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Zahlreiche Länder Europas bieten eine Tracing-App an. Hier erfährst du alles Wichtige. bild: watson / unsplash

Von Albanien bis Zypern – das sind die Corona-Apps, die (dich) im Ausland warnen

Der ultimative Ratgeber für iPhone- und Android-User, die sich per App vor Covid-19 und einer möglichen Ansteckung warnen lassen wollen.



Die Pandemie ist noch längst nicht überstanden. Und das Coronavirus kann fast überall lauern.

Ob es unter solchen Umständen viele Menschen wagen, ihre Sommerferien im Ausland zu verbringen, ist zu bezweifeln. Und doch dürften einige die Grenzen überqueren.

Sicher ist: Alle europäischen Staaten, inklusive der Schweiz, haben es versäumt, rechtzeitig auf die Hauptreisezeit hin eine gemeinsame technische Lösung zu erarbeiten.

Zwar soll mittlerweile in halb Europa das Smartphone als Hilfsmittel im Kampf gegen Covid-19 dienen. Doch vorläufig bleibt es bei nationalen «Alleingängen»: Auch die Schweiz und ihre Nachbarn haben eigene Apps, die nur für den Einsatz im jeweiligen Staatsgebiet konzipiert sind.

Dieser Beitrag verrät, welche Apps in Europa verfügbar sind. Alphabetisch geordnet, von Albanien bis Zypern.

Wir schauen, ob die nationalen Corona-Warn-Apps von Reisenden genutzt werden können. Und wir klären, in welchen Ländern eine parallele Nutzung möglich ist.

Wichtiger Hinweis: Corona-Warn-Apps sind eine neuartige Smartphone-Technologie, die verbessert und weiterentwickelt werden muss. Viele nationale Software-Projekte sind erst in Vorbereitung. Stand der Informationen: 12. Juli 2020.

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Eine Auswahl nationaler Corona-Apps. Nicht alle lassen sich von ausländischen Touristen in Betrieb nehmen. bild: watson

Achtung, Fake-Apps!

Smartphone-Besitzer sollten unbedingt darauf achten, nur die offizielle Corona-Warn-App eines Landes zu installieren. Der Bezugsort für iPhone-User ist der App Store von Apple (iOS) und für Android-User der Google Play Store.

Man kann auf die in diesem Beitrag verlinkten App-Namen (zum gewünschten Land) klicken und gelangt zur offiziellen Website. Dort findet man die App-Store-Links.

Im Internet kursieren Links zu gefälschten Corona-Apps. Kriminelle versuchen, die Daten ahnungsloser User zu ergaunern und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man in den offiziellen App-Stores nach dem exakten Namen suchen, unter denen die Apps veröffentlicht wurden. Hingegen können allgemeine Suchbegriffe wie Covid-19 oder Corona-App falsche Treffer ergeben. Denn es tummeln sich mittlerweile einige Tracing- und auch Tracking-Apps in den Stores, was für Verwirrung sorgen kann.

Vor der Abreise beachten

Vor einem Auslandaufenthalt sollte man sich überlegen, ob es Sinn macht, die nationale App zu installieren. Dies ist in verschiedenen europäischen Länder möglich.

Am zuverlässigsten und sichersten sind Bluetooth-basierte Proximity-Tracing-Apps, deren Distanzschätzungen auf der «Exposure Notification»-Schnittstelle von Google und Apple basieren (GAEN). Dies setzt iPhones mit iOS 13 (ab iPhone 6S) oder Android-Smartphones mit Android 6 voraus.

Allerdings muss man wissen, dass nicht zwei Apps gleichzeitig auf die in die Betriebssysteme integrierte GAEN-Schnittstelle zugreifen dürfen. Es lassen sich zwar problemlos mehrere Apps auf dem iPhone oder Android-Handy installieren, doch es kann jeweils nur eine App aktiviert sein.

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Wer häufig unter Einheimischen weilt, sollte wohl eher die App des jeweiligen Landes aktivieren. Wer sich hingegen auf einem Campingplatz mit vielen Schweizer Feriengästen niederlässt, kann sich überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, auch im Ausland die SwissCovid-App zu verwenden.

Das Hin- und Herwechseln zwischen Apps ist grundsätzlich möglich und sinnvoll, etwa für Grenzgänger. Allerdings sollte man dann von Zeit zu Zeit die deaktivierte Warn-App wieder aktivieren, um zu prüfen, ob Warnhinweise vorliegen.

Frankreich, Bulgarien, Island und weitere Länder haben sich für ein zentralisiertes Tracing-System entschieden, bei dem der Staat versucht, mehr Daten zu erhalten als bei dezentralen Systemen. Bei einigen kommt GPS zum Einsatz, um den Aufenthaltsort von Infizierten nachzuvollziehen.

Warum sind die Apps nicht kompatibel?

Nach dem Öffnen der innereuropäischen Grenzen sollten nationale Corona-Apps miteinander kommunizieren, also Daten austauschen, um die Nutzer grenzübergreifend zu warnen. Im Fachjargon wird dies als «Interoperabilität» bezeichnet. Innerhalb der EU laufen die Vorbereitungen, wobei nicht klar ist, welche Priorität dem Ganzen eingeräumt wird.

Das Problem: Die geplante Lösung kommt zu spät. Und es sind längst nicht alle Länder Europas an Bord.

Was plant die EU?

Reisende sollen sich künftig mit der Warn-App ihres Heimatlandes auch im Ausland warnen lassen können (oder andere warnen). Dies gilt nur für Bluetooth-basierte Proximity-Tracing-Apps, die auf dezentraler Speicherung der Daten basieren und die GAEN-Schnittstelle impementieren.

Man habe sich auf eine Reihe technischer Spezifikationen geeinigt, um diese Interoperabilität zu erreichen, teilte die EU-Kommission am 16. Juni mit. Zuvor hatte es während Wochen keine Einigung darüber gegeben, weil sich einzelne Länder, insbesondere Frankreich, gesträubt hatten.

Die EU-Kommission schafft quasi einen Roaming-Dienst für dezentrale Tracing-Systeme, damit die mit den nationalen Tracing-Apps verbundenen staatlichen Backend-Server grenzübergreifend Daten austauschen können.

Was bringen Apps?

Das ist eine berechtigte Frage, die bis heute nicht geklärt ist. Proximity-Tracing-Apps sind eine neue Technologie. Ihr praktischer Nutzen ist bislang nur im Ansatz untersucht. Weil die meisten Systeme nicht lange in Betrieb sind – wenn überhaupt –, liegen kaum aussagekräftige Resultate vor.

Erschwerend hinzu kommt, dass Apps mit GAEN-Schnittstelle auf Datenminimierung ausgelegt sind. Dies wiederum erschwert den Gesundheitsbehörden das Auswerten von statistisch relevanten Informationen zur App-Nutzung.

Die bisherigen Nutzerzahlen sind ernüchternd für die Herausgeber. In den meisten Ländern, die eine Tracing-App lanciert haben, ist die Bevölkerung zurückhaltend. Am grössten ist die Akzeptanz in Deutschland, wo die «Corona-Warn-App» bereits über 15 Millionen Mal heruntergeladen wurde.

Je mehr aktive User eine Tracing-App hat, desto grösser ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Smartphone-Besitzer vor einer möglichen Ansteckung gewarnt werden.

Wie wirksam ist SwissCovid?

«Die Wirksamkeit der SwissCovid-App ist wegen ihrer auf maximalen Datenschutz ausgelegten Konzipierung («Privacy by Design») schwer messbar. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) betont, die Wirksamkeit sei stark abhängig von der Nutzung, also ob die Bevölkerung die App herunterlädt, ob sie die App aktivieren, ob sie die Covidcodes im Falle einer Erkrankung eingeben und ob sie im Falle einer Meldung über eine mögliche Ansteckung die Anweisungen befolgen. Ein Konzept zur Messung der Wirksamkeit sei zur Zeit in Kooperation mit externen Stellen und allen involvierten Partnern in Arbeit. «Wir können heute sagen, dass bereits über 60 Codes in die App eingegeben wurden», teilte BAG-Sprecher Marco Stücheli knapp zwei Wochen nach der Lancierung der Schweizer Corona-Warn-App mit.

Ist das freiwillig?

Ja. Die Nutzung der in diesem Beitrag aufgeführten nationalen Corona-Warn-Apps ist freiwillig. In einzelnen Ländern werden Touristen bei der Einreise aufgefordert, die offizielle Tracing-App herunterzuladen und zu verwenden.

Vorsicht, Risikoland!

Aufgrund der erneut angestiegenen Infektionszahlen bestimmt die Schweiz Corona-Risikoländer. Wer sich in einem dieser Länder aufhält und anschliessend (zurück) in die Schweiz einreisen will, muss sich gemäss staatlicher Anordnung zehn Tage in Quarantäne begeben. Das Bundesamt für Gesundheit aktualisiert die Liste regelmässig.

Die europäischen Länder, bei denen (per 12. Juli) eine Quarantänepflicht besteht, sind speziell markiert. 😷

Albanien 🇦🇱

Andorra

Belgien 🇧🇪

Was bedeutet das?

Technik: Zum einen gibt es Proximity-Tracing-Apps, deren Distanzschätzungen auf der Messung der Signalstärke von Bluetooth Low Energy (BLE) basieren. Zum anderen gibt es Standort-Tracking-Apps, die mit GPS funktionieren.
Apple-Google-API: ✅ Apps, die die von Google und Apple entwickelten Exposure-Notification-Schnittstellen (GAEN) implementiert haben, zeichnen sich durch hohe Datenschutz-Standards aus und sollten zuverlässiger funktionieren als zentralisierte Proximity-Tracing-Apps.

Bosnien und Herzegowina 🇧🇦

Bulgarien 🇧🇬

Dänemark 🇩🇰

Auch in der Schweiz können sich Smartphone-Besitzer, die eine Reise nach Dänemark planen, die Smittestop-App für iOS und Android herunterladen und sie beim Aufenthalt im Norden vorübergehend aktivieren. Kritiker bemängeln, dass die Software nicht quelloffen (Open Source) sei.

Deutschland 🇩🇪

Im FAQ auf der corona.app-Website wird erklärt, das Robert Koch-Institut (RKI) als Herausgeberin der App schalte sie «nach erfolgreicher rechtlicher Prüfung» für weitere Länder frei. Die Schweiz gehört mittlerweile auch dazu.

Das RKI betonte, mit der Verfügbarkeit in den ausländischen Stores richte man sich «sowohl an diejenigen, die dauerhaft in Deutschland leben als auch diejenigen, die sich temporär z.B. im Urlaub hier aufhalten». Aus welchem Land die SIM-Karte des Smartphones stamme, spiele keine Rolle.

Was Reisende tun können

Für ihren Deutschland-Aufenthalt können sich Schweizer Smartphone-Nutzer auch schon hierzulande die deutsche Corona-Warn-App herunterladen. Das Problem: Parallel zur Schweizer App kann man sie nicht aktivieren. Wenn man Ferien nahe der Schweizer Grenze macht, muss man sich für eine der beiden Lösungen entscheiden.
Zurück in der Schweiz sollte man noch mindestens während 10 Tagen zwischendurch die deutsche Corona-Warn-App öffnen, um zu überprüfen, ob es Warnhinweise gibt (damit die Datenübertragung aus Deutschland klappt, muss das Smartphone mit dem Internet verbunden sein).

England 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿

Ein zentralisiertes Tracing-System wurde auf der Isle of Man getestet und mangels Erfolg abgebrochen. Die britische Regierung hat seither keine neuen Pläne kommuniziert.

Estland 🇪🇪

Finnland 🇫🇮

Frankreich 🇫🇷

Frankreich hat sich bei seiner Corona-Warn-App für einen Alleingang entschieden und setzt im Gegensatz zu allen Nachbarländern (weiterhin) auf ein zentralisiertes Tracing-System. Die User sollen gewisse Kontaktdaten (freiwillig) an einen Server der staatlichen Gesundheitsbehörden übermitteln. Die App funktioniert zudem laut Berichten unzuverlässig.

Gerade einmal 1,9 Millionen Mal sei StopCovid heruntergeladen worden, berichtete «Le Monde», dies entspreche gerade mal zwei Prozent der Bevölkerung. Und 460'000 installierte Apps wurden bereits wieder gelöscht. «Oh là là!»

Georgien 🇬🇪

Gibraltar 🇬🇮

epa08518989 A group of women sit on a platform with a view of the Galata Bridge (L) and the Yeni Mosque (C) amid the ongoing COVID-19 pandemic in Istanbul, Turkey, 30 June 2020. Turkish authorities have now allowed the reopening of restaurants, cafes, parks and beaches, as well as lifting the ban on inter-city travel, as the country eases the restrictions it had imposed in a bid to stem the spread of the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/SEDAT SUNA

Blick zur Galata-Brücke in Istanbul. Die Türkei ist eines der Länder auf dem Kontinent, die mit günstigen Reiseangeboten locken. Beim Contact Tracing setzt die Regierung auf klassische Methoden. Bild: keystone

Grossbritannien 🇬🇧

Grossbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Die britische Regierung ist mit ihrem Vorhaben, ein zentralisiertes Tracing-System durchzusetzen, gescheitert. Der Landesteil Nordirland will darum eine eigene App lancieren wie der Nachbar Irland. Die Landesteile Schottland und Wales setzen hingegen auf klassisches Contact Tracing und planen derzeit keine App.

Vor der Einreise ins United Kingdom (UK) sollten Ausländer unbedingt die variierenden Bestimmungen prüfen.

Griechenland 🇬🇷

Irland 🇮🇪

Island 🇮🇸

Die isländische App speichert die Standort-Daten der User. Es handelt sich also um eine Tracking-App, man soll den ständigen Zugriff auf die Standortdaten erlauben. Sie bietet aber auch für Touristen nützliche Informationen.

«Reisende werden gebeten und dazu ermutigt, die offizielle Tracing-App herunterzuladen und zu verwenden. Sie wird bereits von 40 % der isländischen Bevölkerung verwendet und ist kostenlos. Die App hat sich bei der Rückverfolgung der Infektionswege als nützlich erwiesen. Sie trägt dazu bei, die zurückgelegten Wege von Menschen zu analysieren und ihre Bewegungen zurückzuverfolgen, wenn bestätigte oder vermutete Infektionsfälle auftreten.»

quelle: covid.is

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screenshot: twitter

Italien 🇮🇹

Genau wie SwissCovid setzt auch Italiens App auf die Technologie von Apple und Google. Die Daten werden dezentral auf den Mobilgeräten gespeichert. Beim Einrichten muss man eine italienische Region angeben, in der man lebt.

Was Reisende tun können

Für ihren Italien-Aufenthalt können sich Schweizer Smartphone-Nutzer auch schon hierzulande die italienische Immuni-App herunterladen. Das Problem: Parallel zur Schweizer App kann man sie nicht aktivieren. Wenn man Ferien nahe der Schweizer Grenze macht, muss man sich für eine der beiden Lösungen entscheiden.
Zurück in der Schweiz sollte man noch mindestens während 10 Tagen zwischendurch die italienische Immuni-App öffnen, um zu überprüfen, ob es Warnhinweise gibt (damit die Datenübertragung aus Italien klappt, muss das Smartphone mit dem Internet verbunden sein).

Kosovo 🇽🇰 😷

Kroatien 🇭🇷

Die offizielle Corona-App solle im Juli veröffentlicht werden, berichtete der kroatische TV-Sender RTL Hrvatska. Die App basiert auf der Apple-Google-Schnittstelle und soll mit dezentralen Apps anderer EU-Staaten kompatibel sein.

Lettland 🇱🇻

Was Reisende tun können

Für ihren Lettland-Aufenthalt können sich Schweizer Smartphone-Nutzer auch schon hierzulande die lettische Apturi-Covid-App herunterladen. Das Problem: Parallel zur Schweizer App kann man sie nicht aktivieren.
Zurück in der Schweiz sollte man noch mindestens während 10 Tagen zwischendurch die lettische Corona-Warn-App öffnen, um zu überprüfen, ob es Warnhinweise gibt. Damit die Datenübertragung aus Italien klappt, muss das Smartphone mit dem Internet verbunden sein.

Liechtenstein 🇱🇮

Litauen 🇱🇹

Luxembourg 🇱🇺

Malta 🇲🇹

Moldawien 🇲🇩 😷

Monaco

Montenegro

Niederlande 🇳🇱

Die niederländische Corona-Warn-App ist noch in der Testphase. Die Regierung will voraussichtlich am 15. Juli über die offizielle Lancierung entscheiden. Die staatliche Datenschutzbehörde hat sich für die Prüfung mehr Zeit ausbedingt.

Nordirland

Das nordirische Gesundheitsministerium hat Ende Juni angekündigt, eine eigene Corona-Warn-App zu lancieren, die auf der Apple-Google-Schnittstelle basiert. Dank der dezentralen Funktionsweise soll sie zukünftig auch mit der App der benachbarten Republik Irland kompatibel sein.

Nordmazedonien 🇲🇰 😷

Die staatliche App basiert auf der NextSense-Technologie, die ein privates Unternehmen zur Verfügung stellt. Die Apple-Google-Schnittstelle (GAEN) ist nicht implementiert, darum funktioniert auf iPhones der Datenaustausch (im Hintergrund) nicht zuverlässig. Zudem muss man sich bei der Inbetriebnahme mit der eigenen Handynummer registrieren.

Norwegen 🇳🇴

Die norwegische Regierung hatte früh auf ein zentralisiertes Tracing-System mit Bluetooth-basiertem Proximity-Tracing und einer Tracking-Funktion (GPS) gesetzt. Das Projekt wurde wegen Datenschutz-Bedenken gestoppt. Die «Smittestop»-App ist nicht mehr in den App-Stores verfügbar.

Österreich 🇦🇹

Herausgeberin der Stopp-Corona-App ist das Österreichische Rote Kreuz. Als User muss man einwilligen, dass personenbezogene Daten erhoben werden, dazu gehören die Handynummer und Meldungen zu Covid-19-Erkrankungen.

Was Reisende tun können

Für ihren Österreich-Aufenthalt können sich Schweizer Smartphone-Nutzer auch schon hierzulande die österreichische Stopp-Corona-App herunterladen. Das Problem: Parallel zur Schweizer App kann man sie nicht aktivieren.
Zurück in der Schweiz sollte man noch mindestens während 10 Tagen zwischendurch die österreichische Corona-Warn-App öffnen, um zu prüfen, ob es Warnhinweise gibt. Damit die Datenübertragung aus Österreich klappt, muss das Smartphone mit dem Internet verbunden sein.

Polen 🇵🇱

Portugal 🇵🇹

Die «StayAway»-App wurde im Mai von der Regierung vorangekündigt und die Evaluierung sollte bis Ende Juni abgeschlossen werden. Der Projekt-Status ist unbekannt. Die App soll auf der Apple-Google-Schnittstelle (GAEN) basieren.

Rumänien 🇧🇪

San Marino

Schweden 🇸🇪 😷

Schweiz 🇨🇭

Für die SwissCovid-App gibt's tatsächlich keine eigene Internetadresse als erste Anlaufstelle. Die Informationen werden relativ unübersichtlich über verschiedene Webseiten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zugänglich gemacht.

Rein technisch könnte die SwissCovid-App bereits im August auch in Deutschland, Österreich und Italien eingesetzt werden – sofern rechtzeitig eine Einigung mit der EU zustande kommt, wie ein hochrangiger BAG-Vertreter sagte.

Erklärvideo zur App:

abspielen

Video: YouTube/BAG OFSP UFSP

Serbien 🇷🇸 😷

Slowakei 🇸🇰

Slowenien 🇸🇮

Das slowenische Parlament hat gemäss Medienbericht vom 11. Juli den fragwürdigen Entscheid getroffen, eine für die Bevölkerung obligatorische App zu lancieren. Die App soll zur Überprüfung von Quarantäne-Massnahmen dienen.

Spanien 🇪🇸

Eine nationale Tracing-App ist in Entwicklung und wird derzeit auf der Kanarischen Insel La Gomera getestet. Der Entscheid über die Lancierung dürfte Ende Juli erfolgen.

Die geplante Tracing-App ist nicht zu verwechseln mit der bereits verfügbaren nationalen Corona-App Asistencia COVID-19. Diese international erhältliche App ist beim Einrichten auf dem Smartphone nur auf Spanisch bedienbar, sie verlangt den Zugriff auf den Standort und man muss sich mit der Handynummer und einer ID-Nummer (Documento Nacional de Identidad electrónico, kurz DNIe) registrieren.

Zuvor war das spanische App-Angebot zu Covid-19 ein Flickenteppich gewesen, wie der «Spiegel» konstatierte. Regionen rund um Madrid und Valencia hatten nicht auf die zögerliche Zentralregierung gewartet, sondern realisierten eigene Apps. Katalonien veröffentlichte mit «Stop Covid-19 Cat» die bislang erfolgreichste App des Landes. Allerdings sei sie umstritten, da Gesundheitsdaten und Namen der User abgefragt und Risikogebiete anhand von Ortsdaten erstellt würden.

Tschechien 🇨🇿

Die tschechischen Entwickler haben bislang nicht die Apple-Google-Schnittstelle (Exposure Notification) implementiert, darum funktioniert die iPhone-Version nicht gut. Zudem müssen User ihre Handynummer registrieren. Und die Bedienung ist ausschliesslich auf Tschechisch möglich.

Türkei 🇹🇷

Die türkische Regierung setzt auf klassisches Contact Tracing mit einem einem Heer von Freiwilligen. 6000 Teams sind laut einem eindrücklichen BBC-Bericht im Einsatz.

Ukraine 🇺🇦

Ungarn 🇭🇺

Die staatliche App basiert auf der NextSense-Technologie, die ein privates Unternehmen zur Verfügung stellt. Die Apple-Google-Schnittstelle (Exposure Notification) ist nicht implementiert, darum funktioniert auf iPhones der Datenaustausch (im Hintergrund) nicht zuverlässig. Zudem müssen sich User über ihre Handynummer beim Staat registrieren. Und die Bedienung ist ausschliesslich auf Ungarisch möglich.

Vatikanstadt 🇻🇦

Weissrussland 🇧🇾

Zypern 🇨🇾

Mehrere Tracing-Apps installieren?

Ja, das ist durchaus möglich.

Für SwissCovid-User kann es bei einem Auslandaufenthalt Sinn machen, auch die nationale Tracing-App des Reiselandes zu installieren und bei der Einreise zu aktivieren. Wie zum Beispiel die italienische Immuni-App, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gegenüber watson erklärte.

«Allerdings muss man dabei wissen, dass die Apple/Google API zu einem Zeitpunkt immer nur eine solche App zulässt, also müsste man dann in Italien die Immuni-App aktivieren und somit die SwissCovid-App deaktivieren (macht man in den Einstellungen des Betriebssystems).»

Die App-User können nur (vor einer möglichen Coronavirus-Infektion) gewarnt werden, wenn die jeweilige App auch aktiviert wird nach der Rückkehr. Konkret müsste die App mindestens einmal pro Tag aktiviert werden und das Handy mit dem Internet verbunden sein. Grenzgänger können beim Überqueren der Landesgrenze die Aktivierung umschalten. Allerdings ist nicht klar, wie zuverlässig das häufige Wechseln zwischen installierten Proximity-Tracing-Apps funktioniert.

Welche Apps funktionieren parallel?

Diverse nationale Warn-Apps funktionieren parallel, so dass man beispielsweise die SwissCovid-App nicht deaktivieren muss: Das gilt für alle Apps, die auf eine zentrale Datenspeicherung setzen und deshalb nicht die Proximity-Tracing-Schnittstelle von Apple und Google verwenden.

Wenn man zum Beispiel in den Ferien im Ausland auf andere Schweizer trifft, kann es Sinn machen, dass man die SwissCovid-App aktiviert lässt. So wird gewährleistet, dass nach einem positiven Covid-19-Test zurück in der Schweiz die Ferienbekanntschaften nachträglich gewarnt werden.

Parallel mit SwissCovid laufen:

Quellen

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