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Yonnihof

Erweiterung der Rassismus-Strafnorm: Vom Privileg, nicht schützenswert zu sein

Bild: shutterstock

Am 9. Februar stimmen wir über die Erweiterung der Rassismus-Strafnorm ab. Ein Brief ans «Komitee gegen dieses Zensurgesetz».



Liebes Abstimmungskomitee «Nein zu diesem Zensurgesetz!»

Ich habe mich ein bisschen auf Eurer Homepage rumgetrieben und gedacht, ich schreibe Euch mal ein Briefli.

Zuerst: Ich für meine Person würde Rassismus und Homophobie als Gedankengut wahnsinnig gerne abschaffen. Nur kann ich das nicht. Ich kann und darf nicht bestimmen, was andere denken. Auch nicht, was Ihr denkt. Das darf der Staat auch nicht. Gedankenverbrechen sind nicht ahnbar und ich finde das absolut richtig, denn auch ich habe in Gedanken schon fürchterliche Dinge getan.

Was Ihr in Euren Köpfen denkt, darf man Euch nicht verbieten. Das will die Erweiterung der Rassismusstrafnorm (Änderung von «Rassendiskriminierung» zu «Diskriminierung und Aufruf zu Hass») auch nicht.

Einmal mehr geht vergessen, dass es hier eben nicht um Euch geht, sondern um die Lebensqualität der Betroffenen.

Das ist meines Erachtens oft das Hauptproblem bei der Diskussion um die Meinungsfreiheit. Der Hauptpunkt ist dabei nicht die Beschneidung der Freiheit des einen, sondern eigentlich das Schaffen von Freiheit für den anderen. Das Schaffen von Freiheit vor Angriffen, nämlich.

ES. GEHT. NICHT. UM. EUCH.

Es geht nicht darum, Eure Lebensqualität einzuschränken, sondern diejenige gewisser Gruppen zu schützen. Vor Euch, so leid mir das tut. Oft sind nämlich die Menschen, die behaupten, dass «man ja heute überhaupt nichts mehr sagen darf» diejenigen, die jederzeit allen alles sagen (wollen).

Bestes Beispiel ist die Diskussion um den Schokokuss. Immer wieder las ich, man solle um so eine Lappalie doch kein solches Aufheben machen. Aber wenn’s doch für dich eine Lappalie ist und für manchen Betroffenen nicht, warum kannst du’s dann nicht einfach weglassen?

Man könne ja von Verleumdung, übler Nachrede etc. Gebrauch machen, wenn man sich angegriffen fühle, schreibt Ihr (etwas, was gewisse Eurer Parteikollegen sehr gerne tun, by the way). Man müsse das im Falle der Homosexualität nicht pauschal und per Gesetz regeln.

Nun. In Eurem Argumentatorium redet Ihr von «Schützenswerten».

Es ist ein Privileg, wenn man nicht zu diesen gehört, es ist ein Privileg, nicht schützenswert zu sein. Es ist ein Privileg, wenn man lediglich aufgrund seines Verhaltens und nicht aufgrund seines Seins angreifbar ist.

Das ist meines Erachtens ein sehr wichtiger Punkt und eine der Kernfragen, wenn es um Diskriminierung geht: Greift man Verhalten an oder Sein?

Wenn mir also jemand sagt, indem ich jemanden als Rassisten bezeichne, betriebe ich im Grunde dieselbe Art der Diskriminierung wie der Angegriffene selbst, dann werde ich diesem Argument stets mit demjenigen entgegentreten, dass ich ein gewähltes Verhalten kritisiere und nicht einen Teil des Seins eines Menschen, u.a. seine Nationalität, seine Hautfarbe, etc.

Es gibt Menschen, die eben nicht als Individuum, sondern durch einen ihren Personen eigenen, nicht frei gewählten Fakt (Hautfarbe, Nationalität, usw.) nicht dem Grossteil der Bevölkerung entsprechen und man soll sie aufgrund dieses Fakts nicht diskriminieren. Diesbezüglich sind sie schützenswert. Ich weiss, ich bin nur ein kleiner Hippie, aber ich verstehe ein bisschen was von Psychologie und Biologie und Homosexualität gehört meines Erachtens eindeutig zu diesen Fakten. Da werden mir nun einige (wenn ich so die Namen im Komitee anschaue, weiss ich auch, welche) widersprechen. Das ist mir – und dem absoluten Grossteil der Experten – relativ egal.

Übrigens: Ob «alter weisser Mann» gegen die Rassismusstrafnorm verstösst, weiss ich nicht. Vielleicht tut es das, was mir eigentlich recht wäre, denn ich finde solche Vereinfachungen in alle Richtungen doof – vor allem bei Menschen, die einem neben ihrem Alter, ihrer Hautfarbe und ihrem Geschlecht mit ihren Aussagen und Verhaltensweisen weiss Gott genügend Angriffsfläche für viel differenziertere Kritik bieten. Mein Vater ist übrigens auch ein alter, weisser Mann und er ist grossartig (Hallo Papa).

Ihr schreibt, die Erweiterung würde das Schweizer Volk pauschal als homophob verurteilen. Öhm. Nein. Ich bin Teil des Schweizer Volkes und ich fühle mich nicht im Geringsten angegriffen, noch verurteilt, noch würde die Erweiterung mein Leben in irgendeiner negativen Weise beeinflussen.

Letzten Endes finde ich die Aussage «Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten» selbst zwar auch nicht unproblematisch, aber davor, dass homophobe Aussagen per Gesetz geahndet werden können, hat in Tat und Wahrheit halt nur eine Gruppe Mensch Angst: Die Homophoben.

Vill Liebi und Rägeböge,

Yonni Moreno Meyer (hetero, jung, weiss, überprivilegiert)

Yonni Moreno Meyer

Yonni Moreno Meyer (37) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt.
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155Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 09.01.2020 16:49
    Highlight Highlight "Ich weiss, ich bin nur ein kleiner Hippie..." 🙈😅🙄
  • Ohniznachtisbett 09.01.2020 16:12
    Highlight Highlight Ich finde man kann sehr wohl gegen Homophobie sein, gegen Rassismus und gegen Diskriminierung und trotzdem gegen diese Strafnorm. Beleidigungen, Ehrverletzungen, Drohungen, Tätlichkeiten, Körperverletzung, Aufruf zu Gewalt, Aufruf zu Straftaten usw. ist alles heute schon strafbar. Wer also einen Schwulen zusammenschlägt wird genauso bestraft wie nach Annahme der Strafnorm. Es sollte aber dem StGB eigentlich egal sein, aus welchem Motiv eine Straftat begangen wurde. Ob homophob oder mit Bereicherungsabsicht, beides ist ein niederer Beweggrund heute schon. Deshalb NEIN aus liberalen Gründen.
    • Baruch de Spinoza 10.01.2020 09:54
      Highlight Highlight Nun hat unser Kulturkreis aber traurigerweise eine gewisse Geschichte mit dem kollektiven Diskriminieren bestimmter Minderheiten wie Juden, Dunkelhäutigen oder Homosexuellen. Auch juristisch waren diese Gruppen immer benachteiligt.

      Ohne dieser Erweiterung bleibt es bspw. straffrei, die massenhafte Tötung homosexueller Menschen im zweiten Weltkrieg zu rechtfertigen. Sie sagen „aus liberalen Gründen“, dass ich mich dann juristisch nicht wehren können soll? Was ist mit dem empfundenen Unrecht meinerseits? Konsequenterweise müssen Sie dann doch gegen Art. 261bis StGB ganz allgemein sein.
  • insert_brain_here 09.01.2020 15:35
    Highlight Highlight Jemand der sich in seiner Lebensqualität eingeschränkt führt weil er andere Menschen nicht mehr beleidigen darf sollte sich dringend einen Therapeuten suchen.
  • Cédric Wermutstropfen 09.01.2020 11:26
    Highlight Highlight „... werde ich diesem Argument stets mit demjenigen entgegentreten, dass ich ein gewähltes Verhalten kritisiere und nicht einen Teil des Seins ...“

    Ist denn das Verhalten wirklich „gewählt“? Nicht vielleicht eher einfach ein Produkt von Genen, Erziehung und aktuellen Lebensumständen.. Ich persönlich glaube ja nicht an einen freien Willen.
    • ChlyklassSFI 09.01.2020 14:56
      Highlight Highlight Dann hörst du nie mit dem Kommentieren auf?
    • Cédric Wermutstropfen 09.01.2020 20:48
      Highlight Highlight Dann würdest Du Dich ja langweilen.
    • Gwdion 09.01.2020 21:23
      Highlight Highlight Inwiefern es den sogenannten freien Willen gibt, ist tatsächlich eine spannende Frage, über die man sich schon lange den Kopf zerbricht, und deren Beantwortung, so habe ich mittlerweile den Eindruck gewonnen, vielleicht vor allem von dessen Definition abhängt. Sie nun aber ausgerechnet jetzt mit dem Diskriminieren von LGBTQIA+ zu verknüpfen scheint mir reichlich inkonsequent, könnte man damit doch genauso gut gleich die gesamte Gesetzesgebung infrage stellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rüebliraupe 09.01.2020 10:12
    Highlight Highlight Danke für den Artikel, Yonni.
    Ich bin inzwischen auch Fan von Dir.

    Von mir gibts auch ein ja und auf den differenzierten Artikel werde ich gerne als Argumentationsgrundlage für mein Umfeld verweisen.
  • pacoSVQ 09.01.2020 08:48
    Highlight Highlight Ich bin gegen ein Verbot. Irgendwo hatte man ja mal eine Erziehung zuhause in der man hoffentlich einiges auf den Weg mitbekommen hat zum Beispiel Empathie oder die Fähigkeit zu erkennen was einen Menschen verletzen könnte und das halt dann eben nicht zu sagen. Gewisse Sachen sollten einfach so selbstverständlich sein dass es keine Verbote braucht.
    • Qui-Gon 09.01.2020 11:31
      Highlight Highlight Sie haben nicht verstanden, worum es hier geht. Soll Mord auch nicht verboten sein, weil "man das ja nicht tut"?
    • just sayin' 09.01.2020 13:26
      Highlight Highlight @Qui-Gon

      "Sie haben nicht verstanden, worum es hier geht. Soll Mord auch nicht verboten sein, weil "man das ja nicht tut"?

      mord ist ziemlich einfach zu definieren.

      das problem, welches hier gelöst werden soll ist es nicht (und es umfasst noch nicht mal alle möglichen opfer).

      aus diesem grund ist dein vergleich gelinde gesagt... schwach.
    • Erba 09.01.2020 14:56
      Highlight Highlight Wenn Sie ja Empathie auf den Weg mitgekriegt haben sollten Sie ja auch kein Problem mit dem Gesetz haben. Ich verstehe nicht was jemanden stört, wenn Menschen durch Verfassung und Gesetze geschützt werden. Andere sind ja dadurch nicht weniger geschützt.
  • TZL 09.01.2020 06:08
    Highlight Highlight Dumme Frage aber werden mit dieser Formulierung "sexueller Orientierung" Sodomisten und Pädophile nicht auch geschützt? Wäre die Formulierung gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung nicht besser gewesen?
    • who cares? 09.01.2020 08:52
      Highlight Highlight Pädophilie ist doch keine sexuelle Orientierung sondern eine sexuelle Störung.
    • Magnum 09.01.2020 10:27
      Highlight Highlight Erstens sind Sodomie und Pädophilie im Unterschied zu Homosexualität strafbar.
      Und zweitens reden wir hier nicht von einem Akt, der zwischen zwei mündigen und urteilsbewussten Menschen einvernehmlich geschieht - was die einzig akzeptable Art von Sexualität sein sollte.

      Und nein: Warum dem so ist, werde ich ganz sicher nicht diskutieren.
    • Maschele 09.01.2020 10:33
      Highlight Highlight Entscheidend für den Begriff "sexuelle Orientierung" sind Definition und Intention des Gesetzgebers, diese sind "Homo-, Hetero- oder Bisexualität", vgl. https://www.admin.ch/dam/gov/de/Dokumentation/Abstimmungen/Febbraio2020/Volksabstimmung%20vom%2009022020_Abstimmungserlaeuterungen.pdf.download.pdf/Volksabstimmung%20vom%2009022020_Abstimmungserlaeuterungen.pdf , S. 19
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 08.01.2020 23:45
    Highlight Highlight Ich wollt man könnte nein stimmen. Weil es mir mein gring nicht zugeben will, dass man eben des Seins wegen angegriffen wird.

    Aber da mein Selbstverständnis nicht Naturgesetz ist wird’s eben ein trauriges ja.
  • Makatitom 08.01.2020 19:53
    Highlight Highlight Sehr guter Kommentar, Yonni, Danke! Leider wird es nicht viel nützen, da die meisten Gegner entweder immer strikt den Befehl ihres Messias aus Herrliberg befolgen, dessen Gesinnung spätestens seit der Gruppe Schweiz - Südafrika bekannt sein müsste, oder sie befürchten dass ihre jeweiligen Rechtskreuzlerextremistensekte keine Homosexuellen mehr "heilen" dürfen, was psychisch ungefähr einem Seelenmord entspricht. Deshalb. Gibt es am 9.2. nur eines, ein dickes, fettes JA
    Makati Tom, älter, weiss, heterosexuell und überprivilegiert
  • swilly 08.01.2020 19:11
    Highlight Highlight Frau Meyer, merci für den wunderschönen Text! Ich wünschte ich könnte mich auch mal so gewählt ausdrücken wie Sie!
  • Sherlock_Holmes 08.01.2020 18:39
    Highlight Highlight Ich habe mir eben die Argumente des Nein-Komitees zu Gemüte geführt und bin sprachlos...

    «Ein Bäcker zum Beispiel, der es aus Gewissensgründen ablehne, eine Hochzeitstorte für gleichgeschlechtliche Paare zu backen, müsse mit Klagen rechnen, sagte die Berner EDU-Grossrätin Katharina Baumann. Das gleiche drohe Hoteliers, die keine Doppelzimmer an Homosexuelle vermieten wollen oder Werbeunternehmen, die Aufträge aus der LGBTI-Community ablehnten, warnen die Gegner mit Verweis auf Erfahrungen in anderen Ländern.»

    Das tönt wie in Südafrika zur Zeit der Apartheid (u. heute)!

    Mein Ja ist sicher!
    • Sherlock_Holmes 08.01.2020 19:08
      Highlight Highlight Wer interessiert ist an sachlichen, konzisen Pro- und Kontra-Argumenten, findet diese unter:

      https://www.evppev.ch/abstimmungen/abstimmungen/anti-rassismus-strafnorm/

      Für mich überwiegen die Pro-Argumente.

      Die letzten Vorfälle zeigen zudem, dass eine Erweiterung der Anti-Rassismus Strafnorm nötig ist.
    • Rabbi Jussuf 09.01.2020 02:10
      Highlight Highlight In der Tat eine gute Seite!
      Wer die letzten Jahre ein bisschen die Entwicklung in dieser Problematik verfolgt hat wird den zwei letzten Gründen Contra sehr viel Gewicht beimessen müssen. Darum von mir ein eindeutiges Nein.
  • Bruno Wüthrich 08.01.2020 18:28
    Highlight Highlight Ich werde Ja stimmen. Ohne Wenn und Aber.

    Als einer, der gerne auch mal die Dinge beim Namen nennt (mündlich oder schriftlich), fühle ich mich mit diesem Gesetz in keiner Weise eingeschränkt.

    In diesem Sinne, e Gruess an Alle,
    ein etwas älterer, heterosexueller, weisser Mann
    • Yonni Moreno Meyer 08.01.2020 20:38
      Highlight Highlight Lieber Bruno. Sie haben mir so oft widersprochen. Das habe ich geschätzt. Umso mehr schätze ich Ihre jetzige Aussage. Danke.
  • Toni.Stark 08.01.2020 17:57
    Highlight Highlight Die erweiterte Rassismus-Strafnorm kollidiert mit den Grundrechten. Dies wurde von einem Rechtsgutachten bestätigt. Sorry Yonni

    Quelle: https://www.zukunft-ch.ch/rechtsgutachten-bestaetigt-erweiterte-rassismus-strafnorm-kollidiert-mit-grundrechten/
    • Francis Begbie 08.01.2020 21:26
      Highlight Highlight Man findet immer einen Idioten der ein dem Auftraggeber passendes Gutachten erstellt.
      Die Medien finden ja auch immer einen Idioten der/die seine/ihre Meinung zu einem beliebigen Ereignis äussert. Wenn die Reporter vor Ort lange genug suchen, dann finden sie immer genau die Worte, die dem Reporter genehm sind (aus welchen Gründen auch immer) .
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 08.01.2020 21:39
      Highlight Highlight "Diese vier Säulen schweizerischer Identität sind durch die Erklärung der Menschenrechte von 1948 geschützt und stammen aus dem biblischen Menschenbild."
      Von der Webseite deiner Quelle.
      Ganz tolle Quelle.
      Ein evangelikaler Verein mit gewissen Merkmalen der Identitären.
      Ich kann auch etwas von einem Verein, der weit abseits links steht, posten und so tun als ob es vollkommen objektive Fakten wären.
    • Adualia 08.01.2020 21:43
      Highlight Highlight Tolle Propaganda-Seite hast du da.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Francis Begbie 08.01.2020 17:43
    Highlight Highlight Danke
  • Crecas 08.01.2020 17:34
    Highlight Highlight ❤️
  • ChezRyff 08.01.2020 16:47
    Highlight Highlight Wahnsinnig klug geschrieben! Die eine oder andere Formulierung merke ich mir für die nächste Diskussion zum Thema. Danke!
  • Blitzmagnet 08.01.2020 15:56
    Highlight Highlight "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"
    Ja, darf man. Aber nicht unwidersprochen.
    Ich kämpfe dafür, dass Du sagen darfst was Du sagen möchtest. Aber ich argumentiere mit aller Kraft dagegen an, was Du sagst.
    • Yonni Moreno Meyer 08.01.2020 20:39
      Highlight Highlight Das ist genau meine Aussage. Siehe meine letzte Kolumne. Ich bin sehr in deinem Team.
    • Toni.Stark 09.01.2020 14:59
      Highlight Highlight Ja und genau das wird jetzt nicht mehr möglich sein. Ein Pfarrer z.B. wird nicht mehr auslegen können aus welchen Gründen er Homosexualität als Sünde sieht. Er hat sofort eine Klage am Hals. Ich finde es wichtig, dass er es sagen kann. Die Meinung zu äussern, ohne eine Klage zu erwarten, war ein hohes Gut der westlichen Welt. Das ist nun bald vorbei.
  • AvivaVonFlatter 08.01.2020 15:25
    Highlight Highlight Danke Yonni!

    Ich finde Deinen Text wunderbar!
    Das Selbe dachte ich damals mit der leidigen Diskussion über Pflaster für mehr pigmentierte Menschen..
    Wenns für Euch kein Problem ist, warum ist es denn ein Problem ob möglichst alle(!) wählen können ob Sie ein zur Hautfarbe passendes, buntes, beiges oder braunes oder von mir aus lila kariertes Pflaster aufkleben möchten.

    Es tut doch niemandem weh wenn es plötzlich eine zusätzliche Pflastertönung gibt?

    Manchmal habe ich das Gefühl, die Menschen haben Angst weniger von etwas zu haben/bekommen wenn andere die gleichen Privilegien bekommen.
    • Bartli, grad am moscht holä.. 09.01.2020 09:19
      Highlight Highlight Meine sind hellblau mit regenbögen und schwarz mit jolly roger drauf 😊
    • just sayin' 09.01.2020 12:36
      Highlight Highlight @AvivaVonFlatter

      "Das Selbe dachte ich damals mit der leidigen Diskussion über Pflaster für mehr pigmentierte Menschen.. ...warum ist es denn ein Problem ob möglichst alle(!) wählen können ob Sie ein zur Hautfarbe passendes... ...Pflaster aufkleben möchten"

      ich sehe hier den zusammenhang zum artikel nicht.

      und zum thema "plästerli in anderen farben": den unternehmen ist freigestellt was für produkte sie herstellen. und wenn genügend nachfrage für dunkle plästerli da ist, werden sie auf ganz natürliche weise solche produkte herstellen.

      dafür braucht es keine gesetze.
    • AvivaVonFlatter 09.01.2020 17:47
      Highlight Highlight @just

      Yonni schrieb
      "Bestes Beispiel ist die Diskussion um den Schokokuss. Immer wieder las ich, man solle um so eine Lappalie doch kein solches Aufheben machen. Aber wenn’s doch für dich eine Lappalie ist und für manchen Betroffenen nicht, warum kannst du’s dann nicht einfach weglassen?"

      Ich bezog mich auf das" Aber wenns eine Lapalie... "

      Und bei den Pflästerli waren es nicht die Unternehmen die nicht wollten sondern die Konsumenten die fanden" So lächerlich, wieso brauchen den mehrpigmentierte dunkle pflästerli, sollen nehmen was es hat"

      Klarer?
  • Magnum 08.01.2020 15:24
    Highlight Highlight Homophobie ist übrigens keine Angststörung. Davon *Betroffene* leiden nicht an Angstzuständen wegen der abweichenden sexuellen Orientierung von Mitmenschen.

    Nein: Davon *Betroffene* sind einfach Arschlöcher, die meinen, über Fremde urteilen und sie wegen ihrer Andersartigkeit angreifen zu können.

    Sorry für den Klartext, und ein grosses, dickes Kompliment an Yoni für diesen Kommentar, der durchaus Grundsätzliches enthält.
    • Yonni Moreno Meyer 08.01.2020 16:41
      Highlight Highlight Ja, ich kenne das Zitat von Morgan Freeman (falls es tatsächlich von ihm ist). Ich habe mich einfach der Terminologie bedient, die im Alltag verwendet wird.
    • Magnum 08.01.2020 16:58
      Highlight Highlight Ach ja: Sorry fürs Falschschreiben Deines Vornamens, Yonni.
    • Ich hol jetzt das Schwein 08.01.2020 17:07
      Highlight Highlight @Yonni: Nein, ist es nicht: https://www.snopes.com/fact-check/scared-straight/ Aber witzig (und wahr) ist es dennoch. ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • moimoimoi 08.01.2020 15:21
    Highlight Highlight Danke für den Text, liebe Yonni. Aber weisst Du, wo das Parlament bei der Ausarbeitung des Gesetzes versagt hat? Sie wollen die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung schützen, aber haben die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität vergessen. Transpersonen sind eine schützenswerte Gruppe, die nicht vom Wortlaut des Gesetzes erfasst wird :-(
    • Toni.Stark 08.01.2020 18:01
      Highlight Highlight Ja, zum Glück! Wenn man einem Jungen, sagt du bist ein Junge dann steht dies dann unter Strafe. Meine Güte, alles Schneeflöckchen!
    • Holunderblütensirup 09.01.2020 06:23
      Highlight Highlight was sind Schneeflöckchen? Und warum sollte ihr Beispiel auch mit dem Transzusatz unter Strafe stehen? Ja sowas wie „Nur echte Frauen sind hier erwünscht, keine umgebauten“ oder Irgend sowas finde ich dann schon grenzwertig.
    • immernoharrypotterfreak 09.01.2020 09:45
      Highlight Highlight habe ich mir imfall auch gedacht, finde die erweiterung natürlich toll, aber habe mich die ganze zeit gefragt, wo denn hier noch platz für zb transsexuelle bleibt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Curly Turkey 08.01.2020 15:15
    Highlight Highlight Mein Hauptproblem bei dem Thema ist übrigens ein sprachliches. Man redet von Ausländerhass. Aber man spricht von Homophobie. Phobie heisst Angst, nicht Hass. Angst ist ein Gefühl, das teils sogar Mitleid mit der "phoben" Person auslöst. Schliesslich hat die arme Person ja Angst.

    Klar spielt bei Diskriminierung immer auch Angst mit. "Homophobe" Menschen haben wohl tatsächlich bis zu einem gewissen Punkt Angst vor Homosexuellen, daraus entsteht die Aversion.

    Ich würde jedenfalls das Wort Homophobie nicht mehr verwenden. Es vermischt Täter und Opfer.
    • Makatitom 08.01.2020 20:01
      Highlight Highlight Xenophobie?
  • Weisser Mann 08.01.2020 14:53
    Highlight Highlight Sehr schön geschrieben.

    Leider werden es diejenigen, an die der Brief gerichtet ist, nicht verstehen.
  • WatDaughter (aka häxxebäse) 08.01.2020 14:36
    Highlight Highlight An alle, die gerne immer sagen was sie möchten und dies so beibehalten wollen
    ...

    Schickt mir ein foto von euch und ich werde euch gerne sagen, was ich über euch denke - frei von der leber... mal schauen, ob ihr das auch noch lustig findet...
    • moimoimoi 08.01.2020 15:36
      Highlight Highlight Das wäre dann aber persönlich und ist bereits geschützt (Ehrverletzung, Verleumdung, etc.). Aber Du könntest das gros der Heteros aufgrund ihrer Heterosexualität beleidigen und zu Gewalt gegen sie aufrufen. Bis zur Änderung der Strafnorm bliebe das straffrei.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 08.01.2020 17:24
      Highlight Highlight Ich wollte eher darauf anspielen, dass man gerne sagt, was man will, wenn man nicht selber betroffen ist... denn dann ist leicht.
    • Reinrassiger Mischling SG 85 09.01.2020 03:06
      Highlight Highlight @häxxebäse

      Das könntest du bei mir täglich machen...juckt mich "hinä und vornä" nöd. Es ist mir egal was andere Personen über mich denken und/oder sagen...wer schon wegen ein paar "PÖSÄN" Beleidigungen einknickt hat nach meiner Ansicht ein massives Selbstwertproblem... solange man nicht tätlich angegriffen wird ist das nicht schlimm.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WatDaughter (aka häxxebäse) 08.01.2020 14:34
    Highlight Highlight Gut gebrüllt ✌ so ist es!!
  • bbelser 08.01.2020 14:32
    Highlight Highlight Danke, Yonni, für dein "Briefli" mit klarer Haltung zur so notwendigen und überfälligen Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm.
    Die Argumentation der Gegner ist mehrheitlich ein pseudo-juristisch formulierter Wust an Verwirrung um die vermeintliche Gefährdung der Meinungsäusserungs- und Gewissens-Freiheit. Und ihre Geschwätzigkeit lässt vermuten : da stehen ein paar ziemlich im Schilf mit ihrem Wunsch, Homophobie zur schützenswerten Meinung umzudeuten.
  • The oder ich 08.01.2020 14:30
    Highlight Highlight Leider ist die Reform nur halbherzig, denn zwar wird endlich der unsägliche Begriff "Rasse" aus dem Titel gestrichen, aber im Gesetzestext weiterhin aufgeführt, als ob es das gäbe. Damit wird Tätersprache implizit legitimiert. "Ethnie" wird ja bereits separat aufgezählt, und wenn man dann noch "Hautfarbe" und "Herkunft" eingeführt hätte, wäre alles, was der Nazi-Jargon eigentlich meint, abgedeckt gewesen.
    • Mutzli 08.01.2020 17:17
      Highlight Highlight 1/
      K.A. ob das der Grund ist, aber an die Adresse der blitzenden oder einfach als allgemeine Info: "Rasse" im Bezug auf uns heutige Menschen, d.h. Homo Sapiens, ist definitv ein Überbleibsel einer Zeit mit eher... fragwürdigen Ansichten. Als Begriff & Kategorie wurde das vor allem im 19 Jh. erfunden & verbreitet, vorher z.B. im Mittelalter gab es so was schlicht nicht.

      Die Wissenschaft hat inzwischen eindeutig belegt, dass es beim Homo Sapiens "Rassen" in einem biologischen Sinn schlicht nicht gibt. Wie viel anderes, ist es eine ziemlich modernes, rein soziales Konstrukt.
    • Mutzli 08.01.2020 17:23
      Highlight Highlight 2/
      Heisst freilich nicht, dass es bei uns Menschen je nach Analyse nicht möglich ist, einzelne Populationen/Gruppen etc. zu definieren & untersuchen, aber das hat herzlich wenig mit "Rassen" zu tun.

      Bsp.->Sichelzellenanämie ist genetisch bedingt und ein massiver biologischer Unterschied; doch deswegen sind z.B. Maria A. aus Italien & Shintaro B. aus Japan nicht Teil einer "Rasse".

      Aus einer Studie der NIH (https://bit.ly/2sWJrxm): "phylogenetic and genetic similarity-based concepts of race fail to be applicable to humans even under minimal rational theoretical principles [...]"
  • Kiro Striked 08.01.2020 14:19
    Highlight Highlight Doch, natürlich geht es um Sie.

    Die wilden Geschichten die ich schon zu hören bekommen habe, warum ich als Homosexueller ein Schaden für die Gesellschaft bin.

    Von "Bekommt irgendwann AHV, wird aber nie ein Kind haben, welches selbst einzahlt" über "Es ist ekelerregend wenn zwei Männer sich küssen, das gehört verboten" bis hin zu "Ich habe Angst dass mein Sohn schwul wird, wenn er mit dir Befreundet ist." (Ironie: Sein Sohn ist schwul.)

    Also doch es geht um sie und um Eingebildete Ängste. Wie kleine Kinder. Eigentlich darf man das gar nicht zur Abstimmung geben.

    • The Destiny // Team Telegram 09.01.2020 21:44
      Highlight Highlight @Kiro, inwiefern ist das Ahv Argument falsch?
      Hast du vor jemanden zu adoptieren?
  • Pitefli 08.01.2020 14:10
    Highlight Highlight Das nenn ich mal ein tolles Briefli.
    Danke für den wunderbaren Text!
  • Borki 08.01.2020 13:52
    Highlight Highlight Vor diesem Gesetz müssen tatsächlich nur Homophobe Angst haben, das stimmt. Es gibt aber schon auch ein paar "vernünftige" Argumente dagegen.
    Liberale Grundsätze etwa, welche auch das Recht auf eine sehr bescheuerte Meinung schützen wollen.
    Oder die Befürchtung, dass der Status der Homosexuellen als "Sondergruppe" erst recht zementiert wird.
    Kurz: Ich bin noch unentschlossen. Hoffentlich komme ich noch dazu, mit einem direkt betroffenen Bekannten über das Thema zu diskutieren.
    • michiOW 08.01.2020 16:05
      Highlight Highlight Ich als konservativer Menshc sage es Ihnen so:
      Sie würden nichts verlieren mit diesem Gesetz, Homosexuelle (und Andere) würden Vieles gewinnen.

      Dieses Gesetz ist keine fundamentale Änderung der Rechtslage für Sie. Es ist kein Gesetz, welches zu unnötiger Bürokratie führt.

      Stimmen Sie bitte Ja.
    • Majoras Maske 08.01.2020 17:30
      Highlight Highlight Es geht auch, zumindest für mich, weniger darum, dass jemand wegen seiner Aussagen vor Gericht landet. Mir geht es darum, dass homosexuelle Jugendliche immer noch eine höhere Suizidrate haben als Heterosexuelle. Und wenn sie zukünftig wissen, dass das sich das Volk dafür ausgesprochen hat, solches Verhalten zu ahnten, dann wissen sie zumindest, dass die Gesellschaft hinter ihnen steht. Es ist ganz was anderes, wenn man was übles hören muss und das einfach für "normal" hält, als wenn man weiss, dass dieses "normale" Verhalten nur eine Minderheit an den Tag legt.
    • Borki 08.01.2020 22:31
      Highlight Highlight @Majoras Maske: Well done, ich bin schon wieder ein Argument näher bei einem Ja!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 08.01.2020 13:51
    Highlight Highlight "Es gibt Menschen, die eben nicht als Individuum, sondern durch einen ihren Personen eigenen, nicht frei gewählten Fakt (Hautfarbe, Nationalität, usw.) nicht dem Grossteil der Bevölkerung entsprechen und man soll sie aufgrund dieses Fakts nicht diskriminieren"

    Also gehören die Merkmale alt, jung, rote Haare, braune Haare, grosse/kleine Nase, dicker Bauch, Magersucht, tiefe/ hohe Stimme, kleine/ grosse Brüste, Brillenträger, weiblich, männlich....... usw. auch in die Strafnorm.
    Dann wird für alle deutlich dass dieses Gesetz überflüssig ist.
    • Michele80 08.01.2020 23:28
      Highlight Highlight Also von Braunhaarigen, die wegen ihrer Brille im Niederdörfli verprügelt wurden, hab ich noch nie was gehört... oh... merkst du was?
    • Saerd neute 09.01.2020 09:04
      Highlight Highlight Michele80
      Haben sie im Niederdörfli jemand verprügelt?

      OK.

      Es gibt Orte und Strassen wo Prügeleien und Pöbeleien an der Tages- beziehungsweise an der Nachtortnung sind.
      Solche Orte sind auch der Polizei bekannt und können nicht als Referenz herangezogen werden.
    • just sayin' 09.01.2020 12:51
      Highlight Highlight @Saerd neute

      "Also gehören die Merkmale alt, jung, rote Haare, braune Haare, grosse/kleine Nase, dicker Bauch, Magersucht, tiefe/ hohe Stimme, kleine/ grosse Brüste, Brillenträger, weiblich, männlich....... usw. auch in die Strafnorm.
      Dann wird für alle deutlich dass dieses Gesetz überflüssig ist."

      recht gut zusammengefasst.

      leider werden menschen welche sich kritisch mit der vorlage beschäftigen pauschal als homophob beleidigt.

      es braucht nicht ein weiteres gesetz (welches 1 problem löst und andere schafft), sondern aufklärung von kindsalter an.

      mobing ist schwach - egal gegen wen
  • immernoharrypotterfreak 08.01.2020 13:41
    Highlight Highlight Danke vielmals für den schönen Text. Habe gerade gestern von diesem Komitee gelesen und einfach nur den Kopf schütteln können, weil ich nicht verstehen kann, wie mensch Gründe finden kann und überhaupt will, gegen eine Gesetzesänderung, die sich ganz einfach gegen Hass richtet, so als ob dieser in irgendeinerweise gerechtfertigt oder zu unterstützen wäre.
    Ich kann niemanden verstehen, der diese Reform nicht feiert.
  • Ralph Moses 08.01.2020 13:39
    Highlight Highlight Danke Yonni für den tollen Text! Ich befürchte leider, dass Betroffene ihn kaum lesen werden; sei es , weil der Watson Leser eher weniger homophob ist, oder weil er (der Text) schlicht die kognitiven Fähigkeiten gewisser Personen überbeansprucht...
  • Ökonometriker 08.01.2020 13:29
    Highlight Highlight Diskriminierung gehört generell verboten. Ich verstehe nicht, warum man hier eine abschliessende Liste mit Gründen führen muss. Warum soll es beispielsweise ok sein, Kleinwüchsige zu diskriminieren, Schwule jedoch nicht? Diskriminierung ist immer falsch. Egal aus welchem Grund.

    Ich stimme ja, weil Homosexuelle geschützt werden müssen. Aber ich sehe das Gesetz als verpasste Chance, eine allgemein gültige Norm festzulegen.
    • Yonni Moreno Meyer 08.01.2020 13:39
      Highlight Highlight Das ist absolut wahr. Ich habe hier einfach das als Grundlage genommen, was momentan zur Debatte steht. Dass diese weitergehen und -reichen muss, finde ich auch.
    • jackybee 08.01.2020 13:49
      Highlight Highlight Das ist ziemlich genau der Grund warum ich zu einem Nein tendiere. Je mehr man diese Strafnorm konkretisiert, je mehr schliesst man nicht erwähnte Gruppen, welche ebenfalls von Diskriminierung betroffen sind, aus. Natürlich bin ich dafür, dass Homosexuelle vor Angriffen geschützt werden, ich weiss nur noch nicht, ob das so der richtige Weg ist.
      Mal schauen, Februar ist ja noch nicht morgen.
    • Tagedieb 08.01.2020 15:40
      Highlight Highlight @jackybee
      ...auch wenn ich die Begründung nachvollziehen kann: bedenke bitte, dass dein mögliches Nein von gewissen Gruppierungen ganz anderes gedeutet werden wird (...)
      Und Betroffenen wird somit jedes nein etwas Boden nehmen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gopfridsenkel 08.01.2020 13:25
    Highlight Highlight Danke, liebe Yonni, für deine tollen Texte!
    Immer wieder eine Wohltat, die eigenen Gedanken in so tollen Worten zusammengefasst lesen zu dürfen.
  • Martina Odermatt 08.01.2020 13:15
    Highlight Highlight Das ist meines Erachtens ein sehr wichtiger Punkt und eine der Kernfragen, wenn es um Diskriminierung geht: Greift man Verhalten an oder Sein?

    #heldinbistdu
  • Heinzbond 08.01.2020 13:15
    Highlight Highlight Yonni Moreno Meyer (hetero, jung, weiss, überprivilegiert)

    Schade das es nicht ausreichend ist einfach den Namen drunter zu setzen weil es Leute geben wird diedie ein oder andere Aussage schon mal pauschal anzweifeln wenn es ihrem weltbild nicht genehm.
    Sehr deutliche und tolle Worte, dankeschön dafür.
    • bbelser 08.01.2020 16:01
      Highlight Highlight Ich finde die "Präzisierungen" in der Klammer witzig. Yonni hat für alle Überforderten die Schubladen in vorauseilender Hilfsbereitschaft schon mal weit aufgemacht... 😉
  • Ylene 08.01.2020 13:04
    Highlight Highlight Wunderbar, der Text! Als Bisexuelle danke ich dir... 😊 Um ein weiteres Bonmot zu bemühen: Hass ist keine Meinung!
    • Ruefe 08.01.2020 13:30
      Highlight Highlight Wenn man Meinung so definiert dass es eine subjektive Einstellung ist dann kann ich dieses Bonmot leider nicht unterschreiben. Die Leute die LGBT-Menschen hassen haben diese Meinung, also ist Hass eine Meinung. Sie äussern ihre Meinung, wir können ihnen dafür auch sagen ,dass sie homophobe Ignoranten sind, das ist meine Meinung.
    • zaphod67 08.01.2020 15:51
      Highlight Highlight "Hass ist keine Meinung".

      Das ist genau so ein Spruch, der blütenweiss-fluffig daherkommt, im Grunde jedoch totalitär ist. Was gemäss dem mainstream gerade als 'hasserfüllt' gilt, würde es demnach nicht verdienen, als Meinung geschützt zu werden. Die Meinungsäusserungsfreiheit ist aber gerade dazu da, unbequeme und meinetwegen für manche Leute auch ekelerregende Meinungen zu schützen. Wenn sie nur noch schützen darf, was SJW-Twitterer gerade toll finden, wird sie bedeutunglos.
    • Bruuslii 08.01.2020 17:56
      Highlight Highlight hass kann als meinung formuliert sein.

      "ich hasse xy" fällt, so wie ich es verstanden habe, nicht unter die strafnorm und ist nicht gemeint.

      "xy soll man hassen" ist ein aufruf zum hass. das muss bestraft werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • holla the forest fairy 08.01.2020 13:03
    Highlight Highlight „ Letzten Endes finde ich die Aussage «Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten» selbst zwar auch nicht unproblematisch, aber davor, dass homophobe Aussagen per Gesetz geahndet werden können, hat in Tat und Wahrheit halt nur eine Gruppe Mensch Angst: Die Homophoben.“

    Hätte nicht treffender gesagt werden können. Ich kann diese Kampagnen welche auf Ängsten des Volkes beruhen nicht mehr sehen.
    • Saerd neute 09.01.2020 09:11
      Highlight Highlight holla

      "Ich kann diese Kampagnen welche auf Ängsten des Volkes beruhen nicht mehr sehen."


      Beruht die Klimadebatte nicht genauso auf den Ängsten des Volkes?
    • holla the forest fairy 09.01.2020 09:49
      Highlight Highlight War nicht Teil meiner Aussage aber ja durchaus möglich. Von gewissen Lagern sind die einzigen Pro- oder Gegenargumente solche, welche dem Volk angst machen und Angst funktionierte in den letzten Abstimmungen wirklich gut. Ich vermisse oftmals sachliche Argumente, welche ich aber ehrlich sagen muss in der Klimadebatte eher vorhanden sind als z.B. bei der Einwanderungsinitiative.
    • just sayin' 09.01.2020 13:05
      Highlight Highlight die letzten politischen debatten beruhten alle auf angst. ungeachtet aus welcher politischen ecke sie kamen.
  • ChillDaHood 08.01.2020 12:42
    Highlight Highlight Grandios - einmal mehr.

    Ein kleiner Kritikpunkt. Es darf nicht ausschlaggebend sein, wann sich eine Gruppe Menschen herabgesetzt fühlt. In meinen Augen muss möglichst objektiv entschieden werden, ob eine Person mit einer Aussage eine Menschengruppe (oder ein individuum wegen seiner Zugehörigkeit zu solcher) unberechtigt herabsetzt und/oder zu Hass und Gewalt gegen diese aufruft.

    Dies soll in meinen Augen für Nationalität, Herkunft, Hautfarbe, Religion, Erkrankungen und sexuelle Orientierung gleichermassen gelten.
    • Yonni Moreno Meyer 08.01.2020 12:47
      Highlight Highlight Einverstanden. Ich war da zu wenig deutlich. Deshalb sollte das so objektiv und neutral wie möglich geregelt sein, jedoch schon primär die Unversehrtheit der Integrität der Betroffenen zum Ziel haben.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 08.01.2020 12:57
      Highlight Highlight @Yonni Moreno Meyer
      Wirklich gut geschrieben, und noch besser ergänzt.
      Ich ziehe meinen Hut.

      Liebe Grüße
      Bambusbjörn
      (Jahrgang 84, weiß, Heterosexuell, aus ziemlich wohlhabendem Elternhaus)
    • Rabbi Jussuf 08.01.2020 14:16
      Highlight Highlight Ihr begebt euch da auf gefährliches Terrain!
      Wer, wenn nicht jemand aus der "betroffenen" Gruppe, soll entscheiden, was diskriminierend, herabsetzend, beleidigend sei? Sind das Unbeteiligte? Welche Kriterien sollen das sein, die "möglichst objektiv" geregelt sein sollen? Und wer soll die bestimmen?
      Das läuft doch darauf hinaus, dass Ihr bestimmt, was für eine Gruppe von Menschen diskriminierend sein soll und was nicht! Das ist doch bereits eine handfeste Diskriminierung dieser Gruppen/Minderheiten als Mündel Eurer Selbstgerechtigkeit!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Do not lie to mE 08.01.2020 12:29
    Highlight Highlight 'The policeman told me, "I need to check your thinking"'
    In der UK bereits eine Realität. Harry Miller, ein ehemaliger Polizist, bringt die Polizei von Humberside vor Gericht. Obwohl ihm gesagt wurde, dass er kein Verbrechen begangen habe, sagte der Polizist zu Harry, er müsse "Ihr Denken überprüfen".
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    • just sayin' 09.01.2020 13:14
      Highlight Highlight @Do not lie to mE

      genau in diese richtung geht es
  • Test User 08.01.2020 12:24
    Highlight Highlight Ich werde definitiv Nein stimmen. Nicht weil es Homosexuelle nicht verdient haben geschützt zu werden. Eher weil es das tut was es vorgibt zu schützen. Das Gesetz selbst wird Menschen in diesem Lande immer daran errinern das Homosexuelle eine Minderheit sind, die speziell Geschützt werden muss. Es ist also unmöglich in Zukunft Homosexuelle Menschen als gleichberechtigter Teil dieser Gesellschaft anzusehen. Dazu kommt wer schützt die anderen Spektren der Regenbogenfamillie? Ist es nicht besser Gesetze zu verschärfen die jeden Menschen unabhängig von Kriterien vor Gewalt schützt?
    • Asmodeus 08.01.2020 14:57
      Highlight Highlight Deine Logik sucht seinesgleichen.

      "Ich sage nein weil es nicht weit genug geht."


      Das ist als würdest Du einen ausserordentlichen Bonus von 10 CHF ablehnen bloss weil Du eigentlich 20 CHF haben möchtest.
    • Rabbi Jussuf 08.01.2020 15:31
      Highlight Highlight Siat
      Das hast du noch sanft ausgedrückt. Mit solchen Gesetzen und der Denkweise dahinter werden Merkmale bestimmter Minderheiten wieder in den Vordergrund gezerrt und zum beherrschenden Erkennungszeichen der betroffenen Gruppe. Als Einzelner mit entspr. Merkmal wird man quasi gezwungen zu einer dieser Gruppen zu gehören. Rasse wird plötzlich wieder wichtig, wo man meinte, wir hätten das endlich überwunden. Feminismus wird befeuert aus den nichtigsten Gründen. Man sollte sich anschauen, was an amerikanischen Unis so alles abläuft!
    • Sandro Lightwood 08.01.2020 15:32
      Highlight Highlight Hand aufs Herz, wer ausser die Juristen wissen, was im ZGB so alles steht? Und die Juristen wissen das einzuordnen, glaub mir.
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