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epa07297334 The logo of China's Huawei Technologies Co. Ltd at a Huawei store in Taipei, Taiwan, 18 January 2019. Taiwan, after barring Huawei from bidding for Taiwan government contracts, is now banning the use of Huawei products in some government agencies like the Industrial Technology Research Institute and Institute for Information Industry. According to reports, several European and Asian countries have banned, or are considering banning, the use of Huawei products and have banned Huawei from providing 5G infrastructure because they suspect Huawei helps China's security services spy on foreign governments.  EPA/DAVID CHANG

Welche Firmen dürfen die lukrativen 5G-Netze bauen? Im Hintergrund läuft ein Seilziehen zwischen den Lobbyisten. Bild: EPA/EPA

Huawei darf in der EU 5G-Netze bauen – aber nur mit grossen Einschränkungen



In der Debatte um eine Beteiligung von Huawei am 5G-Ausbau empfiehlt die EU-Kommission den Mitgliedsländern, risikobehaftete Anbieter aus Kernbereichen der Netze fernzuhalten. Zugleich könnten einzelne Länder auch weitergehen, «wenn sie die Notwendigkeit dazu feststellen», erklärte die Kommission am Mittwoch.

Die Position ähnelt der Entscheidung der britischen Regierung, die am Dienstag beschloss, dass «hochriskante» Anbieter nicht im besonders sicherheitsrelevanten Kernnetz, aber in Randbereichen zum Zuge kommen können.

Die britische Regierung hat konkret entschieden, den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei nicht komplett vom Aufbau des 5G-Mobilfunknetzwerks auszuschliessen. Allerdings werde das Unternehmen vom besonders sensiblen Kernnetz ausgeschlossen, teilte die Regierung in London mit. Ausgeschlossen werden sollen chinesische Anbieter auch an sensiblen Orten wie Atomkraftwerken oder Militärbasen. Huawei könne aber einen Anteil von bis zu 35 Prozent im peripheren Netz haben, also etwa im Antennenbereich. Damit widersetzt sich die britische Regierung den USA, die einen völligen Ausschluss chinesischer Firmen fordern und mit einer Einschränkung der Zusammenarbeit der Geheimdienste gedroht haben.

Huawei begrüsste die britische Entscheidung und nannte sie «faktenbasiert».

USA üben massiv Druck aus

Nun hat auch die EU-Kommission eine Sicherheitsbewertung für das 5G-Netz vorgelegt: Die EU-Kommission räumt ein, dass in den Netzen des superschnellen 5G-Datenfunks auch Rand-Komponenten wichtige Funktionen übernehmen. Damit stiegen auch die Risiken im Zusammenhang mit Entwicklung und Update der Software.

Unter anderem wird auch in Deutschland seit Monaten darüber diskutiert, ob der chinesische Netzwerk-Ausrüster Huawei wegen Sicherheitsbedenken vom Ausbau des superschnellen 5G-Datenfunks ausgeschlossen werden sollte. Vor allem die US-Regierung warnt ihre Verbündeten massiv vor einer Spionage-Gefahr durch Huawei. Das Unternehmen weist die Vorwürfe stets zurück. Kritiker werfen den USA vor, so ihre Netzwerkausrüster schützen zu wollen, die den Anschluss an Huawei verpasst hätten.

Die EU-Kommission betonte, die Entscheidung, ob ein Lieferant als riskant eingestuft werde, müsse ausschliesslich auf Basis von Sicherheits-Abwägungen getroffen werden.

(oli/sda/dpa)

EU-Strafverfolger fordern Hintertüren im 5G-Netz für Geheimdienste und die Polizei

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 29.01.2020 17:49
    Highlight Highlight "Ausgeschlossen werden sollen chinesische Anbieter auch an sensiblen Orten wie Atomkraftwerken oder Militärbasen."

    Viel besser und vorallem vernünftiger wäre,

    1) die Bedingungen und Kontrollmechanismen auszuarbeiten, unter denen chinesische Anbieter auch "an sensiblen Orten wie Atomkraftwerken oder Militärbasen" mitwirken dürfen, und

    2) diese Bedingungen und Kontrollmechanismen gleichermassen auf alle Anbieter, chinesische und nicht-chinesische, mit gleicher Strenge anzuwenden.

    Weil so hinterlässt es den Eindruck, dass nur amerikanische Firmen uns ausspionieren und erpressen dürfen.
    • Suigarah 30.01.2020 09:40
      Highlight Highlight Das Problem bei Kontrollen ist, dass man jede verbaute Soft- und Hardware kontrollieren müsste um 100% sicher zu sein und das bis zum letzten IC und Schaltkreis. Dan hat man aber nur 1 Gerät kontrolliert. Alle weiteren gehen wieder auf Vertrauen. Aber bis eine solche Kontrolle überhaupt durch wäre sind wieder neuere Modelle auf dem Markt. Finde aber auch, dass es gewisse Kontrollen geben sollte, die für jeden Ausrüster gelten. Entweder wir betreiben fairen Wettbewerb oder wir lassen es gleich bleiben.
    • Ueli der Knecht 30.01.2020 14:20
      Highlight Highlight "Das Problem bei Kontrollen ist, dass man jede verbaute Soft- und Hardware kontrollieren müsste um 100% sicher zu sein und das bis zum letzten IC und Schaltkreis. Dan hat man aber nur 1 Gerät kontrolliert."

      Man kann und soll Kontrollen durchaus auf die ganze Supply-Chain ausdehnen, und auch zB. sicherstellen, dass verbaute Rohstoffe umweltschonend und unter Beachtung der Menschen- und Kinderrechte gewonnen wurden.

      Software soll generell Open-Source sein. Die ganzen Produktionsprozesse sollen vollkommen transparent und jederzeit überprüfbar sein. Zumindest gegenüber den Kontrollinstanzen.

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