Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Zum Note 9 wissen wir schon fast alles – trotzdem wird der Galaxy-Event spannend ... screenshot: youtube

Heute ist Samsung-Show – mit «Fortnite» für Android?

Angeblich wollen die Südkoreaner Käufer des Galaxy Note 9 mit einem exklusiven Game-Deal locken. Das Vorhaben könnte in einem Fiasko enden.



Heute präsentiert Samsung einen neuen Android-Boliden, das Galaxy Note 9, eine neue Smartwatch («Galaxy Watch») und mehr. Der Live-Stream startet um 17 Uhr (MEZ).

Dank diverser Pannen bei den Südkoreanern, sprich Leaks, ist bereits vieles bekannt. Dazu unten mehr. Doch zunächst müssen wir über «Fortnite» für Android reden.

Bestätigen sich die Gerüchte, dann hat Samsung einen exklusiven Deal mit den Machern des derzeit populärsten Games abgeschlossen. Demnach wird heute Abend auch «Fortnite» für Android angekündigt – und vermutlich in einer ersten Phase ausschliesslich auf dem Galaxy Note 9 verfügbar sein.

Schon früher hatte sich Samsung zeitlich begrenzte Exklusiv-Deals für populäre Apps und Spiele gesichert. Von dem jüngsten Marketing-Coup erhoffen sich die Südkoreaner wohl, die ins Stocken geratenen Smartphone-Verkäufe anzukurbeln.

Bekanntlich lag die weltweite Nachfrage nach dem Galaxy S9 und S9 Plus deutlich unter den Erwartungen. Dies räumte das Unternehmen Ende Juli selber ein.

Marketing-Coup oder PR-Albtraum?

9to5Google zufolge wird «Fortnite» die ersten 30 Tage exklusiv auf dem Note 9 laufen, das unter anderem einen leistungsstarken Akku (4000 mAh), bis zu 1 Terabyte Speicherplatz und vor allem einen mächtig aufgemotzten Digitalstift («S Pen») bietet.

Käufer sollen als zusätzlichen Anreiz «V-Bucks» im Wert von 100 bis 150 US-Dollar als Geschenk erhalten.

V-Bucks? So heisst die virtuelle Spielewährung, mit der die «Fortnite»-Entwicklerfirma Epic Games mittlerweile mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz erzielt hat.

Der Löwenanteil stammt von Konsolen-Spielern, doch winken auch mit der Android-Version saftige Einnahmen: Das zeigt der Blick zu Konkurrent Apple: In weniger als einem halben Jahr seit der Lancierung der iOS-Version ist «Fortnite» auf mehr als 100 Millionen iPhones und iPads heruntergeladen worden und hat einen Umsatz von über 160 Millionen Dollar erzielt.

Bild

«Fortnite» – ein Battle-Royale-Spiel – hat die Welt im Sturm erobert. bild: epic games

Angeblich soll der Vorverkauf für das Galaxy Note 9 am 14. August starten und zehn Tage später könnte das neue Samsung-Smartphone im Handel erhältlich sein.

Kurz vor der Vorstellung ist ein offizielles Promo-Video zum neuen Flaggschiff-Produkt «versehentlich» im Internet gelandet, so dass wir bereits wissen, was uns erwartet:

Bleibt die aus Sicht vieler Android-User bange Frage, wann «Fortnite» auf Nicht-Samung-Geräten verfügbar sein wird? Falls die im Netz kursierenden Informationen stimmen, ist es frühestens am 23. oder 24. September soweit.

Vielleicht müssen sich die Mobile-Gaming-Fans noch viel länger gedulden: Anfang August wurde kolportiert, «Fortnite» werde nach der Exklusiv-Phase fürs Galaxy Note 9 während weiteren 60 bis 90 Tagen nur auf Samsung-Geräten laufen.

Aus dem Marketing-Coup könnte ein PR-Albtraum werden, prognostiziert Ben Schoon von 9to5Google. «Fortnite» sei ein weltweites Phänomen mit einigen der grössten Fans, die er je gesehen habe. Wenn sie durch einen um vier Monate verzögerten Start verärgert würden, sei mit Unruhen zu rechnen.

Damit nicht genug, könnten Kriminelle die Gunst der Stunde nutzen, um ungeduldige Android-User zu attackieren.  

Droht eine Malware-Apocalypse?

Die «Fortnite»-Entwicklerfirma hat bereits offiziell bestätigt, dass die Android-Version nicht über den wichtigsten Vertriebskanal für Android-Apps lanciert wird. Epic Games lässt den Google Play Store links liegen und will das Gratis-Spiel über die eigene Website zum Download anbieten.

Der Schritt erfolgt aus finanziellen Überlegungen: Wenn man «Fortnite» im Play Store anbieten würde, müsste das Unternehmen 30 Prozent der Einnahmen (aus den In-App-Käufen mit V-Bucks) an Google abtreten. Angesichts eines weltweiten User-Potenzials von 300 Millionen Android-Smartphones entginge den Game-Entwicklern wohl ein Milliardenbetrag.

Stattdessen sollen die Android-User «Fortnite» manuell auf ihrem Gerät installieren – und müssen dazu vorübergehend einen zentralen Sicherheitsmechanismus von Android deaktivieren: Denn an sich verhindert das Betriebssystem die Installation von Apps, die nicht aus dem Google Play Store stammen.

Das Vorgehen hat bereits für einigen Unmut und heftige Kritik gesorgt. IT-Sicherheitsexperten wenden ein, das der Vertrieb ausserhalb des Play Stores beträchtliche Risiken mit sich bringe:

Schon länger würden Sicherheitsexperten vor gefälschten Android-Versionen warnen, berichtet Spiegel Online. Das Interesse ist riesig, YouTube-Videos erhalten viel Aufmerksamkeit.

«Viele dieser neuen Spieler sind vielleicht nicht mit den besten Praktiken vertraut, um ihre Geräte vor Angriffen zu schützen.»

quelle: xda-developers.com

Auf welchen Android-Geräten wird «Fortnite» laufen? 

Die Entwicklerfirma macht offiziell noch keine Angaben, jedoch soll eine Auflistung der kompatiblen Android-Geräte über den Quellcode der Epic-Games-Website geleakt sein.

Demnach wird «Fortnite Mobile» zum noch unbekannten Starttermin auf folgenden Handy-Modellen laufen:

Was ist mit anderen Handys?

Der Grund, warum die Liste oben so kurz ist, sei wahrscheinlich, dass Epic Games das Spiel für jedes Android-Gerät teste und optimiere. Nicht aufgeführte Smartphones wie das Essential Phone, die Pixel-Handys der ersten Generation oder das Sony Xperia XZ2 (und einige mehr) dürften später folgen.

Interessant ist der Vergleich mit Apples mobiler Plattform iOS: «Fortnite» läuft nicht auf den älteren iPhone-Modellen 5S, 6 und 6 Plus sowie auf dem iPod Touch.

Das könnte dich auch interessieren:

Mit Gamen Geld verdienen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Qantas will Impfpflicht für Flugreisende

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Review

11 Dinge, die jeder Android- und iPhone-Nutzer über das Fairphone 3 wissen sollte

Die dritte Auflage des Fairphones klingt nicht nur in der Theorie gut, das Android-Smartphone macht auch im Alltag Spass – wenn man über ein paar Schwächen hinwegsehen kann.

«Das Fairphone 3 ist da – und es ist das erste faire Handy, das wirklich gut ist», schrieb watson Ende August, als das Smartphone erstmals präsentiert wurde. Nach meinem mehrwöchigen Test kann ich dies ruhigen Gewissens unterschreiben.

Der niederländische Hersteller hat im dritten Anlauf vieles richtig gemacht. Wer mit dem neuen Fairphone liebäugelt, sollte aber auch dessen Schwächen kennen. Kommen wir also ohne weitere Umschweife zu den Erfahrungen meines Alltagstests.

Um es vorwegzunehmen: Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel