Raumfahrt
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epa08370713 A handout picture made available by SpaceX shows SpaceX NASA astronauts Bob Behnken (L) and Doug Hurley (R) participating in a fully integrated test of critical crew flight hardware ahead of Crew Dragon's second demonstration mission to the International Space Station (ISS) for NASA's Commercial Crew Program, the first flight test with astronauts onboard the spacecraft, at a SpaceX processing facility on Cape Canaveral Air Force Station in Florida, USA, 30 March 2020 (issued 18 April 2020). NASA has announced on 17 APril 2020 that NASA astronauts Robert Behnken and Douglas Hurley will fly on SpaceX's Crew Dragon spacecraft, lifting off on a Falcon 9 rocket from Launch Complex 39A in Florida, California, USA on 27 May 2020 at 4:32 p.m. EDT, for an extended stay at the International Space Station for the Demo-2 mission, which is part of NASA's Commercial Crew Program. The launch of the crewed mission from US soil is the first since the Space Shuttle Program ended in 2011. Private aerospace company SpaceX has developed both the rocket and spacecraft.  EPA/SPACEX HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Astronauten Bob Behnken (l.) und Doug Hurley bei einem Test im Simulator. Bild: EPA

Mit «Air Elon» ins All: Die USA lassen wieder bemannte Raketen starten

Fast zehn Jahre waren die USA bei bemannten Raumflügen von Russland abhängig. Nun wird erstmals wieder eine Rakete mit zwei Astronauten in Florida abheben – dank der Firma SpaceX von Tausendsassa Elon Musk.



Im Sommer 2011 endete mit dem letzten Flug der Raumfähre Atlantis eine Ära. Danach nahm die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ausser Betrieb. Weil kein Nachfolgeprogramm für bemannte Reisen ins All zur Verfügung stand, waren die Amerikaner seither für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS auf Russland angewiesen.

Das war mit über 80 Millionen Dollar pro Flug mit den in den 1960er Jahren entwickelten Sojus-Raketen nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am Ego. Damit soll nun Schluss sein: Nach knapp neunjähriger Pause sollen am Mittwoch erstmals wieder zwei Astronauten vom Kennedy Space Center in Florida zur ISS starten. Es wird in mehrfacher Hinsicht eine Premiere sein.

This illustration made available by SpaceX depicts the company's Crew Dragon capsule and Falcon 9 rocket during the uncrewed In-Flight Abort Test for NASA's Commercial Crew Program. (SpaceX via AP)

Diese Illustration zeigt die Abtrennung der Crew Dragon von der Falcon-9-Rakete. Bild: AP

Los geht es nach derzeitigem Plan um 22.33 Uhr (MESZ). Aber sonst ist vieles anders als bei früheren Missionen. Die Astronauten starten nicht an Bord eines von der Nasa entwickelten Raumfahrzeugs, sondern mit einer Falcon-9-Rakete und der Kapsel Crew Dragon – und das mitten in der Coronapandemie, in der Unternehmen nur eingeschränkt arbeiten können.

Die Vorgeschichte

Das Space Shuttle war bei der Nasa während 30 Jahren im Einsatz. Seine Geschichte war neben Erfolgen von zwei Tragödien geprägt. Die Raumfähre Challenger explodierte 1986 beim Start und die Columbia 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Dabei kamen jeweils alle Besatzungsmitglieder ums Leben. Auch konnte das Shuttle die hohen Erwartungen nie erfüllen.

Es war wiederverwendbar, doch Wartung und Betrieb waren viel teurer als bei der Lancierung des Projekts in den 1970er Jahren erhofft. Die US-Regierung und die Nasa setzten deshalb für bemannte Raumflüge auf private Projekte. Der Auftrag zum Bau eines Transporters ging an zwei Firmen: den weltraumerprobten Boeing-Konzern und SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk.

Der Wettlauf

Video: srf/Roberto Krone

Boeing galt als Favorit, während Musk nach seinen ersten gescheiterten Raketentests belächelt oder ausgelacht wurde. Doch der gebürtige Südafrikaner hat es erneut allen gezeigt, während Boeing sich blamierte. Der vom Luftfahrtriesen in Seattle entwickelte Starliner schaffte es beim ersten Versuch im Dezember nicht zur ISS. Der unbemannte Test soll nun wiederholt werden.

Die teilweise rezyklierbare Falcon 9 von SpaceX hingegen hat schon zahlreiche Satellitenstarts und Versorgungsflüge zur ISS absolviert. Die Crew-Dragon-Kapsel wurde im März 2019 mit einer unbemannten Mission erfolgreich getestet. Nun soll sie mit den Nasa-Astronauten Robert Behnken (49) und Douglas Hurley (53) abheben, zwei Veteranen des Space-Shuttle-Programms.

«Es ist wahrscheinlich der Traum jedes Pilotenschülers, mit einem brandneuen Raumschiff zu fliegen», sagte Behnken Anfang Mai bei einer Pressekonferenz. «Und ich habe das grosse Glück, so eine Chance zu haben.» Hurley betonte den Vorteil der Kapsel gegenüber dem Shuttle. Man habe «jederzeit die Möglichkeit, den Start abzubrechen – von der Abschussrampe bis ins All».

Die Mission

In this March 4, 2019 photo made available by NASA, the uncrewed SpaceX Crew Dragon spacecraft, with its nose cone open to expose the docking mechanism, approaches the International Space Station's Harmony module. It was the first Commercial Crew vehicle to visit the ISS. (NASA via AP)
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Die Crew Dragon bereitet sich beim unbemannten Test im März 2019 auf das Andocken an der ISS vor. Bild: AP

Wenn alles nach Plan läuft, soll die Crew Dragon etwa 19 Stunden nach dem Start an der ISS andocken. Rund einen Monat sollen die beiden Astronauten an Bord bleiben – deutlich länger als geplant, denn die Station ist derzeit mit nur drei Raumfahrern – den beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie Nasa-Astronaut Christopher Cassidy – zu knapp besetzt.

Das Ganze sei ein Test, betont die Nasa. «Das sollten wir nicht aus den Augen verlieren», sagt Nasa-Chef Jim Bridenstine an der Medienkonferenz. «Wir machen das, um zu lernen. Und wir nehmen es sehr, sehr ernst in Hinblick auf Sicherheit.» Russland wird den Start ebenfalls mit Spannung verfolgen. Die Behörde Roskosmos will als Reaktion ebenfalls günstigere Raumflüge durchführen.

Musks Konkurrenz hatte gestern weniger Erfolg:

Die Coronakrise

FILE - In this July 8, 2011 file photo, spectators watch the space shuttle Atlantis lift off from the Kennedy Space Center at Cape Canaveral, Fla. Atlantis was the 135th and final space shuttle launch for NASA. On Friday, May 1, 2020, NASA and SpaceX urged everyone to stay home for the first home launch of astronauts in nearly a decade, coming up later in the month, because of the coronavirus pandemic. (AP Photo/Phil Sandlin)

Solche Bilder wie beim letzten Space-Shuttle-Start 2011 wird es dieses Mal nicht geben. Bild: AP

Die «historische» Mission wird überschattet von der Coronakrise, die in den USA bereits 100'000 Menschen das Leben gekostet hat. Das bedeutet vor allem, dass die bei Raketenstarts in Cape Canaveral übliche volksfestartige Stimmung dieses Mal ausbleiben wird. Die Nasa lässt keine Zuschauer auf das Gelände. Weltraumfans müssen den Start am Bildschirm verfolgen.

Die Zukunft

NASA Administrator Jim Bridenstine, left, talks with SpaceX chief engineer Elon Musk about the progress to fly astronauts to and from the International Space Station, from American soil, as part of the agency's commercial crew program at SpaceX headquarters, in Hawthorne, Calif., Thursday, Oct. 10, 2019. (AP Photo/Alex Gallardo)

Elon Musk (r.) mit Nasa-Chef Jim Bridenstine an einer Medienkonferenz im letzten Oktober. Bild: AP

Erstmals seit Jahrzehnten soll ein bemannter Raumflug mit einer Landung auf dem Wasser enden, genauer im Atlantik vor der Küste Floridas. Danach wird die Kapsel gründlich untersucht. Ist alles in Ordnung, wird noch in diesem Jahr der erste «reguläre» Flug zur ISS stattfinden, vermutlich im September. An Bord sollen sich drei Amerikaner und ein Japaner befinden.

Die Crew Dragon kann bis zu sieben Personen transportieren. Mit den privaten Flügen sollen auch Touristen und andere Interessenten zur ISS gebracht werden. «Die Nasa öffnet die Internationale Raumstation für kommerzielle Möglichkeiten und vermarktet diese, wie wir es noch nie zuvor gemacht haben», hatte Finanzchef Jeff DeWit letztes Jahr erklärt.

Im Gespräch ist unter anderem ein Filmprojekt mit Tom Cruise. Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa will 2023 mit einer Gruppe Künstler um den Mond fliegen. Die Nasa will bereits 2024 wieder bemannte Mondlandungen durchführen, ein Zeitplan, der gelinde gesagt sportlich wirkt. Das eigentliche Ziel von SpaceX-Chef Elon Musk aber ist der Mars.

Der Exzentriker stellte 2017 sein Projekt BFR vor, was je nach Standpunkt für Big Falcon Rocket oder Big Fucking Rocket steht. Die inzwischen in Falcon Super Heavy umbenannte Riesenrakete übertrifft an Leistung und Grösse sogar die Saturn V, mit der die Nasa zum Mond geflogen ist. Mit ihr will Musk den Mars besiedeln – dieses Ziel aber steht definitiv in den Sternen.

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Krakoki 26.05.2020 18:36
    Highlight Highlight Die explodierte Antares war auch ein Verschulden der Privaten. Strategielos hat die Nasa weitere solche Fehler gemacht, sie hat Finanzleute wie Musk in die Raumfahrt einbezogen, Leute ohne Ahnung. Ambitionen, Visionen nur Show ist. Schlimmer, private Finanzleute besonders aus Russland wurden praktisch die Besitzer. Seltsam, dass Russen die Crew Dragon zur ISS lässt, keine Sicherheitsdenken mehr hat. Die Raumfahrt wird letztendlich geschädigt, in ein Dumping enden und die Sicherheit aufweichen und viele Unfälle werden folgen, was besonders schlimm ist, da die Sojus-Raketen kaum Pannen hatten.
    • Unicron 27.05.2020 16:56
      Highlight Highlight @Krakoki
      Äh... nein.
      Hast du dir das einfach aus den Fingern gesogen?
      Oder kannst du Quellen bezüglich russischen Space X Geldgebern liefern?
      Es ist viel besser wenn Private das übernehmen, denn diese müssen kostendeckend arbeiten.
      Was passiert wenn der Staat das macht, hat man zuerst beim SpaceShuttle (1,5 Milliarden pro Start) und jetzt aktuell beim SLS gesehen.
      SLS, das Milliardengrab, bereits 17 Milliarden für die Entwicklung ausgegeben und das blöde Ding ist immer noch nicht fertig (und wird nie wiederverwendbar sein).
      Die Entwicklung der Falcon Heavy hat grad mal 500 Millionen gekostet.
    • Krakoki 27.05.2020 17:25
      Highlight Highlight Die Russen sind Mehrheitsaktionären von SpaceX. Seltsam wenn man dies nicht weiss und dennoch alles kommentieren will. Hier die Quelle:

      https://www.handelszeitung.ch/vermischtes/die-privaten-uebernehmen-der-raumfahrt-eine-gefahr-689580
  • Rethinking 26.05.2020 16:51
    Highlight Highlight Zum Thema private Raumfahrt gibt es einen interessanten Roman von Daniel Suarez: Delta-V
  • Bynaus 26.05.2020 12:32
    Highlight Highlight Guter Artikel, mit nur einem einzigen kleinen Fehler (die grosse Rakete heisst Starship, der Booster dazu heisst Super Heavy, ohne Falcon).

    Allerdings: können wir das "bemannt" nicht langsam in Rente schicken? Zwar sind jetzt zwei Männer an Bord, aber bald werden auch Frauen mit der Crew Dragon fliegen. Im englischsprachigen Raum setzt sich langsam "crewed" durch. Bei Schiffen redet man schon lange nicht mehr von der "Mannschaft", sondern von der "Besatzung". Ich brauche "besatzt", klingt zwar noch etwas komisch, aber Sprache ist, was wir daraus machen (z.B. Photographie -> Fotografie)...
    • P_hr 26.05.2020 13:35
      Highlight Highlight Ahahahhaha komm, hör auf :D
    • SLE7EN 26.05.2020 14:33
      Highlight Highlight Echt jetzt? Und was genau kommt nochmal raus wenn man crewed übersetzt in die bei uns geläufige Sprache?
    • Truth Bot 26.05.2020 17:37
      Highlight Highlight Weitere lustige Möglichkeiten: Die bemenschte Rakete, ein besatzungtes Schiff, das besessene Boot oder ein besetzte Barke. Alles ist besser als besatzt. 🤣
      Man könnte auch einfach, wenn zwei Männer drin sitzen weiterhin von einem bemannten Schiff sprechen, wenn zwei Frauen drin sind von einem befrauten Schiff und bei gemischten Crews ists halt ein Schiff mit Besatzung. 🤷‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eskimo 26.05.2020 12:09
    Highlight Highlight Mit etwas Glück trifft die Rakete nach dem Start auf einen Starlink Satelliten und der Grössenwahn hat endlich ein Ende..
  • DrDeath 26.05.2020 09:38
    Highlight Highlight Hoffen wir mal sehr, dass es nicht so läuft wie auf dem ersten Bild in eurem Beitrag.
    • Bynaus 26.05.2020 12:39
      Highlight Highlight Ja, die Bildunterschrift würde einen ja vermuten lassen, dass das normal wäre. Aber so sähe ein notfallmässiger Startabbruch aus!
  • Krakoki 26.05.2020 09:27
    Highlight Highlight Meine magische Kugel sagt, dass Hurley wegen technischen Problemen, auf dem Touchscreen den Weiterflug abbrechen will. Weil dies als disabled erscheint, möchte er den emergency button drücken aber auch dieser ist nicht vorhanden. Das Ganze gerät ausser Kontrolle und endet in einem Desaster. Elons Crew Dragon kollidiert mit der ISS und der Rückschlag beendet die Spielereien für ein halbes Jahrhundert. Nach der Visite bei den Musks fand man den Abbruch-Knopf bei "X Æ A-Xii" der ihn als Schnuller benutzte.
    • Krakoki 26.05.2020 13:49
      Highlight Highlight favez, wenn ich von den Unfällen höre, die Musk mit allem hatte, dann befürchte ich Schlimmeres. Raumfahrt ist für Private eine Schuhnummer zu gross. Ich wünsche mir, dass er wenigstens das Internet hinkriegt, aber auch dies wird nicht genügend Ertrag bringen, so wie seine Autos, die nur dank extremer Subventionierung sich verkaufen lassen. Wenn sie unter gleichen Bedingungen liefern müssen, dann gute Nacht. Man hätte dieses Geld lieber in unsere Industrie investiert und unsere Arbeitsplätze in Europa gefördert. Die Fabriken die er hier mit unseren Steuergeldern baut, sind verlorenes Geld.
    • Unicron 26.05.2020 15:33
      Highlight Highlight @Krakoki
      Welche Unfälle?
    • Jambalaya 26.05.2020 17:47
      Highlight Highlight Wo werden in der Schweiz mit UNSEREN Steuergeldern Fabriken gebaut? Hab bis jetzt nur von Deutschland gelesen. Mag sein auch in anderen europäischen Ländern. Aber nicht in der Schweiz.... (Wissenslücke?) Das sind definitiv nicht UNSERE Steuergelder.

      Geld wird sowieso überbewertet....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 26.05.2020 09:14
    Highlight Highlight Was passiert eigentlich im Fall das diese Mission scheitert und die Astronauten Sterben? Ich meine ich finde es insgesamt Positiv aber ich hätte doch auch die Kehrseite der Medaille betrachtet.
    • NiFa18 26.05.2020 10:03
      Highlight Highlight Die Sicherheit der Astronauten hat die höchste Priorität. Auf dem ersten Bild ist zu sehen wie ein Abbruch im worst case aussieht. Ca. 1min nach liftoff ist der aerodynamische wiederstand der Atmosphäre am höchsten und wenn dann etwas schief läuft, muss die Kapsel die zusätzliche Belastung der Notbooster standhalten. Dies wurde im November letztes Jahr getestet. Somit ist die Chance vom Tod der Astronauten sehr klein. Das Fehlschlagen der Mission ist durchaus möglich.
    • Unicron 26.05.2020 10:10
      Highlight Highlight Was soll passieren? Die Astronauten werden tot sein und Space X muss das ganze Design überarbeiten. Passieren kann sowas immer, aber NASA errechnet die Chance für das Scheitern der Mission inkl dem Verlust der Crew auf etwa 1:276.
      Zum Vergleich, beim Space Shuttle waren das zum Schluss 1:100, am Anfang sogar noch weniger.

      Aber eben, man sitzt auf der Spitze einer Bombe welche dich ins Weltall katapultiert, es ist gefährlich und wird es immer sein.
    • DerHans 26.05.2020 10:30
      Highlight Highlight Was passiert nach einem tödlichen Autounfall? Tod ist Tod, jedoch würde ich wohl lieber in einem Raumschiff, als einem Auto sterben.
      Man könnte meinen sie müssten jetzt noch irgendwas negatives finden, nur weil Musk oder die USA die Finger im Spiel haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DaveKnobs 26.05.2020 08:57
    Highlight Highlight AD ASTRA!
  • Sarkasmusdetektor 26.05.2020 08:57
    Highlight Highlight „Dieses Ziel aber steht definitiv in den Sternen.“ Na wo soll es denn sonst stehen...
  • Deimos 26.05.2020 08:42
    Highlight Highlight Kleine Korrektur: der neue Name der BFR ist nicht Falcon Super Heavy. Die erste Stufe heisst Super Heavy und die zweite Stufe heisst Starship. Ausserdem will Yusaku Maezawa zwar um den Mond fliegen, aber dies hat nichts mit der Nasa und der ISS zu tun. Er will dann mit Starship um den Mond fliegen.
    Ansonsten guter Artikel :)
  • Unicron 26.05.2020 07:20
    Highlight Highlight Die Russen auf der ISS werden schön neidisch sein. Die Crew Dragon ist im Inneren so komfortabel wie ein Auto, wärend man sich in der Sojus wie in einer Sardinendose vorkommt.

    Ich bin gespannt, nett von der NASA dass sie den Start schön in meine Ferien gelegt haben.
    • Menel 26.05.2020 08:18
      Highlight Highlight Ja, endlich kommen wir den Raumschiffen aus den SciFi Geschichten näher 😃
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 26.05.2020 08:53
      Highlight Highlight Naja, für das einmalige Erlebnis eines ISS-Aufenthalts würde ich mich auch für ein paar Stunden in die Lada-Sardinendose quetschen. 😉
    • Stefan Morgenthaler-Müller 26.05.2020 09:04
      Highlight Highlight @Uni. Das ist so, wie wenn man einen neuen Porsche 911 Turbo mit einem Lamborghini Miura vergleicht. 9 von 10 Autofans würden sich für den Miura antscheiden und so ist es auch mit den Astronauten.

      Die Sojus hat sich über Jahrzehnte bewährt und das heisst etwas in der Raumfahrt, in der jeder kitzekleinster Fehler ein Menschenleben kosten kann! Den Astronauten geht es nicht um Komfort, sondern um eine Mission, wissenschaftliche Erkenntnisse und eben, die Menschheit voranzubringen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 26.05.2020 07:19
    Highlight Highlight Jo, jetzt sind sie wieder soweit wie in den 1960ern.

    Und wir hören wieder Vinyl Platten.

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