DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

NFL, Championship Games

Green Bay Packers – Tampa Bay Buccaneers 26:31

Kansas City Chiefs – Buffalo Bills 38:24

epaselect epa08963313 Tampa Bay Buccaneers quarterback Tom Brady holds the George Halas Trophy after defeating the Green Bay Packers in their NFL NFC Championship game at Lambeau Field in Green Bay, Wisconsin, USA, 24 January 2021.  The Buccaneers will go on to face either the Buffalo Bills or the Kansas City Chiefs in Super Bowl LV in Tampa Bay, Florida on 07 February 2021.  EPA/TANNEN MAURY

Tom Brady darf trotz drei Interceptions jubeln – er steht mal wieder im Super Bowl. Bild: keystone

Bradys unbestrafte Patzer und ein fataler Entscheid – die Highlights der Conference-Finals

Quarterback-Legende Tom Brady steht nach einem Thriller-Sieg gegen die Green Bay Packers zum zehnten Mal im Super Bowl. Dort empfängt er am 7. Februar mit den Tampa Bay Buccaneers im eigenen Stadion den Titelverteidiger Kansas City Chiefs.



Green Bay – Tampa Bay 26:31

1. Brady zum 10. Mal im Super Bowl

Tom Brady hat die Tampa Bay Buccaneers gleich in seiner ersten Saison nach dem Wechsel von den New England Patriots in den Super Bowl geführt. Die «Bucs» gewannen im legendären Lambeau Field der Green Bay Packers nach einem regelrechten Thriller mit 31:26.

Für Brady ist es bereits die zehnte Super-Bowl-Teilnahme seiner Karriere, sechsmal sicherte sich die Quarterback-Legende den Siegerring mit den New England Patriots. Nun steuert der «GOAT» auch auf den Titel mit den «Bucs» zu – es wäre der erste Triumph seit 2003, als Tampa Bay den einzigen Titel in der Geschichte der Franchise feierte.

Doch bereits vor dem Endspiel haben die Buccaneers Geschichte geschrieben: Das Team von Coach Bruce Arians ist das erste der NFL, welches im heimischen Stadion zum Super Bowl antreten darf.

2. Wilde Sekunden um die Halbzeit

Die Vorentscheidung fiel kurz vor und nach der Pause. Mit nur noch 28 Sekunden auf der Uhr leistete sich Packers-Quarterback Aaron Rodgers bei 10:14 eine Interception und lieferte Brady somit die Chance, kurz vor der Halbzeit zu punkten. Und der «GOAT» nutzte seine Möglichkeit: Erst drängte er Coach Arians, einen vierten Versuch auszuspielen, und sieben Sekunden vor der Pause warf der 43-Jährige einen 39-Yard-Touchdown-Pass zum 21:10 auf Scotty Miller.

abspielen

Die Interception von Rodgers. Video: streamable

abspielen

Brady verwertet 4th Down und wirft langen Touchdown-Pass auf Miller. Video: streamable

Nach der Halbzeit machten die Packers zu ihrem Leidwesen da weiter, wo sie aufgehört hatten. Running Back Aaron Jones leistete sich einen Fumble, den die «Bucs» direkt in einen Touchdown zum 28:10 ummünzten.

abspielen

Der Fumble von Jones nach der Halbzeit. Video: streamable

abspielen

Bradys Touchdown-Pass auf Brate. Video: streamable

3. Brady mit drei Interceptions

Trotz dem Zwischenspurt der «Bucs» wurde es nochmals spannend. Rodgers und seine Packers drehten auf und zwangen Brady dank ständigem Druck zu Fehlern. Gleich drei Interceptions warf der Tampa-Spielmacher innert weniger Minuten. Doch die Defense holte für den Superstar die Kohlen aus dem Feuer und sorgte dafür, dass die Packers trotz der drei Turnovers nur sechs Punkte holten und lediglich auf 23:28 herankamen.

abspielen

Die drei Brady-Interceptions in der zweiten Halbzeit. Video: streamable

4. Fragwürdiger Trainer-Entscheid

Die letzte Chance auf die Overtime nahm den Packers bei 23:31 aber nicht Brady oder die Bucs-Defense, sondern der eigene Trainer. Die Packers schafften es bis zwei Minuten vor Schluss an die gegnerische 8-Yard-Linie, doch statt den vierten Versuch auszuspielen und mit einem Touchdown und einer Two-Point-Conversion auszugleichen, entschied sich Headcoach Matt LaFleur für einen Field-Goal-Versuch, der die Packers zwar auf 26:31 herankommen liess, Brady aber für die Schlussphase den Ball überliess. «Das war die falsche Entscheidung», sagte ProSieben-Experte Patrick Esume.

Eine Teilschuld muss sich aber auch Rodgers zuschreiben lassen. Beim dritten Versuch hätte der Packers-Spielmacher weiter in Richtung Endzone laufen können und so noch ein paar Yards oder sogar den Touchdown herausholen können. Stattdessen suchte er den gut gecoverten Davante Adams in der Endzone, der den Ball aber nicht fangen konnte.

abspielen

Rodgers Zögern und das Field Goal der Packers. Video: streamable

5. Unglücksrabe Kevin King

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Packers-Cornerback Kevin King: Er war der direkte Gegenspieler bei den Touchdowns von Evans und Miller und sah auch sonst meist nicht gut aus. Er war es auch, der in den finalen zwei Minuten bei Third Down die fatale «Pass Interference» zur endgültigen Entscheidung zu Gunsten der Buccaneers verursachte.

abspielen

Die Pass Interference von King kurz vor Schluss. Video: streamable

6. Mal wieder Schiri-Ärger

Während Brady bei den Feierlichkeiten nach dem Spiel nicht allzu viel über sich und seine historischen Marken reden wollte und stattdessen das Team in den Vordergrund stellte, machten auf Social Media die ersten Verschwörungstheorien die Runde. Denn die «Bucs» hatten gleich zweimal von fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen profitiert.

abspielen

Brady und die Bucs lassen sich feiern. Video: streamable

Bei der fatalen Interception von Rodgers auf Sean Murphy-Bunting kurz vor Pause hätte man durchaus auch ein Holding des «Bucs»-Cornerbacks geben können. Doch die Flagge flog nicht. Genauso wenig wie bei einem wichtigen 3rd Down bei 23:28, als Murphy-Bunting Lazard erneut an den Schulterpolstern packte.

Holding Packers Buccaneers

Murphy-Bunting zieht Lazard am Schulter-Pad. bild: screenshot

abspielen

Auch hier fliegt die Flagge nicht. Video: streamable

Kansas City – Buffalo 38:24

1. Erste Titelverteidigung seit 2005?

Schneller erzählt ist die Geschichte des AFC Championship Games: Die Kansas City Chiefs schlugen die Buffalo problemlos mit 38:24 und so zog der Titelverteidiger zum zweiten Mal in Serie in den Super Bowl ein. Bei einem Sieg in zwei Wochen gegen Bradys Buccaneers wären die Chiefs die erste Mannschaft seit den New England Patriots im Jahr 2005, die den Titel verteidigen könnte.

2. Fehlstart der Chiefs

Die Chiefs erwischten einen Fehlstart in die Partie. Nachdem Kicker Tyler Bass den ersten Buffalo-Drive mit einem Field Goal beendete, eroberten die Bills einen fallengelassenen Punt kurz vor der gegnerischen Endzone zurück. Wenige Augenblicke später konnten die Gäste ihren Vorsprung durch einen Touchdown von Josh Allen auf Tight End Dawson Knox auf 9:0 ausbauen.

abspielen

Der fallengelassene Punt von Hardman und der erste Bills-Touchdown. Video: streamable

3. Mahomes schlägt zurück

Doch die Chiefs liessen sich davon nicht beeindrucken, im Gegenteil: Patrick Mahomes, der sich gut von seiner Gehirnerschütterung erholt hatte, machte den Rückstand im zweiten Viertel praktisch im Alleingang wett. Mit drei Touchdown-Pässen auf Mecole Hardman, Darrel Williams und Clyde Edwards-Helaire war die Partie in nur zehn Minuten gedreht. Es war bereits das vierte Postseason-Match in Folge, in dem die Chiefs 21 Punkte hintereinander machten.

abspielen

Die besten Szenen von Pat Mahomes gegen die Bills. Video: YouTube/NFL

4. Der 71-Yard-Lauf von Hill

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild: Die Chiefs dominierten weiter. Für ein Highlight sorgte dabei Star-Receiver Tyreek Hill, der einen Pass von Mahomes über 71 Yards bis kurz vor die Endzone trug, Tight End Travis Kelce sorgte schliesslich mit dem Touchdown für eine 31:15-Führung.

abspielen

Video: streamable

5. Eroberter Onside-Kick

Vier Minuten vor Schluss verkürzten die Bills durch einen Touchdown-Pass des enttäuschenden Josh Allen auf Isaiah McKenzie auf 21:38. Die anschliessende Two-Point Conversion landete jedoch in den Armen von Chiefs-Cornerback Bashaud Breeland, sodass der Rückstand bei 17 Punkten blieb.

Das war besonders bitter: Denn die Bills eroberten vier Minuten vor Schluss einen Onside-Kick und kamen so wieder in Ballbesitz. Es war der erste eroberte Onside-Kick in den Playoffs seit 2014, als den Seattle Seahawks im NFC Championship Game das gleiche Kunststück gelang. Doch auch das nützte den Bills nicht viel: Allen kassierte wenig später einen Sack für 18 verlorene Yards, sodass unterm Strich nur ein 51-Yard-Field-Goal rauskam. Danach schaukelten die Chiefs den Sieg locker über die Runden.

abspielen

Das letzte Aufbäumen der Bills mit Touchdown, Interception, erobertem Onside-Kick und 51-Yard-Field-Goal. Video: streamable

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese NFL-Klubs haben den Super Bowl gewonnen

Brady, Busen und Bälle – so erklären Laien den Super Bowl

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

US-Sportler zur Schande von Washington: «Wenn das alles Schwarze gewesen wären …»

Der Sport in den USA hat entsetzt auf den Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol in Washington reagiert und eine offensichtliche Ungleichbehandlung angeprangert. Vor allem in der NBA war der Aufschrei gross.

Im Gegensatz zur Absicherung der Regierungsgebäude im Sommer wegen der Demonstrationen unter dem Motto «Black lives Matter» habe er weder die Armee noch die Nationalgarde gesehen, sagte der Trainer des NBA-Teams Philadelphia 76ers, Doc Rivers, vor dem Heimspiel gegen die Washington Wizards. «Das ist in vielerlei Hinsicht ein Beweis für ein privilegiertes Leben», sagte Rivers.

«Können Sie sich heute vorstellen, was passiert wäre, wenn das alles Schwarze gewesen wären, die das Kapitol gestürmt …

Artikel lesen
Link zum Artikel