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The charing progress on the car computer of a a Tesla model S 85D that is being charged at a high-powered supercharger station in Dietlikon, Switzerland, on August 17, 2016. Tesla manufactures equipment has installed a network of superchargers across North America, Europe and Asia. A supercharger charding station enables to charge 50% of the car battery's capacity within 20 minutes. Supercharging is free of charge for all Tesla models S and X. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Anzeige des Ladevorgangs auf dem Bordcomputer eines Tesla S 85D Modell, das an einer Supercharger Ladestation geladen wird, am 17. August 2016 in Dietlikon. Ein Supercharger ist eine spezielle Tesa Ladestation, die innerhalb von 20 Minuten bis zu 50% der Batteriekapazitaet eines Teslas aufladen kann, das heisst schneller als die meisten oeffentlichen Ladestationen. Supercharging ist fuer die komplette Lebensdauer eines Model S oder Model X kostenlos. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Batterie ist der Knackpunkt der Elektromobilität. Bild: KEYSTONE

Elektroauto: Wie fair und ökologisch sind die Akku-Hersteller? Jetzt gibt es Antworten

Schweizer Forscher haben den Umgang mit Umwelt- und Menschenrechtsfragen bei der Produktion von Akkus für Elektroautos analysiert. Ausgerechnet der Weltmarktführer für Autobatterien schneidet besonders schlecht ab.



Das E-Auto hat definitiv fahrt aufgenommen. Im August erreichten reine E-Autos und Plug-in-Hybride mit rund 16 Prozent den bislang höchsten monatlichen Marktanteil in der Schweiz. Deren Herzstück und zugleich der Knackpunkt der Elektromobilität ist der Akku. Die Hilfswerke Brot für alle, Fastenopfer und der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) liessen daher erstmals den Umgang der Branche mit Umwelt- und Menschenrechtsfragen bei der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos analysieren.

Die Forscher schreiben: «Die Herstellung dieser Batterien erfordert nicht nur viel Energie, sie verursacht auch eine Reihe ökologischer und sozialer Schäden.» Besonders problematisch sei der wachsende Bedarf an Batterierohstoffen. Möglichst sozialverträgliche und ökologische Akkus werden daher immer wichtiger. Denn «ohne massiven Ausbau der Elektromobilität sind die Abkehr von fossilen Energien und damit eine klimaverträglichere Verkehrsentwicklung kaum zu erreichen», heisst es in der Studie.

Wie also schneiden die wichtigsten Akku-Hersteller ab?

Samsung vor ABB – chinesische-Hersteller am Ende der Rangliste

«Gewonnen» hat der südkoreanische Hersteller Samsung SDI, der gesamthaft am besten abschnitt. Auf dem zweiten Platz landet der Schweizer Hersteller ABB. Wichtiger, grösser und deshalb ungleich gefährlicher ist aber der letzte der Rangliste: Es ist der chinesische Weltmarktführer CATL, wie die Forscher schreiben. Ihm werfen sie mangelnde Transparenz vor.

Bild

Die drei südkoreanischen Hersteller Samsung SDI, LG Chem und SK Innovation sowie die Schweizer Firma ABB liegen in der Gesamtbewertung vor dem japanischen Produzenten Panasonic und den beiden chinesischen Herstellern BYD und CATL. bild: Brot für alle, Fastenopfer, vcs

CATL beherrscht rund ein Drittel des weltweiten Marktes für Lithium-Ionen-Batterien und gilt als führender Hersteller von Autobatterien. CATL beliefert etwa BWM, Daimler, Volkswagen, Tesla und PSA (Opel, Peugeot). Der chinesische Akku-Gigant profitiert auch von Pekings Subventionsprogramm «Made in China 2025» zur Förderung der heimischen Elektromobilität.

«Die Rückverfolgbarkeit der Lieferketten weist indessen bei allen Herstellern erhebliche Mängel auf», kritisieren VCS und Hilfswerke. Kaum ein Hersteller macht Angaben zu den Minen, aus denen die Rohstoffe stammen.

Zur Aussagekraft der Studie ist einschränkend zu sagen, dass die Ergebnisse auf den Angaben der Hersteller basieren. Inwiefern die Firmen und ihre Zulieferer die gemachten Angaben wirklich umsetzen, war nicht Gegenstand der Untersuchung.

Sauber nur da, wo Licht hinkommt

Wenn die Unternehmen ihre Sorgfaltspflicht schon mal wahrnehmen, dann vornehmlich da, wo die Weltöffentlichkeit gerade hinblickt: auf sogenannte Konfliktmineralien und auf Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo beispielsweise, das wegen verbreiteter Kinderarbeit in den Minen als problematisch gilt.

«Andere Rohstoffe wie etwa Lithium oder Nickel, deren Abbau ebenfalls gravierende soziale und ökologische Schäden verursacht, werden weitgehend ausgeblendet», monieren die Studienverfasser.

Die Herausgeber der Studie fordern deshalb die Hersteller der Batterien auf, ihre Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Lieferkette und für alle verwendeten Rohstoffe wahrzunehmen.

Entscheidend sind dabei die Arbeitsbedingungen in den entsprechenden Minen und die sozialen und Umweltfolgen in deren Umfeld. Zudem sollten die Unternehmen Missstände in den Lieferketten nicht nur identifizieren, sondern zusammen mit Akteuren der Zivilgesellschaft für Lösungen sorgen.

Auch Staat und Bürger in der Pflicht

Eine lange Lebensdauer der Batterien sowie Zweitnutzungen und Recycling vermindern den Bedarf an ständig neu geförderten Rohstoffen. Verbesserungsmöglichkeiten sehen Fastenopfer, Brot für alle und der VCS daher auch im Ausbau des Recyclings. Solange es für Hersteller rentabler ist, neue Batterie-Rohstoffe in Entwicklungsländern fördern zu lassen statt alte wieder aufzubereiten, besteht von Produzentenseite kaum Interesse am Recycling. Hier müsste der Staat finanzielle Anreize schaffen, damit Batterien möglichst lange genutzt und Batterierohstoffe möglichst vollständig rezykliert werden, finden die Studien-Auftraggeber.

«Die Batterien, die heute in die E-Autos eingebaut werden, halten etwa 10 bis 20 Jahre. Ab 2030 werden also grosse Mengen an Alt-Batterien anfallen. Spätestens dann müssen die Kapazitäten vorhanden sein, um die Batterien mit möglichst allen enthaltenen Rohstoffen zu rezyklieren.»

Marcel Gauch, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)

Auch wenn sich die Lebensdauer der Akkus, auch dank Zweitnutzungen, stetig erhöht, irgendwann müssen sie wieder zerlegt werden. «Recycling muss auch dazu beitragen, die CO2-Emissionen der Akkuherstellung zu reduzieren. Bisher richten nur drei der untersuchten Unternehmen ihre Emissionsziele an den Zielen des Pariser Klimaabkommens aus», geben die Hilfswerke und der VCS zu bedenken. Investoren sollen die Elektromobilität daher nicht automatisch als grüne und nachhaltige Anlagekategorie einstufen. Die sozialen und ökologischen Sorgfaltspflichten müssten mitberücksichtigt werden.

Politik und Gesetzgeber sollen technische Innovationen fördern sowie staatliche Anreize und Regulierung schaffen, damit Batterien möglichst lange genutzt und Batterierohstoffe möglichst vollständig rezykliert werden. Für die Wiederverwertung der Rohstoffe sollen Batterien so gebaut werden, dass sie effizient wieder zerlegt werden können.

Und schliesslich nehmen die Forscher auch die Öffentlichkeit in die Pflicht. Unter dem Strich ist die Ökobilanz von Elektrofahrzeugen zwar besser als jene von Fahrzeugen, die mit fossiler Energie betrieben werden. Aber noch besser als ein Elektroauto ist gar kein Auto: also öfter mal den Schlitten stehen lassen und den öV nehmen oder das Velo satteln. Denn: «Der effizienteste Weg, Treibhausgasemissionen zu senken sowie Missstände bei der Fahrzeug- und Batterieherstellung zu vermindern, ist die Reduktion des Fahrzeugbestands.» Das könne beispielsweise auch mit Carsharing und Carpooling erreicht werden.

Die Studie und das Factsheet können auf der Webseite des VCS heruntergeladen werden.

(oli/sda)

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116Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Regeschirm 06.09.2020 20:49
    Highlight Highlight Warum ist ABB auf dieser liste? Sie verbauen zwar Akkus und entwickeln die dazu passende Systeme, jedoch stellen sie keine Akkus selber her.
    • sigma2 06.09.2020 22:49
      Highlight Highlight Weil die Liste do oder so Quatsch ist.
  • Hiker 06.09.2020 18:20
    Highlight Highlight Die im Artikel genannten Probleme sind gravierend und gehören dringend untersucht. Es sind aber durchwegs Probleme die schon längstens bestehen und nicht erst seit der Elektromobilität. Darüber wurden aber nie so reisserische Artikel geschrieben. Soll damit die Elektromobilität in die selbe Ecke gestellt werden wie die Erdölindustrie? Es wird suggeriert „die sind ja auch nicht sauber also weiter wie bisher“. Dann der Spruch nur zu Fuss gehen ist ökologisch sinnvoll. Ja klar, dann aber ohne Schuhe und Kleider? Kritik ist ok, aber nicht so!
  • Stirling 06.09.2020 17:17
    Highlight Highlight Fast 60% der weltweiten Kobaltresourcen werden für die Verbrennerindustrie verbraucht. Zur Härtung von Stahl, wie Kurbel-und Nockenwellen, Turbo, Ventile usw. Nicht mehr reziklierbar, im Gegensatz zu dem welches in E-Autos eingesetzt wird. Hat nur komischerweise bisher noch nie jemanden interessiert. Bitte immer mit dem gleichen Massstab messen liebe Herren Forscher...
    • sigma2 06.09.2020 22:50
      Highlight Highlight Diesel wird mit Hilfe von Kobalt entschwefelt. Bisher gar das niemanden interessiert.
  • deepsprings 06.09.2020 13:35
    Highlight Highlight Ein weiteres Problem mit den E-Autos bahnt sich erst langsam an. Geraten die Autos z.B. bei einem Unfall in Brand, ist es sehr aufwändig, den Brand zu löschen. Die Autos müssen danach mehrere Tage in einem mit Wasser gefüllten Container überwacht werden. Dass das Wasser danach Sondermüll ist, macht es nicht Umweltfreundlicher...
    • Tom79 06.09.2020 14:58
      Highlight Highlight Und das Ausgelaufene Motoröl und der Diesel der bei einen Cräsch ausläuft und in den Boden und Bäche gelangt ist natürlich kein Thema. Das passiert viel öfter alas das ein Auto brennt.
    • deepsprings 06.09.2020 15:16
      Highlight Highlight @Tom Diesel oder Öl kann relativ leicht abgebunden werden und der Rest gelangt zumindestens auf autobahnen zuerst in einem Auffangbecken. Da es iin diesem Artikel um E-Autos geht, wollte ich das einfach mal anmerken. Ansonsten kann ich ihre Argumente teilen.
    • DerHans 06.09.2020 16:58
      Highlight Highlight @deep Öl und Diesel lassen sich ja so super binden, da muss ich mir ja diese Ölflecken immer einbilden. Und was passiert dann eigentlich mit dem gebundenen Öl? Dünger bestimmt nicht. So wie man das Öl fachgerecht entsorgen muss, so muss man halt auch das kontaminierte Wasser entsorgen. Wo liegt das Problem?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Froggr 06.09.2020 13:30
    Highlight Highlight Ah perfekt. Zum Glück produziert Tesla die Batterien mit Panasonic zusammen.
    • Tom79 06.09.2020 15:00
      Highlight Highlight Nicht mehr so viel die haben ein Amihersteller afgekauft. Die wollen das immer mehr selbst in die Hand nehmen.
  • Emil Eugster 06.09.2020 12:35
    Highlight Highlight OK, dann sind wir nun alle bewusste Konsumenten und kaufen im Winter keine Erdbeeren aus Südamerika und keine sonstige Flugware, verzichten weitgehend auf Fleisch und kaufen keine Elektrofahrzeuge … aber eben auch keine anderen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und wir fahren auch nicht mehr unnötig herum (Sonntagsfahrt, keine Spassfahrten mit Motorrädern usw.)
    Es sind ja eben nicht nur Akkus nicht Umwelt- und Menschenfreundlich, sondern vor allem die fossilen Energieträger.
    Abgemacht?
    • Froggr 06.09.2020 13:32
      Highlight Highlight Das Problem ist nur, dass Gewisse Kreise die Elektromobilität und die Akkus loben ohne Ende, obwohl sie nicht besser sind als andere Formen. Die Rohstoffe sind genauso begrenzt und der CO2 Ausstoss enorm.
    • DerHans 06.09.2020 14:46
      Highlight Highlight @Froggr Rohstoffe welche man recyceln kann, sind wohl nicht dasselbe, wie wenn man sie einfach auf nimmerwiedersehen verbrannt.
  • Ich mein ja nur 06.09.2020 12:06
    Highlight Highlight Fehlt nur noch der Vergleich zu Herstellung und Betrieb von Verbrennungsmotoren.
    • Pafeld 06.09.2020 13:20
      Highlight Highlight Nur schon die Logik gebietet es, dass alles, was in der Herstellung von Elektroautos drinsteckt, bis auf das Lithium mindestens auch in konventionellen Fahrzeugen enthalten ist. Es ist irgendwie unlogisch, dass die Autohersteller einerseits monieren, dass Elektroautos einfacher konstruiert sind (und damit Fertigungsaufwand und Arbeitsplätze verloren gehen) und gleichzeitig will man unausgesprochen im Raum stehen lassen, dass Elektroautos mindestens so umweltschädlich in der Produktion sind.
  • BenFränkly 06.09.2020 11:46
    Highlight Highlight Jä guet! Einverstanden. Aber:

    Welcher Hersteller von Verbrennungsmotoren legt offen, woher die Rohstoffe für seine Karre kommen? Platin im Katalysator? Oder für den Guss des Motorblocks? Kupplungsbeläge? Oder Molybden für die Getrieberäder? Warum werden die nicht genauer angeschaut, wo doch immer noch >70% der Karren verbrenner sind? Ich würde blind zu behauten wagen, dass auch dort höchst intransparente Verhältnisse herrschen - einfach kukkt da grad keiner hin.
  • Sälüzäme 06.09.2020 11:38
    Highlight Highlight Es ist richtig auf diese Probleme hinzuweisen, aber verlogen diese mit der E-Mobilität in verbindung zu setzten. Seit Dekaden, lange bevor es E-Mobile gab, werden die Rohstoffe unter fragwürdigen Bedingungen gefördert, solange nur Handys, Computer, Tablets, Flugzeuge, Autos, Spielzeuge, Edelstahl usw. daraus hergestellt wurden war es kein Problem und nur sehr wenige haben diese Praxis hinterfragt. Mercedes will mit seiner neuen S-Klasse Milliarden Gewinne einfahren. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sehr mächtige Industrien hinter dieser Polemik stecken und die wollen keine Veränderung.
  • savon99 06.09.2020 11:24
    Highlight Highlight Zum guten Glück fahren die Verbrenner alle mit fair produzierten Benzin oder Diesel. Dieses natürliche Bioprodukt kommt einfach so aus dem Boden und wird von Hersteller produziert, die alle Umweltstandards und Menschenrechte respektieren.
    • Tom79 06.09.2020 14:16
      Highlight Highlight Genau mein Humor ich mag Ironie!
  • Rethinking 06.09.2020 11:21
    Highlight Highlight Letztlich benötigt es drei Massnahmen um ernsthaft etwas zu ändern:

    1. Wir müssen die Konsumenten weltweit reduzieren (weniger Geburten).

    2. Wir müssen den Konsum jedes einzelnen reduzieren (allen voran in den reichen Ländern).

    3. Wir müssen den Konsum so nachhaltig wie möglich festalten (bewusster Konsum, ökologisch und sozial verträglich, lokal, Konsum muss wieder teurer werden z.B. Nahrung)
  • Rethinking 06.09.2020 11:12
    Highlight Highlight Am ökologischsten wäre wohl Wasserstoff der durch Solarenergie produziert wird...

    Die Fahrzeuge hätten anständige Reichweiten, es bräuchte keine Akkus deren Inhaltsstoffe unter Menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen werden, die die Umwelt verschmutzen, deren Lebebszyklus viel zu kurz für ein Auto ist und die entsorgt werden müssen...
    • Pafeld 06.09.2020 13:28
      Highlight Highlight Solange der Wasserstoff nicht photokatalytisch, sondern photo-elektrochemisch hergestellt wird (was er noch nicht einmal heute mehrheitlich wird), ist H2 zu prodgzieren einfach nur sehr viel ineffizienter, als den Akku direkt zu laden. Die komplett inexistente H2-Infrastruktur noch dazu völlig aussen vorgelassen. Und selbst dann wäre die Veredelung von Biotreibstoffen mit H2 noch immer effizienter.
      Auch wenn man den Blödsinn 20 mal runterplappert, weil man sich nicht von seinem gewohnten Tankrythmus trennen will. Wasserstoff hat in PKWs völlig zu Recht keine Zukunft mehr.
    • DerHans 06.09.2020 15:25
      Highlight Highlight @Rethinking Wasserstoffautos haben sehrwohl einen Akku, nicht so gross, aber sie haben einen. Die Brennstoffzellen wachsen natürlich auf Bäumen, genau so wie alle Elektrolyseure, Tanks, Kompressoren und das ganze drumherum für eine Wasserstoff-Infrastruktur. Auch ist das schnelle Betanken und die Reichweite so eine Sache, gibt jetzt schon genug YT-Videos welche diese Märchen widerlegen. Aber man schaut ja nur beim BEV sogenau hin, bei Verbrennern und Wasserstoff ist alles egal, hauptsache in vermeintlich 5 min vollgetankt.
    • XKCD 06.09.2020 17:25
      Highlight Highlight Was ausserdem niemand bedenkt: es gibt keine wirklich dichten Wasserstofftanks - das Gas diffundiert durch alles un versprödet das Material dabei. Damit wird Transport & Lagerung extrem aufwändig und mit deutlichen Nachteilen ggnüber E-Autos
  • Paddiesli 06.09.2020 10:56
    Highlight Highlight Drum Ja zur Konzernverantwortungsinitiative.
  • Bruno Meier (1) 06.09.2020 10:46
    Highlight Highlight Es gibt keine "sauberen" Akkus, nur schlechte und noch schlechtere. Ich war und bin immer noch gegen Akkus in Fahrzeugen als Hauptenergiespeicher. Das gehört zum gleichen Thema wie damals die Energiesparlampe, eigentlich ein Blödsinn. Bei City-Autos ja, als Puffer ja.
    Jetzt springen alle Hersteller auf den Batterie-Zug auf, aber nur aus dem Grund, da damit Geld verdient werden kann, gesteuert durch die Politik.
    Es macht einfach keinen Sinn, hunderte KM Reichweite in Akkus zu speichern, viel zu schwer und wenn möglich noch mit Schnellladung die Dinger aufzuladen = Energieverlust, Lebensdauer
    • Tom79 06.09.2020 14:33
      Highlight Highlight War auch gegen die giftigen Lampen, haben die aber dank des durch dieses Gesetz angefeuerte Inofation durch bessere LEDs ersetzt. Ohne das würden wir noch immer mit viel Strom Wolframfäden zum glühen bringen.
    • Tom79 06.09.2020 14:35
      Highlight Highlight Energieverlust bei Benzin oder Wasserstoff ist viel höher!
    • DerHans 06.09.2020 15:33
      Highlight Highlight @Bruno da ist es natürlich viel sinnvoller Öl aus dem Bodem zu pumpen und über zig 1000km in der Weltgeschichte zu transportieren um es dann zu verbrennen, nur damit Herr Meier kein schlechtes Gewissen haben muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Inspector Callahan 06.09.2020 10:38
    Highlight Highlight Gauch von der EMPA hat offensichtlich 2nd life von Autobatterien als stationäre nicht verstanden.
    Nachdem eine Batterie auf 80 oder 70% degraded ist, kann sie noch ein 10 Jähriges Leben als Hausbatterie führen.
    Übrigens; klar stimmt nicht alles beim Herstellen von Batterien. Bitte dann aber auch nicht verzerrend alles andere ausblenden (Öl, Kleider, Lebensmittel...)
    • Waseli 06.09.2020 15:24
      Highlight Highlight 2nd lift haben Sie wohl schon eingerechnet.
      Nach dem 10 jährigen Leben als Hausbatterie muss aber dennoch möglichst vollständiges Recycling (Kein Downcycling) das Ziel sein und nicht die Müllhalde.
      Aber klar, den Hauptkern des Artikels wäre losgelöst von Akkuus möglich:
      Abbaufirmen wirtschaften sehr Umwelt und Menschenfeindlich - gestützt durch Oligarchen/Autokraten/Sippen der Länder die sich nur selber die Tasche füllen wollen und dementsprechend Abbaurechte vergeben (und als Gegenleistung wiederum Unterstützung dieser Firmen erhalten).
  • Snowy 06.09.2020 10:25
    Highlight Highlight Warum immer der Fokus auf Elektromobilität?

    Der Erdölabbau ist seit einem Jahrhundert eine einzige Katastrophe für diesen Planeten. Nicht nur wegen den eklatanten Verstössen gegen Menschenrechten und der offensichtlichen Umweltverschmutzung, sondern aus geopolitischen Gründen... kriege etc

    Sehr gerne auch eine entsprechende Offenlegung zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltproblem zu allen anderen wichtigen Rohstoffen.

    Sollte Standard werden - eine Art Vignette beim Kauf von allen Produkten!
    • Beat_ 06.09.2020 17:28
      Highlight Highlight ich gebe Dir recht, es ist viel zu tun. Gerade auch bei den seit Jahrzehnten etablierten Liefer- und Produktionsketten.
      Diese entbindet aber niemanden davon, bei der neuen Technik gelich von beginn weg richtig hinzusehen und as bestmögliche zu erreichen. Die Standards müssen von Anfang an hoch sein.
  • Gubbe 06.09.2020 10:19
    Highlight Highlight Gestern war hier zu lesen, dass andere wie TESLA auf das Recyclingverfahren das eine hier ansässige Firma entwickelt hat, neidisch wäre.
    So kommen dann 'Brot für alle' usw. wie auch der Artikelschreiber darauf, dass alles schlecht wäre. Die 3 Studienauftraggeber sind natürlich genau die richtigen, die negative Studien der 'Forscher' voraussetzten.
    Bei dem 'Brot für alle' wissen wir auch nicht, von welchem Feld abgeerntet wurde.
  • The_Doctor 06.09.2020 10:09
    Highlight Highlight Ein genaues Hinschauen ist zwingend notwendig und wünschenswert. Aber: Bei den Akkus ist noch viel Luft nach oben. Besonders beim Recycling. Bei den Fossilien wird alles nur noch schlimmer, wenn die bestehenden Quellen sich langsam erschöpfen. Wichtig ist nur eines: weg von den Fossilen. Und zwar möglichst schnell.
    Benutzer Bild
    • Waseli 06.09.2020 16:18
      Highlight Highlight Definitiv möglichst schnell!
      In den USA haben sich die Firmen unter Trump sogar von den Gesetzen befreit, das entsehende Methan zu verbrennen und lassen nun diese direkt in die Luft.
      Diese Firmen sind anscheinend nicht einmal in der Lage/Willens minimalste Auflagen einzuhalten.
  • Al Pal 06.09.2020 10:04
    Highlight Highlight Ein Auto ist niemals ökologisch. Weder Benzin noch Elektro.
  • MARC AUREL 06.09.2020 10:01
    Highlight Highlight Das CATL von China schlecht abschneidet verwundert nicht... wird allgemein Zeit China gewaltig auf die Füsse zu stehen! Nur wenn Europa mit Australien, Japan usw mit Amerika zusammensteht können die Chinesen in die Schranken gewiesen werden!
  • ostpol76 06.09.2020 09:46
    • The_Doctor 06.09.2020 14:06
      Highlight Highlight Und auch in diesem Bericht wird verschwiegen, dass zum Raffinieren von Benzin & Diesel sowie zur Entschwefelung von Diesel grosse Mengen an Kobalt benötigt werden. Und diese sind im Gegensatz zur Batterie nicht recyclebar.
      Wie in meinem anderen Kommentar bereits gesagt, es ist gut, dass genau hingeschaut wird. Wer das aber als Argument für den Verbrenner und gegen die Elektromobilität ins Feld führt, macht sich unglaubwürdig, wenn er jemals wieder auch nur einen Liter Treibstoff tankt.
    • Tom79 06.09.2020 14:43
      Highlight Highlight Tesla bezieht das meiste Kobald aus Minen in Kanada. Und das Kobald aus Akkus kann zurückgewonnen werden. Platin und Paladium aus Katalysatoren werden nur knapp zur hälfte zurückgewonnen der rest liegt auf den strassen.
    • Tom79 06.09.2020 15:06
      Highlight Highlight Was sollen den die Daumen runter informiert euch mal selber dann
      meckt ihr was. London versucht jetzt das Platin aus dem Puzschlam der Kermaschienen zu gewinnen weil es so viel ist.
  • leu84 06.09.2020 09:39
    Highlight Highlight Rohstoffabbau ist allgemein ein Problem. Das gilt nicht nur für Lithium, auch für Kupfer, Seltene Erden werden in den Rohstoffländer kaum zureichende Arbeitssicherheitsmassnahmen gearbeitet. Abwässer gelangen in Flüsse. Egal ob für die Herstellung von Akkus, Handys oder SmartHome-Elektronik. Deshalb wäre das Recycling von Elektroschrott so wichtig. Es müssen auch Unternehmen mit Sitz in der Schweiz die Verantwortung wahrnehmen, auch ohne Gesetz.
    • aglio e olio 06.09.2020 10:19
      Highlight Highlight „ Es müssen auch Unternehmen mit Sitz in der Schweiz die Verantwortung wahrnehmen, auch ohne Gesetz.“
      Was sie aber nicht tun werden wenn man sie nicht zwingt. Denn die Rendite steht leider über allem. Deswegen ist ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative notwendig.
    • Slarti 06.09.2020 11:17
      Highlight Highlight Stichwort: Konzernverantwortungsinitiative.... wir haben es in der Hand. Mal schauen wieviele bei der Abstimmung dann auch konsequent sind.
    • leu84 06.09.2020 13:15
      Highlight Highlight Genau @aglio e olio, das ist die Antwort darauf. Klar, leider nur ein kleiner Anfang.
  • carlos zapato 06.09.2020 09:30
    Highlight Highlight Die Studien-Veranlasser sagen es deutlich: Sie wollen die Anzahl Autos reduzieren. Darum wird alles rund ums Auto schlecht geredet. Egal ob Verbrenner oder Elektro. Als nächstes kommt konsequenterweise wohl das Elektrovelo dran, hat ja schliesslich ebenfalls eine dreckige Batterie. Und natürlich Handys, Laptops, Dildos, Dyson-Staubsauger, sind ja auch alles Teufelsdinger.
  • jazzie 06.09.2020 09:07
    Highlight Highlight Danke für den Artikel. Jetzt möchte ich noch wissen, in welchen e-Fahrzeugen die hier am 'besten' bewerteten Akkus eingebaut werden. Die Fahrzeughersteller legen dies oftmals auf ihren Websites nicht offen oder man muss eine halbe Ewigkeit lang danach suchen.
  • namib 06.09.2020 08:53
    Highlight Highlight Die Batterie macht einen erheblichen Teil der Kosten eines E-Autos aus. Die Kathode wiederum ist der teuerste Teil der Batterie, denn dort werden Kobalt- und Nickelverbindungen verbaut. Weil die Nachfrage stark steigen wird, ist damit zu rechnen, dass diese Rohstoffe teurer werden. Recycling wird sich „automatisch“ lohnen.
    Bereits heute wird in der Industrie für eine Zeit geplant, in welcher Batterien in grossen Mengen ökonomisch rezykliert werden können. Dafür braucht es nur höheres Volumen. Der Staat muss, wenn überhaupt, höchstens am Anfang helfen.
  • KoSo 06.09.2020 08:48
    Highlight Highlight ich habe die Information, dass PSA bei den Vollelektrischen Autos Samsung Akkus verwendet.

    würde mich sehr interessieren, was genau stimmt.
    hat jemand Fakten?
    • Tom79 06.09.2020 14:53
      Highlight Highlight Weil beim Hybrid oft das billigste an Akkus verbaut wirt. Sonst ist der verkaufspreis nicht mehr Atraktiv.
    • KoSo 06.09.2020 15:49
      Highlight Highlight Tom79
      kann mir vorstellen, das die Hybrid-Batterie-Systeme viel einfacher und weniger hochwertig sind.
      die Lade/Entlade-Zyklen sind ja sehr viel materialschonender.
  • mutorintemporibus 06.09.2020 08:46
    Highlight Highlight Vorausgesetzt dem MIV an sich wird die Existenzberechtigung zugestanden sind Fahrzeuge mit fossilen Antrieben auch unter sozialen Aspekten nicht unproblematischer - Faitrade-Bio-Öl vom Olivenbaum wäre mir zumindest nicht bekannt.
  • Philippe87 06.09.2020 08:42
    Highlight Highlight "Eine Studie zum Umgang der Branche mit Umwelt- und Menschenrechtsfragen" für Dieselfahrzeuge wäre auch mal intressant! 🤯

    Aber da fragt keiner....
  • Bio Zitronensaft 06.09.2020 08:41
    Highlight Highlight Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Jetzt lese ich doch immer, dass Elektroautos mega umweltschonend sind weil da ja hinten nichts raus kommt... und jetzt sowas?

    Also jetzt bin ich verwirrt.
    • rodolofo 06.09.2020 12:52
      Highlight Highlight Der Heilige geht eben barfuss.
    • Adam Gretener 06.09.2020 13:37
      Highlight Highlight Zum Glück ist die Erdölförderung ja so problemlos...
  • Zeit_Genosse 06.09.2020 08:36
    Highlight Highlight Die Entwicklung hin zu transparenten Lieferketten, zur Offenlegung der sozialen und ökologischen Herstellung und Recycling, ist sehr begrüssenswert. Sie sollte vermehrt für alle Produkte gelten. Ich denke momentan auch an all die China-Akkus in den sehr vielen E-Bikes. Was ich von Händlern so gehört habe ist, dass kaum ein Konsument dafür interessiert. Hier fängt die Doppelmoral dann an. Man sollte mit dem Kauf von E-Technologie neue Zeichen setzen und von der Vergangenheit für die Zukunft lernen. Gerade hier in der Schweiz wäre vorbildliches Handeln ein Zeichen, wenn auch ein global kleines.
    • Heinzbond 06.09.2020 09:34
      Highlight Highlight Nun man muss nicht nur ein Zeichen setzen, zuerst muss das Bewusstsein für unrecht auch dasein. Aber das fängt nicht bei Akkus an sondern bei allem und jedem Teil das wir kaufen, bestellen und liefern lassen. Hand aufs Herz wen interessiert es was der pizzabote, der päcklifahrer, der kommisionär bei xyz, geschweige denn was die Leute in der Herstellung von Kleidung für 5 Franken verdienen? Niemand. Von daher finde ich es ist ein wohlstandsproblem sich Auto Akkus an zu schauen und mit dem Zeigefinger links und rechts zu deuten...
    • Pümpernüssler 06.09.2020 09:38
      Highlight Highlight @natesmith
      Wer sich damit rühmt, ein "sauberes" Verkehrsmittel zu verkaufen, sollte halt auch abliefern. E-Autos gelten ja als das Transportmittel für eine grüne Zukunft. Nur dass heutzutage noch nicht soviel grün daran ist. Die Doppelmoral muss erstmal verschwinden.
    • Neruda 06.09.2020 09:47
      Highlight Highlight Dass sind doch die gleichen, die jammern, weil die SP den ganzen Lebenszyklus der Kampfjets berechnet. Bei den Elektroautos machen sie jedoch genau das gleiche. Und bei Verbrennungsautos ist dann die Herkunft der Rohstoffe und Energie zu Herstellung etc. wieder egal. Ganz zu Schweigen von der Terrorfinanzierung durch die Ölscheichs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 06.09.2020 08:36
    Highlight Highlight Das ist eine sehr wichtige Studie, und die Resultate sind wenig überraschend.
    Ähnlich wie bei Lebensmitteln sollte es Labels für ökologisch-nachhaltige Qualität geben!
    Noch besser wäre es, wenn der Staat solche Qualitäts-Standards im Interesse des Gemeinwohls und der Volkswirtschaft festlegen, kontrollieren und nach und nach erhöhen würde, so dass es gar nicht mehr möglich wäre, mittels Abwälzen sogenannter "externen Kosten" auf die Allgemeinheit und auf die Natur den Markt mit Billigramsch und Dumpinglöhnen zu fluten!
    So hätten dann auch alle Unternehmungen gleich lange Spiesse im Wettbewerb.
    • Tom79 06.09.2020 17:40
      Highlight Highlight Das Argument soviel Strom haben wir nicht kommt von Lobyisten der Ölindustrie. Und nicht vergessen In jedem Land sind die voraussetzungen anders Wir leben in der Schweiz und da ist sowas auf 15-20 Jahren wenn die Politik die richtigen Weichen stellt kein Problem.
  • next_chris 06.09.2020 08:33
    Highlight Highlight Warum wird staendig Kobalt aus dem Congo angepranert? Duerfen Leute aus dem Congo nicht verdienen? Duerfen sie ihre Metalle nicht abbauen? Oder darf das nur unter Europaeischer Kontrolle geschehen? Weil die Europaer ja sooooo viel besser Bescheid wissen?
    • D. Saat 06.09.2020 09:18
      Highlight Highlight Weil in den Kobaltmienen im Kongo bekanntermassen viele Kinder zu sehr schlechten Bedingungen arbeiten. Ist im Text ja angedeutet.
    • Cityslicker 06.09.2020 09:21
      Highlight Highlight Man sollte auf jeden Fall genauer hinschauen: ca. 10-15% der abgebauten Kobaltmenge im Kongo sind problematisch (illegaler Abbau in eigentlich stillgelegten Stollen durch Minderjährige, klar abzulehnen). Die offiziellen, grossen Kobaltminen arbeiten hingegen auch dort hochindustriell (und fast ausschliesslich mit chinesischen Profis). Kurz: Ein Problem, das sich lösen lässt (aber nicht als Totschlagsargument gegen E-Mobilität eignet, ebensowenig wie "Grundwasser" in der Atacama, das in Wahrheit schon vor dem Lithiumabbau eine hochgiftige Salzlake ist)
    • Frankygoes 06.09.2020 09:24
      Highlight Highlight Dürfen sie. Nur sind die Grossminen unter der Kontrolle internationaler Rohstoffhändler. Die lokale Bevölkerung schuftet, verdient nix und kriegt die Umweltschäden zu spüren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randen 06.09.2020 08:33
    Highlight Highlight Es stimmt nicht, dass die Akkus 10-20 Jahre funktionieren und danach entsorgt werden. Die Akkus werden ausgebaut, als Speicher weiter verwendet und danach recycelt. Recycling kann man problemlos politisch erzwingen. Wenn in einem Land produziert wird das keine Menschenrechte kennt ist das ein politisches Problem das gelöst werden kann. Öl, Benzin und Diesel sind eine ökologische Katastrophe für alle.
    • Frankygoes 06.09.2020 09:28
      Highlight Highlight Jein. Recycling ist nicht nur ein politisches Problem, sondern vor allem eine Kostenfrage. Aktuell z.B. Lithium. Abbau bringt mehr Geld als Recycling, deswegen wird es nicht wiedergewonnen.
    • Randen 06.09.2020 09:35
      Highlight Highlight @Franky Wenn es sich lohnen würde wäre es kein Problem. Drum muss es die Politik mit Auflagen durchsetzen. Eben gerade weil es sich nicht lohnt.
    • andrew1 06.09.2020 10:24
      Highlight Highlight Akkus können weiter verwendet werden. Das macht zum beispiel bmw. Nur ist halt die restkapazität und somit der nutzen stark eingeschränkt....
    Weitere Antworten anzeigen
  • wipix 06.09.2020 08:27
    Highlight Highlight Recycling ist, wie in vielen anderen Rohstoff Gruppen ein extrem wichtiger Forschungsbereich. Dieser sollte durch scharfe Regulierungen / Kontrolle der Lieferketten noch viel stärker angetrieben werden.
    Es wird schon viel gemacht, aber noch lange nicht genug!
    Als Endbenutzer von Akkus sind wir in der Pflicht Geräte so lange wie möglich zu nutzen, Qualität einzukaufen, bei der das Gerät selbst die Akkulebensdauer durchhält.
  • mutorintemporibus 06.09.2020 08:19
    Highlight Highlight Vorausgesetzt dem MIV an sich wird die Existenzberechtigung zugestanden, sind Fahrzeuge mit fossilen Antrieben auch unter sozialen Aspekten nicht unproblematischer - Fairtrade-Bio-Erdöl vom Olivenbaum wäre mir zumindest nicht bekannt.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 06.09.2020 08:18
    Highlight Highlight Wenn man ganz ehrlich ist, müssten da überall rote Köpfe sein. Wenn man die Messlatte so tief ansetzt wie hier, wundert es nicht, dass bei Samsung SDI dann sogar ein grüner Kopf bei Umwelt rauskommt.

    Glauben macht selig, Wissen ernüchtert.
  • hs52 06.09.2020 08:08
    Highlight Highlight Welche Autofirmen beliefern die Hersteller welche gut abgeschnitten haben ?
  • surfi 06.09.2020 07:56
    Highlight Highlight Komisch, warum werden nie solche Überlegungen und Studien zur Gewinnung von Rohöl und die Weiterverarbeitung zum Benzin und deren Abfallprodukte gemacht?
  • Ökonometriker 06.09.2020 07:50
    Highlight Highlight Zur Ökobilanz von Elektrofahrzeugen:
    Die steht und fällt mit der Quelle des Stroms. In der Schweiz sind E-Autos generell besser, aber in Ländern mit Kohlekraft oft nicht.

    "besser als ein Elektroauto ist gar kein Auto: also öfter mal den Schlitten stehen lassen und den öV nehmen oder das Velo satteln".
    Danke für das! Gerade in der Schweiz geht hier oft vergessen, dass die beste Umweltpolitik wäre, das Leben in Städten auch für die Mittelklasse billiger zu machen als auf dem Land. Das bedeutet smart in Stadtnähe einzonen und Infrastruktur ausbauen.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 06.09.2020 08:26
      Highlight Highlight Ihr könnt beide aufhören. Das Zeug ist so dreckig wie alles andere, was die Industrie herstellt. Recycling hin oder her. Der Grossteil der zurückgewonnenen Rohstoffe lässt sich danach nicht mehr für Akkus verwenden. Damit wird einfach neuer unnötiger Schrott mit viel Energie produziert.
    • ursus3000 06.09.2020 08:30
      Highlight Highlight @ Nate Smith Hat die Studie auch gesagt woher der zusätzliche Strom herkommen sollte ? War es eine Studie für 1 Auto oder für X Millionen Autos ? Und wer hat die Studie gemacht und noch wichtiger , bezahlt ?
    • In vino veritas 06.09.2020 08:42
      Highlight Highlight @ Nate Smith

      Hinzu kommt, dass auch in Deutschland oder Polen Ökostrom bezogen werden kann. Oder man installiert eine PV-Anlage auf dem Dach. Diese Anlage kann alte Akkus für die Speicherung nutzen!
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Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

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