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Zugs Torschuetze Santeri Alatalo jubelt zum 1:1, im ersten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am 11. April 2019, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Santeri Alatalo wird den EVZ wohl nach dieser Saison verlassen. Bild: KEYSTONE

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Zug rechnet nicht mehr mit Alatalo – kommt dafür Kreis?

Trotz schwierigen Umständen steht das Transfer-Geschäft nicht still. Nicht nur in Zug stehen einige Veränderungen an.



Bleibt Santeri Alatalo (30) oder sucht Zugs aktuell produktivster Verteidiger (10 Spiele/10 Punkte) nach acht Jahren Zug noch einmal eine neue Herausforderung? EVZ-Sportchef Reto Kläy kennt die Antwort auf diese Frage: «Wir rechnen nicht mehr mit ihm.» Hoppla! Der Wechsel nach Lugano dürfte also bald bestätigt werden.

Kläy hat auch schon eine Idee, wer den finnisch-schweizerischen Doppelbürger ersetzen könnte: Biels Nationalverteidiger Samuel Kreis (26). Er bestätigt: «Kreis ist eine Option für uns.» Sollte Alatalo gehen und Kreis kommen, dann spart Zugs Sportchef sicherlich einen sechsstelligen Betrag bei den Salären. Das mag er so zwar nicht bestätigen, sagt aber: «Wir müssen unser Budget herunterfahren.» Um wie viel, mag er allerdings nicht offenbaren. Und wer ihm das mit dem Sparen glaubt, zahlt einen Taler.

Biels Samuel Kreis und seine Mitspieler schreiten zur Bande vor dem Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und den ZSC Lions, am Freitag, 28. Februar 2020 in der Tissot Arena in Biel. (PPR/Alessandro della Valle)

Noch läuft Samuel Kreis für den EHC Biel auf. Bild: KEYSTONE

Tauziehen um Herzog

Die Einsparungen könnten allerdings wieder aufgebraucht werden, wenn Kläy einen weiteren Wunschspieler bekommt: Fabrice Herzog (25). Der Nationalstürmer ist in Davos aufgeblüht und war letzte Saison so produktiv wie nie (31 Punkte). Zugs Sportchef bestätigt sein Interesse und HCD-Sportchef Raëto Raffainer ist schon ein wenig in Sorge: «Wir möchten Herzog gerne behalten.» Aber einfach sei es nicht. Zumal ja Herzogs Familie nach wie vor in Zug lebt.

Allerdings haben auch Lugano und der SC Bern Interesse am Flügelstürmer. Lugano hat in der Sache Geld und Bern nur Interesse. Weil typähnlich (vom Stil her), wäre Herzog in Bern der ideale Ersatz für Inti Pestoni (wechselt auf nächste Saison mit einem Dreijahresvertrag nach Ambri). Den Deal hat Ambris Sportchef mit Papa Pestoni und dem Spieler direkt gemacht. So konnte die Agentenprovision eingespart werden. Sparen ist gerade in diesen Zeiten immer gut.

Davos-Spieler, Fabrice Herzog, waehrend einem Vorbereitungsspiel der National League, zwischen dem EHC Biel und dem HC Davos, am Mittwoch 23. September 2020 in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Heiss begehrt: Fabrice Herzog. Bild: keystone

Nussbaumer vor dem Abgang

Auch Raffainer hat schon eine Vorstellung, wer im Falle eines Falles Fabrice Herzog ersetzen könnte: Biels Valentin Nussbaumer (20). Der taktisch schwierig zu zähmende, aber kreative Künstler und NHL-Draft ist eines der grössten Stürmertalente unseres Hockeys. Sein Vertrag läuft aus und dem HCD-Sportchef ist nicht entgangen, dass es zwischen Biels Trainer Lars Leuenberger und dem Nationalstürmer gelinde gesagt ein wenig an Harmonie gebricht.

Sollte Herzog gehen und Nussbaumer kommen, hat der HCD-Sportchef bei den Sparbemühungen schöne Fortschritte erzielt. Er mag weder bestätigen noch dementieren, sagt aber immerhin: «Nussbaumer ist ein Spieler, den ich noch aus meiner Zeit beim Verband sehr gut kenne und ausgezeichnet zu unserer Spielweise passen würde …»

Schläpfers erfolgreiches Weibeln

Auch in der zweithöchsten Liga sind die Bürogeneräle rührig. Langenthals Sportchef Kevin Schläpfer hat nun das Geld beisammen um den Ende November auslaufenden Vertrag mit Eero Elo (30) um einen Monat bis Ende Jahr zu verlängern. Wegen rigoroser Sparmassnahmen darf er ja für Ausländer kein Geld ausgeben und der Finne wird von dem Klub nahestehenden Kreisen finanziert.

Als Monatslohn sind, wie bisher, 5000 Franken vorgesehen. Also weiterhin weniger, als der Eismeister verdient. Schläpfer erzählt: «Ja, es sieht für eine Verlängerung um einen Monat gut aus.» Elo sagt: «Natürlich ist es weiterhin mein Ziel, in der höchsten Liga zu spielen. Aber ich habe bisher keine Angebote bekommen. Das ist nicht so schlimm: meiner Familie und mir gefällt es in Langenthal sehr gut.» Er sei froh, dass er an einem Ort Hockey spielen dürfe, wo er sich auf und neben den Eis sehr wohl fühle. Er hat bisher pro Spiel exakt einen Punkt produziert.

Langnaus Eero Elo beim Eishockeyspiel der National League zwischen dem EV Zug und den SCL Tigers, am Freitag, 2. Februar 2018, in der Bossard Arena in Zug.  (PPR/Alexandra Wey)

Von Langenthal aus schaut Eero Elo nach wie vor, ob in der höchsten Liga ein Platz frei wird. Bild: KEYSTONE

Exzesse vermeiden

Dieser kleine, unvollständige und unverbindliche Bericht aus der Gerüchte-Küche zeigt: Das Schweizer Eishockey lebt und trotzt der Krise. Oder mit Wilhelm Busch können wir sagen: Lange war unser Hockey wegen dem Virus krank, jetzt transferieren sie wieder, Gott sei Dank.

Allerdings sollten die Sportchefs darauf achten, dass die Transfers kostenneutral oder sogar kostensparend sind. Mit dem Rocken des Transfermarktes sollte zugewartet werden, bis das Parlament die A-fonds-perdu-Beiträge für die Klubs aus der Staatskasse bewilligt hat. Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sehen es nämlich nicht gern, wenn mit ihrem Geld transferiert wird.

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