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Belgian police stand in front of a police cordon as people are evacuated at the Grand Place square near Central Station in Brussels after a reported explosion on Tuesday, June 20, 2017. Belgian media are reporting that explosion-like noises have been heard at a Brussels train station, prompting the evacuation of a main square. (AP Photo/Geert Vanden Wijngaert)

Die Polizei evakuierte den Grand-Place in Brüssel. Bild: Geert Vanden Wijngaert/AP/KEYSTONE

«Terroristischer Angriff» in Brüssel: Mutmasslicher Täter ist tot



rüssel ist nur knapp einem blutigen Terroranschlag im Zentralbahnhof entgangen: Ein Mann wollte in einer Gruppe von Reisenden einen mit Nägeln und Gasflaschen gefüllten Koffer zur Explosion bringen. Die Attacke wurde am Dienstagabend vereitelt, der 36-jährige Marokkaner aus dem Stadtteil Molenbeek erschossen.

Der Mann, der bei der Tat «Allahu akbar!» (Gott ist der Grösste) gerufen hatte, war am Dienstagabend im Zentralbahnhof in der Innenstadt von einem patrouillierenden Soldaten getötet worden, auf den er zurannte, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Brüssel weiter bekannt gab.

Es sei niemand sonst zu Schaden gekommen. Die Situation sei unter Kontrolle.

«Es gab eine kleinere Explosion an oder bei dem Mann», sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ine van Wymersch, am Dienstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.

epa06039903 A Belgian soldier searches a woman during the evacuation at the Brussels Central Station after a neutralized terrorist attack attempt, in Brussels, Belgium, 20 June 2017. According to Belgian media, police shot a suspect wearing an explosive belt at the Brussels Central Station. Belgian police also confirmed there was a small explosion in the Brussels Central Station, but said there are not much damage done and situation is under control. The cause of the explosion is unknown.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Der Einsatz der Soldaten löste Panik aus. Bild: STEPHANIE LECOCQ/EPA/KEYSTONE

Die Explosion habe im Hauptbahnhof und auf den Perrons Panik ausgelöst. Der Bahnhof sei dann evakuiert und der Bahnverkehr unterbrochen worden, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der nahegelegene Grand-Place, Hauptsehenswürdigkeit Brüssels, wurde nicht geräumt, berichtete eine DPA-Reporterin.

Stark bewacht

Der geräumte Bahnhof werde durchsucht. Auch umliegende Gebäude würden vorsichtshalber geräumt. Die Lage sei inzwischen unter Kontrolle, sagte van Wymersch von der Staatsanwaltschaft. Die Regierung von Premier Charles Michel verfolge die Ereignisse im Krisenzentrum, sagte Regierungssprecher Frédéric Cauderlier.

In Brüssel patrouillieren an zahlreichen Orten Soldaten, nachdem die Spur der Attentäter von Paris, die im November 2015 130 Menschen töteten, in die belgische Hauptstadt führte.

Der Bürgermeister von Brüssel, Philippe Close, schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, das Zentrum der Stadt sei «ruhig». Belgiens Premierminister Charles Michel lobte den «Mut» der Sicherheitskräfte. Er kündigte eine Sitzung des Sicherheitsrats am Mittwochmorgen an.

Im März 2016 verübten islamistische Terroristen, die Verbindungen zu der Pariser Gruppe hatten, zwei Bombenanschläge in Brüssel. Dabei starben 32 Personen. Am Donnerstag und Freitag findet in Brüssel der EU-Gipfel statt. (sda/reu/afp)

(kub/sda/afp)

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