Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08612925 (FILE) - Shoppers walk past the Apple Inc. logo at an Apple Store in Hong Kong, China, 04 January 2019 (reissued 19 August 2020). US technology company Apple on 19 August 2020 surpassed a value of two trillion US dollar, regaining the position of the world's most valuable company.  EPA/JEROME FAVRE *** Local Caption *** 54873089

Als erstes US-Unternehmen ist Apple mehr als zwei Billionen Dollar wert (Apple Store in Hongkong). archivBild: keystone

Apple schlägt nun die teuerste Schweizer Firma um das Sechsfache

Erstmals verzeichnet ein US-Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mehr als zwei Billionen Dollar. Der Abstand zum Zweitplatzierten ist riesig – doch die Grenze wurde nicht zum ersten Mal geknackt.

Stefan Ehrbar / ch media



Apple hat am Mittwoch Geschichte geschrieben: Als erstes US-Unternehmen hat der Konzern eine Marktkapitalisierung von über 2 Billionen Dollar erreicht. Innert nur zwei Jahren wurde der Marktwert verdoppelt. Seit dem Tiefstand im März dieses Jahres hat die Aktie um über 100 Prozent zugelegt.

Apple ist damit auch seinen Rivalen davongeeilt. Amazon wies am Donnerstagmorgen eine Marktkapitalisierung von 1.63 Billionen US-Dollar aus, Microsoft ist an der Börse derzeit 1.59 Billionen Dollar wert. Die Google-Mutter Alphabet kommt auf 1.05 Billionen Dollar.

Zum Vergleich: Das an der Börse wertvollste Schweizer Unternehmen, der Nahrungsmittelriese Nestlé, kommt derzeit auf eine Kapitalisierung von 318 Milliarden US-Dollar – weniger als ein Sechstel des Apple-Werts.

Bald neue Geräte

Apple ist allerdings nicht die erste Firma, welche die 2-Billionen-Dollar-Grenze knackt. Das war letztes Jahr schon dem saudi-arabischen Ölkonzern Aramco gelungen. Doch diese Bewertung kam bei einem Börsengang zustande, bei dem Saudi-Arabien lediglich ein bis zwei Prozent der Aktien verkaufte. Sie war dementsprechend weniger breit abgestützt. Mittlerweile ist der Ölförderer wieder deutlich weniger wert.

Die Krise spielte Apple in die Karten. Der Tech-Riese profitiere vom Homeoffice-Trend, sagt Analyst Dan Morgan vom Vermögensverwalter Synovus zum «Handelsblatt». Das stütze die iPad- und iPhone-Verkäufe.

Noch dieses Jahr will Apple eine neue Generation von iPhones auf den Markt bringen, die mit dem neuen Standard 5G kompatibel sind. Wie das Branchenmagazin «connect» berichtet, könnten die neuen iPhones im Oktober vorgestellt werden und ab November in den Handel kommen.

Schon im September dürfte Apple demnach auch eine neue Apple Watch und ein neues iPad präsentieren.

Konflikte schaden nicht

Bisher nicht geschadet zu haben scheint Apple der Konflikt mit dem Spiele-Entwickler Epic Games, der letzte Woche eskalierte. Epic steht unter anderem hinter dem beliebten Fortnite - und bot seinen Kunden mit einem neuen Bezahlsystem die Möglichkeit, die hohen Kommissionen im App-Store zu umgehen, die Apple kassiert. Apple schmiss Fortnite darauf aus seinem Store. Nun müssen Gerichte klären, ob Apple damit geltendes Recht verletzt hat. Dass der Konzern wegen der Coronapandemie seine Läden schliessen musste, scheint Apple ebenfalls gut weggesteckt zu haben, genauso wie die zeitweilige Schliessung von Fabriken in China.

Bild

grafik: ch media

Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das derzeit Höchststände an den Börsen verbuchen kann. Letzte Woche kratzte der breite US-Börsenindex S&P 500 bereits an seinem Allzeithoch. Seit April legten die Indizes in den USA um 50 Prozent zu. Auch der Schweizer Börsenindex SMI nahm in den letzten Wochen an Fahrt auf.

Diese Euphorie an den Börsen ist nicht nur ein gutes Zeichen: Eine zweite Coronawelle oder ein Verpuffen der Stimuli der Notenbanken könnte schnell für eine Umkehr sorgen (wir berichteten). Apple allerdings dürfte wohl noch für längere Zeit das wertvollste Unternehmen bleiben.

(bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Wie Apple Geschichte schrieb

Zu viel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Infografiken zur SwissCovid-App, die die harte Realität zeigen

Eine aktuelle repräsentative Studie zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung bei der Corona-Warn-App gespalten ist: Mehr als die Hälfte will sie nicht nutzen. Aus Unwissenheit, Angst – oder anderen Gründen?

Die Corona-Warn-App des Bundes ist seit dem 25. Juni offiziell verfügbar. Doch die Akzeptanz in der Schweizer Bevölkerung ist tief, wie eine repräsentative Befragung des Online-Vergleichsportals comparis.ch zeigt. Zwar hat die SwissCovid-App mittlerweile über eine Million aktive User. Doch eine Mehrheit der Smartphone-Besitzer will sie nicht installieren.

Digital-Experte Jean-Claude Frick schreibt:

«Das zeigt, dass sich viele Handynutzer nicht bewusst sind, wo die wirklichen Gefahren liegen», …

Artikel lesen
Link zum Artikel