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Diese Apps werden wegen des Coronavirus plötzlich von der halben Schweiz genutzt

Die Corona-Pandemie hinterlässt auch in den App-Stores von Apple und Google ihre Spuren. Besonders nützlich und gefragt sind nun diese Apps.



Normalerweise belegen Apps wie WhatsApp, Instagram und TikTok die ersten Plätze in den App-Stores für iOS und Android. In der aktuellen Situation werden nun ganz andere Apps wichtiger. Ein Überblick.

Apps fürs Home Office

Ein Blick in die App-Stores zeigt: In der Schweiz werden derzeit vor allem berufliche Chat- und Kommunikationstools wie Microsoft Teams, Zoom und Skype rege heruntergeladen. Auch die Gruppenvideo-Chat-App Houseparty ist momentan ein Renner.

So sieht es heute in Apples App Store aus:

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App-Charts: Stand 18. März 2020. screenshot: apple app store

Und so im Google Play Store:

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App-Charts: Stand 18. März 2020. screenshot: apple app store

Aktuell beliebte Home-Office-Apps (Auswahl)

Der Home-Office-Boom befeuert vor allem viele Microsoft- und Google-Apps: In Apples App Store befinden sich aktuell zehn Microsoft Apps in den Top 50, davon vier in den Top 10.

Nebst dem Überflieger Microsoft Teams werden auch klassische Büro-Apps wie Outlook, Office, OneDrive und Edge seit Tagen intensiv installiert.

Auch der grosse Rivale Google hat im App Store acht Apps in den Top 50. Anhand der deutlich schlechteren Chart-Platzierungen lässt sich aber erahnen, dass Google weit weniger vom Home-Office-Boom profitiert.

Info- und News-Apps

Gleich nach den Home-Office-Apps folgen in den App-Stores nun zahlreiche News-Apps der grössten Schweizer Medien. Logisch, das Informationsbedürfnis ist in diesen Tagen gewaltig. Die meisten Medien dürften aktuell doppelt so viele Nutzer zählen. Diverse News-Apps befinden sich Stand heute in den Top 100 der App-Charts, teils gar in den Top 10, was sehr aussergewöhnlich ist. (Die News-App von watson kannst du übrigens hier herunterladen.)

Ebenfalls stark gefragt ist die Informations-App AlertSwiss des Bundes, die derzeit in Googles Play Store auf Rang 8 und in Apples App Store auf Rang 16 figuriert. Auch die App «Travel Admin - Reisehinweise» des Eidg. Departements für Auswärtige Angelegenheiten ist so populär wie nie.

Corona-Hilfe-Apps

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Unterstützung organisieren in der Corona-Krise mit der App Five up.

Die Corona-Pandemie spült auch neuere und noch kaum bekannte Apps wie «Five up - Connect your help» fast ganz nach vorne in die App-Carts (Rang 5 bei Google, Rang 10 bei Apple). Mit Five up soll man leichter Unterstützung für sich oder (ältere) Mitmenschen in der Corona-Situation organisieren können. Sei es einen Babysitter in der Nachbarschaft, einen Fahrdienst für die Grosseltern oder den Mittagstisch im Quartier.

«Mit Five up können sich Privatpersonen, Vereine und Organisationen auf einfachste Weise mit Freiwilligen vernetzen», heisst es auf fiveup.org. Hinter dem Projekt stehen das Schweizerische Rote Kreuz und die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft.

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So funktioniert Five up. Video: YouTube/Info Five up

Apps für Lebensmittel

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Wer nicht mehr in den Supermarkt gehen möchte, kann auf Apps wie Farmy ausweichen.

Lebensmittel im Netz bestellen kann man zwar seit vielen Jahren, das Kundeninteresse war aber bescheiden. Auch das ändert sich nun. Die Bestell-Apps von Migros und Coop tauchen plötzlich in den vorderen Regionen der App-Stores auf.

Das Problem: Die Lieferdienste werden zurzeit von Anfragen überrannt. Bei LeShop muss man mehrere Minuten warten, um überhaupt mit dem Online-Einkauf beginnen zu können und man wird darauf hingewiesen, dass der nächste mögliche Liefertermin der 31. März sei. Auch Coop@Home warnt, dass die Liefertermine für mehrere Tage ausgebucht seien. Man arbeite daran, die Kapazitäten zu erhöhen.

Da nun auch die Restaurants geschlossen bleiben, greifen offenbar viele Menschen auf Essenlieferdienste zurück. Am populärsten in der Schweiz sind laut App-Charts Eat.ch und Uber Eats.

Apps zum Lernen

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Platz 6 in den App-Charts: Sehr viele Lehrer und Schüler installieren gerade Google Classrom. screenshot: Apple app store

Nicht nur viele Büros sind verwaist, auch die Schulen. Und dies zeigt sich ebenfalls in den App-Stores. Besonders gefragt für den Online-Unterricht ist offenbar Google Classroom (Rang 6 im App Store). Das Tool ermöglicht Lehrerinnen und Lehrern beispielsweise Übungsaufgaben papierlos zu erstellen und online an die Schüler auszuteilen. Die Aufgaben können dann auf dem Smartphone, Tablet oder am Computer gelöst werden.

Wer glaubt, dass nun alle brav zu Hause lernen würden, ist natürlich schief gewickelt: Die Voice- und Text-Chat-App Discord für Gamer hat bereits Platz 11 im Play Store erklommen, Tendenz rasch steigend.

Trend-Charts: Das sind die aktuellen Aufsteiger im Play Store

Mit Skype, Microsoft To Do: Liste und Microsoft Authenticator ist Microsoft gleich drei Mal in den Trend-Charts des Google Play Stores vertreten. Die grössten Aufsteiger im Moment sind aber die erwähnten Apps Five Up und Google Classroom.

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screenshot: google play store

Übrigens: Google und Apple haben den Coronavirus-App-Profiteuren einen Riegel geschoben. Nutzlose oder betrügerische Apps, die mit der Corona-Angst die Nutzer abzocken wollen, werden konsequent aus beiden App-Stores verbannt.

Kennst du weitere nützliche Apps für die Corona-Zeit? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
YB98
18.03.2020 20:18registriert February 2016
Seit Januar wieder zuoberst😂
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anon
18.03.2020 22:00registriert September 2016
Ich habe bei uns im Unternehmen vor zwei Jahren alles auf Office 365 umgestellt und auch die Vorteil von Teams erläutert. Hat niemand gebraucht. Kürzlich kam mein Chef zu mir und sagt mir, wir müssen dieses Microsoft Teams haben.
Chef, haben wir seit zwei Jahren...
2003
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Bynaus
18.03.2020 20:33registriert March 2016
TeamViewer - einfacher Fernzugriff auf andere Computer. Wenn die Eltern, statt ihren Ruhestand auf Reislis zu geniessen, lieber zu Hause am Computer Fotoalben basteln, taucht sicher früher oder später ein Problem auf, das sich so viel schneller lösen lässt. Oder für IT Support aus dem Homeoffice. Etc.
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22

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