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Bund hat genügend Hygienemasken an Lager +++ Erster Corona-Toter im Kanton Zug



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Team watson
22:44
BAG: Bund hat genügend Hygienemasken an Lager
Der Bund verfüge wieder über genügend Hygienemasken an Lager, sagte Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Freitagabend. Diese seien vorrangig reserviert für Personal im Gesundheitswesen.

Das Tragen von Hygienemasken mache Sinn, wenn man krank sei oder im Gesundheitswesen arbeite , sagte Koch im Interview mit der Sendung «10vor10» weiter. Ansonsten seien Handhygiene und Distanzhalten der bessere Schutz gegen das Coronavirus.

Die Masken sollen deshalb von Arbeitnehmenden im Gesundheitswesen getragen werden, vor allem im Umgang mit Risikopatienten. Momentan verfüge der Bund über 17 Millionen Masken an Lager. Zwei Millionen Masken würden täglich benötigt, so Koch.

Keine Einschränkungen mehr

Inzwischen hat sich die Lage um den Export von medizinischem Schutzmaterial entspannt: So bestehen in Deutschland keine Einschränkungen mehr beim Export von diesem Material in die Schweiz, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Die Waren seien unterwegs oder bereits im Land. Alle dem Seco bekannten Probleme seien gelöst.

Am vergangenen Freitag hatte Wirtschaftsminister Parmelin einen «Durchbruch» bei der Lieferung von Schutzmaterial aus der EU für die Schweiz verkündet.

Die Schweiz könne umgehend mit der Produktion von Schutzmasken starten, sagte Koch zudem am Montag. Die Maschinen dafür seien vorhanden. So sollen täglich rund 40'000 Masken im eigenen Land produziert werden. (sda)
Daniel Koch, Leiter Abteilung Uebertragbare Krankheiten BAG, waehrend einer Medienkonferenz ueber der Coronavirus (COVID-19), am Donnerstag, 26. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
20:57
Fachkräftemangel in Spitälern: Plattform hilft bei Verteilung
Im Schweizer Gesundheitswesen werden momentan zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie dringend medizinische Fachkräfte gesucht. Die nationale Online-Plattform Care Now Plattform hilft bei der schweizweiten Verteilung von Freiwilligen.

Mit dem Ziel, Gesundheitsinstitutionen die Suche nach geeignetem Personal zu erleichtern, wurde Care Now am 18. März gegründet, wie es in einer Medienmitteilung vom Freitag heisst. Dies gemeinsam vom Verband der Schweizer Medizinstudierenden (swimsa), dem Verband der Schweizer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (vsao) mit Unterstützung der Schweizer Fachärztevereinigung (FMH), des Schweizerischen Verbandes der Medizinischen Paraxisfachpersonen (SVA) und personeller Hilfe des Projektteams Humanmedizin der ETH Zürich.

Die Plattform richtet sich an sämtliche medizinischen Fachkräfte, welche aktuell ihre Unterstützung anbieten können. Diese können sich auf Care Now selbstständig registrieren, indem sie unter anderem ihre Qualifikationen und Einsatzgebiete eintragen. Die schweizweite Vermittlung übernimmt ein Koordinationsteam der ETH, welches die erfassten Personen genau an die Orte weiterleitet, wo ihr Nutzen am grössten ist und ihre Hilfe am meisten gebraucht wird. So können Fachkräfte rasch ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden.

Die Plattform wird mit allen kantonalen und lokalen Anbietern zusammenarbeiten und veröffentlicht laufend alle bekannten Initiativen zum Thema. (sda)
Im Kampf gegen das Coronavirus benötigt das medizinische Personal dringend Schutzausrüstung. Der Bundesrat hat nun die Exporte aus der Schweiz beschränkt. Gleichzeitig startet die einheimische Produktion von Schutzmasken. (Archivbild)
20:12
Alain Berset: «Die Solidarität im Land ist spürbar»
Bundesrat Alain Berset hat sich über Twitter mit aufmunternden Worten ans Schweizer Volk gewendet. Berset schreibt, die Ansteckungen des Coronavirus werden zwar weiter zunehmen, weshalb man sich weiterhin an die Sicherheitsempfehlungen halten solle. Doch die Solidarität im Volk sei spürbar – und das mache Mut.
19:48
Kein baldiger Mangel an Intensivbetten in der Romandie
In den Westschweizer Kantonen steht wegen der Ausbreitung des Coronavirus kein baldiger Mangel an Intensivbetten bevor. Die Kantone der Romandie widersprechen einer Warnung in einer Studie der ETH Zürich, wonach bereits am kommenden Donnerstag die Betten auf den Intensivstationen in der Schweiz ausgehen könnten.

Dies hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in den französischsprachigen Kantonen vom Freitag ergeben. Zahlreiche Spitäler haben zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Die Verantwortlichen äussern sich deshalb zuversichtlich.

«Wir haben seit Beginn der Krise Schritte unternommen, um entsprechend auf die Bedürfnisse reagieren zu können», sagte Nicolas de Saussure, Sprecher des Unispitals (HUG) in Genf. Die Intensivpflegekapazität des HUG wurde verdreifacht und 100 Betten für die Zwischenpflege (ohne intubierte Patienten) geschaffen.

Diese Zwischenpflegebetten, die von der Verwaltung in speziellen Bereichen installiert werden, können leicht in Intensivpflegebetten umgewandelt werden, sagte de Saussure. Das Genfer Unispital könne problemlos fünfmal so viele Intensivbetten zur Verfügung stellen wie im Normalbetrieb. «Wir glauben, dass wir genug Betten haben, um die Gesundheitskrise zu bewältigen».

Veraltete Daten

Auch im Wallis zweifelt man die Ergebnisse de Studie an. Der Bericht basiere auf den normalen Kapazitäten des Spitals Wallis und berücksichtige die in den vergangenen Wochen getroffenen Vorkehrungen nicht, hiess es beim Walliser Gesundheitsdepartement auf Anfrage. Die am 24. März angekündigten Massnahmen ermöglichten es dem Spital Wallis, seine Kapazitäten auf der Intensivstation zu verdoppeln.

Dank der Zusammenlegung der materiellen und personellen Ressourcen der Spitäler und Kliniken verfüge der Kanton heute über 71 ausgestattete Beatmungsplätze in der Akutphase. Gegenwärtig seien im Spital Wallis 16 Patienten stationär untergebracht, 14 von ihnen mit Atemwegsunterstützung.

Das Neuenburger Spitalnetz (RHNe) verfügt nach eigenen Angaben über zehn freie Intensivpflegebetten von den 20 im Ausnahmesystem eingerichteten. Am Donnerstagabend nahm ein Spital einen per Helikopter eingeflogenen Patienten aus dem französischen Besançon auf, weil es in diesem noch genug Platz für schwere Fälle gibt, die eine Intubation erfordern.

Nicht nur eine Frage der Betten

Etwas vorsichtiger tönt es in den Kantonen Waadt und Jura. Der Waadtländer Kantonsarzt Karim Boubaker sagte, dass es nicht nur eine Frage der Anzahl Betten sei. «Irgendwann werden wir wahrscheinlich überfordert sein, weil wir vielleicht nicht genug Atemschutzmasken oder Personal haben», sagte er am Freitag im Westschweizer Radio RTS.

Im Jura hat das Spitalnetz ebenfalls Patienten aus dem benachbarten Frankreich aufgenommen. Der Kanton verfügt über insgesamt sechs Intensivbetten mit der Möglichkeit, die Kapazität um fünf weitere Einheiten zu erhöhen. Er ist jedoch der Ansicht, dass es in dieser Konfiguration mit elf potenziellen Betten langfristig kompliziert werden könnte. «Es ist unmöglich vorherzusagen, ob wir am Donnerstag die Sättigung erreichen werden», sagte ein Sprecher.

1000 zusätzliche Betten

Laut der ETH-Studie könnten bis zu 1000 zusätzliche Betten im ganzen Land benötigt werden. Unter Berücksichtigung der auf 979 geschätzten Anzahl der Betten auf den Intensivstationen und der Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 geht der Bericht davon aus, dass das Gesundheitssystem bald am Anschlag ist.

Neben dem Tessin könne in den Kantonen Waadt, Genf, Wallis und Graubünden die Bettenkapazität der Intensivstationen sogar deutlich überschritten werden. Nach den Modellen werde es am 2. April zu einem Engpass kommen. In dieser Situation könnten bis zu 86 Intensivbetreuungsplätze fehlen, falls keine Massnahmen getroffen würden. (sda)
Eine Blutprobe soll zeigen, ob sich noch mehr Personen mit dem Tuberkulose-Erreger angesteckt haben.
19:15
Tessin begrüsst Entscheid des Bundesrates
Die Tessiner Regierung hat am Freitag den vom Bundesrat getroffenen Entscheid begrüsst, die Schliessung von Baustellen und Betrieben mit einer Verordnungsänderung nachträglich zu legalisieren. Sie hat eine entsprechende «Regierungsresolution» nach Bern gesandt, die am Montag in Kraft treten soll.

Der Wortlaut der Tessiner Resolution soll am Samstag veröffentlicht werden, zuvor müsse der Bundesrat grünes Licht geben, erklärte Regierungspräsident Christian Vitta an einer Video-Medienkonferenz. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Landesregierung die Massnahmen bewilligen werde, die notwendig seien, um die Tessiner Bevölkerung zu schützen.

Im Tessin zählte man bis am Freitag 1688 Corona-Infizierte, 287 mehr als am Vortag, und 76 Tote, neun innert 24 Stunden. 61 Personen sind in Intensivpflege, 51 davon werden künstlich beatmet, wie Kantonsarzt Giorgio Merloni sagte. (sda)
Der Tessiner Staatsrat Christian Vitta von der Koordinationsgruppe des Tessiner Gesundheitsdepartements spricht ueber die geplanten Notstandmassnahmen gegen das Coronavirus im Kanton Tessin, am Mittwoch, 11. Maerz 2020, in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/ Alessandro Crinari)
19:07
Swisscom-Handydaten zeigen klare Reduktion der Reiseaktivitäten
Eine Auswertung von Swisscom-Handydaten im Auftrag des Bundes zeigt eine deutliche Reduktion der Reiseaktivitäten der Schweizer Bevölkerung seit dem Versammlungsverbot des Bundesrats. Die den Analysen zugrunde liegenden Daten seien anonymisiert, Rückschlüsse auf Einzelpersonen seien nicht möglich, betonte die Swisscom in einer Mitteilung vom Freitag gleichzeitig.

Gemäss den ersten Auswertungen habe sich die Reiseaktivität - gemessen an gefahrenen Kilometern - Ende März in der ganzen Schweiz im Vergleich zu einem typischen Vormonat um rund 50 Prozent reduziert, schreibt der Telekomkonzern in seiner Mitteilung. Dabei steche heraus, dass die Bevölkerung im Tessin das Reisen am klarsten reduziert habe. Der Bundesrat hatte am 21. März Ansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum verboten.

Einhaltung überprüfen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte bereits am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Bern Erkenntnisse aus den Analysen der Handydaten mitgeteilt. Das BAG will damit überprüfen, ob die Massnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus eingehalten werden.

Die zur Analyse benutzte «Mobility Insight Plattform» von Swisscom weist Gebiete mit mindestens 20 SIM-Karten auf einer Fläche von 100 mal 100 Metern aus. Um Hinweise zu erhalten, wie sich die Reiseaktivitäten der Bevölkerung verändert hat, weise die Plattform laut den Angaben die «ungefähre Mobilität» von Swisscom SIM-Karten eines Gebietes - etwa eines Kantons - innerhalb einer bestimmten Zeitspanne aus.

Keine Standortdaten

Das BAG erhalte dabei «zu keinem Zeitpunkt» Standortdaten, sondern lediglich «Statistiken und Visualisierungen», betont die Swisscom. Es seien keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen und auch keine individuellen Bewegungsprofile möglich. Die Vorgaben des Datenschutzgesetzes würden vollumfänglich eingehalten.

Sobald die Covid-19-Verordnung nicht mehr gelte, würden dem BAG auch keine Analysen mehr zur Verfügung gestellt, schreibt der Telekomkonzern weiter. (awp/sda)
Die Swisscom hat ihre Zahlen für 2019 vorgelegt: ein Shop des Konzerns in Zürich Oerlikon (Archivbild).
18:56
Erster Corona-Toter im Kanton Zug
Der Kanton Zug hat sein erstes Todesopfer durch den Coronavirus. Am Freitag verstarb ein 73-jähriger Mann an den Folgen einer Infektion verstorben. Er litt an Vorerkrankungen, wie die kantonale Gesundheitsdirektion mitteilte.

Die verstorbene Person wurde am 23. März mit Atemproblemen in das Zuger Kantonsspital eingeliefert und positiv auf die Krankheit COVID-19 getestet. In den folgenden Tagen hat sich der Gesundheitszustand des Mannes rasch verschlechtert. Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes verzichtet die Gesundheitsdirektion auf weitere Angaben zur Person.

Im Kanton Zug sind bis heute 101 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, 18 Personen sind in der Zwischenzeit vollständig genesen. (sda)
Blick in einen Behandlungsraum des Spitals Moncucco in Lugano am Dienstag, 17. Maerz 2020. Die Klinik Moncucco in Lugano ist eines von zwei medizinischen Zentren im Kanton Tessin zur Behandlung von Coronavirus Patienten. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)
18:45
Schindler senkt wegen Corona Umsatz- und Gewinnprognose
Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler reduziert wegen der Auswirkungen der Corona-Krise den bisherigen Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr. Auch vor einem deutlich tieferen Gewinn warnt das Unternehmen.

Der Umsatz in Lokalwährungen könnte im schlechtesten Fall um 10 Prozent schrumpfen, im besten bliebe er stabil, je nach Dauer und Ausmass der behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zuvor lautete die Wachstumsprognose auf 0 bis +5 Prozent.

Schindler weist weiter darauf hin, dass sich zahlreiche Währungen gegenüber dem Schweizer Franken weiter abgeschwächt hätten. Die negativen Einflüsse daraus dürften deshalb grösser ausfallen als ursprünglich geplant.

Ausserdem könnten wegen schneller als geplant umgesetzter Initiativen zur Effizienzsteigerung in ausgewählten Ländern sowie wegen einer Fabrikschliessung in Spanien die Restrukturierungskosten auf bis zu 100 Millionen Franken steigen. Die Hälfte dieser Kosten dürfte dabei im ersten Semester anfallen.

Rückgang des Reingewinns

Den Ausblick für den Konzerngewinn will Schindler zwar erst mit den Halbjahreszahlen bekanntgeben. Dennoch wird wegen der Auswirkungen durch die Corona-Krise, der höheren negativen Währungseinflüsse und der höheren Restrukturierungskosten bereits jetzt ein Rückgang des Reingewinns um etwa 20 Prozent prognostiziert.

Bereits Mitte Februar mit den Jahreszahlen hatte Schindler angekündigt, dass die Coronakrise spürbare Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal und ersten Halbjahr haben würden. (awp/sda)
Schindler-Familie überträgt Anteile an nächste Generation. (Archiv)
18:31
Privatbank Julius Bär leistet Spende an Corona-Hilfsmassnahmen
Die Privatbank Julius Bär leistet eine Spende von 5 Millionen Franken für Nothilfemassnahmen zugunsten von Betroffenen der Coronavirus-Pandemie. Die Beiträge gingen direkt an Programme im Ersthilfe-Bereich. Diese bekämpften die Folgen der Pandemie in verschiedenen Bereichen, teilte Julius Bär mit.

So gehen Spendengelder laut der Mitteilung an das Schweizerische Rote Kreuz und an Pro Senectute sowie an weitere lokale Organisationen in Ländern, in denen Julius Bär präsent ist. Das Institut wolle damit die offiziellen Massnahmen der Behörden zur Krisenbewältigung ergänzen.

Zudem unterstütze die Mitarbeiterorganisation 'JB Cares' Mitarbeitende bei freiwilligen Einsätzen in ihrem persönlichen Umfeld sowie mit einer Spendeninitiative zugunsten lokaler Organisationen. Ergänzend werde die Julius Bär Stiftung die Spendenbeiträge der Mitarbeitenden so weit möglich verdoppeln. (awp/sda)
ZUM AKTUELLEN GEWINNRUECKGANG VON JULIUS BAER STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Die Bank Julius Bär weist für das vergangene Jahr einen Rückgang des Konzerngewinnes um 30 Prozent auf 188 Mio. Fr. aus. Während der Betriebsgewinn stieg, belasteten Sonderfaktoren das Ergebnis. Dazu zählen die Kosten für das übernommene Vermögensverwaltungsgeschäft von Merrill Lynch ausserhalb der USA --- Das Logo der Bank Julius Baer, aufgenommen am Mittwoch, 22. Januar 2014, an der Bahnhofstrasse in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
18:29
Falsches Profil von Daniel Koch auf Instagram
In den sozialen Medien ist ein falscher Instagram-Account von Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), aufgetaucht. Das Profil konnte am Freitag als Fake enttarnt werden.

Auf dem Account verbreitete der vermeintliche Daniel Koch Informationen für die Bevölkerung, wie das Newsportal Nau.ch am Freitag berichtete. Mit dieser Plattform wolle er vor allem junge Leute erreichen, schrieb der falsche Koch auf Instagram.

Das BAG bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Täuschung. «Ja, der Account war ein Fake. Er wurde nach Intervention des BAG umgehend gelöscht», sagte eine Sprecherin.

Ganz abwesend von sozialen Medien ist Daniel Koch dann aber doch nicht. Sein Sprachrohr ist das BAG, welches ihn ab und an auf dem eigenen Twitter-Kanal zitiert. (sda)
Daniel Koch, head of the Communicable Diseases Division at the Federal Office of Public Health, poses for a portrait after a media briefing about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, on Wednesday, March 25, 2020 in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro della Valle) ..Daniel Koch, Leiter Abteilung uebertragbare Krankheiten im Bundesamt fuer Gesundheit BAG, posiert zum Portrait nach einer Medinkonferenz ueber die Massnahmen zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie, am Mittwoch, 25. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
17:09
Reduzierter öffentlicher Verkehr: Halbtax-Kunden gehen leer aus
Im Kampf gegen das Coronavirus soll die Bevölkerung möglichst zuhause bleiben. Damit nutzt sie ihre Jahresabonnemente für den öffentlichen Verkehr nicht. Die Branche arbeitet an einer Lösung. Klar ist jetzt schon: Halbtax-Abonnenten gehen leer aus

Der öffentliche Verkehr verringert unter der Leitung von SBB und Postauto sein Angebot, weil in der Coronavirus-Krise die Passagiere ausbleiben. Die Organisation Alliance Swisspass beschäftigt sich derweil unter Hochdruck mit der Entschädigung von Abonnementskundinnen und -kunden.

Die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs möchten Inhabern eines General-, Verbund-, Strecken- und Moduljahresabonnements eine adäquate Entschädigung zukommen lassen, wie Alliance Swisspass am Freitag mitteilte. Dabei strebt die Organisation eine landesweit möglichst einheitliche Lösung an. Diese sollen alle Unternehmen und auch die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Behörden mittragen. Derzeit laufen den Angaben zufolge Abstimmungsarbeiten.

Die Umsetzung soll für die Kunden so einfach wie möglich sein. Thomas Ammann, Mediensprecher bei Alliance Swisspass, erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die General- und ähnlichen Abonnemente müssten nicht hinterlegt oder zurückgebracht werden. Kundinnen und Kunden sollten einfach zuhause bleiben, sie würden benachrichtigt. Ein Schaden entstehe ihnen nicht.

Die Branche zeigte sich überzeugt, für alle Jahresabonnenten eine den Umständen entsprechende gerechte Lösung zu finden. Diese soll so schnell wie möglich bekannt.

Inhaberinnen und Inhaber eines Halbtax-Abonnements hingegen gehen leer aus. Sie hätten die Kosten der Ermässigungskarte meist nach kurzer Zeit und wenigen Fahren amortisiert, begründet die Allianz den Entscheid.

Wie Alliance Swisspass weiter mitteilte, sind die Call Center derzeit wegen der vielen Anfragen von Abonnementskunden am Anschlag. Auch gebe es viele physische Kontakte mit Kunden am Schalter. Beides sei indessen für Abonnenten nicht nötig.
16:35
Lage bei Schutzmaterial hat sich laut Seco entspannt
In Deutschland bestehen keine Einschränkungen mehr beim Export von medizinischem Schutzmaterial in die Schweiz, wie das Seco am Freitag mitteilte. Die Waren seien unterwegs oder bereits in der Schweiz.

Alle dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bekannten Probleme seien gelöst. «Generell hat sich die Lage entspannt». Vereinzelte Unternehmen hätten Verzögerungen in der Abwicklung der Lieferungen aufgrund von «operationellen Herausforderungen» gemeldet. Das Seco sei regelmässig in Kontakt mit den Unternehmen.

Die Probleme mit den Lieferungen aus Frankreich und Italien sind laut Seco teilweise gelöst. Die durch die französische Beschlagnahmung der Atemschutzmasken blockierten Lieferungen wurden grösstenteils freigegeben.

Mit Blick auf die Importprobleme an der italienischen Grenze sei die Schweizer Botschaft im Gespräch mit den italienischen Behörden. Die meisten Probleme seien bereits gelöst. Die aktuelle Lage führe verständlicherweise auch zu Problemen in den Logistikketten.
16:07
Swiss Prime Site geht wegen Corona-Massnahmen aktiv auf Mieter zu
Der Immobilienkonzern Swiss Prime Site (SPS) erhält derzeit viele Gesprächsanfragen von seinen Mietern. Manche befürchten, in finanzielle Schwieigkeiten zu geraten, weil sie aufgrund der vom Bundesrat verordneten Geschäftsschliessungen keine Einnahmen mehr erzielen können, aber dennoch Miete bezahlen müssen.

«Wir haben zahlreiche Gesprächsanfragen seitens Mietern. Wir arbeiten diese einzeln und individuell ab, um ihnen bei der Bewältigung dieser Krise helfen zu können», schreibt SPS-Sprecher Mladen Tomic auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Freitag. Derzeit seien es rund 200 Gesprächsanfragen. SPS gehe aber auch aktiv auf Mieter zu, die sich noch nicht selbst gemeldet haben.

Kunden «helfen»
Der Konzern fokussiere sich darauf, den Mietern und Kunden «zu helfen». «Im Fokus stehen bei uns zeitlich beschränkte Stundungen der Mietzinsen, so wie dies der Bundesrat seit heute auch vorsieht.»

SPS habe ausschliesslich Geschäftsflächen im Portfolio. Am stärksten betroffen seien die Branchen, wo der Betrieb sofort habe schliessen müssen. Dazu gehörten etwa der allgemeine Detailhandel und die Gastronomie. Der Bereich Coworking mache weniger als 1 Prozent der Geschäftsflächen aus.

Zu den weiteren Aussichten schreibt Pressesprecher Tomic, dass Swiss Prime Site solide kapitalisiert sei und über genügend finanzielle Flexibilität verfüge. «Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass die derzeitige Situation sich in absehbarer Zeit verbessert und damit für eine allgemeine Entspannung in der Wirtschaft sorgt.»
Der Prime Tower in Zürich ist wohl das prominenteste Gebäude im Portfolio von Swiss Prime Site. 2019 hat der Immobilienkonzern von Neubewertungseffekten profitiert, die sein Gewinn in die Höhe gedrückt haben. (Archivbild)
16:20
Die wichtigsten Aussagen der PK im Video:
15:59
Arbeitslose in anderen Branchen einsetzen?
Ob momentan Arbeitslose aus der Gastronomie etwa bei der Spargel-Ernte eingesetzt werden könnten, will ein Journalist wissen. Das sei grundsätzlich möglich, sagt Boris Zürcher vom Seco. Aber die Zulassungsbedingungen in der Schweiz seien streng.

Es gebe auch andere Beispiele, wo momentan Arbeitslose eingesetzt werden könnten. So habe etwa die Swiss angeboten, Angestellte mit medizinischer Ausbildung ehrenamtlich dem Gesundheitswesen zur Verfügung zu stellen. Hier seien aber noch Fragen offen.

Mit dieser Frage ist die Medienkonferenz zu Ende.
15:49
Gibt es eine Abflachung der Infektions-Kurve in der Schweiz?
Man habe die Zahlen Spezialisten übergeben, sagt Daniel Koch. Man könne derzeit noch nicht sagen, ob die Massnahmen des Bundesrat genügend greifen würden, dazu brauche es mehr Daten. Die Corona-Fälle würden weiter zunehmen, eine Abflachung der Kurve mit den positiv getesteten Personen sei momentan nicht jedenfalls nicht zu beobachten.
15:47
Wäre eine Echtzeitüberwachung in der ausserodentlichen Lage erlaubt?
Die ausserordentliche Lage würde einen solchen Schritt wohl erlauben, sagt Alain Berset. Man müsse aber die Grundprinzipien des Staates und die Verhältnissmässigkeit aber stets beachten. Der Bundesrat strebe eine Echtzeitüberwachung derzeit nicht an, so Berset.
15:41
Sind die Spitäler im Tessin überlastet?
Innenminister Berset antwortet, dass das Gesundheitssystem am Rande der Kapazität sei, deshalb gebe es auch die Sonderregelung, die zurzeit nur für den Kanton Tessin gelte. «Wir sind zwar ein Land. Bestehen aber aus 26 Kantonen und nicht überall ist es derzeit gleich. Wir haben unterschiedliche Situationen im Land.» Um die Frage aber zu beantworten, die Intensivstationen seien nicht überfüllt. «Der Kanton habt schon vor einigen Wochen die Unterstützung durch die Armee angefragt.»
15:37
Hat die Schweiz die Lage noch im Griff?
Eine Journalistin will wissen, ob man die Situation noch im Griff habe, die Zahl der Toten sei schon auf über 200 gestiegen.
Innenminister Berset betont erneut, dass man sich in einem Marathon befinde. Die Situation sei ernst, man könne das Virus nicht einfach so stoppen. Besonders wichtig sei weiterhin die besonders gefährdeten Menschen zu schützen. Zudem müsse man schauen, dass im Gesundheitssystem genügend Plätze vorhanden seien.
Daniel Koch ergänzt, dass Vorhersagen sehr schwierig seien. «Wir analysieren sämtliche Daten. Heute haben wir einen 24-seitigen Expertenbericht erhalten. Dieser kommt zum Schluss, dass es noch viel zu früh ist, um Vorhersagen zu machen.» Koch entschuldigt sich, dass man in dieser Lage vage bleiben müsse.
15:32
Wie wird selbständig Erwerbenden geholfen?
Ein Journalist kommt auf die Selbstständigerwerbenden zu sprechen. Ein Fotografen habe wegen des Coronavirus sämtliche Aufträge verloren, neue seien keine mehr eingegangen. Wie komme er nun zu einer Entschädigung?
Wirtschaftsminister Parmelin sagt, dass man etliche Briefe und Schreiben von solchen Personen erhalte und Kenntnis von diversen Sonderfällen habe. Man beobachte alles genau. «Im Moment sind wir daran alles zu analysieren. Aufgrund dieser Analysen beschliessen wir dann neue Massnahmen, um diesen Personen zu helfen», so Parmelin.
15:27
Mieter und Vermieter müssen miteinander eine Lösung suchen
Dann geht es erneut um Mietverzögerungen. Parmelin wiederholt, dass zwischen Vermieter und Mieter viel Dialog nötig sei. Er gibt sich aber zuversichtlich: «Der Vermieter hat ja auch ein Interesse, die Geschäftsbeziehung mit den Mieter aufrechtzuerhalten.»
15:20
Kantone müssen die Betriebe kontrollieren
Wieder kommt die Frage auf, was ein Arbeitnehmer tun kann, wenn er in seinem Betrieb Verstösse gegen die BAG-Vorschriften beobachte.
Wirtschaftsminister Parmelin verweist erneut auf die kantonalen Behörden. Sie müssten die die Betriebe kontrollieren. Es liege aber auch in der Verantwortung des Unternehmens die Regeln einzuhalten. Zudem müsse auch verhindert werden, dass aus Bequemlichkeit Betriebe geschlossen und schlicht Kurzarbeit angemeldet werde.

Und Berset fügt noch an: «Der Schutz der Arbeit muss nicht erst seit Corona gewährleistet sein, sondern ständig.» Die Kantone haben das Personal für die Kontrollen. Ausserdem: «Es gibt auch die Option, Baustellen zu schliessen, wenn die Bedingungen nicht eingehalten werden können.»
15:15
Dunkelziffer nicht bekannt
Zu möglichen Dunkelziffern äussere er sich nicht, sagt Daniel Koch auf die Frage einer Journalistin. «Wenn die Zeit gekommen ist, besprechen wir das mit Experten.» Die Schätzung der Dunkelziffer hänge von Studien ab, und vor allem auch davon, wie viele Leute in der Bevölkerung diese Krankheit bereits durchgemacht hätten.
15:14
Immun nach Infektion?
Ob man nach einer Infektion immun sei, will eine Journalistin wissen. Und ob man sich dann immer noch an die Regeln halten müsse.
Daniel Koch vom BAG sagt: «Man kann im Moment tatsächlich davon ausgehen, dass man nach der Genesung sicher für eine gewisse Zeit immun ist.» Trotzdem müsse man die Hygieneregeln weiterhin einhalten, denn die andere Menschen wüssten ja nicht, dass man immun sei.
15:10
Zwei Meter Abstand beim Zügeln
Wie sei es möglich, zu zügeln und die Abstandsregeln einzuhalten, will ein Journalist wissen.
Bundesrat Parmelin sagt, dass der Abstand von zwei Metern eingehalten werden müsse, sonst dürfe der Umzug nicht stattfinden. Aber die professionellen Umzugsunternehmen hätten teilweise bereits entsprechende Leitfäden erarbeitet. Martin Tschirren, Vorsteher des Bundesamtes für Wohnungswesen, fügt als Beispiel an, dass man beim Tragen von kleinen Möbeln immer wieder eine Pause einlegen solle.
15:05
Die Intensivbetten im Tessin werden knapp
Eine Journalistin will wissen, ob Kantone Baustellen präventiv schliessen dürften, ohne ein Gesuch beim Bund zu stellen.
Berset sagt, eine Baustelle müsse geschlossen werden, wenn die Hygienevorschriften nicht eingehalten werden können. Für die Stilllegung eines ganzen Wirtschaftszweiges brauche es jetzt aber ein Gesuch. Im Tessin würden die Betten auf der Intensivstation knapp, deswegen sei die Schliessung der Baustellen jetzt angebracht.
14:59
«Wir sind noch nicht mal in der Hälfte des Marathons»
Berset wiederholt seine Marathon-Analogie. Er wisse nicht, wie weit man in diesem Marathon sei, so Berset. «Aber sicher noch nicht in der Hälfte.» Die Empfehlungen des Bundesrats müssten unbedingt weiter eingehalten werden. «Nur so können wir unser Gesundheitssystem entlasten.» Berset bedankt sich bei allen Leuten im Gesundheitsbereich und in der Produktion. «Wegen ihnen können wir weiterleben. Wir leben langsamer, aber wir leben weiter.»
14:53
Berset über das Tessin und Handydaten
Jetzt geht es um den Konflikt mit dem Tessin. Berset wiederholt im Wesentlichen die neuesten Beschlüsse, wonach ein Kanton unter Umständen Wirtschaftsbranchen schliessen kann. «In unserer Analyse der Situation erfüllt momentan aber nur der Kanton Tessin die Bedingungen dafür», so Berset.

Dann geht es um die Handydaten, die benutzt wurden, um zu schauen, ob sich die Bevölkerung an die Vorgaben des Bundes hält. Berset versichert, dass die Daten alle anonymisiert worden seien und nur eine Person Zugang zu den Daten habe.
14:48
«Fahren Sie nicht ins Tessin!»
Nun spricht Alain Berset über die neuesten Zahlen. Die Schweiz verzeichnet demnach zurzeit 12'161 laborbestätigte Fälle.

Der Innenminister ergänzt, dass die Bevölkerung die Vorgaben des Bundesrates gut befolge. «Wir sind sehr glücklich, dass die Bevölkerung die Vorgaben einhält», so Berset, aber es sei jetzt wichtig, dass man sich weiter daran halte.

Auch wenn jetzt schönes Wetter komme und die Ostern vor der Türe stünden, sei es sehr wichtig, dass alle am gleichen Strick ziehen würden.

Berset hofft zudem, dass es an Ostern keinen Stau gebe am Gotthard. Dieses Jahr sei es nicht angebracht, ins Tessin in die Zweitwohnung zu fahren, so Berset. Wer ins Tessin fahren wolle, solle sich das zwemal überlegen – und davon absehen.
14:42
51'000 Unternehmen mit Kurzarbeit
Man habe Kenntnis, dass bis gestern Abend 51'000 Unternehmen Kurzarbeit beantragt haben, sagt Parmelin. Insgesamt sind 656'000 Erwerbstätige betroffen. Aufgrund der grossen Menge von Anträgen könne es aber zu Verzögerungen kommen. Der Wirtschaftsminister betont: «Wir arbeiten weiter an Lösungen.»
14:39
Frist bei Mietrückstand verlängert
Dann thematisiert Parmelin die Mietverzögerungen. Wenn ein Mieter wegen der Coronavirus-Massnahmen des Bundesrats seine Miete nicht bezahlen könne, betrage die Nachfrist bei Zahlungsverzug neu 90 statt 30 Tage.

Die Fristverlängerung gelte für Mieten und Nebenkosten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai 2020 fällig werden. Zudem werde auch die Frist zu Zahlung von Pachtzinsen von 60 auf 120 Tage erhöht. Dies unter den gleichen Bedingungen
14:34
Es darf gezügelt werden
Wirtschaftsminister Guy Parmelin eröffnet die Medienkonferenz. Er kommt sogleich auf den Umzugstermin vom Wochenende zu sprechen. Der Bundesrat sei zum Schluss gekommen, dass Zügeln weiterhin möglich sei. Die Hygienemassnahme seien aber zwingend einzuhalten. Der Bundesrat wolle verhindern, dass eine unberechenbare Kaskade von Umzugsverschiebungen entstehe.
14:30
Neue Beschlüsse des Bundesrats
Der Bundesrat entschärft den Konflikt mit dem Kanton Tessin. Dieser hat mit der Schliessung von Baustellen und Betrieben gegen Bundesrecht verstossen. Das wird nun mit einer Verordnungsänderung nachträglich legalisiert.

Der Bundesrat kann einem Kanton künftig erlauben, kurzzeitig die Tätigkeit ganzer Wirtschaftsbranchen einzuschränken oder einzustellen. Voraussetzung ist eine besondere Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung aufgrund der epidemiologischen Situation.

Die Kantone können ein Gesuch um weitergehende Massnahmen aber nur dann stellen, wenn die Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung auch nach Unterstützung durch andere Kantone nicht mehr ausreichen. Eine weitere Bedingung ist, dass die betroffenen Wirtschaftsbranchen nicht mehr voll funktionsfähig sind, weil Grenzgänger ausbleiben.

Weitere Entscheide des Bundesrats betreffen die Miete: Die Regierung bekräftigt, dass das Zügeln unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln des Bundesamts für Gesundheit (BAG) möglich ist. Zügelunternehmen und Immobilienbewirtschafter betonten, dass dies möglich sei. Das kommende Wochenende gilt vielerorts als offizieller Umzugstermin, was in der Regel zu rund 50'000 Umzügen führt.

Um Privatpersonen und Mieter von Geschäftsräumen zu unterstützen, hat der Bundesrat zudem die Nachfrist bei Zahlungsverzug von 30 auf 90 Tage verlängert. Gerät ein Mieter mit der Miete in Verzug, kann ihm der Vermieter nach Ablauf der Nachfrist kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt nur 30 Tage. (sda)
13:48
Kantone wollen sich auch unter Notrecht Spielraum bewahren
Mit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage hat der Bundesrat die Kontrolle übernommen. Die Kantone wollen sich auch unter diesem Notstandsregime einen gewissen Spielraum erhalten.

Grundsätzlich stellen sie sich hinter die Landesregierung und deren Strategie, wie die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) nach ihrer Plenarversammlung vom Freitag in einer Mitteilung schreibt. Die Kantonsvertreter anerkennen auch die Kompetenzverteilung, wonach der Bundesrat die Vorschriften und Anordnungen erlässt und die Kantone für die Umsetzung verantwortlich sind.

Die ausserordentliche Lage wirkte sich aber auf zahlreiche gesellschaftliche und wirtschaftliche Gegebenheiten aus, sodass eine detaillierte Rechtsetzung auf Bundesebene weder sinnvoll noch notwendig sei, schreibt die KdK. Daraus ergäben sich gewisse Spielräume, in denen regionale Besonderheiten berücksichtigt und unterschiedliche Lösungen ermöglicht werden sollen. (sda)
13:34
Mindestens 206 Coronavirus-Tote in der Schweiz
Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Freitagmittag 12'161 laborbestätigte Fälle, 1390 mehr als am Vortag. Mindestens 206 Menschen sind inzwischen an der Lungenkrankheit gestorben.

Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gestützt auf die Angaben der Kantone. Das BAG registrierte erst 197 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Es stützt sich auf die Meldung von Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzten. Die Fallzahlen könnten daher von jenen abweichen, die von den Kantonen kommuniziert würden, schreibt das BAG.

Bisher seien in der Schweiz rund 97'012 Tests durchgeführt worden, bei 12 Prozent der Getesteten sei das Resultat positiv ausgefallen, heisst es im am Freitagmittag aktualisierten Situationsbericht zur epidemiologischen Lage. Die Fallzahlen würden kontinuierlich zunehmen.

Von den vom BAG verzeichneten Todesfälle betraf die Mehrheit Männer (61 Prozent). Die Altersspanne der Verstorbenen reichte von 32 bis 100 Jahre. Die Hälfte der verstorbenen Personen war über 83 Jahre alt.

Bei den Infizierten sind laut Statistik des BAG Erwachsene häufiger betroffen als Kinder. Die Hälfte der Infizierten sei jünger als 52 Jahre alt, die andere Hälfte älter als 52. Das zeigt der sogenannte Medianwert. Bei Erwachsenen ab 60 Jahren sind Männer häufiger betroffen als Frauen, bei Erwachsenen unter 50 Jahren Frauen häufiger.

Von den Personen, die ins Spital mussten, waren die Hälfte über 70 Jahre alt. Die Altersspanne reichte von 0 bis 101 Jahre. Personen im Spital waren mehrheitlich männlichen Geschlechts. 60 Prozent der Fälle waren Männer und 40 Prozent Frauen. Informationen über die Hospitalisierung wurden vom BAG bisher in 1069 Fällen ausgewertet.

Nach wie vor am meisten Ansteckungen pro 100'000 Einwohner (Inzidenz) hat der Kanton Tessin (473,8), vor den Kantonen Waadt (334,2), Basel-Stadt (309,6) und Genf (250,5). (sda)
13:08
Medienkonferenz zur Bundesratssitzung um 14.30 Uhr
Zur heutigen Sitzung des Bundesrats findet um 14.30 Uhr eine Medienkonferenz mit Gesundheitsminister Alain Berset und Volkswirtschaftsminister Guy Parmelin statt. Sie informieren über die aktuelle Situation und Entscheide im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie. (sda)
Bundesrat Alain Berset, rechts, spricht an der Seite von Bundesrat Guy Parmelin waehrend einer Medienkonferenz ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 20. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
11:55
Import von Schutzmasken zollfrei
Schutzbekleidung und Schutzmaterial im Kampf gegen das Coronavirus sind in diesen Tagen knapp. Nun hat der Bund Importe von Hygienemasken, Einweghandschuhe, Schutzkittel und dergleichen von Zollgebühren befreit.

Die Schweizer Behörden kämpfen seit Wochen um die Freigabe von Lieferungen mit Schutzausrüstung, die in den Nachbarländern blockiert sind. Die EU hat diese zwar angewiesen, die Sendungen freizugeben. Trotzdem sind nach wie vor Lieferungen mit dringend benötigter Schutzausrüstung in Frankreich und Deutschland blockiert.

Medizinische Schutzausrüstung darf seit Donnerstag nur noch mit Bewilligung aus der Schweiz ausgeführt werden. Das hat der Bundesrat beschlossen. Eine Ausnahme gilt für EU- und Efta-Staaten - sofern diese Gegenrecht gewähren. (sda)
11:10
Über 32'000 Unterstützer auf der Rotkreuz-App
Bis am Freitag haben sich bereits 32'000 Personen auf der Rotkreuz-App als Unterstützer registrieren lassen. Nachdem sich in den ersten Tagen vor allem Freiwillige gemeldet hatten, die Hilfe anboten, wächst nun kontinuierlich der Anteil jener an, die Hilfe suchen.

Die App «Five up» des Roten Kreuzes (SRK) und der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) ist seit rund 10 Tagen aktiv. Sie wurde für die Koordination von Freiwilligenarbeit entwickelt. Unterdessen haben sich über 32'000 Personen auf der Plattform angemeldet, wie das SRK und die SGG am Freitag mitteilten. (sda)
11:09
25 Strafanzeigen und 206 Bussen im Wallis
Seit den von Bund und Kanton beschlossenen Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind im Wallis 25 Strafanzeigen eingereicht und 206 Bussen verhängt worden. Die Strafen betreffen Unternehmen und Privatpersonen.

Die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger halte sich an die Anweisungen der Behörden, teilte die Kantonspolizei Wallis am Freitag mit. Einige Personen hätten aber bestraft werden müssen.


Die Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft betreffen hauptsächlich Unternehmen und öffentliche Betriebe. Die Bussen wurden gegen Personen verhängt, welche die sozialen Distanzen nicht eingehalten oder Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum missachtet hatten.

Die Polizei habe ihre Patrouillen mit einer «noch nie dagewesenen Dichte» im ganzen Kanton eingesetzt, heisst es im Communiqué weiter. Diese verstärkten Kontrollen würden so lange beibehalten, wie es die Situation erfordere. (sda)
10:59
Grafische Unternehmen fordern rasche Hilfe für die Medienbranche
Viscom, der Branchenverband der grafischen Unternehmen, wendet sich mit einem Hilferuf an Medienministerin Simonetta Sommaruga. Wegen der Coronakrise «brechen die Erträge der Verlagshäuser und Druckdienstleister weg». Der Verband fordert einen Fonds für Betroffene.

Argumente für eine staatliche Hilfe gibt es laut Viscom viele: Die Verlagshäuser seien gerade in Krisenzeiten zentral als neutrale Berichterstatter. Neben den Verlautbarungen des Bundesrates, der Kantonsregierungen und der Gesundheitsbehörden brauche es «eine unabhängige und auch kritische Berichterstattung». (sda)
10:57
Militär hilft bei Grenzsicherung
Das wegen der Covid-19-Pandemie verschärfte Grenzregime fordert das Zollpersonal. Darum helfen Militärpolizisten und ein Milizbataillon an den Grenzen aus. Ihr Einsatz startete am Freitag und ist bis Ende Juni befristet.

Die Unterstützung dient der «längeren Durchhaltefähigkeit» ihres Personals, wie die eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Die EZV kann die verschärften Kontrollen an der Grenze und im Hinterland mit ihrem Personal nicht über längere Zeit aufrechterhalten. (sda)
Die Grenze zwischen Oberriet und Meiningen in Oesterreich ist geschlossen, aufgenommen am Mittwoch, 18. Maerz 2020, in Oberriet. Mehrere kleine Grenzuebergaenge zwischen der Schweiz und Oesterreich wurden aus logististischen Gruenden geschlossen. Wegen dem Coronavirus wurden Grenzkontrollen wieder eingefuehrt. Die Grenzen sind nur eingeschraenkt passierbar. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
10:15
Jedes sechste KMU fürchtet Konkurs
Die Coronakrise trifft vor allem die KMU und damit das Mark der Schweizer Wirtschaft hart. Mehr als die Hälfte der kleinen und mittleren Firmen rechnete vor einer Woche damit, in den kommenden Monaten in finanzielle Not zu geraten. Und jedes sechste KMU hielt den Konkurs für wahrscheinlich, wie eine am Freitag publizierte Umfrage der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt.

Allerdings wurde die Umfrage bei 155 KMU online vom 19. bis 21. März durchgeführt, also noch bevor der Bundesrat am 25. März detailliert aufgezeigt hat, wie er den KMU finanziell unter die Arme greifen will. (awp/sda)
10:12
Neun Tote im Tessin in 24 Stunden
Der Kanton Tessin meldet am Freitagmorgen neun neue Todesfälle wegen des Coronavirus. Die Zahl der Opfer im Tessin steigt somit auf 76. 1688 Personen wurden im Südkanton bisher positiv auf das Virus getestet, das sind 287 mehr als gestern.
9:43
Lob für die Schweiz
So blickt das Ausland (in Form der Financial Times) auf die Schweiz in der Corona-Krise. Sie konstatiert: «Switzerland has one of the largest strategic reserves of food and medicine in the world»

Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen
8:35
Fristlos entlassen wegen Baustellen-Foto
Während das Tessin die Baustellen weitestgehend stillgelegt hat, wird in der Deutschschweiz weiter gebaut. Falls die Vorgaben des BAG nicht eingehalten werden können, soll die Baustelle jedoch geschlossen werden, sagte Bundesrat Alain Berset am Mittwoch.

Dass dies in der Realität nicht immer umgesetzt wird, zeigt ein Fall aus Basel. Ein Logistiker, der auf der Roche-Baustelle arbeitete, wollte mit einem Foto auf Facebook darauf aufmerksam machen, dass der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Auf dem Bild sind Dutzende Arbeiter zu sehen, die eng beieinander stehen.

Wie der Tages Anzeiger berichtet, wurde der Logistiker kurze Zeit nachdem er seinen Facebook-Post auf «öffentlich» gestellt hatte, von seinem Arbeitgeber entlassen. Es sei verboten, Fotos der Baustelle zu veröffentlichen, so die Begründung der Bauleitung.

Der Logistiker steht jetzt vor dem Nichts. Gegenüber dem Tages Anzeiger sagt er, er habe Angst vor einer Infektion gehabt, da er sich um seine Mutter kümmern müsse, die eine Vorerkrankung habe. «Ich wollte einfach die Missstände aufzeigen.»
7:58
CS rechnen mit BIP-Rückgang
Die Ökonomen der Grossbank Credit Suisse senken ihre Konjunkturprognose für die Schweiz im laufenden Jahr. Sie erwarten nun für 2020, dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,0 Prozent schrumpfen wird, wie sie gegenüber AWP erklärten. Bisher lautete die Prognose auf -0,5 Prozent.

Die Revision sei allerdings rein technischer Natur, heisst es. Sie habe damit zu tun, dass die Olympischen Spiele und die Fussball-EM verschoben worden seien und damit die entsprechenden Lizenzeinnahmen nicht in diesem Jahr anfielen. Entsprechend sei die Prognose für 2021, wann diese Grossanlässe nun stattfinden sollen, auf 2,5 von 2,0 Prozent erhöht worden. (awp/sda)
6:13
Wissenschaflter warnen: Ab Donnerstag werden Intensivbetten knapp
Wissenschaftler haben aufgrund der Coronavirus-Pandemie gewarnt, dass die Spitalbetten auf den Intensivstationen der Schweiz nicht ausreichen könnten. Bereits ab Donnerstag kommender Woche sei ein Engpass zu verzeichnen, hiess es in einer neuen Studie der ETH Zürich.

Es könnten bis zu 1000 zusätzliche Plätze auf den Intensivstationen notwendig sein, führt ein Artikel bei «La Liberté» sowie in den Partnerzeitungen aus. Unter Berücksichtigung der aktuellen Kapazität sowie der Angaben zu den Coronavirus-Krankheitsfällen legt unsere Untersuchung nahe, dass das System bald am Anschlag ist, erklärte Thomas Van Boeckel, Professor im Department Umweltsystemwissenschaften an der ETH Zürich und Mitautor der Studie, gegenüber den Zeitungen.

Neben dem Tessin könne in den Kantonen Waadt, Genf, Wallis und Graubünden die Bettenkapazität der Intensivstationen sogar deutlich überschritten werden. Nach den Modellen werde es am 2. April zu einem Engpass kommen, hiess es weiter. In dieser Situation könnten bis zu 86 Intensivbetreuungsplätze fehlen, falls keine Massnahmen getroffen würden, so Van Boeckel. (sda)
04:07
Coronavirus führt zu Päckli-Boom
Roberto Cirillo, CEO Schweizerische Post AG, spricht waehrend der Bilanzmedienkonferenz die Post, am Donnerstag, 12. Maerz 2020, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bei der Schweizerischen Post gibt es derzeit alle Hände voll zu tun. Das Unternehmen wird mit Paketsendungen überschwemmt. Dies erklärte Post-Chef Roberto Cirillo in einem Interview mit den «Zeitungen der CH-Media» vom Freitag.

«Vor zwei Wochen hatten wir bei den Paketen einen Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber normalen Zeiten», sagte der Manager. Dies habe aber nochmals stark zugenommen. «Mittlerweile transportieren wir gleich viele Pakete wie üblicherweise vor Weihnachten», betonte er. Und am Mittwoch habe die Post sogar ein Volumen verzeichnet, wie sonst nur am Online-Kauftag «Black Friday», hiess es weiter. Das ganze Interview findest du hier.
22:57
Bund will Pflichtlager für starke Schmerzmittel freigeben
Weil Schmerzmittel und Antibiotika knapp werden, will der Bund nächstens die entsprechenden Pflichtlager freigeben. Bei der Behandlung von schweren Coronafällen kommen oft starke sogenannte Analgetika zur Anwendung.

«Für Corona-Behandlungen wird das Pflichtlager gebraucht werden, um die Versorgung sicherzustellen», sagte Ueli Haudenschild vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung am Donnerstagabend in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF.

Laut der Präsidentin des Schweizerischen Vereins der Amt- und Spitalapotheker, Petra Strub, funktionieren die Pflichtlager jedoch nur bedingt. Weil Antibiotika derzeit auf dem Markt ohnehin knapp sind und die Pflichtlager deshalb nicht voll aufgefüllt sind, droht trotz Pflichtlager ein Engpass.

Der wichtigste Grund für die Lücke ist neben der Corona-Krise der Umstand, dass sehr viele Schmerzmittel und Antibiotika in asiatischen Ländern, vor allem in China, hergestellt werden. (sda)
18:38
Hohe Nachfrage nach Krediten
Die von den Folgen des Coronavirus betroffenen Schweizer Unternehmen können seit heute Morgen die Anträge auf Liquiditätshilfen bei den Banken einreichen. Laut ersten Angaben von Banken ist die Nachfrage hoch. So sind bis am späten Nachmittag bei der UBS bereits rund 6'000 Anfragen aus der ganzen Schweiz eingegangen, wie es ein Banksprecher bekannt gab. Kleinere Unternehmen seien vor allem auf Suche nach Sicherstellung der Kosten- und Lohndeckung. Die ersten UBS-Kunden hätten den angefragten Betrag bereits kurz nach dem offiziellen Start auf ihrem Konto gutgeschrieben erhalten.

«Bei der ZKB gingen am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr bereits rund 600 Anträge ein», hatte zuvor Jürg Bühlmann, Leiter Firmenkunden gegenüber AWP gesagt. Zu Beginn sei damit zu rechnen, dass die Bearbeitung länger dauern werde als die angestrebte Halbstundenfrist. Dies werde sich in den nächsten Tagen einpendeln. «Bei uns laufen die Telefone und Mail-Server heiss», sagte auch Jürg Hunkeler von der Bank Linth auf Anfrage. Die ersten Gelder aus den Krediten seien bereits am Morgen ausgezahlt worden. (ram/awp/sda)
Das Coronavirus wird nach Ansicht der UBS-Ökonomen die Schweizer Wirtschaft bremsen. (Archiv)
18:04
Tessin richtet Checkpoints ein
Der Kanton Tessin hat vier ambulante Untersuchungszentren eröffnet. Durch die sogenannten Covid-19-Checkpoints sollen Hausärzte und Notfallstationen entlastet werden. Potenzielle Coronavirus-Infizierte dürfen die Untersuchungszentren jedoch nur nach Überweisung durch einen Arzt aufsuchen.

Die Zentren in Mendrisio, Lugano, Agno und Giubiasco sollen bis mindestens 24. April offen bleiben, wie der kantonale Führungsstab des Tessins am Donnerstagabend mitteilte. Eröffnet worden seien die vier ambulanten Zentren bereits am Mittwoch. Sie richteten sich ausschliesslich an Personen, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert haben.
Im Kampf gegen das Coronavirus benötigt das medizinische Personal dringend Schutzausrüstung. Der Bundesrat hat nun die Exporte aus der Schweiz beschränkt. (Archivbild)
16:39
Post reagiert auf weniger Frequenzen und entlastet Mitarbeitende
In der Corona-Krise hat in den Schweizer Postfilialen die Kundenfrequenz bis zu 40 Prozent abgenommen. Die Post passt deshalb die Öffnungszeiten der Poststellen an, wie sie am Donnerstag mitteilte.

14 eigenbetriebene Poststellen bleiben geschlossen. Über 90 Filialen der Post erfahren Änderungen in den Öffnungszeiten. So werden ab kommendem Wochenende die Filialen Basel Annahme, Bern PostParc, Lausanne Dépot, Luzern Universität und Zürich Sihlpost jeweils an Sonn- und Feiertagen bis auf weiteres geschlossen.

Es sei nicht auszuschliessen, dass je nach Entwicklung weitere Anpassungen folgen könnten, schreibt die Post.

Die Post hat zudem beschlossen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten und die Filialen am Ostersamstag in der ganzen Schweiz nicht zu öffnen. Dies auch, weil man ohnehin an diesen Tagen mit wenigen Kunden rechne. Die Mitarbeitenden sollen sich damit über das Osterwochenende erholen können,
ZUR FRUEHZUSTELLUNG VON ZEITUNGEN DURCH DIE PRESTO PRESSE-VERTRIEBS AG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---Early delivery service of daily newspapers by a newspaper deliverer of the company of Presto Presse-Vertriebs AG in Zug, Switzerland, early in the morning on August 22, 2019. The Presto Presse-Vertriebs AG is a subsidiary of Swiss Post. (KEYSTONE/Gaetan Bally)..Fruehzustelldienst von Tageszeitungen durch einen Zeitungsaustraeger der Presto Presse-Vertriebs AG, fruehmorgens am 22. August 2019 in Zug. Die Presto Presse-Vertriebs AG ist eine Tocherfirma der Schweizer Post. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
16:24
Das Parlament trifft sich ab 4. Mai zu ausserordentlicher Session
National- und Ständerat kommen ab 4. Mai 2020 zu einer ausserordentlichen Session zusammen. Das teilten die Präsidien der beiden Räte am Donnerstag mit. Entschieden werden soll über die Notmassnahmen des Bundesrats.

Die ausserordentliche Session findet an Stelle der Sondersession statt, wie Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) sagte. Diese hätte zwei Tage gedauert. Laut Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) ist für die ausserordentliche Session die gesamte Woche reserviert. Behandelt werden ausschliesslich Geschäfte im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die ausserordentliche Session findet nicht im Parlamentsgebäude statt, sondern auf dem Berner Messegelände Bernexpo. Wo genau, ist noch unklar. Die Einberufung einer Session hatten sowohl der Bundesrat als auch 32 Ständerätinnen und Ständeräte verlangt. In dem Fall muss eine ausserordentliche Session durchgeführt werden.

Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte (FinDel) hat bereits grünes Licht zu den Kreditbeschlüssen des Bundesrats gegeben. Die von der Regierung beantragten dinglichen Kredite belaufen sich im Moment auf 30,7 Milliarden Franken. Der grösste Teil davon fliesst in Solidarbürgschaften für Überbrückungskredite. Weitere wichtige Posten sind die Kurzarbeitsentschädigung und Kredite für weitere Massnahmen zu Gunsten der Arbeitslosenversicherung.

Formal geht es um einen dringlichen Verpflichtungskredit mit Vorschuss über 20 Milliarden Franken sowie eine Nachmeldung zum Nachtrag I im Voranschlag 2020 über 10,7 Milliarden Franken. Diese von der FinDel freigegebenen Kredite muss das Parlament nun nachträglich genehmigen. Ebenfalls nachträglich genehmigt werden muss der Armeeeinsatz.
16:26
Viel dreckige Wäsche und Pakete: Feldpost meldet Rekordzahlen
Die Schweizer Feldpöstler haben laut eigenen Angaben wegen der Mobilmachung der Armee in den vergangenen Tagen soviel zu tun gehabt wie noch nie. Statt wie bisher üblich 1000 Pakete am Tag verarbeiteten sie über 8000 Pakete. Hinzu kamen Berge von Wäschesäcken.

«Wir spüren eine massive Zunahme der Sendungen - ganz besonders der Wäschesäcke», wird der oberste Feldpöstler, Oberst Fritz Affolter, im jüngsten Newsletter der Post zitiert. Die Feldpöstler würden deswegen an ihre Grenzen stossen.

Anders als in herkömmlichen Rekrutenschulen und Wiederholungskursen müssen die Soldaten und Offiziere im derzeitigen Ernsteinsatz wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst ohne Urlaub auskommen. Sie dürfen mindestens während drei Wochen nicht nach Hause. Sie schicken ihre dreckige Wäsche nun nach Hause und lassen sie dort waschen.

Für die derzeit rund 15'000 Armeeangehörigen im Dienst sind in der ganzen Schweiz 80 Feldpöstler im Einsatz. Sie bedienen 28 Waffenplatzpoststellen.

Die Feldpost gibt es in der Schweiz seit 131 Jahren. Sie ist eine Einheit der Schweizerischen Post und gehört zur Logistikbasis der Armee. Die Post befördert private Briefe und Pakete an Armeeangehörige bis zu einem Maximalgewicht von fünf Kilos kostenlos. Viele Angehörige schicken auch «Fresspäckli».
15:19
Wie kann Kreditmissbrauch vorgebeugt werden?
Ein Journalist fragt, ob sich Unternehmer nicht einen Vorteil aus der günstigen Kreditvergabe schaffen könnten. In dem Fall etwa, wenn sie die günstigen Konditionen nutzen, um ältere, teurere Kredite abzuzahlen.
Antwort: Das sei nicht vorgesehen und da gebe es auch ein «Gentlemans Agreement» zwischen dem Banken, um dem vorzubeugen.

Damit endet die Pressekonferenz des Bundes.
15:15
Wieviele Leute sind in die Armee eingezogen worden?
Im Moment seien 3000 Armeeangehörige im Einsatz, 800 weitere werden demnächst dazukommen, erklärt Brigadier Droz. Damit sei der Spielraum ziemlich ausgeschöpft. Man schaue nun, wo sich noch weitere Soldaten mobilisieren lassen.
15:11
Wie weit sind wir?
Ein Journalist fragt: Wenn man das Bild des Marathons bemüht, bei welchem Kilometer sind wir?
Koch antwortet: «Das ist ein Marathon ohne Kilometerangabe. Es ist vielleicht besser, der Bevölkerung zu sagen, dass es jetzt nicht der Moment ist, die Massnahmen runterzufahren. Wenn es nicht gelingt mit diesen Massnahmen die Epidemie einzudämmen, bleiben uns nicht mehr viel Möglichkeiten, die einen Einfluss auf die Todeszahlen haben.»
15:06
Wie viele Schweizer im Ausland sind erkrankt?
Dazu habe man keine konkreten Zahlen, heisst es auf eine entsprechende Frage. Das EDA habe allerdings Kenntnis von einem Fall eines Schweizers im Ausland, der tödlich verlaufen sei, so Matyassy.
15:04
Wie viele Fälle gibt es im Asylwesen?
Wie viele Fälle gibt es im Asylwesen und wie funktioniert das Social Distancing in den Asylzentren?
Barbara Büschi (EJPD) sagt, es seien 11 Asylsuchende erkrankt. Bisher musste jedoch niemand hospitalisiert werden. Zum Thema Social Distancing sagt Büschi, dass man die Unterkünfte nur zur Hälfte belegen würde.

>> Hier geht's zum Liveticker der vergangenen Tage

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