Gesundheit
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Coronavirus, Covid-19, Lunge (Symbolbild)

Covid-19 ist eine Erkrankung, die primär die Atemwege befällt, aber bei schwerem Verlauf auch die Lunge und weitere Organe schädigt. Bild: Shutterstock

Aktueller Stand der Forschung: Diese Organe greift das Coronavirus an



Die meisten Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infizieren, weisen gar keine oder milde bis mittelschwere Symptome auf, doch in einigen Fällen ist der Krankheitsverlauf schwer und kann mit dem Tod enden. Wer die Krankheit übersteht, muss allerdings mit Langzeitschäden rechnen – es gibt Anzeichen dafür, dass in einigen Fällen die Lunge oder andere Organe zum Teil irreversibel geschädigt werden. Da es sich bei der durch das Virus verursachten Erkrankung Covid-19 um ein erst seit kurzem bekanntes Leiden handelt, sind die entsprechenden Erkenntnisse allerdings noch wenig gefestigt.

Sicher ist, dass Covid-19 nicht nur die Atemwege befällt, obwohl diese meist zuerst betroffen sind. Die Krankheitsverläufe sind erstaunlich vielfältig – neben der Lunge scheint das Virus fast jedes andere Organ schädigen zu können. Das hat unter anderem damit zu tun, dass das Enzym ACE-2 (Angiotensin Converting Enzyme) an vielen Stellen im Körper zu finden ist. Es ist auf der Zelloberfläche verankert und reguliert den Blutdruck, dient dem Virus aber auch als Einfallstor in die Zelle.

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Ein weiterer Grund ist der sogenannte Zytokinsturm, fachsprachlich als Hyperzytokinämie bezeichnet. Diese gefürchtete Komplikation bei Covid-19 ist eine Überreaktion des Immunsystems, das Zytokine (Botenstoffe) freisetzt, die ihrerseits Immunzellen aktivieren, die wiederum noch mehr Zytokine freisetzen. Ein Zytokinsturm kann zu einem akuten Lungenversagen führen, aber auch auf den gesamten Körper übergreifen. Blutgefässe werden undicht, es bilden sich Gerinnsel und der Blutdruck sinkt. Diese gefährliche Immunreaktion fällt tendenziell umso heftiger aus, je älter der Patient ist. Es ist einer der Gründe, warum die Krankheitsverläufe bei Covid-19 ab 65 Jahren schwerer sind.

Diese Übersicht zeigt, was SARS-CoV-2 im Körper anrichtet und welche Organe nach derzeitigem Kenntnisstand hauptsächlich geschädigt werden.

Lunge

Die Viren setzen sich zunächst im Rachenraum fest. Wenn sie dort nicht eliminiert werden, gelangen sie in die unteren Atemwege. Dort docken sie an den Zellen an und dringen in diese ein. Wenn der Krankheitsverlauf schwer ist, zerstören die Viren immer mehr Zellen in den Bronchien. Der Körper reagiert darauf, indem er eine Entzündung initiiert – Abwehrzellen und Blutplasma treten aus den Blutgefässen der Bronchien aus, um die Viren zu bekämpfen und wegzuschwemmen. Die Nerven in der Bronchienwand werden gereizt, was zum typischen Husten führt.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung wandern die Viren weiter nach unten in die Lunge und greifen vermutlich zuerst die feinen Gefässe in den Lungen an. Dies vermindert bereits die Sauerstoffaufnahme. Da die Lungenbläschen zu diesem Zeitpunkt noch nicht stark betroffen sind, kann der Patient jedoch weiterhin CO2 abatmen, weshalb noch kein Gefühl von Atemnot auftritt (das mit dem CO2-Pegel im Blut zu tun hat).

Atemnot kommt erst hinzu, wenn das Virus auch die Lungenbläschen infiziert. Auch hier kommt es zu einer Entzündung und Blutplasma tritt aus den Gefässwänden aus. Die Bläschen füllen sich mit Plasma und Eiter, was den Sauerstoffaustausch zwischen Lunge und Blut erheblich erschwert. Die Atemnot wird stärker, je mehr Lungenbläschen betroffen sind. Bei sehr schweren Krankheitsverläufen muss der Patient mit Sauerstoff über die Nase versorgt oder sogar beatmet werden.

Beatmungsschäden

Die künstliche Beatmung ist keine harmlose Massnahme – der Patient wird dafür in ein künstliches Koma versetzt und intubiert, das heisst, es wird ein Schlauch in die Luftröhre eingeführt. Die Luft muss unter Druck in die Lunge gepresst werden, was die Lungenbläschen schädigen kann. Mit dem Schlauch können Keime in die Lunge gelangen und eine bakterielle Sekundärinfektion auslösen. Schliesslich kann auch der zusätzliche Sauerstoff in der Beatmungsluft das empfindliche Lungengewebe schädigen.

Koronavirus-Pandemie.Patienten mit einer Pneumonie des Coronavirus im kritischen Zustand. Intubierte Senior unter Beatmung im Koma in der Intensivstation.

Die künstliche Beatmung kann zu Lungenschäden führen. Bild: Shutterstock

Langzeitschäden

Die langfristigen Folgen einer Covid-19-Erkrankung lassen sich derzeit erst in Umrissen erkennen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Lunge durch Spätfolgen in Mitleidenschaft gezogen wird. Chinesische Mediziner fanden bei einigen genesenen Covid-19-Patienten eine milchglasartige Trübung in den Lungen, die auf eine permanente Schädigung des Organs hinweist.

hese CT scans of a 35-year-old woman with COVID-19 pneumonia illustrate how some lung damage remains even after recovery. When she was admitted to the hospital (day 1, top left), a scan revealed tissue or fluid blocking blood vessels in both lungs, though at this stage it was mainly confined to the bottom right lobe. Some of this subsided by day 15 (bottom right), a couple days before she left the hospital. But fuzzy patches in the bottom of the left lung indicate tissue filled with fluid rather than air, which can cause further damage.
https://covid19.tabipacademy.com/2020/04/30/some-patients-who-survive-covid-19-may-suffer-lasting-lung-damage/

CTs einer 35-jährigen Patientin mit einer Covid-19-Lungenentzündung. Einige Schäden (unten rechts) bleiben auch nach der Genesung zurück. Bild: covid19.tabipacademy.com

Ob es sich um eine Lungenfibrose handelt, ist noch nicht abschliessend geklärt, auch wenn der Verdacht naheliegt. Die Lungenfibrose ist eine chronische Entzündung des Lungengewebes, die verschiedene Ursachen haben kann. Durch die Entzündung vernarbt das Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen und den Blutgefässen, was die Lunge versteift und den Sauerstofftransport behindert. Die Folgen sind Atemnot, Reizhusten und Kraftlosigkeit. Eine Lungenfibrose ist nicht heilbar, aber ihr Fortschreiten lässt sich bei rechtzeitiger Behandlung verzögern oder gar stoppen.

Nieren

Neben der Lunge scheinen bei einem schweren Verlauf von Covid-19 die Nieren am häufigsten betroffen zu sein. Nierenversagen trat laut einigen Studien bei einem Viertel der Patienten auf; beinahe die Hälfte wies Blut oder Eiweiss im Urin auf. Gemäss anderen Angaben benötigen rund 30 Prozent der Patienten mit schwerem Verlauf eine Dialyse, weil die Nierenfunktion akut eingeschränkt ist. Das Virus könnte die Nieren einerseits direkt angreifen, da auch bei Nierenzellen das Eiweiss ACE-2 vorkommt, an dem es andocken kann. Dies ist jedoch noch nicht ausreichend geklärt – sicher ist aber, dass bereits Genmaterial des Virus in Nierengewebe gefunden wurde und SARS-CoV-2 zudem im Urin eines Patienten nachgewiesen werden konnte. Andererseits können aufgrund der durch das Virus beeinträchtigten Blutgefässe zusätzliche Schäden entstehen.

Kreuzung der menschlichen Nieren. 3D-Illustration

Neben der Lunge sind bei einem schweren Verlauf von Covid-19 die Nieren am häufigsten betroffen. Bild: Shutterstock

Bei Patienten, die bereits an einer Lungenentzündung leiden, können die Nieren sekundär in Mitleidenschaft gezogen werden. Zum einen kann die künstliche Beatmung zu Schäden führen, zum andern erhalten sie gegen Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge oft Medikamente, die dem Körper Wasser entziehen. Dies führt dazu, dass die Nieren weniger durchblutet werden.

Eine weitere Folge einer schweren Covid-19-Erkrankung ist, dass das Blut schneller gerinnt. Das begünstigt die Bildung von Blutgerinnseln, die unter anderem auch die Gefässe der Nieren verstopfen können. Dementsprechend zeigten Autopsien von Patienten, die an Covid-19 starben, neben Embolien in Venen und Lunge auch kleine Infarkte im Nierengewebe. Noch ist allerdings nicht geklärt, ob solche Schäden irreversibel sind oder ob die Nieren sich nach der Genesung des Patienten wieder vollständig erholen.

Nervensystem

Bei einem mit SARS-CoV-2 infizierten Patienten in Japan, der nach der Infektion unter epileptischen Anfällen litt, stellten die Mediziner eine Hirnhautentzündung fest, die vom Virus verursacht worden war – es fand sich im Nervenwasser des Gehirns. Dies zeigte, dass SARS-CoV-2 ins zentrale Nervensystem und bis ins Gehirn vordringen kann – wie dies auch bei den Erregern von SARS und MERS der Fall ist. Auch Patienten in Italien wiesen neurologische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Bewusstseinsstörungen auf. Diese können aber auch die Folge eines Zytokinsturms sein; die Zytokine machen die Blut-Hirnschranke durchlässiger.

Sollte das Virus tatsächlich auch in den Hirnstamm gelangen, könnte dies erklären, warum bei – vornehmlich älteren – Covid-19-Patienten mitunter die Atmung aussetzt, obwohl sie zuvor nicht an durch die Krankheit bedingten massiven Atemproblemen gelitten hatten.

Störung des Geschmacks- und Geruchssinns

Das bekannteste Symptom, das auf einen Befall des Nervensystems hindeutet, ist die reversible Störung des Geschmacks- und Geruchssinns bei Covid-19-Patienten. Eine sogenannte Ageusie bzw. Anosmie tritt bei mehr als vier von fünf Erkrankten auf. Bemerkenswert ist, dass sie sich bereits zu Beginn der Infektion beobachten lässt, während sie bei einem grippalen Infekt erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftritt. Da die Nerven in der Nasenschleimhaut durch den Schädelknochen zum Riechkolben führen, der bereits zum Gehirn gehört, könnten sie das Einfallstor für das Virus sein.

Geruchsnerv, Bulbus olfactorius, Tractus olfactorius (gelb)
Von Patrick J. Lynch, medical illustrator - Patrick J. Lynch, medical illustrator, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1498125

Der Geruchsnerv (gelb) führt von den Nasenschleimhäuten ins Gehirn. Bild: Wikimedia/Patrick J. Lynch

Möglicherweise sind die Geschmacks- und Geruchsstörungen aber auch die Folge eines Ausfalls von kleineren Blutgefässen im Gehirn. Falls grössere Arterien betroffen sind, kann ein Schlaganfall die Folge sein. Es ist jedoch noch nicht geklärt, ob das Virus Schlaganfälle begünstigt.

Herz und Gefässe

Eine Reihe von Studien weist darauf hin, dass SARS-CoV-2 auch das Herz angreift. Laut einer chinesischen Studie wiesen rund ein Fünftel aller untersuchten schweren Covid-19-Fälle Schädigungen des Herzmuskels auf. Auch ist die Mortalität von Covid-19-Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck deutlich erhöht und bei vielen vorher gesunden Patienten konnte eine durch das Virus ausgelöste Herzmuskelentzündung festgestellt werden. In dieselbe Richtung weist der Umstand, dass bei Patienten mit schwerem Verlauf oft ein bestimmter Biomarker im Blut erhöht ist, der von absterbenden Herzmuskelzellen freigesetzt wird.

Allerdings ist nach wie vor nicht klar, ob es das Virus ist, das diese Schäden am Herzen direkt verursacht, oder ob es die von der Infektion ausgelösten Immunreaktionen sind. Ein direkter Angriff des Virus auf den Herzmuskel ist denkbar, denn auch diese Zellen weisen ACE-2-Rezeptoren auf, an denen SARS-CoV-2 andockt.

Entzündungsreaktionen in den Blutgefässen

ACE-2-Rezeptoren sitzen auch an den Innenwänden von Blutgefässen. Falls das Virus die Zellen der Gefässwände infizieren kann, müsste man mit Entzündungsreaktionen rechnen, bei denen wiederum arteriosklerotische Plaques in den Gefässen abgelöst werden und in die Blutbahn gelangen. Diese Plaques können Gefässe im Herz und im Hirn verstopfen und so Herzinfarkte oder Schlaganfälle verursachen.

Blutgerinnsel, Thrombus (Symbolbild)

Darstellung eines Blutgerinnsels. Bild: Shutterstock

Dass SARS-CoV-2 tatsächlich die Zellschicht an der Innenseite der Blut- und Lymphgefässe (Endothel) angreift, zeigte die Obduktion von verstorbenen Patienten am Universitätsspital Zürich. Die Pathologen stellten fest, dass bei einigen Verstorbenen das gesamte Endothel in den Gefässen verschiedener Organe entzündet war. Die Folge können schwerwiegende Mikrozirkulationsstörungen sein, die zu Gefässverschlüssen in Herz, Hirn, Lunge und im Darmtrakt führen. Ein solches Multiorganversagen führt häufig zum Tod.

Aufgrund des Virenangriffs verengen sich überdies manche Blutgefässe so stark, dass die Durchblutung des Gewebes nicht mehr ausreichend gewährleistet ist. Auch dies erhöht die Gefahr eines Infarkts in den Koronararterien. An den Extremitäten äussert sich die Mangeldurchblutung bisweilen in geschwollenen und schmerzenden Fingern und Zehen.

Bluthochdruck

Bekannt ist, dass Bluthochdruck (Hypertonie) das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 erhöht. Möglicherweise erhöhen Medikamente gegen Hypertonie die Anfälligkeit für eine Infektion, da sie als ACE-Hemmer wirken: Sie binden an den ACE-1-Rezeptor, was dazu führen könnte, dass dessen Antagonist, der ACE-2-Rezeptor, vermehrt auf der Oberfläche von Zellen gebildet wird. Dies würde dem Virus mehr Angriffsmöglichkeiten bieten. Dieser Zusammenhang ist jedoch nicht nachgewiesen. Wer blutdrucksenkende Medikamente einnehmen muss, sollte diese ohnehin nicht aus Angst vor einer Infektion absetzen, denn ein gut eingestellter Blutdruck erhöht die Chancen auf einen milderen Krankheitsverlauf.

Haut

Die Haut ist das grösste Organ des menschlichen Körpers. Auch sie scheint von den Auswirkungen einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen zu sein. Besonders bei Kindern und Jugendlichen wurden kleine purpurfarbene Flecken an den Füssen beobachtet, die ähnlich aussehen wie die Hautveränderungen, die bei Masern, Windpocken oder Frostbeulen auftreten. An den Zehen erinnern die bläulichen Verfärbungen an Erfrierungen, es treten manchmal aber auch netzartige Muster auf. Die Hautveränderungen sind wohl auf eine Störung der Blutgerinnung zurückzuführen, die durch das Virus verursacht wird. Auch an anderen Körperstellen kommen mitunter Hautveränderungen vor, etwa Striemen, Rötungen oder Ausschlag wie bei Nesselfieber.

Hautirritationen an den Füssen: Die Flecken sind zunächst rot-violett, können sich später jedoch verkrusten.

Hautverfärbungen an den Zehen erinnern an Erfrierungen. Bild: Francesca Baisi und Laura D’Aloisio/Fallstudie Amici Derm Ped/ACUTE ACRO-ISCHEMIA IN THE CHILD AT THE TIME OF COVID-19

So wirkt sich eine Maske auf die Verbreitung von Viren aus

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58
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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mat_BL 29.05.2020 11:51
    Highlight Highlight Ich wollte das eigentlich gar nicht mal so genau wissen. Mir grauts und besser ist es, das Ding erst gar nicht erst zu kriegen.

    Danke trotzdem für die tolle Recherche und die Zusammenfassung.

    (Etwas mehr Quellenangaben wären jedoch sicher für jene, die es noch genauer wissen möchten hilfreich.)
  • Pascal Meyer 29.05.2020 01:21
    Highlight Highlight Wie kann ein Trump so etwas als Grippe abstempeln?
    Ach richtig der POTUS ist unwissend und ihn interessiert nur wie er die nächsten Wahlen gewinnen kann.
  • ulmo 28.05.2020 20:21
    Highlight Highlight Eine hübsche Zusammenfassung, aber ich sehe in diesem Artikel keinen Stand der Forschung, sondern nur irgendwelche Behauptungen von Daniel Huber: Wieso können Journalisten nicht ihre Quellen zitieren, wenn sie sich auf Forschungsergebnisse beziehen.

    Damit wird den Lesern ja beigebracht zu glauben, Wissenschaft ist einfach etwas was ein "Experte" online behauptet. Dabei geht es gerade um Nachvollziehbarkeit.

    Wenn ihr die dazugehörigen Artikel gelesen habt (oder immerhin die Abstracts), dürft ihr diese auch gerne Verlinken.

    Wissenschaftliche Publikationen geniessen keinen Quellenschutz!
  • andy y 28.05.2020 19:54
    Highlight Highlight «Motivated Reasoning» ist bekannt und prägt derzeit die Politik. Wird ein bestimmtes Ergebnis präferiert, wird der Denkprozess unbemerkt in die gewünschte Richtung gelenkt – man sieht die Realität durch die Brille des erwünschten Ergebnisses. Hier spielt auch hinein, dass wir jene Fakten aufbauschen, die unsere Ansicht unterstützen («Confirmation Bias»), während wir jene, die das Gegenteil belegen, ablehnen oder ganz ignorieren.
  • ulmo 28.05.2020 19:46
    Highlight Highlight Zu dem Nierenabschnitt: Schäden, welche bei Autopsien gefunden werden sind meist irreversibel....

    Sorry, der musste sein
  • Defekte Demokratie 28.05.2020 18:36
    Highlight Highlight Ich sag da nur "Herdenimmunität". Ich werde alles tun, um dieses Virus nicht zu bekommen. Man weiss einfach noch viel zu wenig über die gesundheitlichen Auswirkungen. Und was die Langzeitfolgen dann neben dem Leid für die Betroffenen an Kosten für die Gesellschaft verursachen können - ich höre schon das Jammern über die steigenden Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien. Ob dies wohl in die Risikobetrachtungen des BAG und Bundesrats eingeflossen ist?
  • lilie 28.05.2020 17:52
    Highlight Highlight Danke, @Dani, für die sorgfältige Zusammenstellung! 😃👍 (Ha, wozu brauchen wir den Daniel Koch, wir haben doch den Daniel Huber! 😁🤗).

    Mich würde noch interessieren, wie häufig diese Schädigungen auftreten. Gibt es da schon gute Schätzungen?
  • Stinkstiefel 28.05.2020 16:26
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 28.05.2020 15:35
    Highlight Highlight Und die Covidioten noch immer 🙄

    Benutzer Bild
    • Froggr 28.05.2020 16:52
      Highlight Highlight Wir schauen dann wie viele sofort in die Clubs rennen und sich absolut nicht zu den „Covidioten“ zählen würden ;-)
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 29.05.2020 09:10
      Highlight Highlight Froggr

      Anhand der Blitzer kannst du den ungefähren Prozensatz an Covidioten abschätzen. 😉
  • Töfflifahrer 28.05.2020 14:46
    Highlight Highlight Eine sehr interessante Zusammenfassung, danke. Jedoch wäre eine Übersicht der Quellen sehr hilfreich.
    • MacB 28.05.2020 15:58
      Highlight Highlight Ein Dani Huber braucht keine Quelleb. Schon mal Quiz den Huber gespielt? 😂
  • DARTH OLAF 28.05.2020 14:46
    Highlight Highlight Klingt so, als wäre es eher eine Blutgefässkrankheit, wobei die Lunge eines der Organe mit den meisten Kapillaren ist und (nur) deshalb als Lungenkrankheit angesehen wird. Wie sieht es mit anderen Organen aus, die auch viele Kapillaren haben? Der Darm z.B.? Wie sieht es neben dem Geruchssinn mit anderen Sinnesorganen aus?
    Ich weiss, es ist noch zu früh. Aber denkbar, oder?
    • _Qwertzuiop_ 28.05.2020 17:11
      Highlight Highlight Es greift die Rezeptoren an Zelloberflächen an. Het eigentlich weder mit Lunge noch Blutgefässen was zutun, nur dass da die Rezeptoren eben (va in der Lunge exponiert und in grosser Zahl) vorkommen.
    • lilie 28.05.2020 17:47
      Highlight Highlight @Darth Olaf: Der Virus tritt eben meist durch die Atemwege ein. Bleibt er dort, hat man nicht viel mehr als eine Erkältung, evt. noch mit Geschmacks/Geruchssinnverlust.

      Verbreitet er sich weiter, greift er die Lunge an, es kommt zu schwerem Husten und bei einigen zu Atemnot. Nun ists eine Lungenkrankheit.

      Und bei einigen wenigen verbreitet es sich noch weiter und greift auch noch verschiedene Organe an, bis hin zum Organversagen.

      So zumindest habe ich den Artikel verstanden. Man könnte sagen: Es ist eine Lungenkranlheit mit leichteren und schwereren Verläufen.
  • leu84 28.05.2020 14:29
    Highlight Highlight Gibt es ähnliche Kenntnisse bei anderen viralen Atemwegserkrankungen mit schwerem Verlauf? Z.B. bei der Influenza oder beim Sars aus den Nullerjahren.
    • Stinkstiefel 28.05.2020 16:21
      Highlight Highlight Du wirst zwar geblitzt, aber die Antwort ist eindeutig ja. Auch die Grippe ist eine Erkrankung des ganzen Systems. Lungenschäden, Nierenschäden, Schäden am Hirn und auch am Herz. Alles seit Jahren bekannt und in der Fachliteratur zu finden.

      Mit verängstigten Menschen ist eine sachlich-vergleichende Diskussion leider unmöglich geworden. Fällt das Wort „Grippe“, dann machen sie zu. Dabei wären Vergleiche sehr wichtig - und zwischen Vergleich und Verharmlosung besteht ein grosser Unterschied.
    • andy y 29.05.2020 06:41
      Highlight Highlight @Stinkstiefel
      "Motivated Reasoning" prägt derzeit die Politik: Wird ein bestimmtes Ergebnis präferiert, wird der Denkprozess unbemerkt in die gewünschte Richtung gelenkt – man sieht die Realität durch die Brille des erwünschten Ergebnisses. Hier spielt auch hinein, dass wir jene Fakten aufbauschen, die unsere Ansicht unterstützen («Confirmation Bias»), während wir jene, die das Gegenteil belegen, ablehnen oder ganz ignorieren.
  • Baumi72 28.05.2020 14:25
    Highlight Highlight Neue Gefahren durch Covid-19 in Nieren, Herz, Gehirn und anderswo sind reine Spekulation

    Den meisten dieser Berichte ist gemeinsam, dass erstaunlicherweise keine Angaben über die vor dem Tode verwendeten Medikamente gemacht wurden. Dieses Manko ist schwerwiegend, da gerade bei Covid-19 ein gefährlicher Wildwuchs an experimenteller Arzneimittelnutzung zu beobachten ist und einige der beobachteten Veränderungen durchaus als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten können.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 28.05.2020 15:10
      Highlight Highlight Am Anfang von Erkenntnissen stehen immer Spekulationen. Die Frage ist, was dir persönlich lieber ist. Mit Unwissen in in ein gesundheitliches Problem schlittern oder Vorsicht walten lassen und auf Nummer sicher gehen?
      Die gefährliche Nutzung von Arzneimitteln gab's auch bei HIV. Heute leben HIV-Infizierte dank dieser Erfahrungen praktisch so lange wie alle anderen auch, sofern sie einen gesunden Lebensstil führen und nicht rauchen und saufen. Aber das ist bei Nichtinfizierten nicht anders.


      Weiter geht's mit Spekulationen:
      https://www.scinexx.de/news/medizin/coronavirus-in-der-muttermilch/
    • Menel 28.05.2020 16:19
      Highlight Highlight Wird aber unter anderem durch Autopsien gestützt:

      https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/his.14134
    • _Qwertzuiop_ 28.05.2020 17:12
      Highlight Highlight V.a bei Nierenschäden waren Medikamente lange in Vermutungen die Hauptschuldigen zu sein. Ist allerdings Wissenschaft, da ändert sich ständig alles:)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gondeli 28.05.2020 14:21
    Highlight Highlight Unglaublich was für ein Massaker dieses Virus im Körper anrichtet!

    Und wir Schweizer tun so als wäre alles überstanden... Tja, die Fallzahlen von Heute sind ja schon wieder doppelt so hoch wie Anfangs Woche!!!

    Das kommt nicht gut mit den verschiedenen Lockerungen...

    Bleibt zu Hause! Weiterhin!
    • mrgoku 28.05.2020 15:52
      Highlight Highlight stimmt schon, sind doppelt so hoch. anstatt 10 sind es 20...
    • PostFinance-Arena 28.05.2020 17:55
      Highlight Highlight Und wenn es wieder auf 15 geht, kann man sagen 25% weniger, alles bestens? Gehöre ja auch zur vorsichtigen Sorte...aber die Erhöhung von 10 auf 20 als Indiz für das Scheitern der Öffnungen zu nehmen ist dann schon eher speziell...rechnerische Verdoppelung hin oder her.
    • lilie 28.05.2020 18:08
      Highlight Highlight @Gondeli: Wir sollten weiterhin die Massnahmen einhalten, aber es gibt auch keinen Grund zur Panik.

      Unsere Zahlen sind so tief, dass ein Anstieg von 10 neuen Fällen tatsächlich eine Verdoppelung darstellt - das ist aber kein Grund zur Sorge, sondern ein Grund zur Freude!

      Wichtiger ist nämlich die längere Entwicklung, und da liegen wir nun seit drei Wochen schon unter 100. Das war das Ziel, und dieses haben wir erreicht.

      Also: Tief durchatmen und mal wieder rausgehen! Die Sonne scheint und die Vögel pfeifen! 😃
    Weitere Antworten anzeigen
  • DrMedFacharztFürStatistischeKrankheiten 28.05.2020 14:05
    Highlight Highlight Wichtig ist auch zu wissen, dass auch HIV eine Enzephalitis oder auch EBV eine Meningitis auslösen KANN. Dies sind Informationen und Mechanismen die in der Fachliteraturbeschrieben werden. Dass nun Leute sagen "Corona greifft das Nervensystem/Herz an" ist kranke instrumentalisierung von Fachliteratur, die es für fast jedes beliebige Virus und entsprechendes Organ gibt...
    • Kiakira 28.05.2020 15:26
      Highlight Highlight Genau, wenn man beispielsweise die Packungsbeilage von irgendwelchen Medikamenten liest, KANN man durch die Einnahme auch eine Vielzahl von Nebenwirkungen erleiden... Trotzdem werden die Pillen geschluckt...
    • mrmikech 28.05.2020 18:19
      Highlight Highlight @Kiakira: die Packungsbeilagen werden eher von Anwälte geschrieben. Falls eine nebenwirkung aufgelistet wird wurdest du gewarnt und ist es schwieriger diese firma zu verklagen.
    • DrMedFacharztFürStatistischeKrankheiten 28.05.2020 23:41
      Highlight Highlight Will irgendjemand der Blitzer sachliche Kritik entgegenbringen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amras 28.05.2020 13:58
    Highlight Highlight Frage: Wenn eine infizierte Person einen milden oder asymptomatischen Verlauf hat, kann es da trotzdem Spätfolgen geben oder ist das schon auszuschliessen?
    • Whaaaat?_Son 28.05.2020 15:13
      Highlight Highlight Meines Wissen sind nur Patienten, die künstlich beatmet wurden von Langzeitschäden betroffen.
    • Töfflifahrer 28.05.2020 16:17
      Highlight Highlight Ich denke es ist zur Zeit noch zu wenig bekannt was das Virus alles anrichten kann und ob versteckte Spätfolgen auftreten können.
      Man weiss darüber leider immer noch zu wenig.
    • Menel 28.05.2020 16:22
      Highlight Highlight @Whaaaat?; ich habe drei Leute in meinem Umfeld, die die Krankheit ohne Spitalaufenthalt und Beatmung überstanden haben, die einfach nicht fit werden. Einer von ihnen klagt auch über Nervenprobleme. Das ist natürlich keine aussagekräftige Stichprobe, aber es widerspricht deiner Aussage trotzdem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • _Qwertzuiop_ 28.05.2020 13:57
    Highlight Highlight Habe es evt überlesen aber wo sind die Quellen/Titel der erwähnten Studien? Würde sie mir gern durchlesen. Danke für den spannenden Artikel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nerd077 28.05.2020 13:53
    Highlight Highlight Das ist eine ehrliche Bitte, keine Kritik:
    Könntet ihr einen Artikel bringen/diesen Artikel ergänzen, wie viele Leute in welcher Altersgruppe diese Anzeichen auf Langzeitschäden ausweisen? Fände ich für die persönliche Risikobeurteilung (z.B. ob man jetzt in den Club oder ins Fitness-Studio geht) wichtig.
    • Whaaaat?_Son 28.05.2020 15:11
      Highlight Highlight Meines Wissen sind nur Patienten, die künstlich beatmet wurden von Langzeitschäden betroffen.
    • Whaaaat?_Son 28.05.2020 18:30
      Highlight Highlight In patients with H1N1 pneumonia, post-ARDS pulmonary fibrosis is not a rare complication.

      https://link.springer.com/article/10.1007/s11547-011-0740-3

      Pulmonary Fibrosis Correlates With Outcome in ARDS: A Study in Mechanically Ventilated Patients

      https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0012369215454327


      Meine Aussage ist begründet durch den Fakt das Lungenfibrose "oft" nach akutem Lungenversagen (ARDS) mit künstlicher Beatmung beobachtet wird. Egal was das Lungenversagen verursacht. Bin kein Arzt, kann nicht auschliessen, dass milde Verläufe keine Langzeitschäden verursachen.
    • Kruk 28.05.2020 18:57
      Highlight Highlight Es häufen sich die Berichte darüber dass einige mit mildem Verlauf starke Folgebeschwerden bekamen.
      Wie oft und wie nach alter verteilt wird sich wohl erst noch zeigen. Sowie bei den Kindern auch. Hoffen wir dass die Einzelfälle sind.
      Zu viel riskieren würde ich allerdings nicht, gibt aber sicher gefährlicheres.
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