Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Kinder verursachen beim Spielen Lärm. Bild: shutterstock

Money Matter

«Kann ich eine Mietzinssenkung wegen Kinderlärm verlangen?»

Ercan (48) : «Die Lärmbelästigung durch spielende Kinder in unserem Wohnviertel ist unerträglich. Kann ich eine Mietzinssenkung verlangen?»

Frédéric Papp / Comparis



Lieber Ercan

Spielen ist wichtig für die Entwicklung der Kinder. Im Spiel entfalten sie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Dabei geht es ab und an auch laut zu und her. Lärmgeplagte Mieter müssen das hinnehmen – zumindest bis zu einem gewissen Grad.

Die Ruhezeiten sind bestmöglich einzuhalten. Sie sind in der Hausordnung geregelt. Wirst du dort nicht fündig, kannst du dich auf die Polizeiverordnung deiner Wohngemeinde stützen. Für die Stadt Zürich etwa gilt: Mittags von 12 bis 13 Uhr sowie abends ab 20.00 Uhr und sonntags ist dem Ruhebedürfnis der Bevölkerung besonders Rechnung zu tragen. Die Toleranzgrenze ist hier höher als während der Nachtruhe von 22 bzw. 23 bis 7 Uhr.

Mietzinsreduktion grundsätzlich möglich

Verursachen die Kinder während den Ruhe- und Nachtruhezeiten dauerhaft und übermässigen Lärm, kannst du grundsätzlich einen Mangel an der Mietsache geltend machen und eine Mietzinsreduktion beim Vermieter fordern. Allerdings lassen sich rechtliche Auseinandersetzungen um Kinderlärm erfahrungsgemäss selten befriedigend lösen. Es drohen langwierige Prozesse.

Spielregeln abmachen, Verwaltung informieren

Bevor du solche Schritte gehst, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise. Suche das Gespräch mit den Eltern und sage, was dich konkret stört. Du kannst auf das Mietrecht verweisen. Es verpflichtet die Mieter auf gegenseitige Rücksichtnahme. Bestimme zusammen mit den Eltern und Kindern klare Spielregeln. Beschwere dich schriftlich beim Vermieter bzw. der Verwaltung, wenn die Spielregeln regelmässig gebrochen werden. Liste im Schreiben auf, wann und wie lange die Kinder während den Ruhezeiten und während der Nacht laut gewesen sind. Du erhöhst den Druck auf die Vermieterschaft, wenn du weitere lärmgeplagte Nachbaren motivierst, der Verwaltung zuschreiben.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Sollte der Kinderlärm zu Unzeiten weiterhin unerträglich sein, informiere die Verwaltung erneut schriftlich. Verwaltungen haben die Möglichkeit, uneinsichtige Mietparteien abzumahnen und ihnen im Extremfall die Kündigung auszusprechen.

Viele Grüsse von Comparis.ch

Fragen? Fragen!

Hast du noch Fragen zu diesem Thema? Oder hast du eine Frage, die die Comparis-Experten einmal beantworten sollten? Dann schreib eine E-Mail an money-matter@comparis.ch!

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

19 kleine Dinge, die nur Mitbewohner aus der Hölle tun

Mietzins: So sparst du Geld

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Money Matter

«Mein Arbeitgeber hat eine Maskenpflicht eingeführt. Wer bezahlt?»

Roland (29): «Mein Arbeitgeber hat aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung eine Maskenpflicht im Büro eingeführt. Kann ich verlangen, dass mein Arbeitgeber mir den Gesichtsschutz zahlt? Oder muss ich selbst dafür aufkommen?»

Liebe Roland

Das ist eine knifflige Frage, die rechtlich noch nicht abschliessend geklärt ist. Es gibt allerdings einige Anhaltspunkte dafür, dass dein Arbeitgeber für die Masken aufkommen sollte.

Die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie verpflichtet deinen Arbeitgeber nämlich dazu, deine Gesundheit zu schützen und Präventionsmassnahmen zu ergreifen. Da du nicht im Homeoffice arbeiten darfst, muss dein Arbeitgeber andere Massnahmen – wozu …

Artikel lesen
Link zum Artikel