Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Datenpanne bei Microsoft: Millionen Kundendaten lagen offen im Netz

Wer in den vergangenen Jahren den Microsoft-Support kontaktiert hat, sollte sich vor Betrügern in Acht nehmen. Denn Millionen Kundendaten waren für kurze Zeit frei im Netz verfügbar im Netz.



Ein Artikel von

T-Online

Etwa 250 Millionen Datensätze des Microsoft-Kundenservices inklusive Chatverläufen lagen offen im Netz und waren so theoretisch für alle Nutzer verfügbar. Das berichtet das Sicherheitsunternehmen Comparitech in einem Blog-Beitrag.

Grund für die Datenpanne waren fünf unsicher konfigurierte Server, schreibt Comparitech. Der Datensatz umfasst dabei Einträge von 2005 bis 2019. Die Daten waren Ende 2019 für zwei Tage abrufbar, ehe Comparitech Microsoft auf den Fehler hinwies. Das Windows-Unternehmen soll sich innerhalb von 24 Stunden um das Datenleck gekümmert haben.

Welche Daten waren betroffen?

Laut Comparitech fanden sich unter den Daten sensible Informationen wie E-Mail-Adressen von Kunden, Standorte, IP-Adressen, Infos zu Support-Fällen sowie interne Notizen, die als «vertraulich» markiert waren.

Was bedeutet das für Nutzer?

Ob die Daten von Dritten abgerufen wurden, ist bisher nicht bekannt. Kriminelle können solche Daten beispielsweise nutzen, um täuschend echte Phishing-E-Mails an Microsoft-Kunden im Namen des Unternehmens zu verschicken.

Im Zusammenhang mit Microsoft kommt es auch oft zu Fällen von Telefonbetrug. Hier melden sich Unbekannte und geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus. Ziel ist es oft, das Opfer zu überreden, Fernwartungssoftware auf seinem Rechner zu installieren. Auf diese Weise können Kriminelle die Kontrolle über den Rechner ihrer Opfer übernehmen und sensible Daten abgreifen.

In beiden Fällen sollten Nutzer entweder die E-Mails löschen oder sofort auflegen. Denn Microsoft meldet sich in Support-Fällen nicht von selbst, sondern kontaktiert Kunden für gewöhnlich nur auf Anfrage.

(avr/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Vor 30 Jahren erschien Windows 1.0: Vom Urwindows bis Windows 10

«Wo finde ich jetzt dieses internet.ch?» – Eltern und Technik

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RicoH 23.01.2020 18:10
    Highlight Highlight Bei solchen Meldungen bin ich nicht unglücklich darüber, keine Microsoft-Produkte auf meinem Rechner zu haben.
    • Ökonometriker 23.01.2020 20:03
      Highlight Highlight Ein derart komplexes System wie unsere Computer ist nie sicher. Wir können nur versuchen, ein paar best practices zu verfolgen um Angreifern das Leben schwer zu machen:
      - Immer updaten
      - Nie zweimal das selbe Passwort verwenden (Lieber Passwörter in einem PW-Manager speichern, damit man sie sich nicht merken muss). Wichtige PWs auch regelmässig ändern.
      - Kritisch sein und nicht auf jeden Link klicken
      - Keine Informationen am Telefon preisgeben
      - Niemandem einfach so Zugriff auf das System gewähren. Schon gar keinem Unbekannten.
    • azoui 23.01.2020 20:09
      Highlight Highlight und alle Opfer haben dich jetzt geblizt.
    • RicoH 23.01.2020 20:26
      Highlight Highlight azoui

      Nun ja, offenbar sind die Microsoft Anhänger/Abhängigen in der Mehrheit 😉
  • Citizen321 23.01.2020 17:37
    Highlight Highlight Ich habe den Microsoft Support nie kontaktiert. Der Microsoft Support hingegen hat mich verschiedenste Male kontaktiert und mir bei Problemen mit Viren geholfen 😂
  • MartinZH 23.01.2020 17:36
    Highlight Highlight Man fragt sich schon, warum einem solch' grossen Unternehmen, wo derart viele intelligente Leute arbeiten, so etwas passieren kann. In letzter Zeit jagen sich solche Nachrichten ja fast täglich. Dabei reden alle von Digitalisierung und Datensicherheit. Aber wenn es nicht einmal ein solcher Grosskonzern im Griff hat, wo steuern wir dann hin? Wirklich unangenehm... 😔
    • azoui 23.01.2020 20:09
      Highlight Highlight Warum gehst Du davon aus, dass in einem grossen Unternehmen "derart viele intelligente Leute" arbeiten?
    • samuel_97 23.01.2020 20:14
      Highlight Highlight Auch bei Microsoft sind nicht alle intelligent. Es ist doch eher so: Umso grösser der Konzern, umso weniger hat man Kontroller über seine Mitarbeiter, deshalb kann auch mehr schief gehen.
    • RicoH 23.01.2020 20:34
      Highlight Highlight skeeks

      Tja, wer ist verantwortlich für die Auslese und Führung/Kontrolle der Mitarbeitenden?

      Auf allen Hierarchiestufen sind das die Officers/Managers/Leiter und wie die alle auch immer benannt werden. Dafür werden sie auch z.T. fürstlich bezahlt.

      Also nein, die Kontrolle sollte immer gewährleistet sein, egal wie gross das Unternehmen ist.

Microsofts Surface Duo kommt viel früher, als wir glaubten – und so sieht es aus

Das Surface Duo ist Microsofts lang erwartetes Smartphone. Nun steht der Marktstart kurz bevor. Das vielleicht innovativste Handy seit vielen Jahren könnte in den USA noch in diesem Monat in den Verkauf kommen. In der Schweiz müssen wir länger warten.

Das Surface Duo ist das seit Jahren erwartete Surface Phone. Es ist aufklappbar, läuft mit Android und natürlich auch Android-Apps. Anders als die ersten Falt-Geräte von Samsung und Huawei hat das Surface Duo kein faltbares Display, sondern zwei separate, ultradünne Screens, die durch zwei kleine Scharniere verbunden sind und sich um 360 Grad umklappen lassen (siehe das folgende GIF). Das sieht weniger schick oder futuristisch aus, dürfte indes deutlich langlebiger sein, zumal Falt-Displays …

Artikel lesen
Link zum Artikel