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Lausanne's forward Lucas Da Cunha, left,  celebrates his goal with teammate forward Evann Guessand, right, after scoring the 0:2, during the Super League soccer match of Swiss Championship between Servette FC and FC Lausanne-Sport, at the Stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, Wednesday, May 12, 2021.  All Super League soccer matches of Swiss Championship are played in front of 100 spectators due to preventive measure against the spread the coronavirus COVID-19. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Da Cunha und Guessand feiern das 2:0 gegen Servette. Bild: keystone

St. Gallen kämpft sich trotz 0:2 zum Remis in Zürich – auch Sion holt spät einen Punkt

Der FC Zürich verpasst im Abstiegskampf der Super League gegen St. Gallen den Befreiungsschlag. Sion bleibt Letzter, schöpft durch das glückhafte 1:1 gegen Luzern aber weiter Hoffnung.



Zürich – St. Gallen 2:2

Der FC St. Gallen kann doch noch Tore schiessen und punkten. Mit einer aufopfernden Leistung in der zweiten Halbzeit remisieren die Ostschweizer beim FC Zürich nach einem 0:2 zur Pause 2:2. Es ist ein verdienter Punkt, der für den FCSG Gold wert sein könnte.

Lange Zeit schien es mit der St. Galler Mannschaft noch einmal 90 Minuten weiterzugehen wie zuletzt: mit Harmlosigkeit und Glücklosigkeit. Drei Minuten nachdem sie durch ein Tor des später mit einer neuerlichen Verletzung ausgeschiedenen Aiyegun Tosin in Rückstand geraten waren, kamen die St. Galler ihrem zweiten Tor in 581 Minuten der Super League sehr nahe. Nach einem Corner schlenzte Lukas Görtler den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor. Benjamin Kololli rettete mit einem Reflex mit dem Kopf auf der Linie.

Das 1:0 durch Tosin. Video: SRF

Aber lange Zeit trat die junge Mannschaft von Trainer Peter Zeidler so auf wie in den letzten Partien: Sie zeigt einen enormen Willen, aber in der Offensive gelingt ihr zu wenig. Es wurde offensichtlich, dass Zeidler nach dem jüngsten 0:3 gegen Sion etwas bewegen wollte, indem er etwas änderte. Obwohl sämtliche Offensivkräfte einsatzbereit waren, stellte der Trainer den Defensiven Euclides Cabral ins offensive Mittelfeld. Cabral war zuletzt bei GC in der Challenge League überzählig, und beim FCSG kam er in dieser Saison, wenn überhaupt, als Aussenverteidiger zum Einsatz. Nach weniger als einer halben Stunde beorderte Zeidler den Portugiesen in eine rückwärtige Position zurück. In dieser leistete sich Cabral in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen fatalen Ballverlust, den die Zürcher für einen von Fabian Rohner mühelos abgeschlossenen Konter zum 2:0 nutzten.

Mit der nach der Pause gezeigten Leistung wiederum hätten die St. Galler sogar noch drei Punkte verdient. Sie erspielten sich jetzt eine Reihe guter Chancen und drängten die sträflich passiven Zürcher in deren Platzhälfte zurück. Die zwei Tore, erzielt von Lukas Görtler und dem mit anderen Offensivkräften eingewechselten Chukwubuike Adamu, waren angesichts der generösen Darbietung ein magerer Lohn. Dennoch konnten sich die Ostschweizer einen Punkt mehr vom neuntplatzierten Vaduz lösen.

Jubel bei St. Gallens Leonidas Stergiou und St. Gallens Chukwubuike Junior Adamu , von links, nach dem Tor zum 2-2 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC St. Gallen 1879 im Stadion Letzigrund, am Mittwoch, 12. Mai 2021, in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Leonidas Stergiou und Chukwubuike Adamu jubeln zusammen über den Ausgleich. Bild: keystone

Zürich - St. Gallen 2:2 (2:0)
100 Zuschauer. - SR Fähndrich. -
Tore: 24. Tosin (Dzemaili) 1:0. 45. Rohner (Schönbächler) 2:0. 70. Görtler (Youan) 2:1. 85. Adamu (Quintilla) 2:2.
Zürich: Brecher; Rohner, Kamberi, Nathan, Aliti; Doumbia, Dzemaili (72. Domgjoni); Tosin (30. Schönbächler), Marchesano, Kololli (72. Winter); Kramer (83. Ceesay).
St. Gallen: Ati-Zigi; Lüchinger, Stergiou, Stillhart, Muheim (16. Traorè); Quintilla; Görtler, Cabral (61. Youan); Ruiz (90. Staubli); Babic (61. Duah), Guillemenot (61. Adamu).
Bemerkungen: Zürich ohne Sobiech, Khelifi, Koide (alle verletzt) und Omeragic (krank). Tosin verletzt ausgeschieden. St. Gallen ohne Fazliji (gesperrt), Kräuchi, Letard und Abaz (alle verletzt). Muheim mit Oberschenkelzerrung ausgeschieden. Verwarnungen: 56. Ruiz (Foul), 78. Domgjoni (Foul).

Sion – Luzern 1:1

Die Abstiegsgefahr beim FC Sion bleibt gross. Doch die Hoffnung auf das Wunder wächst. Die Walliser erkämpfen sich gegen einen überlegenen FC Luzern dank spätem Ausgleich ein 1:1 und liegen nur noch einen Punkt hinter dem Barrageplatz.

An der Anfeuerung aus Luzern mangelte es dem FC Sion nicht.

Jared Khasa erzielte in der 90. Minute den umjubelten Ausgleich im Tourbillon. Davor war das harmlose Sion auf ein 0:1 zugesteuert, das dem Spielgeschehen eher entsprochen hätte. Varol Tasar traf nach 49 Minuten für Luzern, nachdem Kevin Fickentscher einen Schuss von Ibrahima Ndiaye direkt vor die Füsse des Luzerner Cup-Helds von letzter Woche in Aarau gelenkt hatte.

Bei Spielbeginn war Marco Walkers Devise klar: Er wollte den Schwung aus dem 3:0 in St. Gallen mitnehmen und setzte deshalb auf die exakt gleiche Startelf wie am letzten Wochenende. Der Beginn war dann auch vielversprechend; Gaëtan Karlen und Guillaume Hoarau verpassten die Führung nach 14 Minuten knapp. Doch schon bald waren die Gastgeber mit primär mit Abwehrarbeit beschäftigt.

Das 0:1 nach 49 Minuten war die logische Folge des Geschehens. Sion blieb vor allem deshalb im Spiel, weil die Gäste in beiden Halbzeiten ihre Chancen nicht nutzten. Vor der Pause war Sittens Goalie Kevin Fickentscher auf der Höhe, nach der Pause floss auch Luzerner Unvermögen mit ein, insbesondere als Ibrahima Ndiaye in der 71. Minute nach einem Ballverlust von Dimitri Cavaré alleine auf Fickentscher zulief und diesen auch umkurvte, die Gelegenheit aber vertändelte.

Kann man auch mal verwerten, diese Chance. Video: SRF

Durch den späten Ausgleich von Khasa nach schnellem Gegenangriff und St. Gallens Aufholjagd zum Remis in Zürich änderte sich an der Ausgangslage im Abstiegskampf wenig. Vaduz, das am Dienstag gegen die Young Boys verloren hatte, liegt indes nur noch einen Punkt vor Sion.

Le milieu valaisan Anto Grgic, centre, reagit lors de la rencontre de football de Super League entre FC Sion et FC Luzern le mercredi 12 mai 2021 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Lange sah es für Sion nicht nach einem Punktgewinn aus. Bild: keystone

Sion - Luzern 1:1 (0:0)
100 Zuschauer. - SR San. -
Tore: 49. Tasar (Ndiaye) 0:1. 90. Khasa (Tosetti) 1:1.
Sion: Fickentscher; Martic (74. Uldrikis), Cavaré, Ndoye, Iapichino (74. Theler); Khasa, Araz, Grgic (83. Zock), Tosetti; Karlen (57. Baltazar), Hoarau.
Luzern: Müller; Schwegler, Lucas, Burch, Sidler; Tasar (83. Lang), Ugrinic, Wehrmann (75. Emini), Schürpf; Sorgic (75. Alounga), Ndiaye.
Bemerkungen: Sion ohne Bamert, Lacroix, Abdellaoui, Wesley, Doldur, Vlasenko und Kabashi (alle verletzt). Luzern ohne Schaub, Schulz, Alabi, Frydek, Ndenge und Aziz Binous (alle verletzt). 78. Müller lenkt Kopfball von Uldrikis an den Pfosten. Verwarnungen: 29. Burch (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 72. Araz (Foul). 83. Baltazar (Foul). 90. Schwegler (Reklamieren).

Servette – Lausanne 1:3

Das Léman-Derby war in der zu Ende gehenden Saison nicht das Terrain der Servettiens. Sie liegen vor der vorletzten Runde einen Punkt vor den Waadtländern. In den vier Duellen haben sie nur einen Punkt geholt und dem Widersacher zehn Punkte überlassen.

Wird Miroslav Stevanovic nicht selten einer der besten Super-League-Spieler genannt, so wurde der Servettien im letzten Léman-Derby der Saison von einem jungen Franzosen überflügelt. Der 19-jährige Lucas Da Cunha, als «Zehner» spielend, zeigte sein Können immer wieder, nicht nur bei einem langen Solo, mit dem er in der 19. Minute die ganze Genfer Defensive überwand und den Ball über Goalie Jérémy Frick hinweg zum 2:0 ins Tor lupfte. Eine gute Viertelstunde spurtete Da Cunha abermals mitten durch die Genfer Platzhälfte. Er leitete so das 3:1 ein, das der Doppeltorschütze Jonathan Bolingi erzielte.

Das herrliche 2:0 durch Da Cunha. Video: SRF

Mit diesem Tor war das Spektakel im Stade de Genève beendet. Die Genfer kamen in der zweiten Halbzeit nie in die Nähe einer Wende, zumal sie sich mit einer Gelb-roten (Vincent Sasso) und einer Roten Karte (Koro Koné wegen eines üblen Tritts) sukzessive selber dezimierten und zumal Pedro Brazão noch das 4:1 erzielte.

Lausanne's forward Jonathan Bolingi celebrates his goal after scoring the 0:1, during the Super League soccer match of Swiss Championship between Servette FC and FC Lausanne-Sport, at the Stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, Wednesday, May 12, 2021.  All Super League soccer matches of Swiss Championship are played in front of 100 spectators due to preventive measure against the spread the coronavirus COVID-19. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Doppeltorschütze Jonathan Bolingi jubelt über sein 1:0. Bild: keystone

Servette - Lausanne-Sport 1:4 (1:3)
100 Zuschauer. - SR Cibelli. -
Tore: 11. Bolingi (Kukuruzovic) 0:1. 19. Da Cunha (Guessand) 0:2. 29. Kyei (Stevanovic) 1:2. 35. Bolingi (Boranijasevic) 1:3. 78. Brazão (Mahou) 1:4.
Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Severin, Clichy; Ondoua (46. Sasso); Cognat (80. Cespedes), Valls; Stevanovic (80. Fofana), Kyei (63. Koné), Schalk (63. Imeri).
Lausanne-Sport: Diaw; Loosli, Jenz, Tsoungui; Boranijasevic, Kukuruzovic, Barès (75. Cueni), Suzuki (80. Schmidt); Da Cunha (59. Brazão); Guessand (75. Zekhnini), Bolingi (59. Mahou).
Bemerkungen: Servette ohne Antunes, Guerin und Henchoz (alle verletzt). Lausanne-Sport ohne Puertas (gesperrt), Turkes, Flo, Geissmann, Elton Monteiro, Nanizayamo, Mastil, Falk und Zohouri (alle verletzt). 45. Pfostenschuss Kukuruzovic. 70. Gelb-rote Karte gegen Sasso (Foul). 83. Rote Karte gegen Koné (Foul). Verwarnungen: 14. Jenz (Foul), 51. Sasso (Foul), 93. Imeri (Foul), 94. Zekhnini (Foul).

Die Tabelle

(zap/sda)

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