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Apple-User erhalten endlich ihr eigenes Street View. Aber ... bild: watson

Analyse

13 praktische neue Features für iPhone-User, die niemand kennt, und ein paar Bugs 😏

Mit dem neusten iPhone-Update führt Apple viele Dinge ein, die den iPhone-Alltag massiv erleichtern. Hier ein Best-Of zu iOS 13 mit ersten Eindrücken.



Hinweis: Dieser Artikel wurde fälschlicherweise zu früh publiziert, respektive bevor er wirklich fertig gestellt war. Die Redaktion entschuldigt sich für das Versehen!

Dieser Beitrag liefert eine persönliche Einschätzung des watson-Redaktors zu neuen Funktionen von iOS 13, und dazu die Info, ob es bei Android Vergleichbares gibt.

Einige der besten Features habe ich bereits in einem früheren Artikel vorgestellt, und führe sie nun mit aktualisierten Angaben und ersten praktischen Eindrücken erneut auf.

Anzumerken bleibt, dass Apple bereits am Dienstag (24. September) iOS 13.1 veröffentlichen will. Dazu gleich mehr.

Probleme mit iOS 13

Bevor wir zu den erfreulichen Neuerungen kommen, müssen wir über das weniger Erfreuliche reden ...

Ja, die Beta-Phase verlief phasenweise ruppig ...

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bild: watson / via reddit

Wie bei jedem grossen Update war zu erwarten, dass die Lancierung von Turbulenzen begleitet wird. Nachfolgend liste ich grössere bekannte Schwierigkeiten auf und verlinke auf mögliche Lösungen und weiterführende Infos.

1. «Fornite» und «PUBG Mobile» sind unspielbar

Bei der «Fortnite»-Entwicklerfirma Epic Games und «PUBG Mobile»-Entwickler Tencent liefen nach der Veröffentlichung von iOS 13 entrüstete iPhone-User Sturm. Wegen eines an sich praktischen neuen Textbearbeitungsfeatures funktioniert die Steuerung der populären Mobile-Games nicht mehr richtig, wie futurezone.at berichtet. Doch die unhaltbare Situation soll sich schon sehr bald ändern:

«Apple hat bereits eine Lösung für das Problem angekündigt. Sie soll mit dem nächsten, für kommenden Dienstag geplanten Update auf iOS 13.1 verfügbar sein. Dann soll die Textbearbeitungsfunktion nur noch dann mittels Drei-Finger-Druck aktiviert werden, wenn dies der Situation entspricht, also Nutzer tatsächlich Texte bearbeiten. App-Entwickler sollen mit iOS 13.1 auch festlegen können, in welchen Fällen die Funktion aktiv ist.»

quelle: futurezone.at

2. Bildschirmsperre lässt sich austricksen

Mit iOS 13.1 soll auch eine relativ gravierende Sicherheitslücke behoben werden, die es unter iOS 13 ermöglicht, den Sperrbildschirm auszuhebeln, um auf die Kontakte zuzugreifen. Mehr Schaden soll ein Angreifer, der physischen Zugriff auf das Gerät haben muss, abgesehen davon nicht anrichten können. Sprich: iPhone-Usern droht kein Super-GAU.

3. Zickige Mail-App

Apples Mail-App gilt seit der Beta-Testphase als Sorgenkind. Nun häuften sich laut 9to5Mac Beschwerden über einen «Kein Absender»-Fehler. Und zwar werde in der Mail-Eingangsliste nicht der Namen des aktuellen Absenders anzeigt, sondern der Platzhaltertext «Kein Absender». Daneben gebe es einige User, die sich beschweren, weil Mail-Konten keine neue E-Mail erhalten, oder das die «Ungelesen»-Zählmarke nicht stimme. Die gute Nachricht: Mit iO 13.1, das ja schon am 24. September kommen soll, wird alles vieles besser!

Übrigens: Mit der neuen Mail-App kann man Absender endlich «stumm» schalten, wie zum Beispiel einen nervigen Chef.

Damit zu den besten Features von iOS 13 ...

Vermisste Geräte wiederfinden, auch wenn sie offline sind 🧐

Die neu installierte «Wo ist?»-App kombiniert die bisherigen Apple-Apps «Mein iPhone suchen» und «Freunde». Man kann damit verlorene oder gestohlene iPhones, iPads, iPods (Touch), Mac-Computer und AirPods aufspüren.

«Mit der ‹Wo ist?›-App kannst du ein verschwundenes Gerät selbst dann finden, wenn es offline oder im Ruhemodus ist. Dazu werden Bluetooth-Signale ausgesendet, die von Apple-Geräten in der Nähe erkannt werden. Diese Geräte leiten den erkannten Standort deines Geräts an iCloud weiter, und du bekommst ihn in der ‹Wo ist?›-App angezeigt. Das alles erfolgt komplett anonym und mit End‑to‑End-Verschlüsselung, sodass niemand die Identität des gemeldeten Geräts kennt – auch nicht Apple.»

quelle: apple.com

Möglich ist dies dank eines verschlüsselten Bluetooth-Signals, einem sogenannten «Beacon» (Leuchtfeuer), das automatisch von dem verlorenen Gerät ausgesendet wird. Es muss sich lediglich ein anderes Apple-Gerät in Bluetooth-Reichweite befinden, das mit dem Internet verbunden ist. Das können (und sollen) auch Apple-Geräte von völlig Fremden sein.

Nun wird ein Ad-hoc-Mesh-Netzwerk aufgebaut, wobei die Privatsphäre gewährleistet bleibe, da die Signale abhörsicher übertragen werden. Rückschlüsse auf den Besitzer, respektive ein einzelnes Gerät seien nicht möglich. Es sei alles anonym und Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Niemand, auch Apple nicht, kenne das Gerät, das die Standortdaten mitteilt.

Weil die Übertragung im Hintergrund erfolgt, mit wenigen Bits, die sich an bestehenden Netzwerkverkehr anhängen, brauche man sich auch keine Sorgen um eine verringerte Akkulaufzeit oder den mobilen Datenverbrauch zu machen. Die Ortungsdaten lassen schliesslich über iCloud in der Kartenansicht von «Find my» anzeigen, so dass der rechtmässige Besitzer sein verlorenes Gerät wiederfinden kann.

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Alle Apple-Geräte und Zubehör in Griffweite? screenshot: icloud.com

Erster Test: Der genaue Standort der AirPods wird auf der iCloud-Webseite erst angezeigt, nachdem ich die Transport- und Ladebox geöffnet und wieder geschlossen habe.

Und für Android? ❌ Da gibt's das nicht, man kann hier also tatsächlich von einer Apple-Innovation sprechen.

Kennst du schon unsere Recherche zu Apples Aktivierungssperre?

Bedienungshilfen

Kannst du dein Handy ohne Hand bedienen? Ohne auch nur einen einzigen Finger zu rühren?!

Auf dem iPhone ist das dank Sprachsteuerung möglich, und es braucht keine WLAN- oder Mobilfunkverbindung.

Noch sind die wichtigsten (mündlichen) Befehle nur auf Englisch verfügbar, aber es ist ganz einfach 😉

Man beginnt mit:

Braucht's das? Du vielleicht nicht. Aber ganz viele Menschen schon. Apple ist in diesem Bereich führend. «Accessibility» heisst das auf Englisch, oder Deutsch: Barrierefreiheit.

Gibt’s das bei Android? ❌ Nope.

Neue Fotos-App und neuer Porträtmodus

Mit der neuen Kamera-App gibt’s einen neuen Porträtmodus für künstlerisch anspruchsvolle Knipser. Apple nennt ihn «High-Key-Licht Mono». Wer ein iPhone 8 Plus, iPhone X oder neueres Apple-Handy hat, kann damit andere und sich selbst in ganz besonders hellem Licht festhalten.

Was mindestens noch bis zum nächsten iOS-Update auf sich warten lässt, sind Multi-Kamera-Aufnahmen.

Wirklich sehenswert ist die neu gestaltete Fotos-App. Die Bilder und Videos werden Magazin-artig präsentiert.

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screenshot: watson

Schwarz ist Trumpf

Der neue «Dunkelmodus» sieht ganz passabel aus, ist je nach Tageslicht sehr angenehm für die Augen und schont bei Geräten mit OLED-Display auch den Akku. Er ist also speziell fürs iPhone X (und neuer) eine sinnvolle Verbesserung.

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Schont die Augen, und den Akku: Der Dunkelmodus lässt sich übers Kontrollzentrum ein- und ausschalten. bild: 9to5mac.com

Erster Test: Apple hat die Benutzeroberfläche und seine eigenen Apps natürlich vor der Veröffentlichung von iOS 13 für den Dunkelmodus perfekt vorbereitet. Aber auch zahlreiche Drittanbieter und App-Entwickler sind bereits soweit, wie eine fortlaufend ergänzte Liste von 9to5mac zeigt. Noch fehlen allerdings sehr viele populäre Namen, wie WhatsApp und Co., die noch nicht auf «die dunkle Seite» gewechselt sind ... dazu gehört, wir geben's zu, die watson-App. 😌

😎😎😎😎😎😎 (6 von 6)

Gibt’s bei Android? Check. ✅

Beim grossen Konkurrenten kennt man den Dark Mode schon laaaaange. Und seit Android 9 Pie ist der Augenschoner in die System-Software von Google integriert.

Ein Kontrollzentrum, das seinen Namen verdient

Mit iOS 13 hat Apple das «Kontrollzentrum» aufgemotzt, das ein schnelles Ändern von Geräte-Einstellungen ermöglicht. Man wischt nur von oben rechts nach unten, und wählt im eingeblendeten Menü die gewünschte Funktion. Neu kann man durch Drücken auf das WLAN-Symbol oder Bluetooth-Symbol eine bestimmte Verbindung auswählen.

iMessage wird Whatsappiger

Mit iOS 13 erhält die Nachrichten-App (iMessage) Profilbilder im WhatsApp- und Facebook-Messenger-Stil. Und dazu Anzeigenamen, mit denen die User den gewünschten Namen und ihr Foto mit anderen iMessage-Nutzern teilen können.

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In den Einstellungen lässt sich das Teilen persönlicher Daten freischalten. screenshot: youtube

Und die abhörsichere, Ende-zu-Ende-verschlüsselte Plattform wird mit weiteren munteren Features aufgepeppt.

Gibt’s das bei Android? ❌ Jein.

Googles hat schon viel mit Chat-Diensten experimentiert. Doch den Durchbruch geschafft hat keiner. WhatsApp und Facebook Messenger sind plattformübergreifend – und problematisch, weil sie einer Datenkrake gehören.

Mehr Speed

Apps starten doppelt so schnell als bisher, und die automatische Gesichtserkennung Face ID sei 30 Prozent schneller, hiess es an der offiziellen Vorstellung von iOS 13.

App-Downloads sind laut Ankündigung 50 Prozent kleiner, Updates sogar 60 Prozent. Dadurch sind App-Store-Downloads seltener vom 200-Megabyte-Limit betroffen.

In den ersten Stunden mit iOS 13 machen sich die versprochenen Performance-Verbesserungen kaum bemerkbar. Gefühlt starten gewisse Apps schneller auf als unter iOS 12, das würde entsprechende Versuche bei YouTube bestätigen.

😎😎😎😎😎 (5 von 6)

Und bei Android?

Google will mit Android 10 die System-Performance weiter verbessern. Noch ist das Update allerdings für die allermeisten Geräte nicht verfügbar. Ein bekanntes Dilemma, das alle betrifft, die nicht das «pure» Android geniessen.

Videos einfach bearbeiten – inklusive rotieren!

Es ist ein kleiner Schnitt Schritt für die Menschheit, aber ein grosser für iPhone-User. Neu lassen sich selber erstellte (oder importierte) Videos um die eigene Achse drehen. Und man kann sie einfach verkleinern.

👍👍👍👍👍👍 (6 von 6)

Und bei Android?

Fotografieren und Filmen ist für die meisten User unverzichtbar. Tatsächlich haben insbesondere die grossen Android-Rivalen Samsung und Huawei mächtig vorgelegt und stellen Apple mit neuen Kamera-Features in den Schatten. Immerhin gibt’s mit dem iPhone 11 nun auch einen Nachtmodus. Und die Weitwinkel-Knipserei wird massentauglich.

Swipe-Tastatur

«Swipe to type» heisst das Feature auf Englisch und ist definitiv keine Apple-Erfindung. Die 2011 lancierte, revolutionäre Eingabemethode ermöglicht es, durch das Bewegen des Fingers quer über die virtuelle Tastatur zu schreiben, inklusive automatischem Einfügen von Satzzeichen.

Apple hatte sich lange gesträubt, dafür sprangen Dritt-Anbieter von Swipe-Tastaturen in die Bresche. Doch nun gibt’s das Feature mit iOS 13 gleich für alle User.

😎😎😎😎😎 (Prädikat: sehr praktisch für Viel- und Schnellschreiber, nach einer gewissen Umgewöhnungsphase)

Und bei Android?

Swipe to type ist für Androiden ein alter Hut! Alternative Keyboards kennt man seit Jahren, als System-Funktion wurde die Wisch-Tastaturbedienung mit Android 4.2 eingeführt.

SD-Karten und USB-Sticks verwenden

Das Anschliessen von externen Festplatten, respektive SSD-Speichern, ist vor allem für iPad-User praktisch, es funktioniert aber neu auch mit dem iPhone. Wobei man einen Lightning-Adapter braucht, um das USB-Kabel einzustecken.

«Mit der Dateien-App können Nutzer nun Ordner über iCloud Drive teilen und auf Dateien von externen Speichermedien wie SD-Karten und USB Flash Drives zugreifen.»

quelle: apple.com

👍👍👍 (3 von 6)

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Das iPad Pro (2018) mit USB-C-Schnittstelle: Da steckt man den Speicherstick ein. screenshot: youtube

Mit iOS 13 kann man auf externen SD-Karten und USB-Sticks gespeicherte Dokumente in die «Dateien»-App importieren. Fragt sich nur, warum Apple so lange gewartet hat mit diesem für viele User eigentlich unverzichtbaren Feature!? 🤬

Und weil ich mich grad so schön aufrege: Das Apple-Universum basiert auch 2019 a.D. weiterhin auf proprietären Standards wie Lightning. Zumindest teilweise. USB-C lässt jedenfalls bei den iPhones weiter auf sich warten ...

Gibt’s für Android?

Bei Google lacht man sich scheckig über die «Neuerung». 😂Den bequemen und raschen Datei-Transfer über USB-Anschlüsse kennen Android-User seit je her.

Menstruations-Tage erfassen und vorhersagen

Apple hat die Health-App überarbeitet und neu gestaltet. Sie kommt nun optisch sehr ansprechend daher, und erschrickt die User mit brutal ehrlichen Tages-Statistiken.

«1 Min.» trainiert ...

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... und bald Abend. Kommt davon, wenn man den ganzen Tag am Handy, äh, rumspielt. bild: watson

Falls du es noch nicht getan hast, solltest du unbedingt den Notfallpass ausfüllen (inklusive Blutgruppe).

«Mit der Health-App kann die Hörgesundheit überwacht werden und es gibt neue Möglichkeiten, den Menstruationszyklus einer Frau zu erfassen, zu visualisieren und vorherzusagen.»

quelle: apple.com

👍👍👍👍👍

Sehr praktisch, aber das ist keine sichere Verhütungsmethode!!!

Gibt’s bei Android? ✅ Öhm, weiss nicht, ob Google das auch anbietet. Dritt-Apps können's bestimmt.

Schluss mit Tracking – «Anmelden mit Apple»

Praktisch war es ja, sich mit dem Google- oder Facebook-Profil bei fremden Online-Diensten anzumelden, statt sich jedesmal mühsam mit Benutzernamen und neuem Passwort zu registrieren. Doch gab es immer wieder Sicherheits- und Datenschutzprobleme, etwa weil Anbieter von Dritt-Apps Zugang zu sensiblen Informationen erhielten. Damit will Apple definitiv Schluss machen, und zwar dank des neuen sicheren Login-Verfahrens. Der Name: «Anmelden mit Apple».

«Jetzt kannst du dich bei Apps und Websites mit deiner vorhandenen Apple-ID anmelden. Spar dir das Ausfüllen von Formularen oder das Erstellen neuer Passwörter. Einfach auf ‹Mit Apple anmelden› tippen und nach einer kurzen Bestätigung über Face ID oder Touch ID kannst du loslegen. Apps dürfen nur nach deinem Namen und deiner E‑Mail Adresse fragen. Und wenn du möchtest, generieren wir eine einmalige E-Mail Adresse, von der alle Nachrichten an deine echte weitergeleitet werden. Wir verfolgen deine Aktivitäten nicht nach und du hast die Kontrolle über deine Daten.»

quelle: apple.com

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bild: apple

Selbst in Fällen, in denen Entwickler nach einem Namen und einer E-Mail-Adresse fragen, erhalten iOS-13-Nutzer die Möglichkeit, ihre Mail-Adresse privat zu halten und stattdessen eine einmalige zufällige E-Mail-Adresse zu verwenden.

Apple versichert, mit den User-Daten und deren Aktivitäten in Apps würden keine Profile erstellt. Für höchste Sicherheit sorgen auch – je nach Gerät – die Gesichtserkennung Face ID oder Touch ID, um sich zu authentifizieren. Zudem sei eine Zwei-Faktor-Authentifizierung integriert.

Der Haken? Dienste-Anbieter müssen das Loginverfahren zuerst integrieren. Apple macht sanften Druck:

Gibt’s für Android? ❌Jein. Wer sich mit seinem Google-Konto bei Dritt-Websites und Dritt-Apps anmeldet, gibt laut Google mehr persönliche Informationen preis.

AirPods: Songs teilen und Filme gemeinsam sehen

Eine neue Audiofreigabe für die AirPods mache es einfach, gemeinsam mit einem Freund einen Film anzusehen oder einen Song zu teilen. Man müsse einfach nur ein zweites Paar der kabellosen Bluetooth-Ohrstöpsel in die Nähe des iPhones oder iPads halten, verspricht Apple.

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screenshot: twitter

PS: Gibt’s nicht für Android. ❌

Fazit – wo bleibt das «Killerfeature»?

Der YouTuber EverythingApplePro bezeichnet iOS 13 in seinem Review als «perfektes Update». So weit würde ich nicht gehen, aber Apple hat sich doch mächtig ins Zeug gelegt. Dabei ist der Dunkelmodus zwar das am besten sichtbare neue Feature, aber definitiv nicht das wichtigste.

Das eigentliche Killerfeature ist die Benutzerfreundlichkeit. Apple hat sie gegenüber iOS 12 enorm gesteigert. Und – es geschehen noch Zeichen und Wunder – die Kalifornier haben tatsächlich auf echte User-Bedürfnisse reagiert.

Mit iOS 13 konzentriert sich Apple auf den Ausbau und die Verbesserung eines bereits ziemlich ausgereiften Systems und verzichtet auf Mickey-Mouse-Bullshit. Mal abgesehen vom Memoji-Zeugs.

Es sind sehr viele Verbesserungen, die zeigen, dass Apples Software-Entwickler, Grafiker und Gestalter der grafischen Benutzeroberfläche (GUI) bei vielen Entscheiden die wichtigste Frage (fast) immer im Auge behalten haben: Was erleichert den Usern im täglichen Gebrauch das Leben?

Text ganz einfach auswählen und kopieren. ✅

Nervige Lautstärken-Anzeige aus dem zentralen Blickfeld weg. ✅

Schluss mit lästigen Telefonanrufen. ✅

In Safari Screenshots von ganzen Seiten erstellen. ✅

Karaoke-Modus bei Apple Music. ✅

Und und und ...

Die neue Karten-App zeigt beispielhaft, dass Apple gewillt ist, alle zentralen, ja unverzichtbaren Dienste für Smartphone-User selber anzubieten, und den Konkurrenten Google wenn möglich links liegenzulassen. Noch gibts allerdings die Street-View-Alternative erst für Honolulu, San Francisco und Las Vegas. Doch viele weitere Orte werden folgen.

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bild: watson.

Mein Fazit: Apple erfüllt mit iOS 13 sehr viele seit langem gehegte User- und Entwickler-Wünsche. Es geht in die richtige Richtung. Nun sollte Apple auch bei der System-Sicherheit eine Offensive starten, wie der Schweizer IT-Sicherheitsexperte Marc Ruef unlängst in einem Interview erklärt hat.

Was weiterhin fehlt:

Aber die Kalifornier wollten bestimmt das eine oder andere knackige Feature für iOS 14 im Köcher behalten...

Und jetzt du!

Was ist dein Lieblings-Feature bei iOS 13? Und was müsste Apple unbedingt (auch) noch von Android kopieren?

Quellen

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Apple und sein Logo

Das Tiananmen-Massaker vom 4. Juni 1989

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
LeChef
22.09.2019 12:07registriert January 2016
Funktioniert die Bluetooth-Ortung auch wenn Bluetooth deaktiviert ist? Bzw. woher weiss denn das vermisste Gerät, dass es ein Bluetooth Signal senden soll, wenn es doch offline ist?
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RonaldMcDonald
22.09.2019 13:39registriert November 2018
bei Carplay kann man neuerdings andere Apps auf dem iPhone Display anzeigen, ohne dass z.B. die Navi App im Display vom Auto geschlossen wird. Sehr praktisch wenn man Beifahrer ist und trotzdem was anderes auf dem iPhone anschauen will.
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My Senf
22.09.2019 11:54registriert March 2017
Gseesch jetzt war ich z schnell und mach nochmal einen Kommentar
Die Mail-App hab ich schon vor langer Zeit entnervt 😬 gespült. Apple hat das mailen definitiv nicht erfunden!
Outlook läuft inzwischen tiptop auf iOS und ist so was von überlegen. Sprich, das Problem mit der Mail App ist gar kein Problem, dem man muss sie schlicht nicht benutzen 😀
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