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Aline Trede, GP-BE, haelt ein rotes Schild in die Hoehe als Abstimmungsvorgabe fuer ihre Fraktion, an der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete zur Corona-Krise, am Dienstag, 5. Mai 2020 im Nationalrat in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet die ausserordentlichen Session in der Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Politik in Corona-Zeiten: Der Starttermin für die Schweizer Proximity-Tracing-App, die von DP-3T entwickelt wird, hängt noch von verschiedenen Faktoren ab. Bild: KEYSTONE

Analyse

Corona-Warn-App ist «demnächst» bereit, aber der Start könnte sich massiv verzögern

Die vom Forschungskonsortium DP-3T entwickelte Corona-Warn-App ist technisch fast einsatzbereit, doch mit der offiziellen Lancierung muss die Schweizer Regierung wohl noch länger warten.



Das Wichtigste in Kürze:

Der Bundesrat muss ein dringliches Bundesgesetz ausarbeiten, um die App in der Schweiz offiziell lancieren zu können. In der Sommersession im Juni soll es vom National- und Ständerat verabschiedet werden. Mit der breiten Lancierung der App sei frühestens im Juli zu rechnen, schreibt srf.ch.

Wenn es nach dem Bundesrat geht, soll die Proximity-Tracing-App schon vorher zum Einsatz kommen, in einer Testphase, die «demnächst» starten und mehrere Wochen dauern soll, wie Gesundheitsminister Alain Berset erklärte.

Ständerat und Nationalrat haben sich für die dezentralisierte Lösung ausgesprochen, wie sie das Forschungskonsortium DP-3T unter Führung der Eidgenössisch-Technischen Hochschulen Lausanne und Zürich entwickelt hat.

Der Epidemiologe Marcel Salathé vom DP-3T-Team sagte am Dienstag in einem Online-Hearing mit Parlamentariern, dass die App wie angekündigt bis «Mitte Mai» bereit sei.

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Das öffentliche Online-Hearing fand auf Einladung der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit statt. Marcel Salathé informierte über die geplante App. screenshot: twitter

An der über YouTube gestreamten Konferenz wurde von einem Parlamentarier die Befürchtung geäussert, dass sich die Lancierung «massiv» verzögern könnte, weil eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden müsse.

Dies bestätigte sich am Abend, als der Nationalrat über eine entsprechende Motion beriet. Die Meinungen der Politikerinnen und Politiker, was sinnvoll und nötig sei, bezüglich gesetzlicher Regelung, gingen weit auseinander.

Der Entscheid fiel schliesslich klar aus.

«App-Zwang» in Schweizer Restaurants verhindern

Das eidgenössische Parlament will, dass die Nutzung einer Corona-Tracing-App auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, die die vom Bundesrat und von DP-3T vorgegebene Freiwilligkeit explizit gewährleistet. Es soll beispielsweise nicht möglich sein, dass Restaurants Gäste nur bewirten, wenn diese die Corona-Warn-App auf dem Handy haben.

Dienstleistungen dürften nicht an die App geknüpft werden, solches müsse in den Grundlagen klar geregelt sein, sagte Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne/ZH) im Namen der Staatspolitischen Kommission (SPK), die eine entsprechende Motion eingereicht hatte.

Es gehe nicht darum, den Bundesrat bei der Einführung der App auszubremsen, sagte FDP-Nationalrat Damien Cottier (FDP/NE) als Sprecher der Kommission. Für die breite Lancierung der Proximity-Tracing-App gebe es zurzeit aber keine genügende gesetzliche Grundlage. Und diese sei nötig, gehe es doch bei der App – obschon sie freiwillig sein soll – um einen potenziellen Eingriff in die Grundrechte.

Der Nationalrat stimmte der Motion mit 127 zu 55 Stimmen bei 11 Enthaltungen zu. Er wies einen Einzelantrag von Barbara Steinemann (SVP/ZH) auf Ablehnung ab.

Der Ständerat hatte schon am Montag einen gleich lautenden Vorstoss angenommen.

Die parlamentarischen Entscheide verlangen auch, dass nur technische Lösungen zugelassen werden, die keine personenbezogenen Daten zentral speichern. Das entspricht genau der dezentralen «Schweizer Lösung», die das Konsortium DP-3T unter Leitung der Eidgenössisch-Technischen Hochschulen Lausanne (EPFL) und Zürich (ETHZ) entwickelt.

Die Arbeiten für diese App seien bereits sehr weit fortgeschritten, hatte Gesundheitsminister Alain Berset in der Debatte im Parlament eingewendet. Es werde ein hoher Schutz der Daten, die Dezentralität und die Freiwilligkeit berücksichtigt. Dadurch bestünden gemäss Epidemiengesetz (EpG) die gesetzlichen Grundlagen bereits. Die Motion sei unnötig.

Das Parlament folgte Bersets Appell nicht. Es braucht demnach ein spezielles Gesetz für die Corona-Warn-App.

Die entsprechende Vorlage solle in der Sommersession im Juni von beiden Räten verabschiedet werden, schreibt srf.ch.

Dieser Zeitplan für die Schaffung der vom Parlament geforderten gesetzlichen Grundlagen sei «sehr sportlich», liess allerdings der Gesundheitsminister verlauten.

Wann genau kommt die Schweizer App?

Das ist offen. Aus mehreren Gründen:

In einer ersten Phase könne die Schweizer Corona-Warn-App ohne spezifische gesetzliche Grundlage getestet werden, hatte SPK-Kommissionssprecher Cottier verlauten lassen. Dies sei im Datenschutzgesetz so geregelt. Nach der Testphase brauche es aber die gesetzliche Grundlage.

Fraglich ist, ob die Corona-Warn-App in einer Testphase von genügend Leuten installiert werden kann, um eine beachtliche Wirkung zu erzielen.

Letzte Woche hatte der Bundesrat in einer schriftlichen Antwort auf die Motion informiert, dass die Regierung am 8. Mai über die Kommunikationsstrategie zur Lancierung der Schweizer Corona-Warn-App orientiert werde. Der Lead liegt beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), das auch das Vorgehen mit den Kantonsärzten koordinieren muss.

«Technisch gesehen sind wir Mitte Mai bereit», bekräftigte Marcel Salathé am Online-Hearing mit Parlamentariern. Er sagte auch, dass die Schweizer Corona-Warn-App nicht ohne die Schnittstellen von Apple und Google lanciert werde.

Die beiden US-Techkonzerne haben von DP-3T nicht nur das Konzept einer dezentralen verschlüsselten Speicherung von Kontaktlisten auf den Smartphones übernommen, sondern befinden sich aktuell mit dem Konsortium in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess.

Die geplante Proximity-Tracing-App verfolgt anhand verschlüsselter Bluetooth-Daten von Smartphones zurück, wer in Kontakt mit einer positiv auf das neue Coronavirus getesteten Person gewesen ist, und informiert die betroffene Person, dass sie sich infiziert haben könnte. Sie sollte dann (freiwillig) eine Telefon-Hotline des Bundes anrufen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Allenfalls sollen sich Betroffene dann testen lassen oder in Quarantäne begeben.

Funktioniert die Schweizer App im Ausland?

Das ist geplant, dürfte aber noch länger dauern.

Die Schweizer Proximity-Tracing-App soll länderübergreifend funktionieren, so dass Schweizer Bürger, die sich (nach den Grenzöffnungen) im europäischen Ausland aufhalten, ebenfalls vor einer möglichen Infektion gewarnt würden. Ermöglichen soll dies ein sicherer, datenschutzkonformer Datenaustausch zwischen den staatlichen Servern.

Am Dienstag informierte das DP-3T-Team via Twitter, dass es mit Entwicklern und Designern aus Deutschland, Estland, Finnland, Italien, Österreich und Portugal zusammenarbeitet. Ziel ist eine länderübergreifende Funktionsweise (Interoperabilität) der nationalen Corona-Warn-Apps.

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screenshot: twitter

Voraussetzung ist, dass die nationalen Corona-Warn-Apps dem dezentralen Ansatz der Datenspeicherung entsprechen (also die sensitiven Daten nur auf den Mobilgeräten speichern). Dies schliesst Grossbritannien und Frankreich aus, die zentralisierte Tracing-Systeme lancieren wollen. In England sind bereits entsprechende Tests angelaufen.

Von den Schweizer Nachbarländern verfügt bislang einzig Österreich über eine aktive Corona-Warn-App, jedoch muss die Software erst noch auf die dezentralisierte Lösung von DP-3T umgestellt werden. Die österreichische Entwicklerfirma Accenture bestätigte, seit vergangener Woche Zugriff auf die Betaversion der Schnittstellen (von Apple und Google) zu haben und bereits an einer Implementierung zu arbeiten.

Italien hat sich nach Protesten aus der Zivilgesellschaft ebenfalls für ein dezentralisiertes System entschieden. Wann die «Immuni»-App lanciert wird, ist nicht bekannt.

In Deutschland lässt eine solche Corona-Warn-App nach dem Vorbild von DP-3T noch länger auf sich warten. Die Bundesregierung beauftragte letzte Woche den Software-Konzern SAP und die Deutsche Telekom mit der Entwicklung der Corona-Warn-App. Voraussichtlich Mitte Juni soll eine erste Version zur Verfügung stehen, schreibt der «Spiegel».

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

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Was man über Corona-Warn-Apps wissen muss
Contact Tracing meint die persönliche Rückverfolgung von Infektionsketten. Ziel ist es, die (unbemerkte) Verbreitung von gefährlichen Infektionskrankheiten einzudämmen oder im besten Fall zu stoppen. Konkret sollen alle Leute gewarnt werden, die über eine gewisse Zeit in relativ engem körperlichen Kontakt standen mit einer infizierten Person und sich angesteckt haben könnten, ohne es zu wissen.

Zu Beginn der Corona-Krise in der Schweiz wurde Contact Tracing übers Telefon gemacht, das heisst, Infizierte (in Quarantäne) wurden zu ihrem Umfeld befragt, das sie vielleicht angesteckt hatten. Wegen der exponentiellen Zunahme der Covid-19-Infektionen war dieses System allerdings bald einmal überlastet, es wird aber in der Phase nach der Lockerung der staatlichen Zwangsmassnahmen («Lockdown»), wenn es wenige Covid-19-Fälle gibt, flächendeckend betrieben von den kantonsärztlichen Diensten.

Digitales Contact Tracing funktioniert per Smartphone-App. Die Mobilgeräte registrieren über ihre Bluetooth-Verbindung automatisch und anonym, wenn sie sich über eine gewisse Zeit in unmittelbarer Nähe zueinander befunden haben. Dieses Verfahren wird auch als Proximity Tracing bezeichnet. Erst später, bzw. nur wenn eine Infektion durch einen medizinischen Test bestätigt worden ist, kann die erkrankte Person andere App-User, die sie vielleicht angesteckt hat, schnell und diskret warnen.

Singapur hat im März 2020 als einer der ersten Staaten eine auf der Messung von Bluetooth-Low-Energy-Signalen basierende App namens TraceTogether lanciert, wobei die Funktionalität eingeschränkt ist, weil der Datenaustausch zwischen iPhones und Android-Geräten nicht gut funktionierte. In Europa und weltweit werden nun Proximity-Tracing-Apps lanciert, die dieses Problem nicht haben, weil Apple und Google bei iOS und Android auf Betriebssystem-Ebene eine Schnittstelle zur Verfügung stellen.

Beim dezentralen Ansatz gilt der Grundsatz Privacy by Design: Die Datenverarbeitung (zur Berechnung des Infektionsrisikos) erfolgt auf den Mobilgeräten. Nur bei einer offiziell bestätigten Infektion und der Einwilligung des Users werden dessen anonymisierte Proximity-Daten (Schlüssel) an einen Server überragen, die es ermöglichen, Dritte zu warnen, und den Datenschutz zu gewährleisten.

Beim zentralen Ansatz werden die Proximity-Daten an einen staatlich kontrollierten Server übermittelt, wo das Infektionsrisiko berechnet wird. Diese System-Architektur ist von über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern rund um den Globus als problematisch bezeichnet worden, weil der System-Betreiber nachträglich und heimlich Funktionen ändern («Function Creep») oder zusätzliche Funktionen einführen könnte («Mission Creep»).

Apple und Google unterstützen dezentrale Proximity-Tracing-Apps durch eine technische Kooperation. Sie stellen autorisierten App-Entwicklern eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, die Corona-Warn-Apps zuverlässige Bluetooth-Distanzschätzungen und Datenaustausch zwischen Android- und iOS-Geräten ermöglicht. Zudem wollen die US-Techkonzerne das Proximity Tracing in einem weiteren Schritt direkt in die beiden weltweit dominierenden mobilen Betriebssysteme integrieren.

Freiwillige Nutzung ist laut Apple und Google Bedingung und wird auch von der Schweizer Corona-Warn-App «SwissCovid» umgesetzt. Das heisst, digitales Contact Tracing kann nicht vom Staat erzwungen werden, sondern erfolgt nur mit Zustimmung der User (Opt-in).
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    Alle Leser-Kommentare
  • georgesjacquat 07.05.2020 08:12
    Highlight Highlight Das kann ja nicht sein, dass wir als Erwachsene und Steuerzahlende Bürger in der Art vom Parlament bevormundet werden. Mann könnte fast meinen dem Parlament ist es egal wie lange wir nicht mit dieser Pandemie leben müssen!
  • Snowy 07.05.2020 08:01
    Highlight Highlight Nachdem sich der Rauch verzogen hat, ist die Situation eine andere:

    https://www.tagesanzeiger.ch/corona-app-muss-zuerst-den-praxistest-bestehen-426359325153

    Es ist offensichtlich ohnehin zuerst eine breite Testphase geplant - und nicht bereits mit einer Lancierung an die breite Öffentlichkeit im Mai.
    Was auch absolut Sinn macht. Erstens ist dies ein zwingender technischer Standard und zweitens würde man bei den ersten Bugs die User vergrämen.
  • Kak Attack 06.05.2020 21:21
    Highlight Highlight @schurter:
    ich bereite dann mal mein Entschuldigungsschreiben vor. Muss mich dabei wohl beim lahmen Parlament bedanken ;-)
    Meine Befürchtung, dass ich schon im Mai als handyloser Mensch illegal oder ausgeschlossen bin, wird nicht eintreffen, Thx! Da habe ich mich bös getäuscht!

    Wird mich also frühestens im Sommer treffen, aber Stand heute scheint es wirklich so, dass jeglicher Zwang gesetzlich ausgeschlossen wird.
    Das habe ich nicht für möglich gehalten, glaube jetzt aber wenigstens bis zur nächsten Session daran.
    Und halte zu dem Thema meine Klappe. Versprochen.

    schöne Früehlig
    kak
    • @schurt3r 06.05.2020 22:15
      Highlight Highlight Hey, danke für die Rückmeldung 👍🏻
      Du bist natürlich weiterhin als Kommentator willkommen zum Thema 😄

      Bis bald!
  • wir-2 06.05.2020 20:32
    Highlight Highlight Welche Punkte müssen denn unbedingt durch ein Gesetz geregelt werden? Andere Apps machen doch ähnliches und dafür gibt es keine neuen Gesetze. Und soll das ein spezielles Gesetz nur für diese Corona App werden oder können auch andere Apps betroffen sein?
  • Manfred Lohnbauer 06.05.2020 20:27
    Highlight Highlight Ein Parlament ist ein demokratisch gewähltes Gremium, das der Regierung "auf die Finger schaut", damit sie nicht autokratisch wird. In diesem Fall tut das Parlament genau seine Pflicht. Auch wenn die Contact Tracing App freiwillig ist, braucht es dafür ein Gesetz, denn die Daten könnten missbraucht werden, z.B. von der Kriminalpolizei, Google (zu Werbezwecken) oder Ganoven (z.B. Erpresser).

    • Snowy 07.05.2020 10:50
      Highlight Highlight Ein wichtiger Punkt kommt noch hinzu:

      Ohne gesetzliche Verbindlichkeit könnte eine quasi Pflicht zum download der App entstehen: Dann wenn z.B Restaurants oder Läden einen nur mit aktivierter App einlassen würden.
  • Toni Poschung 06.05.2020 20:03
    Highlight Highlight Ich hoffe, watson publiziert den Link auf die App schon in der Testphase. Ich werde sie sofort einsetzen. Das manuelle teure Tracing kann man sich mit der App weitgehend sparen. Und ich mag nicht auf komische Parlamentarier warten, die den Nutzen nicht verstehen. Der Nutzen wird mit einem Gesetz nicht grösser.
  • JP del Grano 06.05.2020 15:10
    Highlight Highlight Diese App funktioniert also nur mit den API von Apple & Google... Eine für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung wichtige App ist also abhängig von Services grosser Konzerne, die weder den Schweizer Gesetzen unterstehen noch von der Schweiz bezüglich Serviceerbringung kontrolliert werden können... sehr merkwürdig .... Und all jene, welche ein "freies" OS haben, können diese App nicht oder nur mit "technischen Handständen" nutzen? Hier also endet der ewige Wunsch nach "Souveränität"?
    • @schurt3r 06.05.2020 15:51
      Highlight Highlight Nein, das stimmt nicht.

      Der Schweizer App-Entwicklerchef von Ubique/DP-3T hat gegenüber watson erklärt, die Schweizer Corona-Warn-App sei mit der Apple-Google-API kompatibel und laufe damit effizienter, sie funktioniere aber auch ohne.

      Quelle:
      https://www.watson.ch/!485691969

      PS: US-Konzerne, die hier geschäften, müssen sich an die hiesigen Gesetze halten.
  • MichaelM 06.05.2020 14:59
    Highlight Highlight Wenn die App erstmal im Einsatz ist und man dann eine Notification bekommt, dass man mit einem Covid-Infizierten in Kontakt war:
    gibt es eine Empfehlung des Bundes, was man dann tun soll?
    Sofort zum Test? Und falls ja: haben wir die Test Infrastruktur?
    (ernsthafte Frage, will hier nicht trollen...)
    Danke für Info und Links.
    • @schurt3r 06.05.2020 15:37
      Highlight Highlight Das Bundesamt für Gesundheit hat noch nicht informiert über die genauen Abläufe.

      Wir wissen, dass App-User eine offizielle Hotline anrufen können, bzw. sollen. Da wird dann (wie beim traditionellen Contact Tracing) geklärt, was sinnvoll ist. Also, ob sofort Testen etc.
  • Satan Claws 06.05.2020 14:50
    Highlight Highlight Viele hier wollen, dass der Bundesrat dieses neue Bundesgesetz, welches über den Verwendungszweck der App entscheidet, einfach durchwinkt.

    Der Notstand berechtigt zu vielen Dingen, aber bestimmt nicht dazu neue Gesetze überhastet einzuführen.

    Denn nach Corona werden uns diese erhalten bleiben.
    • @schurt3r 06.05.2020 15:45
      Highlight Highlight Ein solches Gesetz würde, wenn überhaupt, vom eidgenössischen Parlament «durchgewinkt». Das ist ja der Gesetzgeber. Der Bundesrat regiert zurzeit über Notrecht. Und mindestens so lang, wie die Krise/Pandemie noch dauert.

      Im Vergleich zum früheren Notrecht hat das heutige aber ein «Ablaufdatum» ;-)
  • Frankygoes 06.05.2020 14:29
    Highlight Highlight Oder anders gesagt, kaum ist das Parlament wieder in Betrieb, macht es sofort den Bremsklotz.

    ...die Zeit drängt aber immer noch. Wenn Impfstoffe und Heilmittel da sind, brauchen wir kein Tracing mehr..
  • Rethinking 06.05.2020 13:40
    Highlight Highlight Kaum sind die Politiker wieder aktiv, verzögert sich alles...
  • Rellik 06.05.2020 13:22
    Highlight Highlight Meine Kollegen, wenn ich ihnen sage, sie sollen Telegram brauchen weil WA Daten an Fb weitergibt: 🥱

    Meine Kollegen, wenn man eine App brauchen soll, um zu helfen eine Pandemie einzudämmen: "WiR wOlLeN dATenScHUtz"

    Fazit: Ich brauche neue Kollegen.
  • Revan 06.05.2020 13:15
    Highlight Highlight Wenn noch irgend jemand den Beweis brauchte, dass es gut war den Bundesrat vorübergehend über das Notrecht regieren zu lassen, dann hat er ihn hiermit wohl erhalten...
    • JP del Grano 06.05.2020 15:13
      Highlight Highlight Zur Erinnerung: Im 2. Weltkrieg empfand der Bundesrat das Staatsnotrecht als recht angenehm und wollte es auch nach Kriegsende weiter praktizieren. Er interpretierte die Vollmachten von 1939 grosszügig und stützte viele Erlasse darauf ab, z.B. die Direkte Bundessteuer. Erst 1949 wurde via Volksinitiative das Vollmachtsregime beendet. Soll das jetzt wiederholt werden?
    • Revan 06.05.2020 16:46
      Highlight Highlight @JP: Was hat das damit zu tun? Ich habe explizit "vorübergehend" geschrieben. Es ging darum dass während der akuten Krise der BR durch das Notrecht schnell und unkompliziert agieren kann, ohne viel Zeit zu verlieren (weil in einer Krise die Zeit nun mal oft drängt). Wäre das Parlament immer einbezogen worden, würde wir wohl jetzt noch darüber diskutieren ob man Grossveranstaltungen absagen soll...

      Dass Regieren über Notrecht ein gutes Rezept für Normalzeiten ist würde ich nie behaupten. Im Gegensatz zur direkten Bundessteuer hat die Tracing-App wohl einen sehr klaren Bezug zur Krise.
  • sowhat 06.05.2020 12:45
    Highlight Highlight ... und die Wettbüros laufen heiss, wer zuerst ist: die App oder die Impfung.
  • samuel_97 06.05.2020 12:34
    Highlight Highlight Für mich ist nicht ersichtlich, warum jetzt noch Wochen verschwendet werden sollen, ein solches Gesetz auszuarbeiten. Dieses Gesetz/Verordnung sollte innert einer Woche ausgearbeitet sein bzw. sollte es schon längst sein (die Idee einer App ist nicht erst seit heute auf dem Tisch).
    Da gehören ja nicht viele Artikel rein:
    - Freiwilligkeit
    - Keine Diskriminierung von Leuten, welche die App nicht haben.
    - Regelung Zuständigkeit für das Verteilen der "Ich-habe-Corona"-Codes
  • Jonaman 06.05.2020 12:24
    Highlight Highlight Ach wie war das schön, als noch der kompetente Bundesrat innert weniger Tage wichtige Entscheide fällen konnte.
    Offensichtlich fühlt sich das Parlament entmachtet und so müssen sie jetzt etwas nachholen.

    Wieso bekomme ich das Gefühl, dass der BR für das Volk da ist, das Parlament aber vor allem für sich selbst?
  • Wolk 06.05.2020 12:20
    Highlight Highlight Ich dachte, wir haben jetzt einen Notstand, damit solche wichtigen Dinge schnell entschieden werden können ohne Hundert Diskussionen. Oder habe ich das falsch verstanden?
  • Snowy 06.05.2020 11:36
    Highlight Highlight Bin etwas erstaunt, wie viele User hier die App ohne Verbindlichkeiten für die Anbieter durchdrücken würden.

    Natürlich ist es ärgerlich, dass wir einen weiteren Monat verlieren - auch ich würde mir wünschen, dass die Dinge schneller ablaufen.

    Aber gerade die Verbindlichkeit, dass Restaurants etc die App nicht voraussetzen dürfen, um einen Service anzubieten, ist schon sehr zentral.

    Denke, wir sollten eher beim Gesetzgebungsprozes ansetzen - und diesen aufgrund absoluter Dringlichk verschnellern. Wenns sein muss auch mit Notrecht durch den BR und das Parlament kann die Grundl später nachliefern.
    • darkgrey 06.05.2020 12:39
      Highlight Highlight Hier gibt es eine einfach Lösung. Entweder App vorweisen oder Telnr + Name angeben. Das würde die App pushen und den Wirten Arbeit abnehmen.
    • sowhat 06.05.2020 12:49
      Highlight Highlight Ja, ich denke der Bundesrat, -so wie er jetzt noch unterwegs ist - schafft diese gesetzlichen Auflagen in einer Woche.
    • PhilippS 06.05.2020 14:32
      Highlight Highlight @sowhat: Wo sind die Antworten des BR auf diese Fragen:
      Was bedeutet eine Warnung?
      Quarantäne, bis das Gegenteil bewiesen?
      Immer wieder, wenn’s bimmelt?
      Bin ich dann krank geschrieben? Was, wenn ich’s dann habe unds danach bei allen Arbeitskollegen bimmelt? Betrieb einstellen, bis das Gegenteil bewiesen ist?
      Was, wenn ich gar nicht mehr angesteckt werden kann, es aber nicht weiss?

      Was macht ein selbstständiger Coiffeur? Immer wieder nach 14 Tagen offen 14 Tage zu, weil ein Kunde positiv getestet wurde?...

      Technisch ist die App kein Problem, ok. Aber was nützt die Info letztlich wirklich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Defekte Demokratie 06.05.2020 11:07
    Highlight Highlight Contact Tracing funktioniert erst, wenn 60% der Bevölkerung mitmachen. Heute gelesen, dass die wenigsten Leute in den ÖV Masken tragen (ist ja freiwilig), Coiffeure teilweise keine Masken tragen (ist es jetzt freiwillig oder muss man?) beim Einkaufen erlebe ich selber, dass die wenigsten Leute Masken tragen (ist freiwillig). Jeder der 1+1 zusammenzählen kann, muss erkennen: die App wird alleine an der Freiwilligkeit scheitern. Schade um die Innovation, das Geld. Ich hoffe, aus den aktuellen Diskussionen und Ideen wird schlussendlich eine für alle akzeptable und praktikable Lösung realisierbar.
    • @schurt3r 06.05.2020 11:14
      Highlight Highlight Nein, und nochmals nein! ;-)

      Digitales Contact Tracing funktioniert schon bei deutlich geringerer Beteiligung. Das geht auch aus der Oxford-Studie hervor, die immer wieder (und häufig falsch) zitiert/interpretiert wird.

      Auch herkömmliches Contact Tracing ist keine Wunderwaffe, leistet aber einen wichtigen, vielleicht in Zukunft entscheidenden Beitrag, um eine zweite Welle zu verhindern.

      Und die App kann dazu beitragen.
    • Snowy 06.05.2020 11:24
      Highlight Highlight Und was schlägst du vor?

      Dass jeder eine aktive App vorweisen muss, der einen Laden, ein öffentliches Amt oder eine Veranstaltung betritt?

      Das geht noch viel weniger.
      die App muss ganz einfach so gut und nützlich sein, dass sie freiwillig viele (>60%) Menschen downloaden.

      Hat ja bspw bei der SBB Mobile App auch geklappt.
    • Defekte Demokratie 06.05.2020 11:36
      Highlight Highlight Zitat "Our models show we can stop the epidemic if approximately 60% of the population use the app, and even with lower numbers of app users, we still estimate a reduction in the number of coronavirus cases and deaths.” ist jetzt eine ziemlich klare Aussage, aber ja, sie kann auch unter ca. 60% dazu beitragen. Ich hoffe es ja auch ;-)

      Aber wir müssen realistisch bleiben, wie viele Personen werden so eine App ZUVERLÄSSIG REGELMÄSSIG nutzen, in den kommenden kritischen 8 Monaten? Und danach?

      15%, 25% in der Altersgruppe 18-70 das sind dann wieviel % der Gesamtbevölkerung?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nunja 06.05.2020 11:03
    Highlight Highlight Am Schweizer Wesen soll die Welt genesen ;) .
    Cool, dass sich die von Schweizer Wissenschaftern gepushte dezentrale und datenschutzkonforme Lösung durchsetzt. Und hier wieder mal: danke Apple.
    • sowhat 06.05.2020 12:56
      Highlight Highlight Du verwechselst da was. Der Spruch gilt für D und die sind noch erstrecht administrativ unterwegs. Allerdings mit lauter grossen Firmen, die Geld damit verdienen wollen.
      Nun werden wir sehen, welcher Motor stärker ist. Das Geld oder die selbstverliebten Parlamentarier.
  • Defekte Demokratie 06.05.2020 10:57
    Highlight Highlight Die Politik diskutiert am eigentlichen Problem vorbei. Damit so eine App ihren Zweck erfüllt, müsste sie von mindestens 60% der Bevölkerung aktiv und fehlerfrei eingesetzt werden. Diese Verbreitung schafft nicht einmal ein Unternehmen wie Facebook, wie soll ein Staat, der per se viele Kritiker hat und weder Marketing- noch Vertriebserfahrung hat, dies schaffen? Siehe Verbreitung Alertswiss. Also müsste das Tracking ins OS des Überwachungsgeräts integriert sein, doch das wird nie Akzeptanz finden. So wie jetzt läuft die Diskussion ins Leere.
    • @schurt3r 06.05.2020 11:19
      Highlight Highlight Nein, es sind keine 60 Prozent nötig, damit es etwas bringt (siehe auch Kommentar oben).

      Und auf die Akzeptanz seitens Schweizer Bevölkerung bin ich sehr gespannt. Würde mich nicht wundern, aber ausserordentlich freuen, wenn sie (weltweit) rekordverdächtig ausfällt.

      Wir haben dank DP-3T eine «Schweizer Lösung», die es so noch nicht gibt und die nach meiner Einschätzung neue Massstäbe setzt.

      Die Zuverlässigkeit der Bluetooth-Technik muss sich aber erst noch (im Alltag) beweisen.
    • Snowy 06.05.2020 11:25
      Highlight Highlight Schlechter Vergleich.

      Corona Warn App hat einen viel höheren Nutzen für mich persönlich als die Alert Swiss App.

      Ich würde als Vergleich eher die SBB Mobile App heranziehen. Die findet sich beinahe auf jedem Smartphone, weil sie eben gut und nützlich ist.
    • Defekte Demokratie 06.05.2020 11:44
      Highlight Highlight @Snowy Alertswiss habe ich genannt, weil sie eben von einer staatlichen Stelle herausgegeben wird und wie sie richtig bemerken, gegenüber der SBB App einen - sagen wir - "anderen" Nutzen bringt. Die SBB haben auch eher Erfahrung in der Vermarktung und die App wurde von privaten Unternehmen entwickelt. Die Idee wäre übrigens nicht schlecht, das Tracing in die SBB App zu integrieren, da wäre die Abdeckung sicher schon ziemlich gut ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spargel 06.05.2020 10:54
    Highlight Highlight Mit dem Parlament beginnt die Effizienz..... Da haben wohl einige vermisst, Gesetze zu schreiben....
  • Heini Hemmi 06.05.2020 10:50
    Highlight Highlight Dem Virus dürfte es so ziemlich egal sein, ob das Parlament noch ein bisschen pläuderlen will. Die sollen doch ihren Laden wieder schliessen und der Regierung das Krisenmanagement überlassen. Es muss schnell gehen. Wir stehen erst am Anfang der Pandemie.
  • Matti_St 06.05.2020 10:42
    Highlight Highlight Dann kommt die App während der möglichen 2. Welle.
  • Faceoff 06.05.2020 10:38
    Highlight Highlight Wenn die App dann fertig ist, ist sie sicher super ausgereift und toll. Es ist dann halt einfach schon 2022.
    • samuel_97 06.05.2020 12:29
      Highlight Highlight Die App ist ja quasi fertig nur das Parlament will noch ein Weilchen darüber diskutieren..
  • Dave1974 06.05.2020 10:33
    Highlight Highlight Ein Link, der Schritt für Schritt erklärt wie so eine App funktionieren könnte/sollte - auch für Laien vielleicht etwas verständlicher dargestellt und beschrieben als in all den Techforen.
    Im Artikel enthalten auch weitere verlinkte Themen und Sichtweisen dazu, die interessieren könnten.

    https://www.republik.ch/2020/04/16/so-funktioniert-eine-corona-tracing-app-die-ihre-privatsphaere-schuetzt
    • sowhat 06.05.2020 13:04
      Highlight Highlight Schurters letzter Artikel hier taugt auch schon!
  • c_meier 06.05.2020 09:59
    Highlight Highlight Schade verzögert sich das jetzt bis im Sommer...

    Bis dahin kann man ja Google oder Apple fragen, die haben ja sowieso die Standort-Daten (ja auch von den Personen, die dem Wirt den Namen nicht angeben wollen... ;)
  • Ludwig van 06.05.2020 09:56
    Highlight Highlight Ich bin klar der Meinung, dass es Zwang braucht. Ansonsten haben viele gar nicht die Motivation, die App zu laden. Wenn wir dank App gewisse andere Freiheiten schneller zurückerhalten, dann führt der Zwang zu mehr Freiheit, denn die App selbst ist ja keine Freiheitsbeschränkung.

    Mir ist klar, dass eine App nicht sämtliche Ansteckungen verhindern kann, aber wenn es nur ein Teil ist, dann lohnt es sich schon.
    • Ludwig van 06.05.2020 10:05
      Highlight Highlight Und alle, die jetzt mit Datenschutz kommen, liegen falsch. Anders als Facebook/Google speichert die App gar keine persönlichen Daten :D

      Selbst wenn der Staat jetzt zu einer Diktatur wird, er hätte gar keine Möglichkeit deinen Namen oder Bewegungsdaten oder sonst irgendwas über dich mit dieser App herauszufinden, weil diese Daten gar nicht erfasst werden.
    • landre 06.05.2020 10:15
      Highlight Highlight Freiheit durch Zwang erpressen (?)

      Solche Dynamiken entbehren jeglicher demokratischer und menschenwürdiger Grundlage...

      Oder meinen Sie, es soll nur während dem aktivem "Notrecht" aufgezwungen werden...?
    • Ludwig van 06.05.2020 10:32
      Highlight Highlight @landre: Wieso erpressen? Wir leben in einer Gesellschaft und da müssen Regeln eingehalten werden damit das Zusammenleben funktioniert. Das hat nichts mit Erpressung zu tun.

      Was meinst du mit sämtlichen demokratischen und menschenwürdigen Grundlagen? Im Auto werden wir auf unwürdige Weise gezwungen und erpresst uns anzuschnallen, oder was?

      Im Restaurant wird uns auf menschenverachtende Weise die Freiheit geraubt zu rauchen?

      Du siehst, Freiheit ist nicht grenzenlos. Aber diese App beschränkt nicht mal irgendeine Freiheit, sondern kann sogar zu mehr Freiheit führen falls es klappt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 06.05.2020 09:55
    Highlight Highlight Aber Name und Telefonnummer im Restaurant angeben müssen, das geht dann ohne Gesetz ausgezeichnet. Die spinnen die Römer...
  • landre 06.05.2020 09:47
    Highlight Highlight "Der Bundesrat muss ein dringliches Bundesgesetz ausarbeiten, um die App in der Schweiz offiziell lancieren zu können. (...) National- und Ständerat verabschiedet werden."

    (...Gestern wurde man noch geblitzt für solche Selbstverständlichkeit.)

    Technische Frage an @Schurt3r:

    (Angenommen man ist gewillt diese App zu installieren, um einen konstruktiven Beitrag zur Eindämmung des Virus zu gewährleisten.)

    Erfüllt diese App Sinn und Zweck nur wenn man das Bluetooth nicht nur permanent aktiv/ offen haltet, sondern auch aufpassen muss, dass das Smartphone stets in körperlicher Nähe ist?
    • Ludwig van 06.05.2020 10:01
      Highlight Highlight Wir haben immernoch den Notstand, das würde auch ohne Gesetz gehen.

      Ich weiss nicht wie andere Leute ihr Handy verwenden, aber ich habe Bluetooth immer eingeschaltet, ich will ja nicht jedesmal wenn ich Musik höre / ein Video abspiele im Menü herumklicken. Und wenn ich mich in der Öffentlichkeit bewege, dann habe ich das Handy bei mir.

      Angenommen ein Teil der Bevölkerung benutzt das Handy auf diese Weise, dann bringt die App etwas.
    • landre 06.05.2020 10:05
      Highlight Highlight Errata corrige: *haltet > hält

      (Lebe gerade und auf ungewisse Zeit in einem nicht deutschsprachigen Kanton.)

      ...Das Watson-Team soll sich, bei Bedürfnis, stets frei fühlen offensichtliche elementare Grammatik-Patzer zu korrigieren...
    • @schurt3r 06.05.2020 10:08
      Highlight Highlight Die App soll ja ein freiwilliges Hilfsmittel sein.

      Sinn und Zweck ist, die unbemerkten Infektionen einzudämmen, indem möglicherweise infizierte Personen frühzeitig gewarnt werden. Dies muss nicht rund um die Uhr sein.

      Du könntest Bluetooth zum Beispiel nur aktivieren, wenn du im ÖV bist oder sonst mit Leuten ausserhalb deines Haushalts zu tun hast und später gewarnt werden möchtest, wenn du in einer solchen Situation in relativ engem Kontakt mit einer an Covid-19 erkrankten Person warst.

      Jede dank App verhinderte Ansteckung trägt dazu bei, die Situation unter Kontrolle zu behalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HugiHans 06.05.2020 09:46
    Highlight Highlight Verstehe ich jetzt nicht, warum hier eine Gesetzesänderung nötig ist. Bei anderen Apps, die mehr Daten sammeln, kann dies mit einer Einverstandenserklärung zur DSGVO gelöst werden. Warum hier nicht?
    • joe 06.05.2020 09:56
      Highlight Highlight Weil der Herausgeber der Bund selbst ist.
    • genauleser 06.05.2020 11:02
      Highlight Highlight joe, kannst du das erläutern?
    • HugiHans 06.05.2020 15:06
      Highlight Highlight @idrisi
      Ist eben eigentlich auch meine Ansicht. Der Bund ist ja bereits direkt oder indirekt Herausgeber mehrerer Apps, die bereits Standortdaten und auch mehr anfordern, z.B. AlertSwiss, MeteoSwiss, SBB, usw. ...
  • Jeremy Liquidpsy 06.05.2020 09:24
    Highlight Highlight Verstehe nicht ganz, wieso es eine gesetzliche Grundlage braucht, wenn die App ja eh freiwillig ist. Und wieso kann ein Wirt nicht selber entscheiden, wen er bewirten will ? Restaurants sind kein Grundbedürfnis und sicher nicht essenziell. Wir brauchen die App jetzt, nicht in 2 Monaten... Meine Meinung als Laie.. Bitte klärt mich auf wenn ihr mehr wisst.
    • maylander 06.05.2020 09:44
      Highlight Highlight Es ist eine Güterabwägung Datenschutz gegen Seuchenschutz.
      Aus Sicht des Seuchenschutzes ist eine Zwangsapp natürlich das Beste. Damit auch verbunden, dass man gewisse Dienstleistungen nur mit der App in Anspruch nehmen darf. Die Erfolge solcher Apps in Asien sind auch auf den Zwang zu solchen Apps begründet.
      Ohne Zwang ist fraglich, ob überhaupt genügend Leute die App installieren. Und wenn es gar keine Vorteile gibt, wie ein Restaurant, Kino oder anderer Eventbesuch, fehlt da irgendwie die Motivation so eine App zu installieren.
    • Leerzeichen 06.05.2020 09:45
      Highlight Highlight Der Wirt darf aber auch nicht sagen „sie sind dunkelhäutig, ich bediene sie nicht“ ... genau so darf er halt den Einlass nicht verwehren wenn ich die App nicht habe. Ich finde es gut wie das Parlament hier entschieden hat. Tendenzen sieht man ja ... ich kann in kein Restaurant ohne Namen und Tel Nr. ...
    • @schurt3r 06.05.2020 10:13
      Highlight Highlight @maylander

      Die Erfolge/Misserfolge der asiatischen Apps sind nicht aussagekräftig für die Schweiz. Die TraceTogether-App in Singapur funktioniert technisch mehr schlecht als recht und ist nicht mit der «Schweizer Lösung» zu vergleichen.

      Eine Zwangs-App würde hierzulande nie und nimmer funktionieren/den gewünschten Erfolg bringen, davon bin ich überzeugt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • formi50+ 06.05.2020 09:22
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, warum jedes Land an einer eigenen Lösung arbeitet? Sind all die verschiedenen Apps dann kompatibel oder zeigt es mir nur Schweizer Infizierte an? Meiner Meinung nach werden hier Millionen im Schnellschussverfahren verbraten, anstelle eine gemeinsame Lösung zu entwickeln. Bluetooth ist eh keine Lösung, zu unsicher.
    • @schurt3r 06.05.2020 10:16
      Highlight Highlight Die «Schweizer Lösung» von DP-3T ist kompatibel mit anderen nationalen Corona-Warn-Apps, die den dezentralen Ansatz umsetzen. Das sind die Apps, die auch von Apple und Google unterstützt werden. Eine gemeinsame europäische Lösung für dezentrale Apps ist seitens Wissenschaft bereits vorgeschlagen worden, allerdings sind die Staaten mit ihren Apps noch nicht so weit...
    • ast1 06.05.2020 10:25
      Highlight Highlight Formi: Je mehr Leute bei einem Softwareprojekt mitreden, desto mehr Aufwand bei Koordination. Ergo, die Entwicklung verzögert sich und wird teurer. Deshalb wohl der Ansatz der einzelnen Länder, möglichst rasch etwas auf die Beine zu stellen. Wenn das dann angelaufen ist, kann man sich immer noch um die Anbindung mit anderen Staaten kümmern. Da die Apps auf den gleichen Schnittstellen basieren, dürfte das letztlich kein grosses Problem darstellen.
    • formi50+ 06.05.2020 17:41
      Highlight Highlight Ihr wisst aber schon, dass z.B. Deutschland seit 10 Jahren an dieser App bastelt und in Island funktioniert sie bereits sehr gut? Bin selbst seit 20 Jahren in der IT tätig, wenn jetzt alle ihr eigenes Süppchen kochen, wird der Zusammenschluss umso schwerer. Gerade innerhalb der EU hätte ich mir die Zusammenarbeit gewünscht, aber da will sich wohl keiner in die Karten schauen lassen.
  • U.Z. 06.05.2020 09:21
    Highlight Highlight Bitte die Räte sofort wieder in den Zwangsurlaub senden! Die Lancierung der Tracing-App erträgt keinen Aufschub. Als ob man die gesetzliche Grundlage nicht nachliefern könnte.
    • formi50+ 06.05.2020 18:23
      Highlight Highlight Und du bist dann der Erste der aufschreit wenn die Grundrechte weiterhin missachtet werden? Du forderst die Überwachung wie in China? Wenn die App grün zeigt darfst du raus, bei gelb daheim bleiben und bei rot bist du bald .... ?
  • Burrito-72 06.05.2020 09:20
    Highlight Highlight Kaum zu glauben, was da das Parlament abzieht. Täubeli-Politik! Haben die Damen und Herren (inkl. der in Speuzdistanz Pizza essenden SVP-Exponenten) nicht verstanden, dass ein Grossteil der Schweizer mit dem Krisenmanagement des Bundesrates zufrieden ist, die APP dezentral und mit allen notwendigen "Privacy by design"-Komponenten bestückt ist, die Zeit drängt und jetzt nicht der Zeitpunkt für das Ausleben von Profilierungsneurosen ist? Das Parlament im 3 Millionen-Franken-Bunker sollte sich schämen und nicht heuchlerisch postulieren, damit die Demokratie zu schützen!
    • PlayaGua 06.05.2020 10:23
      Highlight Highlight Die ganze Session dient nur der Profilierung.
    • landre 06.05.2020 11:14
      Highlight Highlight Na ja...

      Wir, die Schweiz, mit unserer Gesellschaft sind das was wir sind, weil wir stets bemüht sind so gut wie möglich die gemeinsame Grundlage/ Garantie der Rechtsstaatlichkeit nicht zu umgehen/ unterwandern. Auch in Krisen nicht...

      (Kritisieren, beklagen usw kann man immer mehr oder weniger gerechtfertigt.)
      Uns geht es aber immer noch relativ gut, auch und vor allem deswegen...
    • sowhat 06.05.2020 12:46
      Highlight Highlight Sie schützen ihre Daseinsberechtigung, nicht die Demokratie und schon gar nicht die Bevölkerung.
  • drjayvargas 06.05.2020 09:16
    Highlight Highlight Sehr begrüssenswerte Entwicklung. Ich befürworte es, dass man eine Grundlage schaffen will. Der Wildwuchs und (potentielle) Abhängigkeiten der App - z.B. Kopplung an Dienstleistungen die diese voraussetzen - können somit auf ein vertragliches Niveau gebracht werden.
  • -thomi- 06.05.2020 09:15
    Highlight Highlight Daniel Koch sagte kürzlich, dass das BAG klar in zweiter Linie auf die App abstellen würde. Es gibt noch andere Haken. Einerseits die Motivation, eine App zu laden, die dem User keinen unmittelbaren Nutzen bietet, dann Bluetooth, das eingeschaltet bleiben muss (Akku), potenzielle Eingriffe in die Privatsphäre und schliesslich gibts auch Leute, die gar kein Smartphone haben. So gesehen wird etwas viel Aufhebens darum gemacht, aber es ist richtig, dass es keinen App-Zwang geben darf.
  • Erklärbart. 06.05.2020 09:14
    Highlight Highlight Es ist ganz gut, dass das Parlament wieder mitentscheiden darf und der Bundesrat oder das BAG keine "Schnellschüsse" zieht.

    Denn dass es für die Nutzung der App eine gesetzliche Grundlage braucht, ist nicht verhandelbar.
    • ubu 06.05.2020 10:03
      Highlight Highlight Wir starten in den nächsten Tagen mit den Lockerungen ein ziemlich grosses Experiment. Ich wäre froh, wenn wir das durch Tests/Tracing/Isolation begleiten könnten und nicht einfach ins Blaue raus ausprobieren, was passiert, wenn man Restaurants etc. wieder öffnet.
    • lilie 06.05.2020 11:10
      Highlight Highlight @ubu: Tracing jedes Falles, Tests von jedem mit Symptomen und Isolation von jedem, der mit einem positiven Fall in Kontakt war findet jetzt schon statt. Dazu brauchts keine App.

      Die App ist nur eine Ergänzung für anonyme Kontakte, die nicht jetzt schon registriert werden (also wie Coiffeur oder Gastrostätten). Das betrifft dann eigentlich nur den ÖV.
    • Erklärbart. 06.05.2020 11:37
      Highlight Highlight Tracing: Ja
      Massnahmen: Ja
      Aber bitte auch die Demokratie beibehalten!
  • sottosopra 06.05.2020 09:01
    Highlight Highlight Das erste was mir (als Laie) bei diesem Artikel ins Auge sticht: dass ein Angestellter der EPFL (Salathé) die Applikation Zoom benutzt. Dies obwohl wir in den Medien seit Wochen lesen können, dass Zoom Defizite im Bereich Datenschutz und Datensicherheit aufweist. Kann mich da ein Experte aufklären?
    • Hardy18 06.05.2020 09:16
      Highlight Highlight Ich als Experte habe das aus einer sicheren Quelle erfahren und kann Ihnen mitteilen, ja.
      Alles andere wäre reine Spekulation. 😉
    • PlayaGua 06.05.2020 10:27
      Highlight Highlight Zoom hat viele Lücken geschlossen und erlaubt nun deutlich mehr Sicherheitseinstellungen. Ausserdem ist es schlicht die komfortablere Lösung als z.B. Teams.
    • Macke 06.05.2020 11:09
      Highlight Highlight Die EPFL wird - wie andere Hochschulen - beim Erwerben der Lizenzen die nötigen Sicherheitseinstellungen vorgenommen haben.
  • PlayaGua 06.05.2020 09:01
    Highlight Highlight Man kann die App gleich sein lassen, wenn es so lange dauert. Sie muss möglichst rasch von möglichst vielen Menschen genutzt werden können.

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