Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

screenshot: t-online.de

Neue Malware bedroht Windows-User – was du jetzt tun solltest

Seit Juli beobachten Sicherheitsexperten, wie sich «Nodersok» auf immer mehr Windows-PCs schleicht. Dazu reicht ein unbedachter Klick im Browser.



Ein Artikel von

T-Online

Windows-Nutzer in den USA und Europa sollten derzeit beim Surfen besonders wachsam sein: Denn wie aus einer Sicherheitswarnung von Microsoft hervorgeht, treibt eine neue Malware ihr Unwesen, die sich unter anderem hinter manipulierten Werbebannern verbirgt.

«Nodersok» soll seit Juli aktiv sein und seither Tausende Computer angegriffen haben, schätzt Microsoft. Offenbar handelt es sich um eine Kampagne, möglicherweise mit dem Ziel, ein Botnetz zu errichten. Bereits infizierte Geräte dienen dabei als Proxy, also als Stellvertreter, um die Schadsoftware weiterzuverbreiten.

So geht die Malware vor

In einer Grafik erklärt Microsoft, wie «Nodersok» funktioniert. Demnach kann sich der Nutzer die Malware beim Surfen im Browser einfangen, beispielsweise, indem er auf eine präparierte Werbeanzeige klickt oder auf anderem Wege eine manipulierte Datei im Browser herunterlädt und öffnet.

Daraufhin wird ein JavaScript ausgeführt, das weiteren Schadcode nachlädt. Dieser versucht, die Windows-Schutzmechanismen zu durchbrechen, Befehle auszuführen und das System unter seine Kontrolle zu bringen. Dazu befällt die Schadsoftware bereits in Windows enthaltene Programme und missbraucht sie für ihre Zwecke. 

Das macht «Nodersok» zu einem Meister der Tarnung und besonders gefährlich. Da sich die Malware im Node.js-Framework oder dem Open-Source-Werkzeug Windivert versteckt, wird sie von den Windows-Warnsystemen nur schwer erkannt.

«Die Schadsoftware besteht aus mehreren Komponenten mit unterschiedlichen Aufgaben. So versucht ein PowerShell-Modul, Windows Defender und auch Windows Update auszuschalten.»

quelle: zdnet.de

Laut Microsoft ist der Windows Defender unter Windows 10 in der Lage, die Schadsoftware zu stoppen, bevor sie sich im System einnisten kann. Dazu muss der Virenschutz allerdings aktiviert sein. Ob das der Fall ist, überprüfst du am besten in den Systemeinstellungen. Mehr dazu hier.

Was haben die Kriminellen vor?

Welchen Zweck «Nodersok» erfüllt und welchen Schaden die Malware anrichten kann, ist nicht ganz klar. Sicherheitsexperten der Firma Ciscos Talos gehen davon aus, dass es den Entwicklern der Software in erster Linie um Klickbetrug geht.

Die «Nordersok»-Erfinder versuchen demnach, möglichst viele Rechner zu infizieren, um über die Geräte automatisierte Klicks auf Werbeanzeigen zu generieren. Die Gewinne streichen die Betrüger ein.

Langfristig könnte «Nodersok» aber auch dazu missbraucht werden, sehr viel gefährlichere Schadsoftware nachzuladen – zum Beispiel Banking-Trojaner oder Ransomware. Infizierte Systeme sollten also unbedingt bereinigt werden.

Falls du befürchtest, dass dein Rechner betroffen sein könnte, führe einen Virenscan mit einer aktuellen Antivirensoftware durch. Ein JavaScript-Blocker im Browser sorgt für zusätzlichen Schutz beim Surfen und verhindert, dass schädlicher Code automatisch ausgeführt wird. Allerdings sind dadurch auch die Funktionen vieler Webseiten eingeschränkt.

Verwendete Quellen:

(str/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten

«Wo finde ich jetzt dieses internet.ch?» – Eltern und Technik

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eisenhorn 02.10.2019 11:17
    Highlight Highlight Wie wärs mit konkreten Hinweisen/Sicherheitslücken?

    Ich habe keine Ahnung was ich mit dem Artikel anfangen soll "Ein Click im browser" ja toll! Dahinter steckt immer eine Sicherheitslücke in einem bestimmten Browser oder Plugin. Javascript lässt sich nicht einfach auf Windows ausführen. Der Artikel ist komplett Nutzlos weil nicht drin steht welche Browser etc. betroffen sind.
  • THEOne 02.10.2019 09:17
    Highlight Highlight adblocker rein, windows firewall an -> problem erledigt
    gibts wirklich leute, die ads im browser anklicken??
    • Domimar 02.10.2019 11:00
      Highlight Highlight Vor allem ein Adblocker ist mehr wert, als jedes AV-Programm. Mein älteres Laptop hat mit Werbung massiv Mühe z.B. mit Seiten wie 20min. Es läuft richtiggehend heiss. Adblocker rein, alles läuft flüssig, Laptop läuft nicht heiss.
    • SaveAs_DELETE 02.10.2019 13:29
      Highlight Highlight oh, da hat aber Watson gar keine Freude... ;-)
    • THEOne 02.10.2019 14:24
      Highlight Highlight @saveas...
      lese nur watson-app, aufm handy hab ich weder noch, also alles bestens 😁
  • mrmikech 02.10.2019 08:52
    Highlight Highlight Javascript blockieren??? Dann läuft heutzutage nichts mehr 😂
  • Magd 02.10.2019 08:25
    Highlight Highlight Wenn es lediglich um Affiliate Betrug gehen würde, ginge das doch wirklich einfacher. Flash-Cookies sind nicht blockierbar. Folglich ein gutes Werbemittel erstellen, bei den hochfrequentierten Seiten einbuchen und 100te von Cookies onload und nicht onclick abladen. Noch besser, wenn man solche Werbemittel für Grossfirmen erstellen kann, dann kostet es gar nix ;)

    Folglich glaube ich nicht, dass es lediglich um Affiliatebetrug geht.

Das steckt hinter den «Facebook lässt Nutzer sehen, wer dein Profil besucht»-Postings

In letzter Zeit häufen sich auf Facebook Statusbeiträge, die vorgaukeln, man könne mit einer «exklusiven Funktion» sehen, wer das eigene Profil besucht habe. Das ist natürlich Quatsch. Diese Funktion gibt es auch im Jahr 2020 nicht. Es handelt sich um eine klassische Phishing-Falle. Anders gesagt: Kriminelle machen sich einmal mehr die angeborene Neugier des Menschen zunutze, um an die Passwörter der Facebook-Profile zu gelangen.

Die Masche der Betrüger ist fast so alt wie Facebook selbst, aber …

Artikel lesen
Link zum Artikel