Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Unbekannte drohen hiesigen Firmen mit Bombenanschlägen. bild: shutterstock

«Hör mir besser zu!!!» – Schweizer Polizei warnt vor diesen Erpressermails



Cyberkriminelle verschicken derzeit Erpressermails vornehmlich an Unternehmen. Verbunden sind die Emails mit der Drohung, in der Liegenschaft eine Bombe zu platzieren, falls kein Lösegeld gezahlt werde, wie dem Internet-Portal polizei-schweiz.ch zu entnehmen ist.

Die Erpressermails seien in englischer oder deutscher Sprache verfasst. In der Betreffzeile heisse es «Better Listen To Me» oder «Hör mir besser zu!!!» Die Betrüger forderten 20'000 US-Dollar in Bitcoin. Sollte die Forderung nicht erfüllt oder die Polizei informiert werden, gehe die Bombe hoch.

Wie verhalten?

Die Polizei empfiehlt betroffenen Personen oder Unternehmen, auf keinen Fall das geforderte Lösegeld zu bezahlen. Die Betroffenen sollten im Internet recherchieren, ob bereits gleiche oder ähnliche Vorfälle bekannt seien. Ferner sei ein Eintrag der Bitcoin- Wallet-Adresse auf www.bitcoinabuse.com empfehlenswert.

Sollten wider Erwarten konkrete Verdachtsmomente bestehen, dass es sich nicht um Spam handle, sei unverzüglich die Polizei zu kontaktieren. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, sollte die örtliche Polizeistelle informiert und Anzeige erstattet werden.

Konkrete Hinweise von Unternehmen, die solche Erpressermails erhalten haben, haben die Kantonspolizeien in Schaffhausen und Basel-Landschaft in den letzten Tagen erhalten. Sie warnen ihrerseits vor dieser neuen Betrugsmasche.

Quellen:

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten

SwissCovid-App noch nicht installiert? Wir helfen dir

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • El Vals del Obrero 03.09.2020 10:00
    Highlight Highlight Wenn man davon ausgeht, dass ein grösserer Teil dieser Mails von Spamfiltern zurückgehalten und nie gelesen werden, müssten ja die ganze Zeit Gebäude in die Luft fliegen.
  • Back in Time 03.09.2020 09:26
    Highlight Highlight "Ferner sei ein Eintrag der Bitcoin- Wallet-Adresse auf www.bitcoinabuse.com empfehlenswert."

    Warum ist das empfehlenswert? Was ist das für eine Seite? Könnte Watson da nicht etwas ausführlicher schreiben?
    • acki_ 03.09.2020 09:58
      Highlight Highlight BitcoinAbuse.com is a public database of bitcoin addresses used by hackers and criminals. Criminals are moving online now more than ever. Ransomeware like wannacry is spreading everyday.

      Bitcoin is anonymous if used perfectly. Luckily, no one is perfect. Even hackers make mistakes. It only takes one mistake to link stolen bitcoin to a hacker's their real identity.

      If you or your organization have been hit by ransomware, file a report. You can then monitor bitcoin addresses reported by you and by others. Thanks for making the Internet a safer place!
    • Back in Time 03.09.2020 11:48
      Highlight Highlight Und jetzt bitte noch auf deutsch? Ich selber kann zwar englisch, aber andere hier möglicherweise nicht oder nicht ausreichend.
  • Bits_and_More 03.09.2020 07:49
    Highlight Highlight Nebst der Polizei kann auch ein Kontakt mit Melani weithelfen. Dort können solche Fälle national gemeldet werden, auch wenn es sich nur um Bagatellfälle handelt, hilft es, Trends zu erkennen.

    https://www.melani.admin.ch/melani/de/home.html
    • derEchteElch 03.09.2020 09:32
      Highlight Highlight Drohung kein Bagatellfall.

      Art. 159 (Erpressung), ja, schon nur Nötigung selbst, sind Offizialdelikte.

      Der entscheidende Faktor ist, wie ernst nimmt „das Opfer“ diese Drohung, Nötigung oder Erpressung.
    • Past, Present & Future 03.09.2020 11:32
      Highlight Highlight Eigene Erfahrung: MELANI tut in sogenannten "Bagatellfällen" gar nichts.

      Ich habe vor einer Weile eine Erpressermail gekriegt (a là: "wir veröffentlichen Bilder von dir wenn du nicht...")

      Normalerweise ignoriere ich solchen Quatsch. In dem Fall stand aber neben meinen Kreditkartendaten, meine persönlichen Daten: Name, Adresse. Geb.Datum.

      Das ist dann schon verdammt creepy...

      Auf meine Meldung bei MELANI ist keine Reaktion erfolgt... Nichtmal eine Standardantwort. Schürt nicht grad Vertrauen in die Behörde.

      Gemacht habe ich letztlich nichts, passiert ist auch nichts. Aber trotzdem..

«Gefährlichste Malware der Welt» attackiert Zürcher Spital – das musst du wissen

Fachleute bezeichnen Emotet als derzeit gefährlichste Schadsoftware der Welt. Kürzlich hat es ein Spital im Kanton Zürich erwischt. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Cyberangriff.

Unsere Spitäler sind zunehmend von kriminellen Attacken betroffen. Hacker versuchen, Schadsoftware (Malware) in die geschützten Systeme einzuschleusen. Meist mit dem Ziel, wertvolle Daten zu stehlen oder zu verschlüsseln, um ein Lösegeld zu erpressen.

Über die Kosten, die solche Ransomware-Attacken verursachen, dringt kaum etwas an die Öffentlichkeit. Im Gesundheitsbereich wolle niemand Klartext reden, man schweige das Problem tot, sagte ein IT-Sicherheitsexperte vor zwei Jahren gegenüber der …

Artikel lesen
Link zum Artikel