Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der CEO des Alphabet-Konzerns, Sundar Pichai, wird aufgefordert, gegen «ausbeuterische» vorinstallierte Software auf Android-Geräten vorzugehen. bild: Unsplash / christian wiediger

Offener Brief an Google: Vorinstallierte Android-Apps sollen löschbar werden



Ein Artikel von

T-Online

Wer ein neues Smartphone kauft, bekommt nicht nur das Handy, sondern auch eine ganze Reihe vorinstallierter Apps. Löschen lassen sich diese nicht. Verbände fordern Google auf, das zu ändern.

In einem offenen Brief fordern über 50 Organisationen von Google, gegen vorinstallierte Programme auf Androi-Smartphones vorzugehen. Demnach solle Google dafür sorgen, dass diese Apps, sogenannte Bloatware, zukünftig von den Nutzern auch wieder deinstalliert werden können und sich an die Sicherheitsbestimmungen des Google Play Stores halten müssen.

Wo ist das Problem?

Nutzer können die vorinstallierten Apps nicht löschen, sondern maximal deaktivieren. Aber selbst nach Deaktivierung sammeln diese Apps im Hintergrund noch Daten und haben die Berechtigung, auf beispielsweise die Handykamera zuzugreifen. Die Verfasser des Briefs schreiben dazu: «Wir, die Unterzeichnenden, stimmen mit Ihnen überein: Privatsphäre kann kein Luxus sein, der nur denjenigen angeboten wird, die es sich leisten können».

Denn das Problem betrifft Nutzer von Android-Smartphones, die, im Gegensatz zu Apples iPhone oft deutlich günstiger sind. Während Google Apps, die im Google Play Store erhältlich sind, auf Sicherheit hin überprüft werden, fallen die vorinstallierten Apps aus dieser Sicherheitsüberprüfung heraus.

Was hilft?

Mehr noch: Die Apps sind fast nie im Google Play Store registriert und deshalb darüber nicht aktualisierbar. Somit haben Nutzer über die Aktualität der Apps keine Kontrolle – ein Sicherheitsrisiko. «Die Nutzer sind daher über diese schwerwiegenden Eingriffe völlig im Unklaren», schreiben die Verfasser.

Wer sich überlegt ein neues Smartphone zu kaufen und keine Bloatware auf seinem Handy installiert haben möchte, kann entweder auf Googles Pixel zurückgreifen, auf dem ausschliesslich Apps von Google selbst installiert sind, oder sollte beim Kauf auf Android-One-Geräte zurückgreifen. Hier bekommen Nutzer das Android-Betriebssystem ohne Bloatware.

Verwendete Quellen:

(sle/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Diese super-nützlichen Apps solltest du unbedingt kennen

Das passiert, wenn du «Hey Google, guetä Morgä» sagst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blitzesammler 10.01.2020 18:43
    Highlight Highlight Ich bin dafür, dass die Apps deinstalliert werden können. Bei einem Tablet meiner Tochter fressen diese Apps fast die Hälfte des Speicherplatzes. Auch bei den Verbindungen in Autos sollte ICH entscheiden dürfen welche Apps ich gebrauchen möchte oder nicht. Nicht nur z.B. Google Maps sonder auch andere, bessere (für mich)
  • Pümpernüssler 10.01.2020 16:15
    Highlight Highlight Xiaomi Handys sind doch auch Bloatware frei und sogar gerootet.
  • Rethinking 09.01.2020 23:01
    Highlight Highlight Soweit ich weiss sind alle Smartphones von Nokia mit Android-One ausgestattet und erhalten auch garantiert über mehrere Jahre Updates.

Das steckt hinter den «Facebook lässt Nutzer sehen, wer dein Profil besucht»-Postings

In letzter Zeit häufen sich auf Facebook Statusbeiträge, die vorgaukeln, man könne mit einer «exklusiven Funktion» sehen, wer das eigene Profil besucht habe. Das ist natürlich Quatsch. Diese Funktion gibt es auch im Jahr 2020 nicht. Es handelt sich um eine klassische Phishing-Falle. Anders gesagt: Kriminelle machen sich einmal mehr die angeborene Neugier des Menschen zunutze, um an die Passwörter der Facebook-Profile zu gelangen.

Die Masche der Betrüger ist fast so alt wie Facebook selbst, aber …

Artikel lesen
Link zum Artikel