesse am Musical.ly-Nachfolger bestätigt.



Das chinesische Tech-Unternehmen Bytedance, Eigentümerin von TikTok, ist zu einem vollständigen Verkauf der US-Geschäfte seiner populären Kurzvideo-Plattform bereit.

In den USA ansässigen Bytedance-Investoren soll die Möglichkeit eingeräumt werden, Minderheitsbeteiligungen zu übernehmen. Etwa 70 Prozent der externen Bytedance-Investoren kommen aus den Vereinigten Staaten.

Microsoft wolle die Verwaltung der auf Tiktok gesammelten US-Nutzerdaten komplett übernehmen. Dies sagten zwei mit den Vorgängen vertraute Personen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag.

Die Informationen sickerten nach einer Verbotsankündigung von US-Präsident Donald Trump durch.

Microsoft bestätigt Gespräche

Den Insidern zufolge stehen potenzielle amerikanische TikTok-Käufer bereits in den Startlöchern, darunter Microsoft. Verhandlungen seien im Gange. Die App könnte bei einem Verkauf mit etwa 50 Milliarden Dollar bewertet werden. Wie die Trennung jedoch vor sich gehen sollte, und was der Internetriese Bytedance mit dem Rest von TikTok vorhaben könnte, blieb zunächst unklar. Das zuständige US-Justizministerium lehnten eine Stellungnahme ab.

Der Softwareriese Microsoft strebt eine Übernahme des US-Geschäfts und weiterer Aktivitäten der internationalen Videoplattform Tiktok an. Der Konzern teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, trotz Bedenken von US-Präsident Donald Trump weiter Gespräche mit Tiktoks chinesischem Eigentümer Bytedance führen zu wollen. Microsoft will nach eigenen Angaben bis zum 15. September einen Deal erzielen.

Trump räume dem chinesischen Internetgiganten Bytedance eine 45-tägige Frist ein, um einen Verkauf der App an Microsoft auszuhandeln, erklärten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Sonntag (Ortszeit) weiter.

Nutzungsverbot für US-Beamte

Politiker von Trumps republikanischer Partei signalisierten aber Zustimmung zu einem Verkauf des US-Geschäfts. «Lassen Sie ein amerikanisches Unternehmen wie Microsoft TikTok übernehmen. Win-Win-Situation. Hält den Wettbewerb am Leben und die Daten aus den Händen der chinesischen Kommunistischen Partei», schrieb der einflussreiche Senator Lindsey Graham auf Twitter.

Im Kongress wird derzeit über einen Gesetzentwurf beraten, der Bundesbeschäftigten die Nutzung von TikTok auf Dienstgeräten verbietet. Eine Gruppe von republikanischen Senatoren hatte sich zudem zuletzt besorgt gezeigt, dass sich China über die Video-App in den US-Präsidentschaftswahlkampf einmischt. Die Regierung in Peking könne politische Diskussionen manipulieren, um Uneinigkeit unter den Amerikanern zu schüren und ihr bevorzugtes Ergebnis zu erzielen, warnten sie. Über TikTok war im Juni ein Zuschauerboykott bei einer Wahlkampfveranstaltung Trumps organisiert worden. Indien hatte TikTok und 58 weitere Apps aus China kürzlich verboten.

TikTok weist die Bedenken zurück und erklärte, man werde Zensurgesuchen oder Bitten um Nutzer-Daten der chinesischen Regierung keine Folge leisten. Bytedance hatte 2017 die aus China stammende App Musical.ly für eine Milliarde Dollar gekauft und ein Jahr später unter dem Namen TikTok neugestartet.

Nicht nur in den USA spürt TikTok Gegenwind, weswegen sich ByteDance bemüht, seine internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen. Nur in Hongkong war TikTok selbst aktiv, doch wurde die Plattform nach der Verkündung des umstrittenen neuen Sicherheitsgesetzes aus der Sonderverwaltungszone zurückgezogen.

175 Märkte, 65 Sprachen

TikTok ist eine international sehr erfolgreiche Videoplattform des chinesischen Unternehmens ByteDance, die in 65 Sprachen auf 175 Märkten angeboten wird. Nutzer können dort selbsterstellte Video-Clips hochladen oder die von anderen ansehen. In Festland-China gibt es nur die zensierte Version Douyin. Bereits mehrfach hatten Vertreter der US-Regierung gewarnt, über TikTok könnten Daten von US-Bürgern in die Hände der chinesischen Kommunistischen Partei geraten. Die Führung in Peking kritisiert das Vorgehen Washingtons und spricht von grundlosen Drohungen gegen chinesische Unternehmen.

(sda/apa/reu/dpa)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kearney 04.08.2020 11:21
    Highlight Highlight Sollte man dieses Prinzip auch für Amazon, FB und Co. in Europa anwenden?
    Immerhin hätte Trump so einen Präzedenzfall geschaffen.
  • Gunther 03.08.2020 13:55
    Highlight Highlight TikTok an Microsoft, dazu räumt D. Trump dem chinesischen Bytedance eine 45- tägige Frist ein.
    Es passt gut:
    «America- First- Politik»
    => der politische Schwerpunkt der USA- Politik unter D. Trump.
    Die USA bedient nur nationale Interessen und stellt immer die USA in den Mittelpunkt ihrer politischen Ausrichtung.
  • Hank Scorpio 03.08.2020 12:07
    Highlight Highlight Mit „he“ ist Trump gemeint.
    Benutzer Bild
  • Donald 03.08.2020 10:00
    Highlight Highlight 50 Milliarden? Wer sagt, dass die App durch die Übernhame vertrauenswürdig wäre und beispielsweise von Indien wieder zugelassen würde?
  • Revan 03.08.2020 08:53
    Highlight Highlight Eine nette social media plattform habt ihr da...wäre schäde wenn ihr etwas passieren würde. Am besten verkauft ihr sie an uns...
  • Ihre Dudeigkeit 03.08.2020 08:29
    Highlight Highlight Da 'opfert' sich Microsoft und springr ein... 😳 😜 Ist ja wie ein Geschenk vom Himmel. Hoffentlch sagen sie Don Donnie auch ganz lieb Danke.
  • Tschowanni 03.08.2020 07:42
    Highlight Highlight Der Wirtschafts- und Daten-Krieg ist in vollem Gange.

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