Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Modebloggerin Anunanna und die Küste von Alanya

Modebloggerin Anunanna und die Küste von Alanya. Bild: shutterstock.com/instagram.com/anunanna/watson

Betrüger zocken Insta-Influencer in der Türkei ab: «Die haben unsere Pässe geklaut»



Eigentlich stand ein einwöchiger Trip durch die Türkei auf dem Programm. Doch am Ende fehlten «Adam sucht Eva»-Star Natalia Osada und Bloggerin Ann-Christin Weber sowie weiteren Instagram-Influencern die Reisepässe. Darüber berichten die betroffenen Blogger auf Instagram, die Bild-Zeitung hat mit Natalia und Ann-Christin über den Vorfall gesprochen.

Offenbar wurden die deutschen Blogger und Influencer von Betrügern abgezockt. In einer E-Mail seien sie von einem Reiseveranstalter namens ConstantinoTour in die Türkei eingeladen worden.

Die E-Mail habe seriös gewirkt, sagte Ann-Christin der «Bild». ConstantinoTour besitzt auch eine Webseite, die im März dieses Jahres registriert wurde. Eine Anfrage von watson an die entsprechende E-Mail-Adresse blieb bisher unbeantwortet.

So lief der «Horror-Trip» in die Türkei ab

Am vergangenen Samstag kamen die Blogger in Antalya an. Laut «Bild» wurden sie von einer Frau in Empfang genommen. Die Frau habe die Pässe kontrolliert und rund die Hälfte einbehalten.

Ein Bus habe die Influencer dann nicht in das abgesprochene Hotel gebracht, sondern in eines im zwei Stunden von Antalya entfernten Alanya. Und das ohne Absprache, der Bus sei einfach in die falsche Richtung gefahren, berichtet die ebenfalls betroffene Bloggerin Anna Ix auf ihrer Webseite. «Alle Alarmglocken haben bei mir im Kopf geleuchtet & ich bekam Panik!»

In dem Hotel in Alanya habe das Personal nichts von einer Reservierung gewusst, berichtet die «Bild». Und auch die Frau mit den Pässen sei verschwunden gewesen. Zudem hätten sich die Rückflug-Tickets als Fälschungen herausgestellt.

«Leute, die haben einfach unsere Pässe in der Türkei geklaut», informierte Natalia Osada auf Instagram ihre Follower. Die Gruppe musste auf eigene Kosten ein Hotel und die Rückflüge buchen und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Diese Instagram-Influencer sind betroffen:

In einem Instagram-Beitrag und auf ihrem Blog Fashion-Kitchen berichtet Ann-Christin über den «Horrortrip»:

«Mir fehlen für das alles die Worte. Wir können alle unglaublich froh sein, dass wir nur mit einem Pass-Diebstahl davon gekommen sind, es hätte nämlich durchaus anders enden können. Ich wünsche nicht meinen ärgsten Feinden, dass sie jemals in so eine Situation geraten ...»

Es handele sich offenbar «um ein internationales Kartell, welches wirklich skrupellos ist und das im grossen Stil betreibt».

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Seit gestern Abend bin ich wieder zu Hause. Gott sei dank. Die letzten Tage waren ein Alptraum und irgendwie bin ich immer noch nicht ganz daraus aufgewacht. Denn fast im Stundentakt bekommen wir neue Informationen zu den Vorkommnissen in der Türkei. Ich will eigentlich gar nicht mehr viel dazu sagen, denn ich habe schon alles auf dem Blog gesagt. Aber so wie es sich nun abzeichnet handelt es sich um ein internationales Kartell, welches wirklich skrupellos ist und das im großen Stil betreibt. Nicht nur Blogger oder Influencer, sondern auch ganz normale Urlauber wurden und werden betrogen und beklaut. Es ist einfach unfassbar was da passiert ist. Was ich aber noch unfassbarer finde, ist die Tatsache, dass sich Menschen an dem Leid anderer ergötzen und auch noch in dieser Situation Hass und Missgunst verbreiten. Mir fehlen für das alles die Worte. Wir können alle unglaublich froh sein, dass wir nur mit einem Pass Diebstahl davon gekommen sind, es hätte nämlich durchaus anders enden können. Ich wünsche nicht meinem ärgsten Feind, dass sie jemals in so eine Situation geraten... Unter #antalyacamp Findet ihr noch mehr Infos und andere Betroffene. Ich brauche jetzt einfach mal ein bisschen Zeit und Abstand, um das alles zu verarbeiten. Also seid mir nicht böse, wenn die nächsten Tage vielleicht nichts von mir hört. Was ich aber noch sagen möchte, das alles hat nichts mit der Türkei als Land oder Urlaubsziel zu tun. Dieser Betrügerring agiert anscheinend weltweit und sehr geschickt. Also passt gut auf euch auf. Mehr zu dem ganzen Horrortrip findet ihr im Beitrag, unter anderem auch, wie man sich verhalten und welche Ämter man aufsuchten sollte, wenn einem das auch selbst passiert oder man Probleme im Ausland hat. . https://www.fashion-kitchen.com/2019/05/pressereise-in-die-tuerkei-endet-im-desaster-reisepaesse-gestohlen.html

Ein Beitrag geteilt von Ann-Christin Weber (@fashionkitchen) am

Natalia schrieb zwei Instagram-Posts über den Vorfall. In dem letzten heisst es:

«Meine Herzen, ich verarbeite den Schock immer noch und kann es kaum glauben das es solche Menschen auf der Welt gibt [sic].»

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

ANZEIGE/WERBUNG durch Verlinkungen . . . Meine Herzen 💕, ich verarbeite den Schock immer noch und kann es kaum glauben das es solche Menschen auf der Welt gibt. Ich kann nur nochmal betonen wie glücklich ich bin, dass unsere Gruppe so gut zusammen funktioniert hat. Wir hatten so viel zusammen geplant... Anna & Ich haben uns alle Locations raus geschrieben, sie hat sogar gecheckt, um welche Uhrzeit, die Sonne wo steht, alles war bis ins letzte Detail geplant und organisiert. Ich habe mir die tollsten Kleider und Outfits von der @hyltonboutique [WERBUNG] besorgt und kann euch bis auf dieses Kleid auf dem Bild nichts zeigen...😭😔! Wir hatten die tollsten inspos geplant und uns aber auch einfach auf ein paar gemeinsame Tage gefreut voller Kreativität und power, stattdessen ist alles anders gekommen. Manchmal läuft alles eben nicht nach Plan, aber man sollte immer das beste draus machen... Wir —> @ninaayara , @anna_ix_ , @lifeofpaulp und meine Wenigkeit beschlossen den letzten tag am Strand zu genießen und die ganzen Eindrücke mal beiseite zu schieben, um uns auf das konzentrieren zu können, was uns wirklich Spaß macht... Wir lagen also in der Sonne ☀️, haben Bilder gemacht und einfach mal nicht an das gedacht, wie schlimm es hätte ausgehen können. Was ich euch damit sagen möchte, egal was euch im Leben Wieder fährt, macht immer das beste draus, auch wenn es nicht einfach ist, verliert nie euer Lächeln 😃. In diesem Sinne , wünsche ich euch einen tollen Abend und hoffe das niemand solch eine Erfahrung machen muss, wie wir es erlebt haben. ——————————————————————— #staypositive #staystrong #ocean #loveyourself #positivevibes #team #teamwork #sun #beach #beachwaves #summerdress #summerdresses #fashiondomino #ootd💗 #turkey #summervibes🌞 #fashioninspo #fashionblogger

Ein Beitrag geteilt von Natalia Osada (@nataliaosada) am

Auch das Fitness-Model Ninayara Luginbühl war unter den Abgezockten. Sie nahm den Vorfall auf Instagram mit Humor. «Wal gestrandet in Antalya – Greenpeace wurde bereits informiert.» Und dazu dieses Foto:

Influencerin Anna warnt auf ihrem Blog andere vor ConstantinoTour und schreibt:

«Vor Betrügern kann man sich nicht schützen, das Einzige, was du nicht machen darfst, ist deinen Pass abzugeben. Mach dir eine Kopie und die Kopie kannst du abgeben, wenn diese für die Einbuchung benötigt wird. Das Original niemals aus der Hand geben.»

Unter den Betroffenen sind ausserdem noch die Blogger Lisa-Marie Sauer (@lisa_marie_sauer), Anna Wein (@anunanna), eine Reise-Bloggerin mit dem Account @purpurdaria, Influencerin Asli Yanaz (@gedankenatelier), Fitness-Model Paul Pasytsch (@lifeofpaulp), Fashion-Bloggerin @miss.talina und Bloggerin @juliamariamercado.

Die Betrüger wollen die abgezockten Reisepässe vermutlich verkaufen. Laut «Bild» können mit einem deutschen Reisepass auf dem Schwarzmarkt zwischen 2000 Euro und 10'000 Euro erzielt werden.

Ann-Christin sagte der «Bild» über den Vorfall: «Nachdem ich darüber auf Instagram geschrieben hatte, meldeten sich viele User bei mir, die auch eine solche E-Mail bekamen, aber aus verschiedenen Gründen nicht mitreisen konnten. Ihr Glück! Hier wurde im grossen Stil Abzocke betrieben.» (ll/watson.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Influencer-Fails zeigen, dass auf Insta nicht alles echt ist

10 Influencer, die sich einen richtigen Job suchen dürfen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die witzigsten Memes und Karikaturen, die 1 Jahr Corona-Krise auf den Punkt bringen

Hinweis für die geschätzten User und Userinnen: Wenn die Tweets in diesem Artikel nicht sofort angezeigt werden, rufe den Kundendienst an, zähle wahlweise laut oder leise auf fünf und scrolle erst dann weiter.

Artikel lesen
Link zum Artikel