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Windows 10 nervt? Hier sind 8 Gründe, die für Linux oder den Mac sprechen

Microsoft gängelt die User mit dem Update auf Windows 10. Dabei gibt es mit Apples (Mac) OS X und der Linux-Variante Ubuntu zwei gute Alternativen.



Früher mussten Apple-Kunden für neue System-Software ziemlich viel Geld hinblättern. Das ist zum Glück vorbei. Und so nehmen langjährige Mac-User mit wohligem Schaudern zur Kenntnis, was sich derzeit im Windows-Lager abspielt.

Offenbar versucht Microsoft mit allen erdenklichen Tricks, die Leute zum Umstieg auf das neuste Betriebssystem, Windows 10, zu bewegen. Bekanntlich ist am 29. Juli Schluss mit dem Gratis-Angebot, ab dann muss man fürs Upgrade blechen.

Die Nervosität hat offenbar nicht nur den Hersteller selbst ergriffen, sie grassiert auch bei bekannten Bloggern. So forderte Mobilgeeks.de die Leser wenig charmant auf: «Verdammt, nun macht endlich dieses Windows 10 Upgrade!»

In dem emotionalen Beitrag ist von abstruser Stimmungsmache (gegen Microsoft und Windows 10) die Rede. Die Linux- und Mac-User werden als schlechte Verlierer hingestellt, die nicht akzeptieren könnten, dass der Kampf um die Vormachtstellung bei den Desktop-Rechnern längst entschieden sei.

Tatsächlich spricht der weltweite Markanteil von Windows eine deutliche Sprache. Da wir aber ein Herz für die Schwächeren haben, sind hier 10 Gründe, warum uns das Mac-Betriebssystem und Linux-Varianten mehr überzeugen.

Lebenslang gratis

Die meisten Linux-Varianten kosten nichts. Niente. Nada.

Kann man das Gleiche für das Mac-System sagen? Nun ja, auch OS X ist gratis als Download verfügbar. Das geht aber nur mit Apple-Computern. Und die hatten/haben ihren Preis.

Und Windows 10? Nach dem 29. Juli könnten Nutzer das PC-Betriebssystem nur noch zusammen mit einem neuen Computer erwerben oder müssen sollen alternativ die Home-Version für 119 Dollar kaufen.

Viel (gute) Software gibt's kostenlos dazu

Für Ubuntu ist tonnenweise gute Software verfügbar. Und das Beste daran: Viele der Programme, die auf Anregung einer engagierten Open-Source-Community stetig verbessert und weiterentwickelt werden, sind gratis zu beziehen.

Einen andere Weg beschreitet Apple. Die Kalifornier stellen neben der System-Software eigene brauchbare Zusatzprogramme kostenlos (oder gegen ein kleines Entgelt) zur Verfügung. Einiges davon ist bereits auf neuen Rechnern vorinstalliert, anderes kann man herunterladen.

Einfach zu bedienen

Das Märchen, das Linux kompliziert zu bedienen sei und sich eigentlich nur für Hacker und Super-Nerds eignet, hält sich hartnäckig. Tatsächlich bieten Ubuntu und Co. alle Annehmlichkeiten eines modernen Betriebssystems. Und zwar «Out of the Box»: System starten und loslegen. 

Die benutzerfreundlichsten Computer tragen einen angebissenen Apfel. Das zeigt sich immer wieder in Kunden-Befragungen und das müssten selbst Hardcore-Windows-Fans einräumen.

Vom Auspacken eines neuen Macs bis zur Inbetriebnahme vergehen in der Regel wenige Minuten. Viele Funktionen sind selbsterklärend, wobei in den letzten Monaten auch kritische Stimmen laut wurden, die sagten, Apple müsse aufpassen, das die Magie des «It just works» nicht verloren gehe.

Und dann wär da noch die Malware-Problematik (siehe Punkt 5).

So schlägt sich ein 10-jähriges Macbook gegen einen 10-jährigen PC

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YouTube/Austin Evans

Plug'n'Play

Ob man einen neuen Drucker anschliesst oder sonst ein Peripheriegerät: Weil die Treiber-Software für das Ansteuern der neuen Hardware bereits an Bord ist, geht alles kinderleicht.

Wobei anzumerken ist, dass auch Windows 10 die erforderliche Treiber-Software übers Internet nachladen kann. Eine Erfolgsgeschichte klingt aber definitiv anders...

Mehr Sicherheit, keine weniger Malware

Windows-Rechner werden als Malware-Schleudern missbraucht, sie sind das beliebteste Einfallstor für Kriminelle, so dass ein funktionierendes Antivirus-Programm Pflicht ist.

Linux- und Mac-User sollten sich zwar auch nicht einfach zurücklehnen, doch sind die konkreten Bedrohungen um ein Vielfaches kleiner.

Unter uns: Ein Antivirus-Programm auf dem Mac ist vor allem eine gute Tat für die Windows-Kollegen, weil man sie damit vor Malware bewahren kann, die via E-Mail attackiert.

Mac-User, die ihr Gewissen beruhigen möchten, werden hier bei Macwelt.de fündig. Zitat des Fachmagazins:

«Wer zu Hause an einem Mac arbeitet, braucht keinen Virenscanner, ein Hintergrundscanner verursacht hier mehr Ärger als Nutzen. Um verdächtige Dateien und gelegentlich das System zu überprüfen, genügt ein kostenloser Scanner wie Avira oder Avast.»

quelle: macwelt.de

Bonus für Mac-User: Auf Apple-Computern kann man eine Windows-Version in sicherer Umgebung laufen lassen. Dies für den Fall, dass man ein Spezial-Programm benötigt, das es ausschliesslich für das Microsoft-System gibt. Und laut früheren Tests läuft Windows auf einem Macbook sogar besser.

Die Software läuft auch auf alter Hardware gut

Linux verträgt sich auch mit uralter Hardware, ein gutes Beispiel ist Lubuntu, das sehr geringe Anforderungen stellt. Und Apple ist seit Jahrzehnten bekannt für die lange Lebenszeit seiner System-Software. So können Macs aus dem Jahr 2009 sowie einige Modelle von 2007 und 2008 auf das aktuelle Betriebssystem OS X 10.11 El Capitan aktualisiert werden.

Natürlich läuft auch Windows 10 auf älteren Geräten passabel, doch sollte man vor der Installation auf alten Kisten unbedingt einen «Kompatibilitätsbericht» erstellen.

«Mit dem in der App zum Herunterladen von Windows 10 enthaltenen Kompatibilitätsbericht wird sichergestellt, dass Windows 10 auf Ihrem PC ausgeführt werden kann. In diesem Bericht werden zudem Probleme mit Ihren Geräten, Apps und Ihrem PC sowie weitere wichtige Informationen zum Upgrade aufgeführt.»

quelle: microsoft

Support, der seinen Namen verdient

Bei Linux ist es die Open-Source-Philosophie: Wenn Fragen auftauchen, gibt es eine hilfsbereite Online-Community.

Beim Mac ist es der Hersteller selbst, der eine bestens eingespielte Support-Maschinerie betreibt. Hier spielt der grosse Vorteil, dass Hardware und Software vom gleichen Unternehmen stammen. In den Apple Stores und bei zertifizierten Fachhändlern gibt es Gratis-Beratung und Unterstützung, bei gröberen Problemen muss man zum Portemonnaie greifen.

Schutz der Privatsphäre

Die Datensammelwut von Windows 10 hat schon letztes Jahr zu vielen negativen Schlagzeilen geführt. Datenschützer warnten, man hole sich damit eine «Abhörzentrale» ins Haus.

Apple hingegen hat früh erkannt, dass der Datenschutz ein gewichtiges Kaufargument ist. Es wird die Philosophie verfolgt, dass sensible Informationen wenn möglich auf dem Gerät gespeichert und nur mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übertragen werden. Schon bald sollen auch die iCloud-Server vor Zugriffen durch das FBI und Co. abgeschottet sein.

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