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Soldiers of the German Federal Armed Forces Bundeswehr wear face maks as they attend a press presentation showing the battlefield management system (BMS) in the 37th armoured infantry regiment in Frankenberg, eastern Germany, Tuesday, May 26, 2020. A battlefield management system (BMS) is a digital system meant to integrate information acquisition and processing to enhance command and control of a military unit. The Battle Management System (BMS) has been introduced in the German armed forces base since early April 2020 and also in the Bundeswehr army since May 11, 2020. (AP Photo/Jens Meyer)

Verschwundene Munition der deutschen Bundeswehr: Ob es sich um Schlamperei oder kriminelle Energie handelt, muss noch geklärt werden. Bild: AP

Zehntausende Schuss Bundeswehr-Munition verschwunden

Die deutsche Bundeswehr hat Ermittlungen eingeleitet, weil insgesamt Zehntausende Schuss Munition in den Beständen fehlen.



«Wenn es um Straftaten geht, wird selbstredend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministerium am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Gründe für das Verschwinden der Munition seien aber noch ungeklärt.

Die Tageszeitung «Die Welt» hatte zuvor unter Berufung aus Angaben aus der Bundesregierung berichtet, dass seit 2010 mindestens 60'000 Schuss Munition vermisst würden. Das gehe aus vertraulichen Antworten der Regierung auf parlamentarische Anfragen verschiedener Fraktionen hervor.

Nach diesen Angaben konnten von mehr als 96'000 abhanden gekommenen Patronen unterschiedlichen Kalibers nur rund 36'000 wieder sichergestellt werden. Der ungeklärte Verbleib von 48'000 Schuss beim in die Kritik geratenen Kommando Spezialkräfte (KSK) sei in der Übersicht nicht enthalten.

«Wir ermitteln jetzt intensiv und überprüfen unsere Verfahren – nicht nur im KSK», sagte der Sprecher. Es müsse geklärt werden, ob es sich um Schlamperei handele, ob Bestände in Einsatzgebieten verblieben seien oder mit krimineller Energie etwas abgezweigt worden sei. «Nichts davon kann ausgeschlossen werden.» Die Behörden arbeiteten zusammen. (sda/dpa)

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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
De-Saint-Ex
17.07.2020 11:51registriert January 2020
Seit 2010...?!
Die sind ja schnell...
Und dies in Zeiten von Terrorismus, aus welcher Ecke auch immer...
Gott gütiger!
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Hana Meier
17.07.2020 11:43registriert May 2020
Ahh da hat wohl die rechtsextreme Schattenarmee wider zugeschlagen. Und genau darum braucht es eine Milizarmee. Damit die Staatsgewalt nicht nur bei einer bestimmten Personengruppe liegt.
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lesenderr
17.07.2020 12:05registriert April 2019
Na aber immerhin können sie Gleichschritt...
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