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Der Richterin Ravonna Renslayer kommt in «Loki» eine wichtige Rolle zu.
Der Richterin Ravonna Renslayer kommt in «Loki» eine wichtige Rolle zu.
Bild: Disney

«Wir sind brillant, wir sind stark»: Marvel-Stars über die Bedeutung von Frauenrollen

18.06.2021, 19:48
Sophia Sichtermann, Jennifer Ullrich / watson.de

Hinweis: Dieser Beitrag enthält keine Spoiler zu «Loki».

Vergangene Woche ging bei Disney Plus die mit Spannung erwartete Marvel-Serie «Loki» an den Start – mit dabei ist natürlich Tom Hiddleston, der die Hauptfigur schon seit einigen Jahren im MCU verkörpert. Daneben feiert Owen Wilson seine Premiere als Mobius. In weiteren Rollen setzt der Konzern stark auf Diversität, was sich durch die Verpflichtung der Darstellerinnen Gugu Mbatha-Raw als Ravonna Renslayer und Wunmi Mosaku als Jäger B-15 zeigt.

Im Interview mit watson verrieten die beiden Schauspielerinnen, worauf sie sich vor den Drehs am meisten freuten und sprachen über die immer stärkere Bedeutung von Frauenrollen in Film und Fernsehen.

«Loki»-Star legt Geständnis ab

Die Filme und mittlerweile auch Serien des MCU finden weltweit ein Millionenpublikum. Gugu Mbatha-Raw jedoch war vor ihrem Part der Richterin Ravonna Renslayer offenbar nicht wirklich mit dem ganzen Comic-Universum vertraut. Gegenüber watson gesteht sie ganz offen:

«Ich muss zugeben, dass ich zuvor kein Marvel-Fan war.»

Ihr Casting für die Show bewog sie dann aber doch zu einer näheren Auseinandersetzung, die sie im Nachhinein auch nicht bereut. «Es war eine tolle Möglichkeit, mich dann tiefergehend mit dem Material zu beschäftigen. So konnte ich einen Film nach dem anderen schauen und hatte das Gefühl, fleissig meine Hausaufgaben zu erledigen», ergänzt sie im Gespräch. Besonders ein Werk hebt sie ausserdem hervor: «Ich wusste, dass es die Filme gab und habe ‹Black Panther› geliebt.»

Die «Loki»-Produktion war für die 38-Jährige eine besondere Erfahrung und wie sich herausstellt, kannte sie den Hauptdarsteller sogar auch schon: «Mir hat es besonderen Spass gemacht, mit Tom Hiddleston zusammenzuarbeiten, denn wir waren gleichzeitig auf der Schauspielschule.» Zudem findet sie lobende Worte für ihren Co-Star Owen Wilson: «Er ist toll in seiner Rolle als Mobius und es gibt eine solch interessante Dynamik zwischen ihm und Renslayer.»

Starke Frauen gehören in Marvel-Filme

Demnächst startet der MCU-Beitrag «Black Widow» in den Kinos und überhaupt nehmen Frauen immer mehr Raum in prominenten Rollen ein. Mbatha-Raw sieht darin eine tolle Entwicklung, die aber nur logisch ist. Im watson-Interview erklärt sie dazu: «So sollte es auch im echten Leben sein, das ist einfach die ‹Sacred Timeline›. Es gibt starke Frauen in der Welt und diese sollten in Marvel-Filmen und auch überall sonst repräsentiert werden.»

Schliesslich kommt sie auch noch genauer auf ihren eigenen Part in «Loki» zu sprechen, der für sie von grosser Bedeutung ist. Die Schauspielerin schwärmt: «Für mich ist das sehr inspirierend, eine Rolle mit einem solchen hohen Status zu spielen. Ravonna Renslayer ist eine Richterin, die sich nach oben gearbeitet hat und die nun Autorität ausstrahlt und respektiert wird. Es ist wichtig, dass Menschen solche Charaktere in Filmen und Serien sehen.»

Wunmi Mosaku mit wichtigem Appell

Auch für ihre Kollegin Wunmi Mosaku ist Repräsentation in der Unterhaltungsbranche ein essentielles Thema, schliesslich sind Frauen den Männern global betrachtet noch immer nicht vollkommen gleichgestellt. Die klare Ansage der 34-Jährigen lautet:

«Wir Frauen sind einfach da. Wir machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus. Wir sind brillant, wir sind stark, wir erledigen die meiste Arbeit und bekommen weniger dafür gezahlt. Wir halten die Gesellschaft und die verschiedenen Kulturen zusammen. Es ist wichtig, dass wir repräsentiert werden und als so mutig, klug und verletzlich wahrgenommen werden, wie wir auch sind.»
Bild: Disney

Übrigens studierte Mosaku an der gleichen Schauspielschule wie Mbatha-Raw und Hiddleston. Ihre erste Begegnung mit dem Loki-Darsteller ist ihr bestens im Gedächtnis geblieben und sie offenbart: «Ich war also 18 und kann mich noch ganz genau daran erinnern, ihn nach einem seiner Auftritte kennengelernt zu haben. Er war so lieb und freundlich. Es hatte was Poetisches, an der Seite von jemandem zu spielen, den man damals an der Schauspielschule kennengelernt hat.»

Mehr zu Filmen und Serien:

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