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Ein Toter bei grossem Migranten-Ansturm auf spanische Afrika-Exklave Melilla



epa04187764 Dozens of immigrants climb on to the fence at the border between Morocco and Melilla in another mass attempt of crossing into the Spanish enclave in northern Africa, 01 May 2014. Some 300 Subsaharian immigrants performed this latest mass jump from different spots of the border perimeter but only dozens of them achieved to reach the Spanish Temporary Shelter for Immigrants in Melilla.  EPA/PACO GUERRERO

Bild: EPA/EFE

Beim bisher grössten Migranten-Ansturm des Jahres auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der Afrikaner sei am Donnerstag an natürlichen Ursachen gestorben, teilte die Vertretung des spanischen Innenministeriums in Melilla mit.

Rund 300 Menschen hätten am Mittwoch gegen sechs Uhr morgens von Marokko aus versucht, die sechs Meter hohen doppelten Grenzzäune zu überwinden und trotz des Widerstandes der Grenzpolizei gewaltsam auf spanisches Territorium zu gelangen. Etwa 30 von ihnen sei dies gelungen. Acht Migranten und drei Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil seien dabei leicht verletzt worden.

Spanien hat in Nordafrika zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe beider Gebiete harren Zehntausende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara auf eine Gelegenheit, in die EU zu kommen. Mutmasslich wegen der Corona-Pandemie hatte es in den vergangenen Monaten vergleichsweise nur wenige solcher Aktionen gegeben. Den grössten Ansturm der letzten Zeit gab es im April, als mehr als 200 Migranten versucht hatten, nach Melilla zu kommen. (sda/dpa)

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Flüchtlingsszenen aus Melilla und Ceuta

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