DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa08797583 Democratic Candidate and former Vice President Joe Biden speaks as he stands with Dr. Jill Biden at his Election Night event at the Chase Center in Wilmington, Delaware, USA, 03 November 2020. Americans vote on Election Day to choose the next President of the United States to serve from 2021 through 2024.  EPA/JIM LO SCALZO

Biden liegt vorne. Ob er sich den Vorsprung sichern kann? Das könnte sich bereits heute Abend zeigen. Bild: keystone

Analyse

Wie die Wahl heute Abend schon entschieden werden könnte

Joe Biden könnte noch heute Abend nebst Wisconsin auch Michigan gewinnen. Diesen Vorsprung aufzuholen, dürfte für Donald Trump sehr schwierig werden.



Vorweg dies: Es kann noch mehrere Tage oder gar Wochen dauern, bis sämtliche Stimmen für die US-Präsidentschaftswahl ausgezählt sind und der Sieger feststeht. Wegen der Corona-Pandemie haben mehr Amerikanerinnen und Amerikaner als sonst per Post abgestimmt. In Pennsylvania zum Beispiel wird damit gerechnet, dass die Briefstimmen erst am Freitag vollständig ausgezählt sind. Weil der dortige Gewinner 20 Wahlleute-Stimmen erhält, gilt Pennsylvania als besonders wichtiger Bundesstaat.

>>> US-Wahlen: Alle aktuellen Entwicklungen im Liveticker

Nichtsdestotrotz könnte das Rennen auch schon heute entschieden werden. Noch offen ist das Ergebnis in diesen Bundesstaaten:

Donald Trump fehlen aktuell noch 56 Stimmen für einen Sieg. Sein Herausforderer Joe Biden liegt etwas vorne mit 22 fehlenden Stimmen.

Das ist der Zwischenstand

Für Nevada, North Carolina und Pennsylvania werden heute keine Ergebnisse erwartet. Hingegen in Georgia und Michigan könnte es noch heute Abend zum Showdown kommen. Und so sieht es für die zwei Kandidaten in diesen Staaten derzeit aus:

So gewinnt Biden

Ist am Abend klar, dass Biden seinen Vorsprung in Michigan halten kann, liegt er bei 264 Wahlleute-Stimmen. Das aufzuholen dürfte für Trump sehr schwierig werden. Selbst wenn er sich North Carolina sichert, würde er erst bei 228 Wahlleute-Stimmen liegen.

Bild

Visualisierung der «Financial Times»: So sähe es aus, wenn sich Biden Michigan sichert. screenshot: financial times

In diesem Fall würde für Biden Georgia und Nevada das Zünglein an der Waage. Kann er in Georgia den Vorsprung von Trump wettmachen, ist der Fall klar: Dann ist Biden der nächste US-Präsident.

Bild

Gewinnt Biden heute Abend nebst Michigan auch noch Georgia, so steht er als Sieger fest. screenshot: financial times

Geht Georgia hingegen an Trump, so läge dieser bei 224 Stimmen – auch das noch immer kein Leichtes, um auf die 270 erforderlichen Stimmen zu kommen. Biden muss dann auf Nevada hoffen. Aktuell liegt er dort leicht vor Trump – mit 7600 Stimmen.

So gewinnt Trump

Selbst wenn Trump Georgia gewinnt, wird es eng für ihn. Kann er in Nevada Biden aufholen, so läge er noch immer erst bei 236 Wahlleute-Stimmen. Zählt man noch North Carolina dazu, das erst später ausgezählt wird, wo Trump aber klar vorne liegt, kommt der Präsident auf 251 Stimmen – noch immer nicht genug für einen Sieg.

Bild

So sähe es aus, wenn Trump in Georgia und Nevada gewinnt . screenshot: financial times

In dem Fall müsste er auf die 20 Stimmen in Pennsylvania hoffen, die aber erst gegen Ende dieser Woche ausgezählt werden. 2016 gewann er in dem Staat knapp vor Hilary Clinton, 2012 ging der umkämpfte Ort an Barack Obama.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die «Swing-States»

Bernie Sanders sagt Wahlnacht voraus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Trump ist weg und bei den QAnon-Verschwörern macht sich Panik breit

Joe Biden als neuer US-Präsident stürzt QAnon-Anhänger in eine Glaubenskrise. Bis zuletzt hatten sie gehofft, dass sich Trump an der Macht hält. Viele sind entmutigt, da der von «Q» prophezeite Umsturz ausblieb. Der gefährliche QAnon-Kult lebt trotzdem fort.

Fanatische QAnon-Anhänger glaubten bis zuletzt an den Coup. Verschwörungsideologen hatten ihnen eingetrichtert, Joe Bidens Amtseinführungsfeier sei eine ausgeklügelte Falle von Donald Trump, bei der die versammelten Demokraten zusammengetrieben und hingerichtet würden, während ihr Erlöser an der Macht bleibe, um den «Washingtoner Sumpf» trockenzulegen. Gemeint ist der sogenannte Staat im Staat – eine angebliche Verschwörung bestehend aus linksliberalen Politikern, (jüdischen) …

Artikel lesen
Link zum Artikel