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epa07676263 Visitors visit the Nokia booth at the 2019 Mobile World Congress (MWC) in Shainghai, China, 27 June 2019. The Mobile World Congress in Shanghai is one of China's largest forum for the mobile industry and runs from 26 to 28 June.  EPA/LONG WEI CHINA OUT

Diese Aufnahme stammt von einer MWC-Messe im letzten Jahr in Shanghai. Bild: EPA

Namhafte Handy-Hersteller sagen Auftritte an wichtigster Messe ab – wegen Virus

Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona steht eigentlich im Zeichen neuer Hardware. Doch dieses Jahr geht's im Vorfeld statt um Tech-Gerüchte um Gesundheitsbedenken.



Der Mobile World Congress, kurz MWC, ist Ende Februar das alljährliche Branchentreffen, das kein Hersteller verpassen will – mal abgesehen von Apple. Doch 2020 ist alles anders. Und zwar wegen des grassierenden Coronavirus (2019-nCov).

Gleich zwei namhafte Smartphone-Hersteller sagten laut Berichten ihre Teilnahme an der Grossveranstaltung in Barcelona abgesagt. Dann folgte eine Korrektur.

Welche Hersteller haben die Teilnahme abgesagt?

Das südkoreanische Unternehmen LG Electronics und der chinesische Hersteller ZTE wollen an der MWC 2020 (24. bis 27. Februar) nicht teilnehmen, wie aus US-Medienberichten von letzter Nacht hervorgeht.

In einer Erklärung auf der Firmen-Website sagt LG, dass es die weltgrösste Mobilfunkmesse MWC überspringen werde und seine diesjährigen neuen Produkte stattdessen auf separaten Veranstaltungen «in naher Zukunft» lanciere.

Mit dieser Entscheidung beseitige man das Risiko, hunderte von LG-Mitarbeitern internationalen Reisen (sprich Fliegen) auszusetzen. Wobei dies bereits restriktiver geworden sei, da sich das Virus weiter über die Grenzen ausbreite.

Ebenfalls am Dienstag bestätigte der chinesische Smartphone-Hersteller und Telekom-Gigant ZTE, dass er seine Pressekonferenz auf der MWC 2020 absage. Wegen des Virus.

Die Absage sei zum einen auf praktische Probleme wie Reise- und Visaverzögerungen zurückzuführen, sagte ein Sprecher gegenüber The Verge: Einige Leute hätten es nicht rechtzeitig nach Barcelona geschafft. Allerdings könnte der leichte Fall von Fremdenfeindlichkeit, der mit der Krankheit einhergeht, ebenfalls eine Rolle spielen. Das amerikanische Techportal zitiert den ZTE-Sprecher mit den Worten: «[Wir] neigen dazu, eine übermässig höfliche Gesellschaft zu sein, und wollen einfach nicht, dass sich die Leute unwohl fühlen».

Update: ZTE will nun doch teilnehmen. Demnach handelte sich um Fehlauskünfte des ZTE-Vertreters in den USA.

Wie sollen MWC-Besucher geschützt werden?

Die weltgrösste Fachmesse für Smartphones und andere Mobilgeräte: Das ist ein Ort, wo in wenigen Tagen über 100'000 Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenkommen, um neue Hardware anzufassen und sich auszutauschen. Angesichts der Coronavirus-Nachrichten aus China, der steigenden Zahl der Toten und der Ausbreitung der Krankheit, dürften sich einige angemeldete Besucher Sorgen machen.

Die Organisatoren der MWC 2020 in Barcelona haben am Dienstag auf ihrer Website eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Darin gehen sie unter anderem auf die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen für die Besucher und Aussteller ein. Dazu gehören laut Mitteilung:

epa07389841 Staff and participants arrive to the Fira Barcelona Montjuic during preparations for the Mobile World Congress 2019 (MWC19) in Barcelona, Spain, 23 February 2019. The leading, global technology companies will present the most innovative products and services to MWC19 Barcelona outstanding exhibition. Mobile World Congress 2019 will run from 25 to 28 February 2019 at Fira Barcelona Montjuic.  EPA/Enric Fontcuberta

An der letztjährigen Fachmesse präsentierte LG sein erstes 5G-Smartphone. Dieses Jahr bleiben die Koreaner Barcelona fern. Bild: EPA/EFE

Organisiert wird der Mobile World Congress durch die 1987 gegründete weltweite Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter, GSMA. Dem Verband gehören 800 Provider an, darunter auch die Swisscom, Sunrise und Salt. Zudem sind auch mehr als 200 Hardware-Hersteller Mitglied.

Die GSMA schreibt in ihrer aktuellen Mittteilung, sie überwache und bewerte weiterhin die potenziellen Auswirkungen des Coronavirus auf die jährlich in Barcelona, Shanghai und Los Angeles stattfindenden MWC20-Veranstaltungen sowie auf die Regionalkonferenzen der Serie Mobile 360.

Weiter heisst es:

«Die GSMA baut auf ihren bestehenden Plänen zum Schutz der Gesundheit unserer Teilnehmer, Kunden und Mitarbeiter im MWC Barcelona auf. Die Kollegen der GSMA auf der ganzen Welt ergreifen strenge Massnahmen, um eine weitere Verbreitung des Virus einzudämmen und zu verringern. Zu diesen Massnahmen gehören die Befolgung der Ratschläge der WHO und anderer Gesundheitsbehörden, die Einhaltung von Reisebeschränkungen, wo es solche gibt, die frühzeitige Ankunft in Spanien, um Zeit für die Selbstquarantäne zu haben, und die Gewährleistung des Zugangs zu Masken.»

quelle: mwcbarcelona.com

Auch ein Digital-Redaktor von watson wird auf Einladung von Huawei vor Ort sein und über Neuheiten berichten.

Quellen

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Das Lustigste an der Coronakrise? Wasserpistolen-Taufen!

Not macht erfinderisch: Um den Mindestabstand zu gewährleisten, greifen Priester zu witzigen Methoden. Die Kinder gläubiger Eltern wollen ja trotz Corona getauft werden.

Die Kirchen sind in der Coronakrise längst erfinderisch geworden: Man soll nun sogar neben Online-Gottesdiensten und Drive-thru-Beichten die Möglichkeit haben, seine Kinder aus sicherer Distanz taufen zu lassen. Und das nicht über die Hand der Priester (weil ja ansonsten die Abstandsregel gebrochen werden würde), sondern mittels Wasserpistole. Dies zeigt dieser Tweet, der gerade auf Twitter viral geht:

Die Reaktionen auf Twitter sind aber mindestens genau so witzig:

(cki)

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