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Tausende demonstrieren gegen «Australia Day»



epaselect epa08965665 People take part in an Invasion Day rally in Melbourne, Australia, 26 January 2021. Australia Day marks the anniversary of the 1788 raising of the British flag at Sydney Cove by Arthur Phillip. It is also unofficially known as Invasion Day as it marks the colonization of the country's Aboriginal people.  EPA/JAMES ROSS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Nicht happy am «Australia Day» Bild: keystone

Tausende Menschen haben am Dienstag in ganz Australien gegen den umstrittenen «Australia Day» protestiert. Der 26. Januar ist der offizielle Nationalfeiertag des Landes: Dabei wird der Ankunft der Briten im Jahr 1788 gedacht, die das Land in der Folge kolonisiert - und die Ureinwohner bekämpft hatten. Es kam zu Protestaktionen in zahlreichen Städten und mehreren Festnahmen, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete.

Für die Aborigines, deren Vorfahren schon seit 60 000 Jahren in Australien lebten, handelt es sich um einen Tag der Trauer, weil damit offiziell ihre Unterwerfung gefeiert wird. Viele Kritiker bezeichnen den Tag auch als «Invasion Day».

In Sydney kamen rund 3000 Demonstranten zur Unterstützung der indigenen Völker zusammen, obwohl die Polizei im Vorfeld gewarnt hatte, dass wegen der Corona-Pandemie Zusammenkünfte von mehr als 500 Menschen verboten seien. Vier Teilnehmer wurden Polizeiangaben zufolge festgenommen. In Melbourne teilten sich die Demonstranten in Gruppen von je 100 Leuten auf, die durch die Stadt marschierten.

Schon länger gibt es Forderungen, den australischen Nationalfeiertag an einem für die Aborigines weniger schmerzhaften Tag zu begehen. Der konservative Premierminister Scott Morrison betonte aber, er setze sich dafür ein, das Datum beizubehalten. (aeg/sda/dpa)

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