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Spotify hat ein Nazi-Problem – und greift (angeblich) durch



Der Musik-Streamingdienst Spotify lässt Playlists entfernen, die Adolf Hitler verherrlichen, Holocaust-Opfer verhöhnen und Hass-Symbole wie Hakenkreuze enthalten. Dies sagte ein Sprecher des schwedischen Unternehmens am Donnerstag laut der Onlineausgabe der «Times of Israel».

Um solche User und Postings geht es:

Bild

screenshot: Times of Israel

In einer Stellungnahme liess Spotify verlauten, dass die kritisierten Inhalte entfernt würden.

«Der fragliche von Nutzern generierte Inhalt verstösst gegen unsere Richtlinien und wird derzeit entfernt. Spotify verbietet alle Nutzer-Inhalte, die beleidigend, ausfallend, verleumderisch, pornografisch, bedrohlich oder obszön sind.»

quelle: timesofisrael.com

Am Mittwoch hatte das israelische Medium über Spotify-Playlists mit Musiktiteln berichtet, die zur Tötung von Juden aufriefen, das Holocaust-Opfer Anne Frank verspotteten und das Vernichtungslager Auschwitz und Hitler lobten.

Dem Bericht zufolge wurde ein Grossteil der fragwürdigen Inhalte bis am Donnerstagabend entfernt. Allerdings seien die mehr als 110 einsehbaren Profile, die unter «Adolf Hitler» registriert seien, noch online gewesen. Es sei unklar, ob diese Profile auch gesperrt würden, hiess es weiter.

Die Gedenkstätte Auschwitz hat via Twitter Spotify aufgefordert, Neonazis keine Plattform zu bieten.

(dsc, via futurezone.at)

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • stevemosi 11.01.2020 18:24
    Highlight Highlight Nazi Zeugs im Internet? Um Himmlers Willen, Wehrmacht denn sowas?
  • Walter Demuth 11.01.2020 14:14
    Highlight Highlight Sauerei das dritte Reich zu verherrlichen mir wirt übel.
  • Satan Claws 10.01.2020 15:06
  • P.Rediger 10.01.2020 12:20
    Highlight Highlight Habe Spotify auch mal darauf aufmerksam gemacht, dass Playlists mit Songs von Stahlgewitter usw. vorhanden sind und logischerweise auch die entsprechenden "Künstler" mit ihren Veröffentlichungen online sind. Die Reaktion war dann nicht gerade ermutigend, sondern einfach Standardfloskeln, auch nach mehrmaligem nachfragen.
  • DARTH OLAF 10.01.2020 11:58
    Highlight Highlight Dachte zuerst, das sei das neue gabalier-platten-cover 🤷🏼‍♂️
    • ujay 10.01.2020 16:33
      Highlight Highlight @Fehler... Ich dachte zuerst, das linke Bild ist ein Promoposter für einen Schwulenporno.....
  • LeChef 10.01.2020 11:10
    Highlight Highlight Wieso sind eigentlich immer die bösen Tech-Konzerne verantwortlich dafür, was ihre User posten?
    • ChlyklassSFI 10.01.2020 11:43
      Highlight Highlight ?

      Weil sie die Möglichkeit dazu bieten?
    • P.Rediger 10.01.2020 12:21
      Highlight Highlight Weil sie damit Geld verdienen?
    • paddyh 10.01.2020 12:49
      Highlight Highlight Weil du nicht nur deren User bist, sondern auch deren Produkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 10.01.2020 10:59
    Highlight Highlight So sah der Adolf unter der Uniform sicher nicht aus. Ein untersetzer Zwerg war das.
    • Mia_san_mia 10.01.2020 12:07
      Highlight Highlight Nein das ist ein Originalbild 😂
    • Aglaya 10.01.2020 12:16
      Highlight Highlight Google meint, er sei 1.75 gross gewesen. Nicht riesig, aber ganz sicher auch kein Zwerg, sondern ziemlich genau im Durchschnitt.
    • MasterPain 10.01.2020 13:59
      Highlight Highlight Das Bild hat ja auch eine leicht homoerotische Ausstrahlung... wenn das der Führer wüsste!
  • Stefan Morgenthaler-Müller 10.01.2020 10:34
    Highlight Highlight Wenn es um Erniedrigung, Verhöhnung und Abwertung von Menschen geht, dann hört auch bei mir die Meinungsfreiheit auf.

    Durch die Sperrung von Nazi-Accounts legt man schon mal die Grenze fest und da herrscht Konsens, dass wir so etwas in unserer Gesellschaft nicht wollen.

    Heutzutage werden noch an unzähligen Firmenansprachen Nazi-Fans zitiert, z.B. Henry Ford. Da fragt man sich schon, warum sich die Leute vorher keine Gedanken machen, wen sie da genau zitieren. Aufklärung ist in jedem Fall immer gut und richtig.
    • Kiro Striked 10.01.2020 11:33
      Highlight Highlight Henry Ford hat aber auch sehr viele Andere Qualitäten gehabt und sehr SEHR viele sachen gesagt, welche gerne Zitiert werden.

      Oder sollen wir jede Person mit einer Problematischen Meinung einfach aus der Geschichte Verbannen?

      Dann dürfte man nämlich nahezu niemanden mehr irgendwie oder irgendwo zitieren, Viele Geschichtliche Persönlichkeiten waren Homosexuellen gegenüber Kritisch eingestellt.

      Viele Andere haben Frauenrechte mit Füssen getreten. Dennoch haben sie viele gute Sachen gesagt und getan. Menschen sind nicht nur Böse weil sie Etwas böses getan haben. Meine Ansicht zumindest.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 10.01.2020 11:49
      Highlight Highlight @ Kiro. Henry Ford hatte das antisemitische Buch "Der internationale Jude" geschrieben. Adolf Hitler las das Buch und wurde Antisemit (eigene Aussage Hitlers). In Hitlers Büro der NSDAP-Parteizentrale in München hing ein grosses Porträt von Henry Ford.

      Henry Ford hatte auf seinem Arbeitstisch eine "Adolf Hitler" Büste stehen. Henry Ford hat die Nazis unterstützt sowie ihnen bei der Aufrüstung geholfen.

      War Henry Ford ein Nazi und mitverantwortlich für den Holocaust?

      Weiter: Henry Ford kämpfte gegen die Arbeiterbewegung. Henry Ford liess Menschen am Fliessband arbeiten, usw.
    • Snowy 10.01.2020 13:48
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis zu Henry Ford.

      Wieder was gelernt: https://www.spiegel.de/geschichte/henry-ford-und-die-nazis-a-947358.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • José Santacruz Londoño 10.01.2020 10:05
    Highlight Highlight Die Vorgehensweise gegen Nazi ist Diskussionslos richtig. Aber wo liegt die Grenze? Sollte Dann nicht auch ein Song von einem Rapper sich über die Frauenrechte lächerlich macht gelöscht werden?
    • Las Palmas 10.01.2020 10:22
      Highlight Highlight Naja dann müsste man Kollegah und co. ja auch sperren!?
    • Bündn0r 10.01.2020 10:36
      Highlight Highlight Und wohl auch 1/3 aller Popsongs.

      Aber zu Despacito, Ed Sheran etc wird dann lieber getanzt. Nicht allzugenau hinhören und den Fleischkäse nicht anstrengen, dann stört der Text auch nicht.
    • Tikvaw 10.01.2020 10:38
      Highlight Highlight Die weiche Grenze (bei der es noch nicht um staatliche Gesetze geht) liegt da, wo Spotify der Meinung ist, es würde geschäftsschädigende Auswirkungen haben. Ziemlich simpel.

      Ein Ruf als Platform für "Nazi-Musik" zu haben, könnte zum Beispiel schädigend sein.

      Frauenverachtung und die interessanterweise jeweils immer dazugehörenden anderen Verachtungen jedoch, scheinen für unsere Gesellschaft nicht verpönt genug zu sein, um schädigend zu wirken. Im Gegenteil, diese Musik ist ja im Mainstream zurzeit sehr beliebt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kruk 10.01.2020 09:38
    Highlight Highlight "Es sei unklar, ob diese Profile auch gesperrt würden, hiess es weiter."
    Es wird erst gehandelt nachdem von Medien darauf aufmerksam gemacht wird und dann auch noch so lasch.
    Die Profile gehören gesperrt und jene die solche Sachen verbreiten gehören eigentlich vor Gericht.

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