Interview
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Daniel Koch, head of the Communicable Diseases Division at the Federal Office of Public Health, poses for a portrait after a media briefing about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, on Wednesday, March 25, 2020 in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro della Valle) ..Daniel Koch, Leiter Abteilung uebertragbare Krankheiten im Bundesamt fuer Gesundheit BAG, posiert zum Portrait nach einer Medinkonferenz ueber die Massnahmen zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie, am Mittwoch, 25. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

«Ausgang ist möglich, aber wir müssen vernünftig bleiben.» Daniel Koch, das Gesicht der Coronakrise in der Schweiz. Bild: KEYSTONE

Interview

Daniel Koch mahnt: «Das Risiko einer zweiten Welle ist im Winter höher»

Der Covid-19-Delegierte des Bundes erklärt im Interview, warum die Infektionszahlen in der kalten Jahreszeit ansteigen könnten – und weshalb es trotzdem möglich sei, die Schutzmassnahmen weiter zu lockern. Zum Beispiel für Konzerte.

lorenz honegger / ch media



Daniel Koch kommt gerade von einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Alain Berset, als ihn die «Schweiz am Wochenende» zum Gespräch trifft. Er setzt sich mit zwei Metern Abstand zum Journalisten hin und stellt ein kleines Plastikfläschchen mit Desinfektionsmittel neben sich auf den Tisch.

Sie stehen seit Januar pausenlos im Einsatz wegen der Coronapandemie. Ihre Gelassenheit ist zu einem Markenzeichen geworden. Gibt es trotzdem Momente, die Ihnen nahe gehen?
Daniel Koch:
Das gibt es selbstverständlich immer wieder. Es ist nicht alles nur cool. Besonders, wenn mir die Menschen in E-Mails oder Briefen ihre Probleme schildern, macht das auch mich betroffen. Im Grossen und Ganzen erlebe ich meine Arbeit als sehr positiv.

«Ausgang ist möglich, aber wir müssen vernünftig bleiben.»

Die Schweiz konnte seit dem 11. Mai viele Massnahmen gegen die Pandemie lockern. Haben Sie schon auswärts gegessen?
Ich bin unterwegs einmal spontan eingekehrt, ein anderes Mal war ich in einem Café. Ein richtiges Nachtessen folgt demnächst.

Je tiefer die Fallzahlen sinken, desto mutiger werden die Menschen. In der Aarauer Altstadt und der Basler Steinenvorstadt versammelten sich in den vergangenen Tagen hunderte Menschen auf engem Raum. Bereitet Ihnen das Sorgen?
Grundsätzlich können die Menschen wieder eher rausgehen, auch ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, sofern sie die Distanz- und Hygieneregeln einhalten. Die Ansteckungsgefahr ist im Moment recht klein. Bei grossen Menschenansammlungen wie in Basel oder Aarau ist das Infektionsrisiko zwar auch nicht allzu gross. Wenn sich dann aber doch eine infizierte Person in der Menge aufhält, hat man plötzlich hunderte oder tausende Personen, die sich potenziell angesteckt haben. In Südkorea mussten nach einem solchen Vorfall über 1500 Menschen in die Quarantäne. Das kann nicht unser Ziel sein. Ausgang ist möglich, aber wir müssen vernünftig bleiben.

QUALITY REPEAT: KORRIGIERT TONWERTE --- Bundesrat Alain Berset, rechts, und Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, besuchen das Restaurant Cafe du Gothard, am Dienstag, 12. Mai 2020 in Fribourg. Bundesrat Berset besuchte mehrere Geschaefte und Einrichtungen in der Stadt Fribourg. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Daniel Koch und Bundesrat Alain Berset bei einer Pause im Cafe. Bild: KEYSTONE

Daniel Koch alias Mr. Pandemie

Im Einsatz gegen Corona Daniel Koch ist so etwas wie der Mr.Pandemie der Schweiz. Während zwölf Jahren leitete der Berner Arzt die Abteilung Übertragbare Krankheiten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und hat schon verschiedene Krisen gemanagt. Am 30. April wurde er mit 65 Jahren pensioniert, steht als «Delegierter des BAG für Covid-19» aber bis auf weiteres im Dienst der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Vor Beginn seiner Karriere in der Bundesverwaltung war er für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK tätig. In seiner Freizeit betreibt Koch Ausdauersport und ist Besitzer von mehreren Hunden . (lhn)

Was heisst vernünftig?
Man kann sich zu viert treffen und ein Bier trinken gehen. Man sitzt an einem Tisch und weiss, mit wem man zusammen war.

Doch die Gästeregistration in den Restaurants funktioniert nur beschränkt. Manche Lokale haben Listen auf Papier, andere eine Website, andere fragen gar nicht.
Es ist im Interesse der Betreiber, die Daten der Gäste zu erfassen. Wenn beispielsweise ein Kellner erkrankt, ist es entscheidend, dass er die Gäste der vergangenen zwei Wochen direkt informieren kann. Sonst werden die Behörden gezwungen sein, die betreffenden Lokale öffentlich bekannt zu machen, damit sich die Gäste in Quarantäne begeben können. Das ist für den Ruf eines Lokals nicht unbedingt positiv.

«An vielen Arbeitsplätzen liegen zwei Meter Abstand nicht drin. Wenn man vermeiden will, dass ganze Büros in Quarantäne gehen müssen, ist Homeoffice immer noch die bessere Option.»

Eine Pflicht zur Registration wäre aus Datenschutzsicht heikel.
Der Staat will keine Daten über das Ausgehverhalten der Menschen. Unser einziges Ziel ist es, Personen zu finden, die möglicherweise mit dem Virus in Kontakt kamen.

Grossveranstaltungen bestehen per Definition aus grossen Menschenansammlungen. Wird es diese auf absehbare Zeit nicht mehr geben?
Die Frage wird auch hier sein, ob man die Kontakte der Menschen rückverfolgen kann. Bei einem Open-Air-Festival oder an einer Fasnacht ist das aussichtslos. Dort verlieren wir die Infektionsketten sofort. Man kann auch nicht zehntausend Menschen in Quarantäne stellen, wenn ein Fasnachts- oder Festivalteilnehmer infiziert war. Bei anderen Events ist es eher möglich.

Können Sie ein Beispiel machen?
Das kann ein Konzert mit Sitzplätzen sein, wo sich genau sagen lässt, wer wo gesessen hat. Möglicherweise sind zwei Meter Abstand zwischen den Zuhörern nicht einzuhalten, aber wenn nur jeder zweite Platz besetzt ist, dann kann man sich das überlegen.

Sind unter diesen Bedingungen auch Fussballspiele mit Publikum wieder möglich?
Es wird unsere Aufgabe sein, alle diese Fragen einzeln anzuschauen, auch mit den Veranstaltern. Wir wollen eine möglichst grosse Normalität erreichen, ohne grosse unkontrollierbare Risiken einzugehen.

Etliche Unternehmen beordern zurzeit ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurück in die Büros. Ist das der richtige Moment?
An vielen Arbeitsplätzen liegen zwei Meter Abstand nicht drin. Wenn man vermeiden will, dass ganze Büros in Quarantäne gehen müssen, ist Homeoffice immer noch die bessere Option. Wenn zudem alle Arbeitnehmenden auf einmal mit dem Homeoffice aufhören, wird das Gedränge in den öffentlichen Verkehrsmitteln grösser. Das wollen wir vermeiden.

Hinter allen Lockerungsschritten lauert die Gefahr einer zweiten Ansteckungswelle. In Ihrem Metier müssen Sie in Worst-Case-Szenarien denken.
Man kann Worst-Case-Szenarien nie ausschliessen, doch man sollte sich nicht darauf versteifen. Entscheidend sind die wahrscheinlichen Szenarien. Aus heutiger Sicht wahrscheinlich ist etwa, dass im Herbst und Winter wieder sehr viele Atemwegsviren zirkulieren werden. In diesem Kontext wird es schwieriger sein, die Infektionen mit dem neuen Coronavirus zu identifizieren und die Infektionsketten nachzuverfolgen. Wir müssen uns deshalb auch darauf vorbereiten, dass uns das Contact Tracing wieder entgleist. Bei 200 bis 300 neuen Fällen pro Tag wird man sich auch die Frage stellen, ob erneut Schutzmassnahmen in Kraft treten müssen. Das Ziel lautet aber ganz klar, eine zweite Welle zu verhindern.

«Wenn die Lage in einzelnen Ländern plötzlich wieder ausser Kontrolle gerät, schadet das allen.»

Was bereitet Ihnen mehr Sorgen: die schwierigere Rückverfolgbarkeit oder die trockene Luft in der kalten Jahreszeit?
Es ist beides. Das Virus verbreitet sich in kalter und trockener Luft möglicherweise besser. Zudem haben bei den aktuell warmen Temperaturen nur wenige Menschen grippe-ähnliche Symptome, davon trägt nur etwa ein Prozent das Virus in sich. Darum ist es aktuell einfacher, sie zu identifizieren. Im Herbst werden sehr viel mehr Menschen grippale Symptome aufweisen aufgrund aller anderen zirkulierenden Viren. Wir werden deshalb auch sehr viel mehr Menschen testen müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine mit dem neuen Coronavirus infizierte Person durch die Maschen fällt, ist grösser. Deshalb ist das Risiko einer zweiten Welle im nächsten Winter tendenziell höher. Das Ziel lautet dennoch, die Welle zu unterdrücken oder zumindest auf einem tiefen Niveau zu halten.

Entscheidend ist auch, möglichst bald einen Impfstoff zu finden und einen möglichst grossen Teil der Bevölkerung zu immunisieren. Der Kampf um die Ampullen hat begonnen. Beginnt jetzt die Zeit des Impfstoff-Nationalismus?
Man wird alles daransetzen, dass es nicht zu einem Kampf zwischen den Ländern kommt. In einer globalisierten Welt ist es im Interesse aller Staaten, dass auch die anderen Länder Zugang zum Impfstoff haben. Wenn die Lage in einzelnen Ländern plötzlich wieder ausser Kontrolle gerät, schadet das allen.

Wer muss zuerst geimpft werden?
Das Pflege- und das Spitalpersonal. Als Schweiz haben wir übrigens auch ein grosses Interesse daran, dass das Pflegepersonal in Italien und Frankreich geimpft wird. Wir haben viele Leute aus diesen Ländern, die bei uns arbeiten. Wir wollen auch nicht, dass plötzlich Spitäler in den Nachbarländern ausfallen, wie dieses Jahr im Elsass, und Patienten in die Schweiz evakuiert werden müssen.

In den USA hat Donald Trump die «Operation Warp Speed» gestartet, damit die Vereinigten Staaten möglichst als Erste einen Impfstoff erhalten. Ist das nicht eine Gefahr für uns?
Die USA waren in Sachen Impfstoffe schon immer sehr eigenständig unterwegs. Das ist nichts Neues. Sie dürften früher oder später auch merken, dass es im Interesse aller ist, wenn man zusammenarbeitet.

Bundesrat Alain Berset, rechts, und Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, kommen zu einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 8. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Was tut die offizielle Schweiz, damit sie nicht zu kurz kommt?
Alle Staaten sind im Gespräch mit den Pharmafirmen. Die Impfstoffproduzenten haben ein Interesse daran, dass nicht nur ein einziges Land bedient wird. Sie wollen ihre Kundschaft möglichst breit bedienen.

Sind das nicht nur schöne Versprechen?
Nein. Die meisten Pharmafirmen haben bereits Konzepte erarbeitet mit internationalen Verteilschlüsseln. Im Grossen und Ganzen bin ich zuversichtlich, dass es möglich sein wird, im grossen Stil Impfstoffe zu produzieren. Die Produzenten werden auch untereinander kooperieren.

Bevor es so weit ist, muss erst einmal ein Impfstoff vorliegen. Eine Studie des US-Pharmaunternehmens Moderna hat in der ersten Phase ermutigende Resultate geliefert. Ihre Einschätzung?
Zu einzelnen Produkten kann man noch nichts sagen. Selbst in der Phase drei mit Tausenden Probanden ist es schwierig, verlässliche Aussagen über die Wirksamkeit und Einsatztauglichkeit eines Impfstoffs zu machen.

Ab wann ist es realistisch, dass man in Produktion gehen kann?
Dieses Jahr scheint mir ein serienreifer Impfstoff eher unwahrscheinlich.

Es gibt auch virale Krankheiten wie HIV, gegen die nie ein Impfstoff gefunden wird. Ist das beim Coronavirus eine Möglichkeit?
Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Impfstoff findet, ist recht gut. Wie gut der Impfstoff aber sein wird, das ist die entscheidende Frage: Wie lange hält die Schutzwirkung an, und wie gut schützt er?

Bis dahin sollen unter anderem Gesichtsmasken helfen, die Ansteckungen einzudämmen. Sie haben sich zu Beginn der Pandemie sehr skeptisch gezeigt, was deren Wirksamkeit anbelangt. Sind Sie das immer noch?
Es gibt Orte, an denen wir sagen, Masken machen Sinn. Aber der Nutzen ist beschränkt. Ich habe kürzlich im öffentlichen Verkehr eine Person gesehen, die eine FFP2-Maske mit Ventil trug: Eine solche Maske schützt nur den Träger, aber nicht die Umgebung. So funktioniert es natürlich nicht. Wenn man es streng wissenschaftlich betrachtet, gibt es sehr wenig Evidenz für den Nutzen von Masken im öffentlichen Raum, wo man den Abstand einhalten kann.

«Die Normalität wird nicht mehr so sein wie vorher. Aber es wird ziemlich normal sein.»

Es gibt Experten, die das anders sehen.
Masken können sinnvoll sein, weil es die Menschen daran erinnert, dass wir uns weiterhin in einer aussergewöhnlichen Situation befinden. Die Leute werden hoffentlich vorsichtiger und desinfizieren ihre Hände häufiger.

Wann glauben Sie, dass wieder ein Gefühl von Normalität in den Alltag zurückkehren wird: Erst wenn wir einen Impfstoff haben oder schon früher?
Es wird mit Sicherheit ein Gefühl von Normalität zurückkehren. Doch die Normalität wird nicht mehr so sein wie vorher. Aber es wird ziemlich normal sein.

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158Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Swen Goldpreis 24.05.2020 19:40
    Highlight Highlight Ich finde Koch super!
  • rodolofo 24.05.2020 07:43
    Highlight Highlight "Die USA waren in Sachen Impfstoffe schon immer sehr eigenständig unterwegs. Das ist nichts Neues. Sie dürften früher oder später auch merken, dass es im Interesse aller ist, wenn man zusammenarbeitet..."
    Na wenn das tatsächlich geschehen sollte, dann hätte sich die Corona-Krise doch noch für etwas gelohnt!
    "World first!" sozusagen...
  • Cornholios 23.05.2020 19:19
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Qui-Gon 23.05.2020 21:31
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Cornholios 23.05.2020 22:07
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Beasty 23.05.2020 19:03
    Highlight Highlight Ich mag Koch, antworter wie solche kann er sich sparen: „ Es wird mit Sicherheit ein Gefühl von Normalität zurückkehren. Doch die Normalität wird nicht mehr so sein wie vorher. Aber es wird ziemlich normal sein.“ Das sagt genau nix. Andere Covid-19 Verantwortliche in anderen Ländern kriegen es besser hin, Aussagen zu machen, die auch Inhalt haben.
    • i schwörs 24.05.2020 08:09
      Highlight Highlight Statt eines Blitzes, eine Anwort auf Deinen Kommentar: Was soll der gute Herr Koch denn auf diese Frage "Wann glauben Sie, dass wieder ein Gefühl von Normalität in den Alltag zurückkehren wird: Erst wenn wir einen Impfstoff haben oder schon früher?" antworten? Erstens kann Herr Koch die Gefühle der Leute nicht vorhersehen, zweitens was ist unter "Gefühl der Normalität" zu verstehen, drittens, soll er ein Datum nennen? Meiner Meinung ist Koch's Antwort inhaltlich genau die, die er ehrlicherweise nach bestem Wissen und Gewissen geben kann.
    • Beasty 24.05.2020 09:57
      Highlight Highlight Ob Normalität bedeutet, wieder zum
      Leben zurück zu gehen, dass wir vor Corona gekannt haben, kann ich nicht beantworten. Falls sich die Fallzahlen aber weiterhin so positiv entwickeln, werden wir bestimmt aber wieder in einer Welt leben, die sich normal anfühlen wird. Wie rasch diese Normalität kommt, hängt davon ab, wie schnell wir wirksame Medikamente oder eine Impfung finden. / Sowas wäre meine Antwort gewesen, sie sagt nicht viel anderes als Koch, aber gibt zumindest einen Rahmen, was ich in seiner Kommunikation teilweise vermisse. Keine Sicherheiten, aber Rahmenbedingungen.
  • renko 23.05.2020 18:17
    Highlight Highlight Das BAG kann sich doch jeden weiteren Kommentar sparen! Überall werden “Sicherheitskonzepte” verlangt und eingeführt, aber Maskenpflicht in der ÖV ? Nada.
    Solange dermassen sich wiedersprechende Aussagen gemacht werden, sollte auch Herr Koch auf Kommentare und Interviews verzichten. Unglaubwürdig.
  • iudex 23.05.2020 17:54
    Highlight Highlight Tja, wenn niemand eine Maske im ÖV trägt, ist doch naheliegend, dass sich einzelne (Risiko)Personen selbst mittels ffp 2 Masken schützen.
  • MartinZH 23.05.2020 17:15
    Highlight Highlight Die Studie der ETH zeigt es doch ganz klar: Eine zweite Welle wird sowieso kommen. Wir haben es alle selber in der Hand, wie steil oder wie flach die Welle sein wird. 🤓
    Benutzer Bild
    • MartinZH 23.05.2020 18:43
      Highlight Highlight Ich kann die Blitzer nicht verstehen... 😔

      Die ETH-Forscher werden –
      bezüglich Intelligenz und der entsprechenden Kompetenz – sicher einiges mehr "auf dem Kasten" haben, als praktisch alle Blitzer. Wer anderer Meinung ist, könnte sich ja artikulieren. Offensichtlich ist dies aber nicht möglich. 😉
    • Uno 23.05.2020 19:41
      Highlight Highlight Also ich blitze nicht, da ja tatsächlich die Gefahr besteht. Aber trotzdem es hat sich sehr viel geändert in der Gesellschaft. Nur schon der Effekt, dass ich Niemanden mehr die Hand schüttle, und das ausser paar hoffnungslose Coole, niemand mehr macht, müsste eine riesige Auswirkung haben. Der Abstand, den man einhält, keine Disco, Fasnacht, Streetparade etc., doch schon immer mehr kluge Maskenträger im ÖV. Was aber stimmt, es kann schnell gehen, es ging in der Schweiz 8 Tage von 100 zu 1000 Fällen. Vielleicht dauert das aber jetzt 16 Tage im Herbst. Vielleicht gibt es kleinere Lockdowns.
    • De-Saint-Ex 23.05.2020 20:08
      Highlight Highlight Eigentlich sollt nur geblitzt werden dürfen, wenn auf den entsprechenden Kommentar eine Antwort erfolgt... wäre doch eine Überlegung wert, Watson?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AndOne 23.05.2020 17:13
    Highlight Highlight Leute, sich einfach mal zur spanischen Grippe informieren, vielleicht versteht ihr dass dann mit der zweiten Welle!
    • Silent_Revolution 23.05.2020 23:01
      Highlight Highlight Post-Weltkriegs-Szenarien als Vergleich für eine allfällige zweite Covid Welle?
    • AndOne 24.05.2020 13:35
      Highlight Highlight @Silent_Revolution
      Ja, weil sich die Geschichte oftmals wiederholt. Gebildete Menschen wissen das!
  • Bitsundbites 23.05.2020 16:13
    Highlight Highlight Lieber Herr Koch, liebes BAG. vielen Dank ! Wir sind Dank der überlegten Vorgehenweise des BAG und den Experten aus Gesundheitssicht halbwegs mit einem blauen Auge durch diese Krise gekommen.

    Bevor aber nun alle Guerillia mässig mit ihren Anlässen beginnen: Bitte: Lassen Sie uns kleine Sportanlässe DRAUSSEN bis 50 oder 100 Personen, unter Berücksichtigung der Hygiene und Distanz regeln wieder möglich machen.

    Wir können auf die Festwirtschaft und auf die Zuschauer verzichten aber machen sie es möglich das unsere Kinder wieder, Schwingen, Fussball spielen, Regatta segeln und Velorennfahren
    • AndOne 23.05.2020 17:10
      Highlight Highlight Wie willst du einen Sportanlass mit 50 oder 100 Personen mit den zwei Metern Abstand genau durchführen? Genauso als könnte man auf der Baustelle zwei Meter Abstand einhalten.
    • Bitsundbites 23.05.2020 17:24
      Highlight Highlight Willst Du mir sagen das unser Ansteckungsrisiko in der Migros beim einkaufen, im ÖV, in der Beiz kleiner ist als wenn zwei 12 Jährige draussen ein Tennisturnier spielen. ?, 15 Kinder auf dem See ein Segelrennen bestreiten, usw.
    • AndOne 23.05.2020 17:32
      Highlight Highlight Ich dachte es geht um 50-100 Personen Sportanlässe?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolfman 23.05.2020 15:15
    Highlight Highlight Im Grunde haben wir es selbst in der Hand, was die zweite Welle anbelangt. Das sie kommen wird, ist sicher. Ob es erst im Herbst sein wird, wage ich, ob der Bilder aus Basel, aus Lausanne oder Auffahrt zu bezweifeln. Natürlich müssen wir lernen mit diesem Virus zu leben aber wir sollten es nicht "herausfordern". Und sorry, das Verweigern von Masken im ÖV bedeutet genau das. Verhalten wir uns so wie es die Bilder gezeigt haben, so spielen wir dem Virus nur in die Hand. Die Folgen dafür tragen dann wir ALLE, nicht nur die sogenannten "Corona-Ignoranten". Doch scheinbar ist das vielen nicht klar
    • Silent_Revolution 23.05.2020 23:08
      Highlight Highlight "Doch scheinbar ist das vielen nicht klar"

      Natürlich nicht, es ist ja auch nur deine Meinung.

      Aus meiner Perspektive sind Corona-Ignoranten jene, die Geopolitik nicht erkennen, wenn sie vor ihrer Haustüre anklopft. Die gesellschaftlichen Folgen ignorieren, darin ist ja gerade die Lockdown-Sekte führend.
  • -thomi- 23.05.2020 14:56
    Highlight Highlight Habe gestern meine Haarpracht beim Coiffeur in Ordnung gebracht. Musste die Maske zweimal halten, weil meine Schläfen rasiert werden mussten. Dann noch die Empfehlung, nur den Mund zu bedecken, damit es nicht ganz so unangenehm ist. Leute, wenn wir die Masken so einsetzen, dann verarschen wir uns selbst. Wir können es genauso gut einfach sein lassen.
    • Kruk 23.05.2020 18:01
      Highlight Highlight Bei meinem Coiffeur war das ganz anders, er hat nur die Bänder hinter den Ohren kurz in die Länge gezogen um rund um die Ohren schneiden zu können.
    • äti 23.05.2020 20:31
      Highlight Highlight Meine Coiffeuse hatte es voll im Griff, zero Problem mit meiner Maske. Ist vielleicht individuell?
  • Peter Marthaler 23.05.2020 14:45
    Highlight Highlight Koch hat ein komisches Verhältnis zum Datenschutz. Sich in einem Restaurant registrieren zu lassen sieht er als problematisch, aber in der Öffendlichkeit bekannt zu machen, dass in einem Resaurant ein Keller ev. Gäste angesteckt haben könnte, nicht.
    Nach Koch darf ma sich im ÖV mit einer FFP mit Ventil nicht selber schützen? Weshalb soll ich die anderen schützen, wenn diese mich nicht schützen (man ist ja beinahe alleine mit Maske)? Das Ventil bietet einen höheren Tragkonfort. Nur an der Fasnacht gibt es viele Masken :D
    • mononen 23.05.2020 16:58
      Highlight Highlight Ganz genau meine Meinung. Solange die Covidioten keine Maske tragen schütze ich mich notgedrungen selber und trage eine FFP2 oder FFP3 Maske mit Ventil.
    • i schwörs 23.05.2020 23:18
      Highlight Highlight Peter Marthaler: wo genau sagt Koch, dass man sich im ÖV nicht selber mit einer Ventilmaske schützen darf? Im vorliegenden Interview ist davon auch nicht andeutungsweise was zu lesen. Dasselbe punkto Registrierung im Restaurant: im Gegenteil, Koch legt dar, warum das sinnvoll ist, und was geschehen müsste, wenn die Gäste nicht individuell erkannt würden.
  • Tanuki 23.05.2020 14:34
    Highlight Highlight "Und zur Begrüssung gaben wir den Frauen drei Küsschen auf die Wangen“ , “Nein...“, “Doch!“ .. “um was geht es?“ “Grosspapi erzählt uns wie es früher mal war, ich glaub er hat Demenz“. Unterhaltung im 2040
  • Selbstverantwortin 23.05.2020 13:22
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Selbstverantwortin 23.05.2020 16:11
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • i schwörs 23.05.2020 17:29
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    • Mutzli 23.05.2020 17:35
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  • GoldjungeKrater 23.05.2020 11:51
    Highlight Highlight Wir haben die zweite Welle soeben hinter uns!
    • Selbstverantwortin 23.05.2020 14:53
      Highlight Highlight Den Blitzen nach, hat es hier eine Mehrheit mit Realitätsverweigerung.
    • äti 24.05.2020 08:40
      Highlight Highlight Wellenexperten unter sich. Natürlich erst im Nachhinein.
    • Selbstverantwortin 24.05.2020 13:42
      Highlight Highlight @äti: nein, anbei ein Beispiel, dass ich das schon im April sagte - was keine Kunst war. Es ist seit Mitte April offensichtlich, dass die Nachteile des Lockdown grösser als die Vorteile sind.
      Benutzer Bild
  • MeinAluhutBrennt 23.05.2020 11:44
    Highlight Highlight Die mediale Vorbereitung auf die 2. Welle ist fantastisch!
    • Selbstverantwortin 23.05.2020 14:54
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • äti 23.05.2020 20:42
      Highlight Highlight Richtig. Krebs ist auch bloss eine Erfindung um den Dafalgan Absatz zu steigern.
    • Selbstverantwortin 24.05.2020 13:58
      Highlight Highlight Äti: weil Krebs real ist, meinst du, dass alle anderen Medienartikel oder Prognosen eintreffen werden?
      Hmm, mutiges Argument... 🤪
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter R. 23.05.2020 11:32
    Highlight Highlight "Das Pflege- und Spitalpersonal muss zuerst geimpft werden" - Ja dann braucht es aber noch sehr viel Ueberzeugungskraft, den bis jetzt haben sich der grösste Teil dieser Berufsgruppe geweigert sich gegen die saisonale Grippe zu impfen.
    • Eiswalzer 23.05.2020 11:40
      Highlight Highlight Leider schockiert es mich auch immer wieder, wie viele Impfgegner aus dem Pflegebereich kommen (in meinem Bekanntenkreis). Teilweise muss ich das leider wohl auf ein Unverständnis von Zusammenhängen, Statistik etc. zurückführen. Viele von diesen Leuten verwechseln dann nämlich anekdotische Geschichten und Einzelfälle, welche sie in Spitälern logischerweise öfter sehen als alle anderen, mit dem Gesamtbild.
    • Snowy 23.05.2020 12:18
      Highlight Highlight Nicht nur Pfleger: Fragt mal einen U50 Arzt in eurem Bekanntenkreis, ob er gegen Grippe geimpft ist.

      Max 30%.
    • De-Saint-Ex 23.05.2020 13:09
      Highlight Highlight Und immer noch diese Vergleiche mit der saisonalen Grippe! In Italien, England und den USA sind nicht wenige PflegerInnen und Ärzte/Innen durch permanentes Ausgesetztsein an Covid19 gestorben. Die waren nicht 70 oder älter und hatten nicht alle Vorerkrankungen. Jetzt warten wir doch mal ab, was die Wissenschaft noch so alles über dieses Virus herausfinden und wie es mit einem möglichen Impfstoff aussehen wird...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Uno 23.05.2020 10:39
    Highlight Highlight Das im Sommer Covid-19 weniger verbreitet wird, wird auch mit dem Argument begründet, dass die normale Grippesaison vorbei sei und man bei Symptomen auf Covid-19 spekulieren kann. Ich hoffe diesen Herbst gibt es genügend Testkapazitäten sowie sichere Testeinrichtungen. Ich hoffe, dass man schon zu Beginn bei Positiv-Getesteten weitere Abklärungen vornehmen kann, welche eine Indikation auf einen schwereren Verlauf frühzeitig anzeigt. Dieses Patienten könnte man dann vielleicht gleich medizinisch begleiten, anstatt sie nach Hause zu schicken, ehe der Ausbruch sie in den Notfall bringt?
    • lilie 23.05.2020 14:47
      Highlight Highlight @Uno: Die Anzeichen auf einen schweren Verlauf sind mE bekannt: Atemnot und hohes Fieber. So weit mir bekannt treten diese Symptome sehr früh auf, die Leute wissen also, dass was schief läuft.

      Problematischer sehe ich, falls die Leute sich im Herbst dank guten Massnahmen in der falschen Annahme wiegen, die Epidemie sei vorbei. Bei uns gehen viele mit leichten Grippesymptomen zur Arbeit.

      Ob die Testkapazitäten reichen, wenn man faktisch jeden Grippefall testen muss, werden wir sehen. Andererseits gibts dann vielleicht weniger Grippefälle, weil die Leute auch weniger Grippeviren verteilen.
    • Uno 23.05.2020 19:26
      Highlight Highlight @Lilie - Atemnot und hohes Fieber ist zu spät. Ich hoffe im Herbst sind wir weiter! Wer zB Thrombosegefahr hat, kann vielleicht früher schon Blutverdünnung bekommen. Ich denke an Medikamente, Remdesivir ist ein Anfang, oder Plasma, die die Virenlast von Anfang an reduziert und schwere Verläufe häufiger verhindert. Wieso die Taktik, wir schauen mal, wer wie Covid-19 verträgt? Anstatt die Taktik, die von der Diagnostik problematisch angezeigten Covid-19 Fälle werden von Anfang an medizinisch begleitet? Jeder 2.te positive getestete Mensch stirbt, leider. Ich wäre froh, wenn wir das verringern!
    • lilie 23.05.2020 20:56
      Highlight Highlight @Uno: Du kannst nicht von Anfang an Medikamente wie Remdesivir geben, die schwere Nebenwirkungen machen. Blutverdünner kriegen jetzt schon alle mit Infarktgefahr. Und es stirbt NICHT jeder zweite positiv Getestete, woher hast du denn den Quatsch? Selbst bei ü80-Jährigen liegt die Überlebensrate bei weit über 80%!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Carl Gustav 23.05.2020 10:15
    Highlight Highlight Mich fasziniert die Art und Weise, wie Koch kommuniziert.
    Man mag mit ihm einverstanden sein, oder auch nicht.
    Aber er hat während dieser schwierigen Zeit immer klar, deutlich und sogar in den schlimmsten Momenten mit einer Prise Humor gesprochen.
    Keine Polemik, keine unnötigen Emotionen, keine persönliche Profilierungen.
    Da könnte sich mancher BR etwas abschauen.
  • DrLecter 23.05.2020 10:09
    Highlight Highlight „Es wird mit Sicherheit ein Gefühl von Normalität zurückkehren. Doch die Normalität wird nicht mehr so sein wie vorher. Aber es wird ziemlich normal sein.“

    Ähnlich gut wie: „Die Aare wird wieder bebadbar sein“.

    Dr. Koch, you are my hero😊👍🏻!
  • Snowy 23.05.2020 10:09
    Highlight Highlight Es ist leider wahrscheinlich, dass eine Impfung dereinst nur so gut schützt wie die jährliche Grippeimpfung und es zudem noch eine Jahr dauert, bis sie verfügbar ist.

    Wir müssen lernen mit dem Virus zu leben und den Fokus auf die Risikogruppe legen.

    Alles andere ist weder gesellschaftlich noch wirtschaftlich tragbar.
    • pop_eye 23.05.2020 10:18
      Highlight Highlight Bakterien waren einst f. die Menschheit das Böse per se. Bis man entlich begriff und verstand mit ihnen zu leben. Mit den Viren ist es das selbe!
    • Sven O 23.05.2020 10:59
      Highlight Highlight Leider gehören in der CH ca. 2 Millionen Bürger zur Risikogruppe und auch vor gesunden Bürgern macht der Virus nicht halt und hinterlässt oft bleibende Schäden! Die Masken und Handschuhe werden werden zu unserem 'Alltagsbild' gehören
    • andy y 23.05.2020 11:20
      Highlight Highlight Ein Jahr wäre eine bis anhin nie erreichte Spitzenzeit und so gut wie unmöglich. Es sei denn man lässt massenhaft nötige Tests einfach weg
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meierli 23.05.2020 10:04
    Highlight Highlight Bin eigentlich froh nicht auf den ÖV angewiesen zu sein. Aber in einem vollen awagen mit paar einzelnen. Masken Träger würde ich wohl auch eine FFP2 tragen. Wenn einem die anderen nicht schützen, müsste es halt eine Maske zum Selbstschutz sein.
    • Sven O 23.05.2020 11:01
      Highlight Highlight Es reicht auch eine Chirurgenmaske Stufe 2, eine FFP2 Maske ist wie ein Integralhelm auf einem Bike
    • Garp 23.05.2020 11:54
      Highlight Highlight Geh lieber mit gutem Beispiel voran, andere zu schützen.
    • Meierli 23.05.2020 13:46
      Highlight Highlight @Garp, als Maskengegner liegt es an dir. Genau solche Personen mag ich nicht schützen.
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  • paule 23.05.2020 09:58
    Highlight Highlight Aus meiner Erfahrung, haben die Menschen ein sehr schlechtes Langzeitgedächtniss, sie laufen Schlagzeilen gesteuert herum, darum einige in Panik.
    Es wird schnell alles vergessen sein.
    Was ich nicht ganz verstehe, warum man nicht wie in Osteuropa Stoffmasken selber machen konnte, es gibt genug Möglichkeiten und die Sammeln auf jeden Fall Tröpfchen auf die dann nicht in die Luft gehen.
    Was ich auch nicht verstehe, warum Campings nicht für Wohnwagen und Campincars mit eigenem WC geöffnet wurden, würde vielen Helfen, dass ihnen die Decke nicht auf den Kopf fällt.
  • Gawayn 23.05.2020 09:39
    Highlight Highlight So gern und oft ich Herr Koch konform gehe, das mit den Masken bin ich nicht einverstanden.

    Die asiatischen Länder setzen Masken seit Jahrzehnten erfolgreich ein.

    Das Problem aber, die Maske schützt nicht den Träger.
    Die schützt die Herumstehenden.
    Wenn aber in einem vollen Bus nur 1-3 Leute eine Tragen, ist die Wirksamkeit gegen 0.

    Aber es wäre durchaus wirksam, wären wir weniger egoistisch und würden die Maske zum Schutz Anderer Tragen. Ich tue es.

    So sehe ich das....
    • Wiedergabe 23.05.2020 10:24
      Highlight Highlight Ja, in asiatischen Ländern gehören Masken zum normalen Erscheinungsbild.
      Was hat das bei Covid-19 gebracht?
      Meines Wissens hatten auch diese Länder Probleme und mussten auch diese Länder Social Distancing einführen. China, Japan, Südkorea, auch diese Länder waren stark betroffen vom Virus trotz der Normalität von Masken im Alltag.
      Ich sehe hier kein weltbewegender Unterschied zum "maskenfreien" Europa.
    • 7immi 23.05.2020 11:26
      Highlight Highlight @gawayn
      "Die asiatischen Länder setzen Masken seit Jahrzehnten erfolgreich ein. "
      Nun, sie tragen Masken. Was aber genau der Impact ist ist nicht klar. Sie haben ja keine Kontrollgruppe ohne Maske. Ausserdem halten sich viele nicht an die Trageregeln, so werden sie bei Gesprächen unters Kinn genommen und ständig dran rumgezupft. Ob das "erfolgreich" ist weiss ich nicht...
    • ZimmiZug 23.05.2020 13:43
      Highlight Highlight @ Wiedergabe und Namensvetter
      Nun, es hat sicherlich mal das gebracht, dass man als Maskenträger nicht dagefühl haben muss aufzufallen oder stigmatisiert zu sein. Ich erachte die Maske als ein Element, welches ein kleines aber entscheidendes Puzzleteil sein kann. Sei es im ÖV oder beim Einkaufen. Es ist eine weniger einschneidende Konseqzenz als geschlossene Läden. Sie ist aber kein Heilsbringer, das ist klar. Aber muss sie darum geradezu verteufelt werden?
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  • koalabear 23.05.2020 09:30
    Highlight Highlight Und wenn es keinen wirksamen Impfstoff gibt? Wir müssen mit diesem Virus leben und können nicht jeden Winter alles schliessen.
    • MaPhiA 23.05.2020 09:45
      Highlight Highlight jetzt nur nicht auf Panik machen, sonst kann man sich ja gleich von der nächsten Brücke stürzen... die Wissenschaft ist sich überhaupt nicht einig... es geht von ''der Virus verschwindet von alleine'' bis ''wir müssen nun bis in alle Ewigkeit mit ihm leben''... und Pharmaindustrie wird sich hüten auf die Schnelle einen Impfstoff zu finden, weil sie mit der Forschung nach einem Serum mehr Geld verdienen, als mit einem Impfstoff, den sie dann zu einem ''Discountpreis'' veröffentlichen müssen...
    • sterpfi 23.05.2020 10:00
      Highlight Highlight Meine ehrliche Meinung: Der Hauptnutzen vom Lockdown war, dass sich die Leute dem Ausmass der Gefahr bewusst wurden. Nur so haben alle verstanden, dass wir unser Verhalten anpassen müssen. Mit dem besseren Hygiene-Verhalten von der Mehrheit der Bevölkerung wird ein zweiter Lockdown nicht notwendig sein, da werden auch die 1% der Bevölkerung, die sich nicht dran hält (Beispiel Ausgang Basel), keinen Unterschied machen. Entscheidend ist, wie sich die Mehrheit verhält.
    • MaPhiA 23.05.2020 10:22
      Highlight Highlight der lockdown war richtig und wichtig...
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  • Eyeore 23.05.2020 09:28
    Highlight Highlight Koch ist nicht zu beneiden, er muss Fragen beantworten ohne den Kurs des Bundes zu schaden, ohne die verfügbaren Ressourcen offenzulegen oder deshalb Panik zu schüren, Kompetenz auszustrahlen und trotzdem wollen alle klare Antworten.
    Ich glaube am liebsten würde er schon lange mal sagen also schaut die Situation ist so aber um ehrlich zu sein, seid ihr nicht sozial, mitfühlend, verantwortungsvoll und rücksichtsvoll genug um mit der Wahrheit umgehen zu können. Deshalb informieren wir so, dass das Land nicht total zusammenbricht und ein Wettkampf a la only the strongest survive stattfindet.
    • Now 23.05.2020 10:47
      Highlight Highlight Von welcher Wahrheit sprichst du genau?
    • Konstantin Hoppel 23.05.2020 11:06
      Highlight Highlight Das ist reine Spekulation... es könnte gerade so gut umgekehrt sein. Sie wissen nicht genau was sich wie verhält, aber alles ist niemals so schlimm wie immer dargestellt. Es gibt gerade mal 3 Todesopfer unter 65 ohne Vorerkrankung. Merkst Du etwas?
    • Eyeore 23.05.2020 14:28
      Highlight Highlight @Now Herr Koch und der Bund haben die Aufgabe so zu kommunizieren, dass wir als Volk die Anweisungen richtig umsetzen und nicht in Panik verfallen. Ich bin sicher die könnten auch anders kommunizieren aber dann wäre es so, dass jeder zweite denkt, er wisse es besser und macht was er will. Der Bund hat einen guten Job gemacht und im nachhinein ist man immer klüger, weshalb mich dich kommende Ausschlachtung schon jetzt ankotzt. Es werden Parteien, Experten und Hobbyexperten kommen und behaupten oder sagen, habe ich schon immer gesagt/gewusst. Das bringt doch niemanden etwas!
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  • andy y 23.05.2020 09:27
    Highlight Highlight Ich lese immer wieder vom möglichst schnell verfügbaren Impfstoff. Jeder der eine kliene Anung hat das nur schon seriöse Wissenschaftlichen Tests, Studien und Auswertungen, Jahre dauern. Alles andere kann mehr schaden verursachen als das Virus selbst
  • SJ_California 23.05.2020 09:24
    Highlight Highlight Gutes Interview. Danke!
  • TheKen 23.05.2020 09:19
    Highlight Highlight Ich könnte noch monatelang Homeoffice machen. Twitter will das Homeoffice beibehalten auch nach der Krise.
  • mikel 23.05.2020 09:11
    Highlight Highlight Es sind schon unglaublich wenig konkrete Aussagen. Was zeigt, wie verloren in diesen Fragen die Politik in der Schweiz, aber wohl auch weltweit ist. Und das mit den besten Virologen und Beratern. Kein Wunder glauben so viele Menschen an wirre Verschwörungstheorien.
    • Ich mein ja nur 23.05.2020 09:54
      Highlight Highlight Es stimmt, nur wenige Menschen halten Ungewissheit aus. Ich bin froh, dass unsere Behörden keine falschen Gewissheit vorspielen. Es ist für alle eine Chance, mit Unsicherheiten leben zu lernen. Nur wenige brauchen dazu Fatalismus und Verschwörungstheorien. Die sind einfach unglaublich mitteilungsbedürftig...
    • leu84 23.05.2020 10:16
      Highlight Highlight Viele Leute die aktuell an Verschwörungstheorien glauben, die haben es schon vor Corona gemacht. Sie haben jetzt nur ein neues Thema gefunden. Vorher waren es Themen wie "Chemtrails", "5G" oder "Rothschild". Was aber gleich ist, man versucht verschiedene Theorien zu verknüpfen. So dass es wie eine gewisse "Logik" aussehen kann.
    • c_meier 23.05.2020 10:28
      Highlight Highlight es ist eben ein neues Virus über das Virologen/Forscher weltweit usw immer noch eher wenig wissen wie es genau wirkt.
      daher verstehe ich die eher vorsichtigen Stellungnahmen, sonst heisst es in 4 Wochen er habe in diesem Interview etwas falsches gesagt.
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  • Hofer Ernst 23.05.2020 08:09
    Highlight Highlight Wenn jeder in der Schweiz die Schutzmassnahmen einhält und die Grenze nach China geschlossen bleibt, dann gibt es keine zweite Welle.
    • mrmikech 23.05.2020 10:24
      Highlight Highlight Grenze nach USA geschlossen halten scheint mir momentan wesentlich wichtiger...
    • Wiedergabe 23.05.2020 10:32
      Highlight Highlight In dem Fall diesen Sommer keine Ausflüge ans Dreiländereck Schweiz-Italien-China..?
    • Sven O 23.05.2020 11:06
      Highlight Highlight China ist nicht mehr das Problem. Es müssten alle Einreisen aus den Staaten, Südamerika, Afrika verboten bleiben. Corona ist bei uns heimisch geworden und wir werden selber, wenn, die zweite Welle lostreten
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Interview

«Die Schweizer Beteiligung am Kolonialismus war sehr viel stärker, als viele annehmen»

Die Schweiz war keine Kolonialmacht, dennoch haben auch wir eine Kolonialgeschichte. Nur kennt sie fast niemand. Im Interview erklärt die Kulturwissenschaftlerin Patricia Purtschert, warum in der Schweiz eine «koloniale Amnesie» herrscht und wie sich die Verwicklung im Kolonialismus auf den Rassismus auswirkt.

Frau Purtschert, erstaunt es Sie, dass gerade jetzt nach der Schweizer Kolonialgeschichte gefragt wird?Patricia Purtschert: Nein, ich denke das ist die Frage, die jetzt gestellt werden muss. Sie ist wichtig, um einzuordnen, was gerade passiert. Denn Black Lives Matter, das Thematisieren von Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen, hat sehr viel mit der Kolonialgeschichte zu tun, auch mit derjenigen der Schweiz. Obwohl die «koloniale Schweiz» lange ein undenkbarer Begriff war, weil die Schweiz …

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