DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06841325 A recent artwork believed to be attributed to Banksy is of a woman veiled in mourning next to the Bataclan concert venue in Paris, France, 26 June 2018. Several artworks attributed to the anonymous British street artist appeared in the French capital.  EPA/JULIEN DE ROSA

Diese Tür wurde angeblich von Banksy bemalt – jetzt ist sie weg.  Bild: EPA/EPA

Banksys Denkmal für Opfer von Terroranschlag aus Bataclan gestohlen



Aus der Pariser Konzerthalle Bataclan ist eine Tür mitsamt einem dem Streetart-Künstler Banksy zugeschriebenen Graffiti gestohlen worden. Das teilte das Bataclan am Samstagabend via Twitter mit. Man sei sehr traurig.

Im Gebäude Bataclan waren im November 2015 bei einem Terroranschlag 90 Menschen getötet worden.

Banksys im Juni entstandenes Werk, ein Symbol der Erinnerung, das allen gehöre – Ortsansässigen, Parisern, Bürgern aus aller Welt – sei gestohlen worden. Laut Medienberichten wurde die Tür von Dieben in der Nacht zu Samstag mit einem Lastwagen abtransportiert.

Ob das Bild tatsächlich von Banksy stammt, ist nicht unzweifelhaft gesichert. Der Künstler selbst hat allerdings auf seinem Instagram-Account das Bild Ende Juni 2018 veröffentlicht. Im Juni 2018 waren daneben noch weitere Werke in Paris aufgetaucht, die Banksy zugeschrieben werden, sie thematisierten vor allem die Flüchtlingskrise.

Gesellschaftskritische Motive

Das nun gestohlene Werk, hergestellt mit Schablone und weisser Farbe, zeigt eine traurig wirkende, nach unten blickende junge Frau mit schwarz-weissem Schleier.

Das Bataclan erklärte, das Werk sei ein Tribut an die Opfer des 13. Novembers 2015. Es war laut Nachrichtenagentur AFP an einer Tür aufgesprayt, durch die viele Zuschauer bei dem Anschlag entkommen seien. Bei einer Attentatsserie in Paris hatten Extremisten insgesamt 130 Menschen getötet. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Taten für sich.

Banksys Identität gibt noch immer Rätsel auf. Bekannt ist, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven. Seine Graffiti erscheinen meist überraschend, manchmal gibt er Hinweise auf seine Urheberschaft. (sda/dpa)

Banksy zerstört per Knopfdruck – und das sogar regelmässig:

Video: watson/Emily Engkent

Kunst, Kunst, Kunst!

12 Muttermale, die durch kreative Tattoos zu Kunstwerken wurden

Link zum Artikel

Ordentlich! Künstler macht wilde Graffitis leicht lesbar

Link zum Artikel

Es ist an der Zeit, den malenden Valentin Lustig in seinem Atelier an der Langstrasse zu besuchen

Link zum Artikel

Die Frau mit dem Fleisch – oder was ein «Luxustouristen-Paket» in den Walliser Alpen mit Migrationspolitik zu tun hat

Link zum Artikel

Wie H.R. Giger zum Film kam? Es hat mit Drogen, «Dune» und Salvador Dalí zu tun

Link zum Artikel

Vielleicht krieg' ich jetzt einen Zusammenschiss, aber ich kann diese nackte, grenzauflösende Menstruations-Kunst einfach nicht mehr sehen 

Link zum Artikel

Der «Stricher» ist in Zürich zurück: Harald Naegeli sprayt seinen Zorn an die Wand

Link zum Artikel

Diese kleinen Superheldinnen sind dem strengen viktorianischen Zeitalter entflohen

Link zum Artikel

Über das Leben von «Tags» – Die verachteten Zeichen der modernen Stadt bekommen eine eigene, liebevolle Ausstellung

Link zum Artikel

Eine Künstlerin schenkt Opfern von häuslicher Gewalt gratis Tattoos. Und die Ergebnisse sind ... einfach unglaublich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Banksy in Paris:

1 / 6
Banksy in Paris
quelle: ap/ap / thibault camus
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wenn einer mit der Kamera malt – wie Cartier-Bresson die Welt spiegelte

Der wichtigste Fotograf des letzten Jahrhunderts ist zwar schon tot, seine Bilder werden aber noch lange überleben. 

Sein Vater war ein erfolgreicher Textil-Fabrikant. Dass Henri einmal den Betrieb übernehmen würde, schien klar. Also besuchte er eine weiterführende Schule, das Lycée Condorcet, um schliesslich, via einer der Eliteschulen in die Geschäftsleitung einsteigen zu können. Doch daraus sollte nichts werden ...

Ohne seinen Abschluss abzuwarten, studierte er stattdessen ein Jahr Malerei bei André Lhote, einem Anhänger des Kubismus. Ein Einfluss, der in seinem späteren Schaffen deutlich wurde, sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel