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epa08981084 A Kauishou's billboard is seen outside Kuaishou headquarters in Beijing, China, 02 February 2021. Chinese mainland short-video platform Kuaishou Technology intends to offer 365.2 million shares for its Hong Kong Public Offering and raise up to 5.42 billion USD, according to media report.  EPA/WU HONG

Kuaishou-Werbung vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Peking. Bild: keystone

Tiktok-Konkurrent Kuaishou geht in Hongkong an die Börse



In Hongkong sehen die Macher der chinesischen Video-App Kuaishou dem weltweit grössten Technologie-Börsengang seit fast zwei Jahren entgegen. In der Zeichnungsfrist vor dem ersten Handelstag am Freitag boten Anleger für die ausgegebenen Aktien 5.4 Milliarden Dollar.

Laut Berechnungen der Finanzagentur Bloomberg ist das mehr als bei jedem anderen Tech-Börsengang seit dem des Fahrdienst-Vermittlers Uber im Mai 2019. Kuaishou erreichte damit vor dem Handelsstart einen Marktwert von rund 60 Milliarden Dollar.

Was ist Kuaishou?

Kuaishou, was wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie «schnelle Hand», ist in China der grösste Konkurrent der chinesischen Video-App Douyin, die im Westen unter dem Namen Tiktok firmiert.

Über die App, die nach eigenen Angaben über mehr als 300 Millionen aktive Nutzer verfügt, können kurze Videos selbst erstellt und mit anderen Nutzern geteilt werden. Wichtiger für den Erfolg der App ist aber das Live-Streaming. Zu sehen sind etwa Nutzer, die Make-up-Tipps geben, kochen oder tanzen.

Der grösste Umsatzbringer von Kuaishou sind digitale Geschenke, die Zuschauer den Machern der Live-Videos senden können. Eine animierte Blume kostet umgerechnet nur wenige Cent. Teurere Geschenke können mitunter mehrere Hundert Euro kosten. Kuaishou und die Anbieter der Videos teilen die Einnahmen auf.

Wie finanziert sich Kuaishou?

Neben Werbung setzt Kuaishou auch auf einen eigenen Online-Shop, wo Produkte gekauft werden können, die Live-Streamer in ihren Videos anpreisen.

Obwohl das Geschäft von Kuaishou in den letzten Jahren schnell wuchs, hat das Startup mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. So könnten verschärfte Regeln für Streaming-Dienste in China zu einer Belastung werden. Nur Tage vor dem Börsengang trat zudem die chinesische Urheberrechts-Organisation CAVCA auf den Plan, die Kuaishou beschuldigt, zahlreiche Nutzer hätten Musik-Urheberrechte in ihren Videos verletzt.

Gleichzeitig kämpft Kuaishou mit Marktführer Douyin und anderen Anbietern erbittert um Marktanteile. Das Unternehmen war im Jahr 2019 profitabel, verbuchte laut seinem Börsen-Antrag aber im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust von 6.3 Milliarden Yuan (etwa 875 Millionen Franken).

(dsc/sda/awp/dpa)

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