Coronavirus
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Schweizer Exporte brechen im April wegen Corona ein – besonders die Uhren betroffen



Die Schweizer Exportwirtschaft hat im April wegen der Corona-Pandemie einen Rekordeinbruch erlebt. Die Ausfuhren fielen im April zum Vormonat saisonbereinigt um 11.7 Prozent auf 16.71 Milliarden Franken. Real – also preisbereinigt – resultierte ein Rückgang von 10.0 Prozent.

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Noch stärker verringerten sich die Einfuhren, und zwar um 21.9 Prozent auf 12.38 Milliarden (real: -17.8 Prozent). Für die Handelsbilanz ergibt dies einen sehr hohen Überschuss von 4.33 Milliarden Franken, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Dienstag zu entnehmen ist.

Grösster Rückgang

Der Corona-Lockdown in der Schweiz und in zahlreichen anderen Ländern zeige sich nun auch im Aussenhandel, so die Mitteilung weiter. Der Exportrückgang habe gar historische Dimensionen. Es sei der höchste je gesehene saisonbereinigte Rückgang innert eines Monats. Sämtliche Sparten hätten Rückgänge registriert.

Dies galt auch für die chemisch-pharmazeutische Industrie, die im Vormonat noch ein starkes Exportwachstum verzeichnet hatte und damit in der Statistik die ersten Corona-Effekte in anderen Branchen übertüncht hatte.

Nach Geographie gingen die Ausfuhren in alle drei grossen Absatzmärkte zurück. Die Lieferungen nach Nordamerika (-30.4 Prozent) waren dabei stärker rückläufig als jene nach Europa (-13.1 Prozent) und Asien (-7.9 Prozent)

Bei den Importen bildeten sich die Einfuhren aus Nordamerika um einen Viertel, jene aus Europa um ein Fünftel und jene aus Asien um 22 Prozent zurück. (sda/awp)

Uhrenexporte brechen regelrecht ein

Die Schweizer Uhrenexporte sind im Monat April nach dem «Lockdown» regelrecht eingebrochen. Bereits in den Monaten Februar und März war der Verkauf von Zeitmessern «Made in Switzerland» deutlich geschrumpft.

Das Volumen der Schweizer Uhrenexporte sackte im April gegenüber dem Vorjahr nominal um 81,3 Prozent auf 329 Millionen Franken ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag bekanntgab. Real, also preisbereinigt, betrug das Minus gar 82 Prozent.

Der Einbruch war nach Angaben des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie FH die direkte Folge des Stillstands von Produktion, Vertrieb und Verkauf.

China war das einzige Land, das dem Trend widersetzte. Die dortigen Exporte gingen im April «nur» um 16,1 Prozent auf 110 Millionen Franken zurück. Damit entfiel im vergangenen Monat ein Drittel der Schweizer Uhrenexporte auf China. (awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Com Truise 26.05.2020 09:14
    Highlight Highlight Die arbeitslosenquote steigt, dutzende sind auf kurzsrbeit und die luxusgüterindustrie beklagt sich über rückgang der exporte.

    Angebot und nachfrage halt 🤷🏻‍♂️
    • Panic4Clicks 26.05.2020 10:36
      Highlight Highlight Ist die beste Zeit sich eine zu kaufen ...
    • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 26.05.2020 12:29
      Highlight Highlight Und wenn man es als grosses Ganzes betrachtet, hängen nicht wenige Arbeitsplätze von den Exporten der Luxusgüterindustrie ab.

      Nix exportieren, nix herstellen, nix Arbeiter nötig, weisch...
    • moedesty 26.05.2020 13:00
      Highlight Highlight Bei der Marge die sie bei den Uhren haben, sollten diese Unternehmen sich locker ein paar Jahren über Wasser halten können.

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