Coronavirus
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Koronavirus-Pandemie.Patienten mit einer Pneumonie des Coronavirus im kritischen Zustand. Intubierte Senior unter Beatmung im Koma in der Intensivstation.

Die Intensivstationen der Schweiz dürften nach Einschätzung der Task Force bald an ihre Grenzen stossen. Bild: Shutterstock

«In 2 bis 3 Wochen sind Intensivstationen voll»: Task Force fordert diese 10 Massnahmen

Martin Ackermann, Leiter der Science Task Force, spricht am Freitagnachmittag Klartext: Gemäss ihren Szenarien sind die Plätze auf den Intensivstationen spätestens am 18. November voll – wenn sich an der Zunahme nicht grundsätzlich etwas ändert.



Die 3 Szenarien

Die Task Force rechnet konkret mit drei Szenarien für die Belegung der Intensivstationen (blau, rot und gelb). Im roten Szenario entwickeln sich die Einweisungen in die Intensivstationen wie aktuell, das heisst, dass sie sich innert sieben Tagen verdoppeln. Das blaue Szenario geht von 5 Tagen aus, beim gelben sind es deren 10.

Es zeigt sich, dass die Intensivstationen im schlechtesten Fall etwa am 5. November ausgelastet sein werden, im besten berechneten Fall am 18. November:

Die Berechnungen gehen von einer konstanten Belegung der Nicht-COVID19-Betten (dunkelgrau) und nicht-notfallmässigen Eingriffen (hellgrau) aus.

Bild

bild: science task force

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Aktuelle Massnahmen reichen bei weitem nicht

Martin Ackermann, Praesident National COVID-19 Science Task Force spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates zur aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus, am Freitag, 16. Oktober 2020. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Martin Ackermann, Professor an der ETH Zürich. Bild: keystone

An der Pressekonferenz wählte Martin Ackermann, der Leiter der Science Task Force, deutliche Worte. Ob die aktuellen Massnahmen nicht ausreichen, wurde er gefragt. Seine Antwort:

«Aus unserer Sicht nicht, nein. Bei weitem nicht.»

Die Task Force hat deshalb – gestützt auf ihren aktuellen Lagebericht – einen Massnahmenkatalog aufgestellt.

Das sind die 10 Massnahmen, die die Task Force fordert:

Ackermann ergänzt an der PK: «Wir empfehlen die Massnahmen bis im März oder April umzusetzen, damit auch der Jojo-Effekt umgangen werden kann.»

Der gesamte Lagebericht der Task Force:

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Video: watson/jara helmi

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