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Genau wissen, wann das online bestellte Gadget an der Haustür eintrifft? Check. bild: shutterstock

Tracking ist nicht schlecht, im Gegenteil: 8 eindrückliche Beispiele aus dem Alltag

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«Tracking» hat einen schlechten Ruf. Das ist vor allem auf die raffinierten Methoden von Facebook und Co. zurückzuführen, mit denen uns die Datenkraken im Internet ausspionieren.

Die digitale «Verfolgung» hat aber auch ihre guten Seiten und kann sogar Leben retten, wie wir gleich sehen. Hier sind 8 praktische Anwendungen aus dem Alltag.

Mit «Tracr» gegen Blutdiamanten

Diamanten mögen der beste Freund einer Frau sein, doch an einigen klebt Blut. Gemeint sind so genannte Konfliktmineralien, also Edelsteine, die aus Krisengebieten stammen.

Leonardo DiCaprio kämpfte sich im Hollywoodfilm «Blood Diamonds» durch den afrikanischen Dschungel und erlebte hautnah die Gefahren des illegalen Diamantenhandels.

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bild: shutterstock

Mit Hilfe der Blockchain-Technologie könnten kriminelle Machenschaften in Zukunft verhindert oder zumindest eingedämmt werden. Noch in diesem Jahr soll über die digitale Plattform Tracr ein Pilotprojekt gestartet werden. Hinter dem Vorhaben steht der weltgrösste Diamanten-Konzern, die De Beers Group.

Mit Tracr erhalte jeder Diamant eine einzigartige ID, die die Eigenschaften der Steine wie Gewicht, Farbe und Klarheit speichert. Damit lasse sich die Herkunft sicher nachweisen. Für die Käufer ist das digitale Zertifikat eine Bestätigung, die teuren Klunker ohne schlechtes Gewissen tragen zu können.

Wenn der Puls flattert

Die Apple Watch ist ein Beispiel dafür, wie mit unauffälligem Gesundheits-Tracking Leben gerettet werden kann.

Per Software-Update hat der Hersteller letzten Herbst eine neue Funktion für den Pulsmesser hinzugefügt: Seither wird eine erhöhte Herzfrequenz während einer Zeit der Inaktivität erkannt, was auf gravierende Herzprobleme hindeuten kann.

Erst kürzlich berichteten internationale Medien über Fälle, in denen die Apple Watch die Träger rechtzeitig warnte.

Gleich geht's weiter mit den Tracking-Beispielen, vorher ein kurzer Hinweis ...

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Und nun zurück zur Story ...

Den weiblichen Zyklus tracken – aus Gründen ☺️

Revolutioniert Tracking unser Sexualleben?

Nun ja, kann durchaus sein.

Nie mehr zwecks Verhütung die Pille schlucken und mit der hormonellen Belastung leben. Und bei Kinderwunsch den perfekten Tag finden, an dem es höchstwahrscheinlich klappt ...

Ava heisst das Tracking-Armband, das der Frau verraten soll, ob sie gerade schwanger werden kann oder nicht. Die Technologie wird als einfach und sicher angepriesen.

Die vier Gründer stammen aus der Schweiz

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bild: avawomen.com

Bei der vielversprechenden Firma, die kürzlich von Investoren weitere 30 Millionen Dollar erhalten hat, steht das Tracking (des weiblichen Zyklus) absolut im Zentrum.

«Unsere langfristige Vision ist es, Frauen durch alle Phasen ihres reproduktiven Lebens zu begleiten, indem wir eine datengesteuerte, klinisch erprobte Technologie anbieten, die das Leben einer Frau einfacher, gesünder und besser macht – sei es, wenn sie nur ihren Körper verstehen wollen, während sie versuchen, eine Schwangerschaft zu verhindern, schwanger zu werden, oder in die Menopause einzutreten.»

Pascal König, Mitgründer und CEO von Ava

Nie mehr Paket-Stress. Niemals. mehr.

«Wann kommt endlich mein Paket?!»

Online-Shopping macht mehr Spass, wenn die georderten Produkte zeitnah und zuverlässig eintreffen. Die Vorfreude lässt sich steigern, indem man die Auslieferung verfolgt. Das ist heute dank GPS-Tracking problemlos möglich.

Die Schweizer Post etwa bietet zusammen mit der französischen Post einen weitreichenden Service. Da können Kunden die Auslieferung von Sendungen in Echtzeit verfolgen, müssen aber nicht mehr anwesend sein bei der Übergabe.

Andere Unternehmen bieten ebenfalls Dienstleistungen an, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren: Voraussetzung sind maschinell lesbare Etiketten auf den Briefen und Paketen. Automatische Sortierstationen scannen die Spezialetiketten und leiten die Sendungen weiter. Gleichzeitig wird der momentane Aufenthaltsort in einer zentralen Datenbank abgelegt. Dadurch können befugte Personen den Versand jederzeit nachvollziehen.

Der Überraschungseffekt ist zwar weg. Aber dies gilt auch für unliebsame Überraschungen. Sprich: Keine «Wir haben Sie leider nicht angetroffen»-Mitteilungen mehr im Briefkasten. 

Schneller löschen

Wenn es brennt, zählt jede Sekunde.

Darum verwundert es nicht, dass professionelle Feuerwehren zu den absoluten Tracking-Profis gehören.

Niemand will, dass sich das Tanklöschfahrzeug auf seinem Weg zum brennenden Gebäude im Quartier XY verirrt.

Voraussetzung ist genaues und einfach zu bedienendes GIS. Das Kürzel steht für Geografisches Informations-System.

30.05.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Einsatzkraefte der Polizei und Feuerwehr stehen bei einem Brand auf dem Gelaende eines Entsorgungsunternehmens im Stadtteil Neu Hinrichsdorf vor einer Feuerwand. (KEYSTONE/DPA/Christopher Sebastian Harms)

Feuerwehreinsatz in Rostock: Tracking ist überlebenswichtig. Bild: DPA

Die Rettungskräfte vor Ort können über GIS schnell und zuverlässig Daten abrufen, die über Leben und Tod entscheiden. Etwa über Zufahrtswege, Hydranten oder Gasleitungen.

Tracking ist aber auch für die Einsatzleitung in der Kommandozentrale entscheidend: Hier müssen die Verantwortlichen jederzeit wissen, wo die Retter und ihre Geräte sind. Dazu werden GPS-Tracker in Zündholzschachtelgrösse verwendet.

Nicht zuletzt liessen sich so auch Feuerwehrleute auffinden, die während chaotischer Zustände «verloren» gehen.

Blitz und Donner: Live-Tracking von Gewittern

Beim nächsten Sommergewitter lohnt es sich, das Smartphone zu zücken oder den Laptop zu starten.

Die Website lightningmaps.org bietet Gewitter-Tracking in Echtzeit. Man kann auf der Karte das gewünschte Gebiet heranzoomen, um das Spektakel am Himmel mitzuverfolgen.

Blitze werden als rote, orange und gelbe Punkte angezeigt. Und beim Vergrössern wird auch die «akustische Donnerfront» erkennbar. Man kann also nicht nur die elektrischen Entladungen verfolgen, sondern auch den Begleit-Sound.

Die auf Google Maps basierende Gewitter-Tracking-Karte gehört zum nicht-kommerziellen Projekt Blitzortung.org. Privatleute und Wetterstationen in der Schweiz und vielen weiteren Ländern stellen ihre Messdaten kostenlos zur Verfügung.

Trotz Werbeeinblendungen am unteren Rand funktioniert die Webseite bestens auf dem Smartphone. Um den mobilen Blitz-Anzeiger im richtigen Moment zur Hand zu haben, legt man am besten ein Lesezeichen auf dem Homescreen an.

Notfall-Apps

Das Smartphone ist auf Schritt und Tritt dabei. Und kann darum auch bei lebensbedrohlichen Situationen helfen. Man nehme die Ortungsfunktion und kombiniere sie mit dem Notruf. Fertig.

Android-Smartphones und iPhones haben eine SOS-Funktion ins Betriebssystem integriert. Zusätzlich gibt es diverse Apps, die die User mit verschiedenen Rettungsdiensten verbinden.

Android ab Version 5.0 bietet die Möglichkeit, SOS-Nachrichten an mindestens vier Notfallkontakte zu schicken. Auch eine fünfsekündige Audioaufnahme sowie Fotos der Front- und Rückkamera können mitgeschickt werden.

Nur dreimal kurz hintereinander den Power-Button drücken. Allerdings muss man die SOS-Funktion zuvor einrichten – auf Samsung-Geräten findet man sie beispielsweise unter «Einstellungen» im Unter-Menü «Datenschutz & Sicherheit».

Apple bietet die SOS-Funktion seit iOS 11 an. Die Notfallkontakte müssen über die Health-App des iPhones hinzugefügt werden. Fünfmal kurz hintereinander den Power-Button drücken, schon wird – begleitet von schrillem Ton – der Notruf gewählt.

Zusätzlich werden die Notfallkontakte per Textnachricht informiert. Und auch der Standort wird übermittelt – selbst wenn die Ortungsdienste deaktiviert worden sein sollten.

Besser schlafen, dank Handy 😜

Es mag paradox klingen: Mithilfe des Smartphones kann man besser einschlafen und entspannter aufwachen.

Die Rede ist von Schlaf-Tracker-Apps. Das sind Programme, die unser Schlafverhalten aufzeichnen, analysieren und im besten Fall durch einfache Tricks verbessern.

schlafen

Bild: shutterstock

Einer meiner Favoriten heisst Sleep Cycle. Die App gibt's in einer Grund-Version kostenlos, fürs iPhone und für Android.

Sleep Cycle ist ein Smart-Wecker, der erkennen kann, ob man gerade in einer Tiefschlafphase ist. Dies schafft er durchs Auswerten von Geräuschen, die beim Schlafen zu hören sind. Aber auch durch kleinste Erschütterungen des Körpers – wobei man dazu das Handy (im Flugmodus) auf die Matratze legt.

Am nächsten Morgen werden die Schlafzyklen mit verständlichen Diagrammen angezeigt und man erkennt verblüfft, dass man wohl mehrere Male wach lag, ohne sich zu erinnern.

Wer's nicht glaubt, dass dies zuverlässig funktioniert, sollte die App unbedingt ausprobieren. Daneben gibt es natürlich eine unüberschaubare Zahl von anderen Sleep-Tracker-Apps. Nicht zu reden von Smartwatches und anderen Spezialgeräten.

Aber: Es gilt auf die Limiten von Schlaf-Trackern hinzuweisen: Solche Apps können helfen, die Schlafgesundheit zu verbessern. Aber keine der Technologien sei nachweislich so genau, um Schlafstörungen zu erkennen, mahnte kürzlich die American Academy of Sleep Medicine. Soll heissen: Die Apps ersetzen nicht den Gang zum Arzt und eine medizinische Abklärung. Sie wecken aber immerhin bei vielen Leuten das Interesse, besser zu schlafen. In diesem Sinne: Süsse Träume!

Apropos schlafen: Emily hat was gegen Kirchenglocken :)

Video: watson/Emily Engkent

Die besten Smartphones im Test

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