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Dieser imposante Sternzerstörer ist unser Ziel und muss vernichtet werden. bild: zvg

Review

«Star Wars: Squadrons» im Test – so gehen Weltraumschlachten!

Endlich gibt es nach langer Wartezeit wieder einmal ein «Star Wars»-Game, wo man sich in ein enges Cockpit zwängen darf, um an packenden Raumschlachten teilzunehmen. Dazu gibt es gratis viele wohlige Gefühle und berauschende Momente für die Ewigkeit.



Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ein wohliger Schauer über meine Haut gleitet. Egal ob das mächtige Dröhnen eines TIE-Fighters ertönt, eine vertraute Laserschuss-Abgabe durchs Wohnzimmer hallt oder bei einem heissen Dogfight bekannte Melodien aus dem Star Wars-Kosmos meine Ohren erfreuen, jedes Mal bekomme ich eine Gänsehaut und das Grinsen im Gesicht will kaum mehr weggehen.

Die Entwickler von Motive Studios haben im Auftrag von EA ein Videospiel erschaffen, das schlicht pure Krieg der Sterne-Magie abliefert. Im Fokus steht dieses Mal kein Jedi-Jüngling, der eine Heldenreise antritt oder sonst eine wichtige Figur, welche die Last der gesamten Galaxis auf ihren Schultern trägt. Nein, wir stürzen uns in «Squadrons» direkt an die Front, wo sich Piloten der Neuen Republik und Imperialisten im Weltall verbissen keine Gnade schenken und jedes einzelne zerstörte Raumschiff ein Glücksgefühl auslöst.

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Kampfpiloten der Neuen Republik machen sich auf den Weg zur nächsten Raumschlacht. bild: zvg

Mit Hirn und Geduld in die Schlacht

Wer aber nur blind im Weltall herumballern möchte, wird schnell bemerken, dass mit reiner Zerstörungswut keine schnellen Erfolge verbucht werden können. Nur mit einer grossen Portion Taktik und Geduld werden die gegnerischen Jäger in die Einzelteile zerschossen und die unterschiedlichen Missionen gemeistert.

Wenn zum Beispiel ein riesiger Sternzerstörer ausgeschaltet werden muss, sollten zuerst die Schwachstellen dieses imposanten Objektes ausfindig gemacht werden. Und wer wie ein Berserker durch ein Asteroidenfeld rauscht und wild herumschiesst, löst sich sowieso schon bald selber in Staub auf.

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Welches imperiale Raumschiffchen darf's denn sein? bild: zvg

Verteile ich meine vorhandene Raumschiffenergie gleichmässig auf Feuerkraft, Antrieb und Schutzschilde oder setze ich alles auf eine Karte? Gehe ich direkt auf Konfrontationskurs oder warte ich ab und schaue, wie mein Gegner reagiert? Welche Waffensysteme wähle ich vor der Mission aus und sollte ich statt dem üblichen X-Wing nicht doch lieber den A-Wing auswählen, der besser zu meinem Flugstil passt?

Um die Schlacht zu gewinnen oder die einzelne Mission erfolgreich durchzuführen, bedarf es nicht nur im Voraus einer Planung, sondern auch während des aktiven Dienstes muss oft schnell gehandelt werden, damit das Raumschiff in einem Stück wieder in den Hangar zurückkehren kann.

Die Macht muss draussen bleiben

«Squadrons» ist aber nicht nur auf einen wuchtigen Multiplayer-Part ausgelegt, sondern hat auch für Solisten eine Menge im Angebot. Die Story für Einzelspieler hat mit etwa sieben Stunden einen befriedigenden Umfang. Wer gleich zu Beginn den Schwierigkeitsgrad etwas höher schraubt als üblich, dürfte genügend gefordert werden.

In der Geschichte, die nach der Zerstörung des zweiten Todessterns spielt, schlüpfen wir abwechselnd in die Rolle eines Piloten der Neuen Republik und eines Imperialisten, der nicht glauben kann, dass gerade sein geliebtes Imperium auseinander bricht.

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Lagebesprechung beim Imperium, das sich immer mehr auflöst. bild: zvg

Grosse Wendungen und Story-Verstrickungen, die noch lange im Star Wars-Universum nachhallen werden, warten zwar nicht auf euch, aber beim Auftritt von einigen bekannten Figuren wird es dem Star Wars-Fan öfters warm ums Herz. Es gibt zudem sowohl bekannte Schauplätze als auch neue Welten zu entdecken.

Die jeweiligen Vorbesprechungen in der Basis laufen zwar immer nach demselben Schema ab und die Charaktere, mit denen man ein Schwätzchen halten darf, bewegen sich oft steif und emotionslos, aber da man sowieso so schnell wie möglich wieder aus dem Hangar rausfliegen möchte, um an der nächsten Schlacht teilzunehmen, seien hier die etwas lieblosen Auftritte verziehen.

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Die Neue Republik ist zwar auf dem Vormarsch, muss aber ihre Ressourcen einteilen. bild: zvg

Mittendrin statt nur dabei

Wer sich übrigens die volle Ladung geben möchte und über die nötige Zusatz-Hardware verfügt, sollte das Ganze via Virtual Reality konsumieren. Denn «Squadrons» kann mit der Playstation 4 und via PC auch in der virtuellen Ego-Perspektive gespielt werden. Und die hat es in sich.

Das Gefühl der Enge in den Cockpits wird verstärkt, der Surround-Sound lullt schön ein und beim Herumschauen stockt einem der Atem. Da ist man definitiv mittendrin statt nur dabei. Aber Achtung: Wer VR nicht so gewohnt ist und schnell unter Motionsickness leidet, dem kann es bei den heftigen Manövern, wo unten plötzlich oben ist, schnell schlecht werden.

Bisschen Gameplay-Eindrücke...

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Video: YouTube/EA Star Wars

Schweisstreibende Raumschlachten

Fazit: «Star Wars: Squadrons» ist ein Fest. Ein Fest nicht nur für alle Fans der Krieg der Sterne-Saga, sondern auch ein Fest für Actionfreunde, die auf Weltraumschlachten mit geschmeidigen Steuerungsmöglichkeiten stehen und ebenso eine Herausforderung suchen. Denn einfach nur wild herumballern funktioniert hier nicht. Für welche Seite man sich im Multiplayer auch entscheidet, Taktik und ein Gespür für richtige Entscheidungen in Schlüsselmomenten sind wichtig, um seinen Raumgleiter wieder sicher in den Hangar zu bringen.

Die Kampagne hat zudem eine ordentliche Länge und bereitet perfekt für die Multiplayerschlachten vor, wo dann erst die richtigen Herausforderungen warten. Der Langzeitspass ist bei «Squadrons» also gesichert. Und wer kann und es vor allem aushält gibt sich das Ganze in der virtuellen Realität, um hautnah spannende und auch wahrlich schweisstreibende First-Person-Raumschlachten zu erleben, die sich richtig gut anfühlen.

«Star Wars: Squadrons» ist erhältlich für Playstation 4, Xbox One und PC. Freigegeben ab 12 Jahren.

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