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Impfchef: Grossanlässe noch einige Zeit gefährlich +++ Moderna will Zulassung für Kinder

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
21.05.2021, 13:33
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Freitag 1201 neue Corona-Fälle für die letzten 24 Stunden. Die Positivitätsrate betrug 3,1 Prozent. 10 Menschen starben, 49 mussten in Spital.
  • Vom 13. Mai bis 19. Mai sind in der Schweiz 473'104 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden – rund 67'500 pro Tag. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 5 Prozent. 1'373'566 Personen in der Schweiz sind vollständig geimpft, das sind 15,9 Prozent der Bevölkerung.
  • Der Bundesrat hat am 14. April weitgehende Lockerungen beschlossen. Die wichtigsten Beschlüsse findest du hier.
  • Mit einem Drei-Phasen-Plan will der Bundesrat weiter lockern. Die Details dazu kannst du hier nachlesen.
  • Die SwissCovid-App hilft, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Sie hat 1,8 Millionen aktive Userinnen und User.
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Liveticker: Corona National+International 22.05.21

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15:10
Ex-Berater: Britische Regierung strebte zunächst Herdenimmunität an
Der britische Ex-Regierungsberater Dominic Cummings wirft der Regierung von Premierminister Boris Johnson vor, bei ihrer ursprünglichen Strategie im Kampf gegen die Pandemie gelogen zu haben. Die Regierung habe in Wirklichkeit Anfang 2020 zunächst vorgehabt, durch die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung bis September des Jahres Herdenimmunität zu erreichen, erklärte er am Wochenende in einer Reihe von Tweets. Erst nachdem der Regierung von mehreren Seiten klargemacht worden sei, dass dieser Plan zur Katastrophe führen würde, sei diese Strategie geändert worden.

Die Regierung widersprach den Vorwürfen. Auf die Frage, ob Herdenimmunität der ursprüngliche Plan gewesen sei, sagte Innenministerin Priti Patel am Sonntag der BBC: «Absolut nicht.» Auch die heutige Leiterin der Behörde für Gesundheitsschutz und damalige Vize-Chefberaterin der Regierung in medizinischen Fragen, Jenny Harries, sagte: «Ich kann kategorisch sagen, dass ich in keiner Regierungssitzung gewesen bin, in der Herdenimmunität zu diesem Zeitpunkt der Pandemie als Kontrollmechanismus vorgeschlagen wurde.»

Cummings (Bild) hatte seinen Posten in der Downing Street nach erbittertem Streit im engsten Beraterzirkel im Dezember verlassen. Der frühere enge Vertraute des Premiers hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Anschuldigungen gegen Johnson erhoben. Am Mittwoch soll er vor den Gesundheits- und Wissenschaftsausschüssen des Unterhauses aussagen, die die Pandemiereaktion der Regierung untersuchen. (sda/dpa)
epa09176766 Dominic Cummings, former advisor to the British Prime Minister Boris Johnson, speaks to members of the media outside of his home in London, Britain, 04 May 2021.  EPA/VICKIE FLORES
6:18
Impfchef: Grossanlässe stellen noch für einige Zeit eine Gefahr dar
Grossveranstaltungen sollen wegen der Coronavirus-Pandemie längere Zeit nur Geimpften und Getesteten vorbehalten bleiben. Dieser Ansicht ist der Präsident der Eidgenössischen Impfkommission, Christoph Berger.

«Grossveranstaltungen stellen noch für einige Zeit eine Gefahr dar und könnten zu Superspreader-Events werden», sagte der 59-jährige Infektiologe der Zürcher Universitäts-Kinderklinik im Interview mit der «SonntagsZeitung». «Deshalb bin ich der Meinung, dass diese noch länger Geimpften und negativ Getesteten vorbehalten sein müssten.» Der Bundesrat sieht solche Privilegien eigentlich nur für eine kurze Übergangsphase vor.

Gemäss Berger bleiben die Risiken bestehen, solange nicht ein sehr grosser Teil der Bevölkerung geimpft ist und man nicht weiss, wie lange die Impfung gut wirkt. Zudem helfen seiner Meinung nach Privilegien für Geimpfte, mehr Menschen zu einer Immunisierung zu bewegen.

Einen grossen Schritt hält Berger im vierten Quartal für möglich. Bis dann seien viele Erwachsene und Teenager geimpft. Das Impfen müsse aber im Herbst und Winter weitergehen. «Wir müssen dann auch jene von einer Impfung überzeugen, die jetzt noch zögern.»

Obwohl die Corona-Impfung mittlerweile für die breite Bevölkerung offen ist, bereitet Berger die Kampagne Sorgen. Von den 60- bis 80-Jährigen etwa sind je nach Kanton 25 bis 35 Prozent nicht geimpft. «Wir müssen deshalb strategisch und kommunikativ bei den Älteren nochmals einen Schwerpunkt setzen.» (sda)
05:45: Moderna will Anfang Juni Zulassung für Kinder und Jugendliche in EU
Das US-Pharmaunternehmen Moderna will Anfang Juni die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der EU für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren beantragen. Ideal wäre es, diese Altersgruppe vor Ende August zu impfen, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel der französischen Sonntagszeitung «Journal du dimanche». Andernfalls könne eine vierte Corona-Welle drohen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft derzeit bereits die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige. In den USA ist der Impfstoff schon für diese Altersgruppe zugelassen. (sda/afp)
Two people wait to receive the Moderna COVID-19 vaccine at Providence Edwards Lifesciences vaccination site in Santa Ana, Calif., Friday, May 21, 2021. California no longer will require social distancing and will allow full capacity for businesses when the state reopens on June 15, the state's top health official said Friday. (AP Photo/Jae C. Hong)
17:42
Mehrere Tausend an Kundgebung gegen Corona-Massnahmen in Neuenburg
epa09219820 People demonstrate during the 'Stiller Protest' association march to protest against anti-COVID-19 measures, in Neuchatel, Switzerland, May 22, 2021. As Switzerland is gradually loosening restrictions in place to limit the spread of COVID-19, the protestors judge the current measures as too strict and the removal of restrictions too slow.  EPA/VALENTIN FLAURAUD
Zwischen 4000 und 5000 Gegnerinnen und Gegner der Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben am Samstagnachmittag in Neuenburg demonstriert. Die meisten trugen keine Masken. Organisiert wurde die Kundgebung von der Vereinigung «Stiller Protest».

«Stiller Protest» organisierte damit erstmals eine Demonstration in der Westschweiz. Die überwiegend aus der Deutschschweiz stammenden Demonstrantinnen und Demonstranten strömten ab den Mittagsstunden zum Jeunes-Rives-Areal am Ufer des Neuenburgersees. Ab 14 Uhr marschierten sie in einem Umzug durch die Innenstadt. Die Demonstration war von den Behörden bewilligt worden.

Vor dem Umzug und der Schlusskundgebung am Ausgangspunkt machten die Organisatoren darauf aufmerksam, dass die Demonstration unter der Bedingung bewilligt worden war, dass die Teilnehmer Schutzmasken tragen. Das wurde indessen weitherum ignoriert, wie ein Augenschein der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigte.

Die Polizei hielt sich zurück und beobachtete das Geschehen, griff aber nicht ein. Auch verzichtete sie auf eine Zählung der Teilnehmenden. Der Verkehr wurde umgeleitet. Nach der Schlusskundgebung löste sich die friedliche Demonstration gegen 16 Uhr auf.

Die Vereinigung «Stiller Protest» hat in den vergangenen Monaten mehrere Kundgebungen gegen die Corona-Massnahmen organisiert. Diese waren zwar jeweils nicht genehmigt worden, hatten aber jedes Mal einige Hundert bis mehrere Tausend Menschen zusammengebracht, insbesondere in Rapperswil-Jona, Altdorf, Liestal, Chur und Aarau. (sda)
15:34
Mehr als 50 Millionen Corona-Impfdosen in England verabreicht
In England sind im Kampf gegen die Corona-Pandemie mittlerweile mehr als 50 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Wie am Samstag aus den jüngsten Zahlen der Gesundheitsbehörde NHS hervorging, haben seit Beginn der Impfkampagne im Dezember bis einschliesslich Freitag rund 31,5 Millionen Menschen in England ihre erste Impfdosis gegen Covid-19 erhalten, knapp 18,7 Millionen auch schon ihre zweite. Das entspricht einem Gesamtanstieg im Vergleich zum Vortag um mehr als 560'000 weitere Impfungen, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.

Die Impfkampagne in Grossbritannien ist im europäischen Vergleich sehr weit vorangeschritten. Es handele sich um eine der grössten und wichtigsten nationalen Bemühungen der Geschichte, unterstrich Gesundheitsminister Matt Hancock am Samstag auf Twitter. Mehr als 40 Prozent der Erwachsenen in England sind nach NHS-Angaben bereits vollständig geimpft. Seit Samstag konnten nun auch 32- und 33-Jährige Impftermine buchen. (sda/dpa)
14:21
Mehrere Tausend an Kundgebung gegen Corona-Massnahmen in Neuenburg
Mehrere tausend Gegner der Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, demonstrieren derzeit in Neuenburg. Organisiert wurde die Kundgebung von der Vereinigung «Stiller Protest», die erstmals in der Westschweiz auftritt.

Die überwiegend aus der Deutschschweiz stammenden Demonstranten strömen seit den Mittagsstunden zum Jeunes-Rives-Areal am Ufer des Neuenburgersees. Ab 14 Uhr werden sie in einem Umzug durch die Innenstadt marschieren, um dann ab 15 Uhr zum Ausgangspunkt zurückzukehren und Reden hören.

Die Vereinigung «Stiller Protest» hat in den letzten Monaten mehrere Kundgebungen gegen die Corona-Massnahmen organisiert. Diese waren zwar jeweils nicht genehmigt worden, hatten aber jedes Mal einige hundert bis mehrere tausend Menschen zusammengebracht, insbesondere in Rapperswil-Jona, Altdorf, Liestal, Chur und Aarau. (sda)
13:46
Karl Lauterbach übt Kritik am Eurovision Song Contest
Am Samstagabend findet in Rotterdam der 65. Eurovision Song Contest statt. Mit dabei ist auch ein Publikum vor Ort. Der deutsche SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält dies für ein falsches Signal. «Konzerte mit 3.500 Zuschauern können wir uns noch nicht leisten, dafür ist es noch zu früh», sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit «ZDFheute». Es zeichne «ein falsches Bild» davon, wo man in der Pandemie aktuell stehe.

Beim Finale des 65. Eurovision Song Contest treten am Samstagabend Interpreten aus 26 Ländern auf – ab 21 Uhr in der Ahoy-Halle vor rund 3500 Fans. An den Bildschirmen werden bis zu 200 Millionen Zuschauer erwartet – hierzulande wird der Gesangswettbewerb im Ersten übertragen, t-online berichtet live für Sie.

Die Show findet unter strikten Bedingungen statt. Alle Besucher müssen ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen, genauso wie Künstler und Mitarbeiter. Doch die Schnelltests seien einfach nicht zuverlässig genug, so Lauterbach, der auch sagte: «Wir wissen doch, dass grössere Menschenmengen ein Problem sind.»

Er wisse nicht, welche Rückschlüsse sich aus dem ESC darüber ergeben sollten, wie solche Veranstaltungen in Zukunft ablaufen könnten. Für Konzerte in Innenräumen sieht Lauterbach im Sommer demnach noch keine Möglichkeit: «Aus meiner Sicht ist das sehr riskant», sagte er. Im Freien seien Musikveranstaltungen und ähnliches hingegen sehr wohl eine Option, betonte der 58-Jährige.
epa09093628 Social Democrats health expert and epidemiologist Karl Lauterbach (C) talks to Deutsche Welle after a session of the German Bundestag in Berlin, Germany, 24 March 2021. The German government takes questions from deputies in a one-hour government questioning.  EPA/CLEMENS BILAN
13:05
Nur ein Covid-Zertifikat: Ärzte und Apotheker verzichten auf eigene Lösung
Nach Gesprächen mit dem Bund über das Covid-Zertifikat haben der Ärzteverband FMH und der Apothekerverband Pharmasuisse beschlossen, ihre eigene Lösung bis auf weiteres zurückzustellen. Dies teilen die Verbände in einer gemeinsamen Mitteilung am Samstag mit.

Anfangs Mai lancierten die Ärzte und Apotheker noch eine eigene Lösung, weil sie befürchteten, dass das Zertifikat des Bundes nicht rechtzeitig auf den nächsten möglichen Öffnungsschritt von Ende Mai bereit stehen wird.

Als Grund für den Verzicht nennen FMH und Pharmasuisse die mittlerweile geänderten Rahmenbedingungen: Vor kurzem hat der Bundesrat beschlossen, dass das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation das Covid-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete erstellen soll.

Die FMH und Pharmasuisse werden laut eigenen Angaben dem Bund weiterhin unterstützend zur Verfügung stehen. Sie betonen aber: «Für die jetzt gewählte Lösung steht der Bund jedoch in alleiniger Verantwortung.» (aargauerzeitung.ch)
10:52
Italienischer Virologe: An Impfpriorisierung festhalten
Italien sollte beim Impfen gegen Covid-19 nach Ansicht des Präsidenten der nationalen Arzneimittelagentur (Aifa) weiter nach Altersgruppen priorisieren. Menschen über 60 Jahren seien der Infektion massgeblich ausgesetzt und hätten mit schweren Konsequenzen oder Todesfolge zu rechnen, sagte Giorgio Palù in Interview der Zeitung «Corriere della Sera» (Samstag). In Italien seien 78 Prozent der über 70-Jährigen, 89 Prozent der über 80-Jährigen und etwa 92 Prozent der über 90-Jährigen fast durchgeimpft.

Der Experte, der auch im wissenschaftlichen Beratergremium des Gesundheitsministeriums sitzt, forderte ausserdem, die Corona-Beschränkungen nur schrittweise zu lockern. Italiens epidemiologische Daten seien zwar ermutigend, die einfachen Regeln und die Impf-Kampagne blieben jedoch ausschlaggebend.

Italiens Regierung will in den kommenden Wochen weitere Corona-Beschränkungen lockern. Zuletzt wurde etwa die Ausgangssperre verkürzt, demnächst sollen auch Fitnessstudios wieder öffnen können. In der Impfkampagne wurden in manchen Regionen bereits über 40-Jährige immunisiert. Etwa 16 Prozent in dem Mittelmeerland mit rund 60 Millionen Einwohnern sind durchgeimpft. Stand Samstagmorgen wurden bislang insgesamt knapp 30 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Mit Blick auf die Pandemie-Lage hatten die Behörden am Freitag etwas mehr als 200 Tote mit dem Virus und rund 5200 Neuinfektionen gemeldet. (sda/dpa)
8:34
Berset: «Bei uns habe ich den Eindruck: Ja, das Schlimmste liegt hinter uns.»
Das Schlimmste liege hinter uns. Das sagt Gesundheitsminister Alain Berset im Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Bis die gesamte Pandemie überwunden ist, werde es allerdings noch «einen Moment» dauern. Gerade auch deshalb, weil viele Länder noch keinen Zugang zum Impfstoff hätten.

Bundesrat Berset sagt aber auch: «Wir sind mit einem Virus konfrontiert, das wohl nicht mehr verschwinden wird.» Aber es werde der Moment kommen, an dem eine Mehrheit der Bevölkerung gegen das Virus immunisiert ist. «Dann wird das Virus ein Teil unseres Lebens, mit dem wir umgehen können.»

Neben aller Zuversicht für die kommenden Monate blickt der SP-Bundesrat auch zurück auf die Pandemiezeit und Fehler, die die Landesregierung gemacht habe. Berset sagt: «Wir waren beispielsweise am Ende des Sommers etwas blauäugig.»
Bundesrat Alain Berset spricht an einer Medienkonferenz zu Covid 19 Massnahmen, am Mittwoch, 19. Mai 2021, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
6:27
Kalifornien will Corona-Beschränkungen im Juni aufheben
Kalifornien will Mitte Juni fast alle Corona-Beschränkungen aufheben. Ab dem 15. Juni könnten Geschäfte, Restaurants und andere Unternehmen wieder in voller Kapazität arbeiten, Abstandsregeln sollen dann entfallen, teilte die Gesundheitsbehörde des US-Westküstenstaates am Freitag mit. Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, muss auch keine Maske mehr tragen.

Auflagen gelten allerdings noch für Grossveranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen in geschlossenen Räumen. Die Anwesenden müssen entweder vollständig geimpft sein oder einen negativen Test vorweisen. In Kalifornien können sich alle Bürger ab 12 Jahren impfen lassen. Nach Behördenangaben sind bereits mehr als 35 Millionen Impfungen verabreicht worden.

Mit knapp 40 Millionen Einwohnern ist Kalifornien der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie mehr als 3,6 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Nach Angaben des Gouverneursbüros sind mehr als 61 000 Menschen gestorben. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat besser da als viele andere US-Bundesstaaten. (sda/dpa)
22:21
Flüge von London nach Frankfurt werden schwierig
Wegen der Ausbreitung der zuerst in Indien entdeckten Corona-Variante wird Grossbritannien von Deutschland als Virusvariantengebiet eingestuft. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Damit wird die Einreise aus Grossbritannien nach Deutschland drastisch beschränkt.
FILE - In this Friday, Sept. 20, 2019 file photo an aircraft crosses a bridge over a highway the airport in Frankfurt, Germany.(AP Photo/Michael Probst, File)
Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen dürfen ab Sonntag nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Tests verkürzt werden kann.


Die indische Virusvariante B.1.617.2 gilt als besonders ansteckend und hat massgeblich dazu beigetragen, dass die Infektionszahlen in Indien in den letzten Monaten explodiert sind. In Grossbritannien sind - Stand 19. Mai - mehr als 3400 Fälle der Variante bestätigt worden. (sda/dpa)
21:06
Pilotprojekt für Grossveranstaltungen in Bündner Dorf
Ein vom Kanton Graubünden mitgetragenes Pilotprojekt aus der Privatwirtschaft will sichere Grossveranstaltungen in Corona-Zeiten ermöglichen. An einer Gemeindeversammlung im Bündner Oberland ist am Freitag der erste Probelauf eines neuen Testsystems gut gestartet.
Ein negatives Covid-19-Testresultat, am Freitag, 21. Mai 2021, in Sagogn. Die Firma Covent und der Kanton Graubuenden testen im Mai ein neuartiges Covid-Testsystem. Es soll dazu dienen, viele Menschen in kurzer Zeit zu testen und damit Grossanlaesse wieder zu ermoeglichen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Das Testsystem Covent besteht aus einem Corona-Schnelltest und aus einer Software. Diese bringt Corona-Testresultate schnell und fälschungssicher auf die Handys der Getesteten, versprechen die Entwicklerinnen und Entwickler. Zudem werden die Resultate fest mit der Identität der Getesteten verknüpft.

Im 730-Seelen Dorf Sagogn wurde für den ersten Realitätstest schon am Morgen ein Pop-Up-Zelt aufgestellt, wie Thomas Kunz, Mitglied der Geschäftsleitung von Dräger Schweiz, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Die Medizinalfirma Dräger Schweiz aus dem Bernischen Liebefeld und die Churer Agentur Skipp Communications stehen hinter dem Projekt. Erstere liefert die Schnelltests, Letztere hat die Software entwickelt. (sda)
20:28
Berner Jura: Bevölkerung soll sich auf Coronavirus testen lassen
Die Bevölkerung der bernjurassischen Stadt Moutier sowie von Reconvilier BE soll sich auf Anraten des Kantonsarztamtes in den kommenden Tagen auf das Coronavirus testen lassen. Grund dafür sind seit zwei Wochen anhaltende grössere und kleinere Ausbrüche von Covid-19.
Testen, testen, testen: Die neue Corona-Eind
Über Pfingsten stehen in Moutier für die Durchtestung der Bevölkerung grosse Testkapazitäten bereit. Die Tests vom 22. bis 24. Mai werden vom Spital Moutier organisiert und durchgeführt, wie die bernische Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte.

Laut Kantonsarztamt flackert das Virus in Moutier an unterschiedlichen Orten und auch ohne direkten Zusammenhang immer wieder auf. Einige Schulklassen mussten auf Fernunterricht umstellen oder sind noch im Fernunterricht. Momentan weist Moutier eine 14-Tages-Inzidenz von 700 pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf. Der kantonale Durchschnitt liegt bei 145 pro 100'000.
19:52
Mit Lotteriegewinnen versucht die USA Impf-Muffel zu motivieren
In den USA versuchen weitere Bundesstaaten, ihre Bürger mit Lotteriegewinnen zu einer Corona-Impfung zu bewegen. Nach Ohio kündigten am Donnerstag (Ortszeit) auch Maryland und New York solche Anreize an. Der Ostküstenstaat Maryland startete eine Lotterie mit einem Umfang von insgesamt zwei Millionen US-Dollar. Aus diesem Geldtopf sollen 40 Tage lang täglich 40'000 Dollar verlost werden – unter allen erwachsenen BewohnerInnen des Staates, die mindestens eine Impfung erhalten haben. Zum Abschluss sollen einmalig 400'000 US-Dollar verlost werden.
epa08935895 A billboard displays the Mega Millions (L) and Powerball (R) multi-state lottery jackpots  in Atlanta, Georgia, USA, 13 January 2021. The Mega Millions jackpot has grown to an estimated 750 million US dollars annuitized, or 550.6 million cash option for the next draw on 15 January 2021.  EPA/ERIK S. LESSER
In New York wiederum sollen erwachsene Bürgerinnen und Bürger bei einer Impfung kostenlos Lotterietickets bekommen, mit denen sie Aussicht auf Gewinne zwischen 20 Dollar und 5 Millionen Dollar haben. Mitte Mai hatte bereits Ohio eine Lotterie ausgerufen: Über fünf Wochen hinweg wird dort jede Woche eine Million Dollar verlost unter Bürgern, die mindestens ihre erste Impfung erhalten haben.

Insgesamt haben die USA in den vergangenen Monaten in rasantem Tempo gegen das Coronavirus geimpft. Knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung (gut 48 Prozent) hat inzwischen mindestens eine Spritze, gut 38 Prozent sind voll geimpft. Angesichts verbreiteter Impfskepsis ging das Tempo der Kampagne zuletzt aber zurück. Die Bundesstaaten und die Regierung von Präsident Joe Biden versuchen daher auf verschiedenen Wegen, Skeptiker zu überzeugen. (sda/dpa)
19:15
Merkel: Deutschland will weitere 30 Millionen Impfdosen spenden
Deutschland will nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bis Jahresende zusätzlich 30 Millionen Corona-Impfdosen an das internationale Impfprogramm Covax spenden. Voraussetzung sei, dass die von Deutschland bestellten Impfstoffe auch tatsächlich ankämen, sagte Merkel am Freitagabend, nachdem sie sich zum «Welt-Gesundheitsgipfel» in Rom online dazu geschaltet hatte. Insgesamt wollen die EU-Staaten bis Jahresende mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen für das Programm zugunsten von Entwicklungs- und Schwellenländern zur Verfügung stellen.
epa09218305 German Chancellor Angela Merkel (CDU) speaks after participating in the Global Health Summit in Berlin, Germany, 21 May 2021. The summit, held in Rome and online amidst the ongoing coronavirus (COVID-19) pandemic as part of Italy's G20 Presidency, is aiming to develop a 'Rome Declaration' with principles to guide multilateral cooperation and action to prevent future global health crises.  EPA/ADAM BERRY / POOL
Deutschland habe zudem weitere 100 Millionen Euro für die Unterstützung von Covax zugesagt, erklärte Merkel. Die deutschen Beiträge zur Impfhilfe seien damit nun bei mehr als einer Milliarde Euro. Bisher seien 125 Länder mit 70 Millionen Dosen versorgt worden. (sda/dpa)
18:26
UN-Generalsekretär warnt vor Corona-Folgen für Süden
UN-Generalsekretär António Guterres hat insbesondere mit Blick auf die südliche Erdhalbkugel davor gewarnt, die Corona-Pandemie zu früh als besiegt zu betrachten. «Die Pandemie ist immer noch da, sie gedeiht und mutiert», sagte Guterres am Freitag bei einem «Welt-Gesundheitsgipfel» am Freitag in Rom. «Jetzt, wo der Winter im globalen Süden vor der Tür steht, befürchte ich, dass das Schlimmste erst noch kommt.» Der UN-Chef forderte die Weltgemeinschaft auf, den Zugang zu Tests und Impfstoffen gerechter zu machen. (sda/dpa)
17:29
Nationalratskommission will grössere Veranstaltungen zulassen
Nicht zum ersten Mal spricht sich die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK-N) für weitergehende Lockerungen der Corona-Politik aus als der Bundesrat. Sie will Veranstaltungen bis zu hundert Personen in Innenräumen und tausend Personen draussen zulassen.
CORONAVIRUS MASSNAHME VERBOT VON GROSSVERANSTALTUNGEN --- Luzerns Pascal Schuerpf, links, gegen YBs Saidy Janko, Mitte, und YBs Mohamed Ali Camara, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Luzern, im Wankdorf Stadium in Bern, am Sonntag, 26. Juli 2020. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Die SGK-N hat dem Bundesrat eine entsprechende Empfehlung schriftlich mitgeteilt, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Der Entscheid fiel mit 14 zu 5 Stimmen bei 5 Enthaltungen. Die günstige epidemiologische Lage erlaube einen grösseren Öffnungsschritt, argumentiert eine Mehrheit.

Weiter empfiehlt die Kommission dem Bundesrat im Schreiben, auf Verordnungsebene auch Contact-Tracing-Systeme zu erlauben, bei denen die Daten dezentral auf den Geräten von Besuchenden gespeichert werden. Aus Sicht des Datenschutzes sei es unbefriedigend, dass im Zusammenhang mit der Kontaktverfolgung in den Kantonen viele Kontaktdaten zentral gespeichert würden. (sda)
16:59
SVP kritisiert verlängerte Maskenpflicht an Zürcher Schulen
Die Maskentragpflicht an der Zürcher Volksschule wird gelockert. Ende Mai wird sie im Freien aufgehoben, in den Innenräumen jedoch bis zu den Sommerferien verlängert. Letzteres stösst der SVP sauer auf.

Die Fortführung der Maskenpflicht an den Schulen sei grotesk und «reine Kinderquälerei», heisst es in einer Mitteilung der SVP des Kantons Zürich vom Freitagnachmittag. Die Partei fordert die sofortige Aufhebung der Massnahme. Die Zürcher Bildungsdirektion informierte am Freitag nicht nur über die Maskenpflicht an den Schulen, sondern auch über Lockerungen in anderen Bereichen.
epa08413923 Schoolgirls walk on the first day of school after the public shutdown because of the coronavirus pandemic, at the Hutten schoolhouse in Zurich, Switzerland, 11 May 2020. Switzerland is one of the countries introducing partial easing of lockdowns.  EPA/ENNIO LEANZA
So ist etwa der Schwimmunterricht in Hallenbädern ab der 4. Klasse der Primarschulstufe wieder möglich. Auch Schulveranstaltungen sind auf allen Schulstufen wieder möglich, sofern die Bundesvorgaben berücksichtigt werden. Auch Klassenlager sollen unter der Einhaltung eines Schutzkonzepts wieder durchgeführt werden können. (sda)
16:43
Kanton Luzern hebt Maskenpflicht an Primarschulen auf
Nach Pfingsten müssen die Luzerner Primarschülerinnen und -schüler in Innenräumen keine Schutzmaske gegen das Coronavirus mehr tragen. Ab der Sekundarstufe I hingegen bleibe die Maskenpflicht bestehen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit.

Die Maskenpflicht für Primarschülerinnen und -schüler galt in Luzern seit den Sportferien. Mit der Aufhebung reagiere das Bildungs- und Kulturdepartement auf die sinkenden Fallzahlen und die angekündigten generellen Lockerungen der Massnahmen durch den Bundesrat, hiess es. Der Kanton Luzern kennt als einziger in der Zentralschweiz eine Maskenpflicht auf der Primarstufe. Die Zuger Regierung teilte am Mittwoch mit, sie hebe die Maskenpflicht auf der Sekundarstufe 1 nach Pfingsten auf. Sie begründete dies mit den sinkende Coronafallzahlen und den konsequenten Reihentests. (Symbolbild)
A pupil wearing a protective mask arrives at a primary school Etablissement Primaire de l'ecole vaudoise, in Morges, Switzerland, Monday, 11 May 2020. Classroom teaching at primary and lower secondary schools will again be permitted. Shops, markets, museums, libraries and restaurants reopen under strict compliance with precautionary measures as a precaution against the spread of the coronavirus COVID-19. (Laurent Gillieron/Keystone via AP)
Noch einen Schritt weiter gehen möchte die SVP Obwalden. Sie reichte am Freitag eine dringliche Motion ein, mit der sie die sofortige Aufhebung der Maskenpflicht an allen Obwaldner Schulen fordert. Jeder Kanton könne schliesslich den Schulunterricht autonom regeln, argumentierte sie. (sda)
16:31
Bund unterzeichnet Vertrag für Medikament bei schweren Verläufen
Der Bund hat mit dem Unternehmen Eli Lilly (Schweiz) AG einen Vertrag für die Beschaffung von Arzneimitteln gegen das Coronavirus abgeschlossen. Es handle sich dabei um «Kombinationen von monoklonalen Antikörpern»,schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Medienmitteilung. Die ersten Lieferungen werden Mitte Juni 2021 erwartet.
Es handelt sich dabei um 4300 Dosen von Kombinationen von Bamlanivimab / Etesevimab, die von der Firma Eli Lilly and Company entwickelt wurden. Die Vertragssumme sei vertraulich. Die Arzneimittel sind noch nicht zugelassen, können aber – gestützt auf die Covid-19-Verordnung 3 – bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von schweren Verläufen von Covid-19 zum Zuge kommen.
This photo provided by Eli Lilly shows the drug bamlanivimab. On Tuesday, Jan. 26, 2021, the company said that the two-antibody combo of bamlanivimab and etesevimab reduced the risk of hospitalizations or death by 70% in newly diagnosed, non-hospitalized COVID-19 patients at high risk of serious illness because of age or other health conditions. (Eli Lilly via AP)
«Monoklonale Antikörper sind in Kultur geklonte Antikörper, die der Patientin oder dem Patienten intravenös injiziert werden, um das Virus zu neutralisieren», schreibt das Amt. Klinische Studien des Herstellers zeigen, dass diese Behandlungen einen wirksamen Schutz gegen schwere Formen der Krankheit bieten. Der Bund übernehme die Behandlungskosten, solange diese noch nicht von der obligatorischen Krankenversicherung bezahlt werden.
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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