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epa08324734 People sit at an outdoor restaurant at a square in central Stockholm, Sweden, 26 March 2020. Despite the coronavirus outbreak around the world, people gather to enjoy the sun.  EPA/Janerik Henriksson  SWEDEN OUT

Europa ist im Lockdown, in Stockholm geniesst man das Leben. Bild: EPA

Schweden versuchen es mit Durchseuchung – scheitern sie wie die Briten?

In Schweden geht das öffentliche Leben weiter. Die Regierung setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf die Durchseuchung der Bevölkerung. In Grossbritannien ist das schiefgelaufen.



Ganz Europa hat dicht gemacht. Ganz Europa? Nein, ein Volk von Wikingern im hohen Norden verweigert sich dem allgemeinen Trend, im Kampf gegen das Coronavirus weite Teile des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft stillzulegen. Viele blicken derzeit neidisch nach Schweden, wo die Menschen nach wie vor in den Cafés und Restaurants sitzen und das Leben geniessen.

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Damit sind sie selbst in Skandinavien eine Ausnahme. Dänemark und Norwegen haben einen Lockdown nach Vorbild des Kontinents in Kraft gesetzt, ebenso Finnland. In Schweden spielt man nach eigenen Regeln. Auch Kindergärten und Grundschulen bleiben offen. Einzig Gymnasien, Universitäten und Berufsschulen sind geschlossen und setzen auf digitalen Fernunterricht.

Sweden's Prime Minister Stefan Lofven speaks during a news conference on the outbreak of coronavirus, at the government headquarters in Stockholm, Sweden, Tuesday, March 31, 2020. (Jonas Ekstromer/TT News Agency via AP)

Stefan Löfven setzt auf Eigenverantwortung. Bild: AP

Die rot-grüne Minderheitsregierung von Ministerpräsident Stefan Löfven unterschätzt die Gefahr keineswegs. Sie setzt aber darauf, dass die Bevölkerung die üblichen Massnahmen – gründliche Hygiene, Abstand halten – von sich aus befolgt. «Es gibt eine individuelle Verantwortung, die muss jeder für sich selbst, für seine Mitmenschen und sein Land übernehmen», sagte Löfven.

Unterstützt wird sie von Experten wie dem Epidemiologen Anders Tegnell, der einen Lockdown und Grenzschliessungen als «völlig sinnlos» bezeichnete. Johan Giesecke, der frühere und nun reaktivierte Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde, nannte den Schutz von alten und kranken Menschen als oberstes Ziel. Man wolle aber auch «eine gewisse Herdenimmunität» erreichen.

Das sei «nicht beabsichtigt», sagte Giesecke den ARD-«Tagesthemen». Aber offensichtlich ist eine sukzessive «Durchseuchung» der Bevölkerung durchaus erwünscht. Herdenimmunität ist allerdings ein höchst umstrittenes Konzept. Hochrangige schwedische Wissenschaftler forderten in einem offenen Brief von der Regierung härtere Massnahmen und vor allem mehr Tests.

Mit der Herdenimmunität hatte auch die konservative britische Regierung von Premier Boris Johnson geliebäugelt. Sein wissenschaftlicher Chefberater Patrick Vallance sprach sich in einem Interview offen dafür aus. Noch Mitte März, als grosse Teile des Kontinents bereits im Lockdown-Modus waren, fanden im Königreich Veranstaltungen mit Tausenden Teilnehmern statt.

Briten im Gleichschritt

Johnson machte sich im Trump-Stil über das Coronavirus lustig. Dann aber warnte eine Studie des Imperial College in London, in Grossbritannien könnten mehr als eine halbe Million Menschen an Covid-19 sterben. Worauf die Regierung eine radikale Kehrtwende einleitete. Inzwischen marschieren die Briten im Gleichschritt mit dem Kontinent, sie haben ihr Land stillgelegt.

Boris Johnson war das Lachen vergangen. An seinen täglichen Pressekonferenzen konnten die Ringe unter seinen Augen auch mit Schminke nicht überdeckt werden. Selbst ihm wohlgesinnte Medien wie «Telegraph» und «Times» zerpflückten seinen nonchalanten Umgang mit der Corona-Krise. Dann wurde Johnson am letzten Freitag auch noch positiv auf das Virus getestet.

Zwei kritische Wochen

Zuvor hatte es bereits Prinz Charles «erwischt». Am gleichen Tag wie Johnson wurde Gesundheitsminister Matt Hancock positiv getestet. Chris Whitty, der oberste medizinische Berater der Regierung, begab sich mit Symptomen in Selbstquarantäne. Die Häufung von Corona-Fällen auf höchster Ebene lässt erahnen, wie gross das Problem im Königreich noch werden könnte.

Corona-Anweisungen von Boris Johnson

Video: srf

Bis Dienstag wurden in Grossbritannien mehr als 25'000 Personen positiv getestet. Die Zahl der Todesfälle stieg innerhalb eines Tages um 381 auf 1789. Wohnbauminister Robert Jenrick warnte am Mittwoch in der BBC, die nächsten zwei Wochen würden «kritisch» sein. Im populären, von den Tories aber krankgesparten nationalen Gesundheitsdienst (NHS) fürchtet man das Schlimmste.

In Schweden gibt man sich noch gelassen. Die Unterschiede zwischen den beiden Ländern sind auch in der Mentalität zu finden. Bei den Briten gilt das Motto «live and let live», man mag keine Einmischung des Staates ins Privatleben. Der Lebemann Boris Johnson steht exemplarisch dafür. Im Wohlfahrtsland Schweden hingegen existiert eine Art Grundvertrauen zwischen Volk und Staat.

Kurve steigt weiter an

Tatsächlich scheint die schwedische Bevölkerung die Anweisung der Regierung zu befolgen und etwa vermehrt auf Homeoffice zu setzen. Im öffentlichen Verkehr von Stockholm wurden 50 Prozent weniger Fahrgäste verzeichnet. Bis Mittwoch wurden rund 4400 positive Corona-Fälle und 180 Todesopfer registriert – im europäischen Vergleich eine ansehnliche Bilanz.

Die Infektionskurve aber flacht nicht ab, sie steigt tendenziell weiter an. Auch der Regierung scheint nicht mehr ganz wohl in ihrer Haut zu sein. Am letzten Freitag verbot sie Versammlungen von mehr als 50 Personen. Die Skigebiete müssen am kommenden Montag schliessen und auf das lukrative Ostergeschäft verzichten. Am Dienstag wurden Besuche in Altersheimen verboten. Im Messezentrum von Stockholm wurde ein Notspital eingerichtet.

Der Erfolg des «Sonderfalls» Schweden ist keineswegs garantiert. Im benachbarten Dänemark, das auf einen Lockdown und die Schliessung der Grenzen setzte, zeichnet sich hingegen eine Entspannung ab. Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte am Montag in Kopenhagen an, man prüfe eine schrittweise Öffnung des Landes nach Ostern.

Vielleicht ist das mit der Herdenimmunität doch keine so gute Idee.

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Victor Paulsen 03.04.2020 01:53
    Highlight Highlight Etwas was unsere Bevölkerung von der schwedischen unterscheidet.
    Hier ging man lange noch unter die Leute, genoss das schöne Wetter ohne eine der Richtlinien einzuhalten, solange man nicht gebüsst wurde.
    In Schweden kommen Empfehlungen vom Staat bei den Meisten einer Anweisung gleich.
    Wenn die Behörden sagen, zuhause bleiben, dann macht man das,egal ob man muss oder nicht.

    Noch halbwegs relevant,in schweden leben ein wenig mehr Leute als in der Schweiz,doch das Land ist Flächenmässig mehr als 10 mal grösser.Also hat man an vielen Orten generell genug Abstand.Aber das stoppt auch kein Virus
  • Waschgiri 02.04.2020 22:44
    Highlight Highlight In Stockholm hat jedes dritte Altersheim bereits Coronafälle bei mangelhaft geschütztem Personal, es sind in der Stadt noch 21 Intensivbetten frei (heute auf svt.se). Trotzdem nehmen die Schweden es mit der Ruhe. Ich finde das bewundernswert und hoffe immer noch, dass es gut ausgeht.
  • joevanbeeck 02.04.2020 17:18
    Highlight Highlight Strengere Massnahmen kann man ständig lockern, wenn sich der "Schwedische Weg" aber als falsch erweist ist es vorbei.
  • poesie_vivante 02.04.2020 16:43
    Highlight Highlight Watson lebt davon, dass die Bevölkerung in Panik lebt und möglichst oft am Tag News-Seiten konsultiert. Daher wird hier der einzig vernünftige Weg, den Schweden gerade geht, schlecht gemacht.

    Die Schweiz sollte sich überlegen, möglichst bald wieder zur Normalität zurückzukommen.

    Wenn wegen jedem neuen Coronavirus in Zukunft ganz Europa für mehrere Monate stillsteht, wird das Leben nicht mehr lebenswert sein.
  • beaetel 02.04.2020 12:45
    Highlight Highlight Ob dies die Schweden durchhalten werden ist doch höchst fraglich. Vergleicht man die Anzahl ihrer Toten mit den anderen skandinavischen Ländern, könnte der mediale Druck zum umlenken verleiten.
    • Neruda 02.04.2020 22:11
      Highlight Highlight Schweden hat doppelt so viele Einwohner wie jeder seiner Nachbarn.
  • Alnothur 02.04.2020 12:09
    Highlight Highlight "Bei den Briten gilt das Motto «live and let live», man mag keine Einmischung des Staates ins Privatleben"? Ah ja? Ich kenne nur wenige Länder, die sich so dermassen ins Privatleben einmischen wie Grossbritannien...
  • Heini Hemmi 02.04.2020 10:16
    Highlight Highlight Ganz nach dem europäischen Motto: Wer hat noch nicht, wer will noch Mal?
  • LaPalomaOhe 02.04.2020 09:52
    Highlight Highlight Schweden setzt auf Eigenverantwortung, das und die Bevölkerungsdichte sind die eigentlichen Argumente, für Großstätdte ist das natürlich keine vernünftige Strategie.
    Das Rezept ist einfach: Wer immun ist kann sich weder infizieren noch jemanden anstecken, und genau das ist wünschenswert.
    Passieren wird das sowieso, aber aufgrund des Abbaus im Gesundheitssektor und im Katastrophenschutz (das ist die eigentliche Katastrophe) ist das in einigen Staaten (Städten) nicht möglich.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 02.04.2020 09:24
    Highlight Highlight Ob Schweden scheitert werden wir an Weihnachten wissen.
    Was wir jetzt schon vergleichen können ist Finnland mit Schweden. Die Besiedelung ist Vergleichbar und auch die Region.
    Da sehen wir, dass der Anstieg in beiden Ländern fast gleichzeitig begann und jetzt nach 4 Wochen hat Schweden 4947 und Finnland 1446 Fälle. Schweden hat 239 und Finnland 17 Todesfälle.
    I
    • Neruda 02.04.2020 10:44
      Highlight Highlight Jä, schon nicht ganz das selbe. Finnland hat nur die Hälfte der Einwohner Schwedens. Die Hauptstadtregionen sind ähnlich gross, aber die Bevölkerungsdichte wiederum fast die Hälfte niedriger in Helsinki. Schweden hat mit Göteborg noch eine zweite Metropolregion mit 1 Mio Einwohner. In den ländlichen Regionen könnten die Zahlen evtl. ähnlich sein.
  • Ökonometriker 02.04.2020 07:04
    Highlight Highlight Das Schwedische Modell kann nur funktionieren, wenn zugleich die Risikogruppen besser geschützt werden. Einfach nur "durchseuchen" ist garantiert nutzlos, damit rettet man keine Leben. Wenn, dann müssten die Jungen immun werden und zugleich die Alten überleben.

    Auf Grund des warmen Winters sind bereits aussergewöhnlich wenige Alte gestorben. Das ist schön. Es gibt aber deswegen dieses Jahr auch eine aussergewöhnlich grosse Risikogruppe. Jetzt sollte man nicht das Coronavirus füttern - Final Destination ist ein Film, kein politisches Konzept.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.04.2020 03:54
    Highlight Highlight Möglicherweise gibt's auch gar keine langfristige Immunität.
  • Mooncat 02.04.2020 01:03
    Highlight Highlight Mich dünkt, wenn alle Nachbarn ihre Grenzen geschlossen haben, sie automatisch auch kaum Ein- und Ausreisen verzeichnen oder zumindest massiv weniger.
    Zudem gibt es doch auch dort wie in Norwegen kaum noch Bargeld-Transaktionen, wodurch sich eine weitere Ansteckungsgefahr stark reduziert.
    So ganz 1:1-Vergleiche sind daher nicht unbedingt die beste Wahl.
    That said - mal schauen, wie lange sie damit durchkommen. Würde mich nicht erstaunen, wenn auch Schweden wie so viele anderen Spätzünder sich schlussendlich auch in die Riga mit umfassenden Lockdown-Massnahmen einreiht. We‘ll see ...
  • imposselbee 02.04.2020 00:24
    Highlight Highlight Im Gegensatz führt unser Tempo der Durchseuchung dazu, dass sogar Spitäler (Aarau) und Hausärzte Kurzarbeit anmelden müssen, oder teilweise ausländische Patienten aufgenommen werden, um die Kapazitäten auszulasten. Auch ist der Organmarkt am austrocknen. Es gibt in der Tat weniger Tote und Kranke, wenn alle zu Hause bleiben, aber ob man das noch als Leben bezeichnen kann ist fraglich. 🤷‍♂️
    • Leckerbissen 02.04.2020 10:11
      Highlight Highlight Unmögliche Biene, ich gehe davon aus, dass diese paar Wochen zuhause bleiben auch du verkraften kannst. Und ja, man kann das nach wie vor als "Leben" bezeichnen, insbesondere wenn wir die Grosis und Opas schützen können, damit alle Kinder noch länger freude an ihren Grosseltern haben dürfen.
    • sowhat 02.04.2020 19:53
      Highlight Highlight Langsam aber sicher, fange ich an mich zu fragen, was die Leute für zu Hause haben. 🤦‍♂️🤦‍♀️
      Wenn sie arbeiten sollen, l jammern sie, dass sie nach Hause wollen. Jetzt wo sie's dürfen, halten sie's nicht aus.
      Was ist bloss los mit euch?
  • Locutus70 02.04.2020 00:19
    Highlight Highlight Ihr tut hier gerade so, als könnte man alle Länder über einen Kam scheren - das kann man nicht. Es zeigt sich sogar, das man zwischen Regionen ja sogar Städten differenzieren sollte.

    Man kann also nicht einfach das Vereinigte Königreich mit Schweden vergleichen.

    UK hat eine Bevölkerungsdichte von 273/km² - Schweden von 23/km². Im krassen Vergleich dazu New York City 10640/km²

    Und ob die Schweden mit ihrer Strategie Erfolg haben werden, das werden wir sehen.



    • Saraina 02.04.2020 00:50
      Highlight Highlight Schweden dürfte auch ein deutlich besseres Gesundheitssystem haben, als der eh schon heruntergewirtschaftete NHS.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.04.2020 04:11
      Highlight Highlight Du vergleichst ein ganzes Land mit einer Stadt. 🤦🏻‍♀️

      Stockholm hat eine Bevölkerungsdichte von 5079 Ew./km². Malmö 3915 Ew./km². Göteborg 2663 Ew./km². 25% der Gesamtbevölkerung Schwedens lebt in diesen drei Städten. Im Norden sind die ländlichen Gebiete aller Länder sehr, sehr dünn besiedelt.

      London ist übrigens nur minimal dichter besiedelt als Stockholm oder Zürich. Es ist vergleichsweise riesig und hat 5667 Ew./km². In der Metropolregion sind es gar nur noch 1675 Ew./km².

      Zum Vergleich, Zürich hat 4521 Einwohner/km². Ist also sogar um gut 10% weniger dicht besiedelt als Stockholm.
    • bullygoal45 02.04.2020 11:34
      Highlight Highlight Ein kleiner Wink nach Indien: Mumbai hat 30‘000Einwohner/km2!

      Das ist einfach krass!
  • Noblesse 01.04.2020 23:21
    Highlight Highlight Nur eindämmen ist menschlich vertretbar. Alles andere ist extrem unverantwortlich. Warum: weil die Schwerstbetroffenen bei dieser Pandemie unglaublich leiden müssen!
  • De-Saint-Ex 01.04.2020 22:30
    Highlight Highlight Na ja... also die Schweden werden wohl so wie die Briten nicht etwa an der Durchseuchung per se scheitern, sondern am Preis, den die Bevölkerung zu zahlen hätte. Dem britischen Gesundheitsminister sowie BJ war es offensichtlich nicht möglich, den Briten den Preis von rund einer 1/4 Million Toter zu verkaufen...
  • Tim Franssen 01.04.2020 22:09
    Highlight Highlight only time's gonna tell...
  • poltergeist 01.04.2020 21:09
    Highlight Highlight Das Gesundheitswesen in SE soll nicht so gut sein. Werden wie schon beim Flüchtlingswesen vermutlich zu spät reagieren. Trotzdem viel Glück!
    • Alnothur 02.04.2020 12:12
      Highlight Highlight Ja. Die Schweden sind Profis in dümmlich-naivem Optimismus.
  • Schlange12 01.04.2020 21:08
    Highlight Highlight Bitte Watson, glaubt doch bitte nicht alles was jemand anderes sagt/schreibt.
    Ich hab die schwedische Medienkonferenz dazumals geschaut und habe direkte Quellen und schau schwedischen News.
    Mitte März wurden Ausreisen verboten. SAS wurde gegroundet. Die Fernzüge wurden eingestellt. Es kann jeder der sich krankfühlt 14 Tage ohne ärztliches Atest daheim bleibe. Erst dann muss eines eingereicht werden. Das wurde alles umgesetzt vor die Deutschen die Grenzen geschlossen haben. Ich weiss sogar von eine Schweizer den habe sie frühzeitig in Flugzeug gesetzt. Das sind einige Massnahmen.
    • solani 02.04.2020 07:03
      Highlight Highlight " Es kann jeder der sich krankfühlt 14 Tage ohne ärztliches Atest daheim bleibe."
      Okei das finde ich gut.
      Das gibt einem die Freiheit in Quarantäne zu gehen wenn man möchte.
      Bei uns ist bei vielen der psychische Druck gross, weil sie gerne die Gesellschaft schützen wollen aber arbeiten MÜSSEN obwohl sie nicht in einem Systemrelevanten Job arbeiten.
      Sogar wenn ein Familienmitglied Symptome zeigt muss man noch arbeiten gehen weil nur Risikopatienten getestet werden. (Weil der Arbeitgeber das ohne Test nicht akzeptiert. Und das Spital rät in diesem Fall sogar dazu, arbeiten zu gehen...)
    • Gubbe 02.04.2020 15:15
      Highlight Highlight Schlange12
      Ich habe auch eine schwedische Quelle, mich. Alle meine Bekannten arbeiten. Die ' Zusammenrottung' ist auf 500 Personen beschränkt. Gegenüber der CH ist das viel. In den Dörfern hat es Apotheken, nicht in allen, da ist wöchentlich ein Arzt. Der kann in Spitäler einweisen. Bis man aber dort ankommt können Wochen und Monate vergehen.
      Der Herr Löfven ist nicht meiner. Was er da macht, ist Verantwortung dem Volk überlassen. Eigentlich gut, aber in Coronazeiten sollte einer die Richtung weisen.
    • Schlange12 02.04.2020 23:54
      Highlight Highlight @Gubbe
      Ich hab nie gesagt, dass sie alles richtig machen. Ich würde sogar drastischere Massnahme begrüssen.
      Das was mit dem Artikel ausgesagt wird, stimmt so einfach nicht. Dass das Gesundheitssystem kaputt gespart wird ist ja Facht. Wird auch die ganze Zeit im Fernseher diskutiert. Sonst wäre es ja kein so grosser Thema bei der Wahl gewesen. Bei ihrem Beispiel muss man beachte, dass es ganz viele Ortschafen gibt die einige Stunden von einem grossen Zentrum entfernt sind. Da muss die Feuerwehr, die meisten Polizeidienst übernehmen. Da kann der Arzt nicht täglich vorbeikommen.
  • leu84 01.04.2020 20:52
    Highlight Highlight Für die Herdenimmunität gibt es 2 Methoden. Variante 1, wenn es einen Impfstoff gibt, dann soll man die Leute impfen, die es aus gesundheitlicher Sicht ohne Problem tun können. Die Variante 2 ist, alle werden einmal krank und wer das Los gezogen hat der ist gewesen. Selbstquarantäne ist schön und gut, aber in 10 Tagen kann man überall gewesen sein und überall Spuren hinterlassen haben. Die Schweden können auch hoffen, dass Norwegen und Dänemark ihre Aufgaben machen.
  • dänkdra 01.04.2020 20:19
    Highlight Highlight Bravo!! Die Schweden behalten wieder mal kühlen Kopf. Der Virus wird auch in 6 oder 12 monaten da sein. Da hilft nur unser immunsystem und schutz der Alten und Vorbelasteten. Im Moment herrscht die herden kopf- und ratlosigkeit.
    • Nerthu 01.04.2020 20:51
      Highlight Highlight das imunsystem muss sich darauf einstellen ja. bei der strategie in der schweiz geht es darum das langsam zu tun damit nicht alle gleichzeitig in das krankenhaus rennen. es geht einzig nd allein darum. keine massnahmen = schnelle durchseuchung = überlastete krankenhäuser = mehr tote. der virus wird nicht einfach verschwinden. das sollte eigentlich jedem klar sein. das ziel ist die infektionen möglichst zu verlangsamen.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.04.2020 04:16
      Highlight Highlight Wundert mich gerade, dass niemand Vitamin D3 gehamstert hat. 🙄

      Wenn dein Auto mal nicht mehr so will, einfach ein paar Vitamin D3 Pillen in den Tank schmeissen. Dann geht der ab wie Nachbar's Lumpi. Frag den Automechaniker, der muss das Wissen.
      Play Icon
  • sheimers 01.04.2020 20:11
    Highlight Highlight Schweden geht den gleichen Weg wie alle Länder: Erst nimmt man die Lage nicht ernst, und sobald man mehrere Tote pro Tag hat kommt der Schutdown. Schweden ist einfach etwas weiter weg von Italein und deshalb ein paar Wochen hinterher. Sie könnten aus den Fehlern der Chinesen, Italiener, Schweizer, Frantzosen, Deutschen lernen, die erst zu spät die nötigen Massnahmen ergriffen haben, aber sie tun es nicht.
    • rodolofo 01.04.2020 20:48
      Highlight Highlight Das ist eben die Frage, ob es ein Fehler ist, oder ob die Schwedischen Behörden absichtlich für einen kräftigen Anfangs-Schub sorgen, was sie aber kaum zugeben dürften.
    • Trompete 02.04.2020 08:36
      Highlight Highlight @sheimers
      Woran erkennst du, dass die Schweiz "zu spät die nötigen Massnahmen getroffen hat"?
    • sheimers 02.04.2020 12:00
      Highlight Highlight @Trompete: Südkorea hatte ab dem 27. Februar einen steilen Anstieg der Infektionen, zehn Tage später flachte es sich schon wieder ab. In der Schweiz kam der steile Anstieg erst am 19. März, trotzdem haben wir schon mehr Fälle, und das obwohl wir sechs mal weniger Einwohner haben. Wir haben also in viel kürzerer Zeit eine massiv höhere Ansteckungsrate. Quelle der Zahlen: https://www.worldometers.info/coronavirus/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkside 01.04.2020 20:07
    Highlight Highlight Wenn das schiefgeht, dann aber richtig. Möge es nicht so kommen...
  • Posersalami 01.04.2020 18:41
    Highlight Highlight Die Schweden haben vielleicht einen kleinen Vorteil. Soweit ich weiss, bleiben die eher mal Zuhause wenn sie krank sind (was diesbezüglich in der Schweiz abgeht ist unter aller Sau).

    Aber das wird kaum reichen. Die wird die Pandemie mit voller Wucht treffen.
  • ldk 01.04.2020 18:37
    Highlight Highlight Hier mal ein ganz unaufgeregtes, sachliches Interview mit Dr.Prof. Hendrik Streeck (Virologe), bei Lanz. Sehr interessant, auch um ein bisschen die Panik runterzufahren...

    Play Icon
    • ldk 01.04.2020 18:57
      Highlight Highlight (und ja, der Titel ist Zdf-clickbait, trotzdem - reinhören;-))
    • Loeffel 01.04.2020 19:38
      Highlight Highlight Sehr gutes Interview. Extrem
      sachlich. Empfehlenswert!
    • FrancoL 02.04.2020 09:06
      Highlight Highlight Wo muss Panik heruntergefahren werden? In der Migros, wo jeder sich ungefähr noch so bewegt wie vor dem Virus.
      Ich sehe nicht viel Panik hier bei uns in Zürich und Umgebung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 01.04.2020 18:30
    Highlight Highlight Es sollte wohl richtig heissen: unkontrollierte Durchseuchung. Denn auch wir machen dies, einfach mit dem Unterschied das diese kontrolliert und sehr langsam erfolgt und gewisse Regeln für das alltägliche Verhalten eingeführt wurden.
    • medmi 01.04.2020 20:29
      Highlight Highlight Eine Durchseuchung ist unethisch. Wir wollen möglichst wenige infizierte bis zur Impfung - dass muss das Ziel sein. Die Schweiz sollte sich Südkorea, Singapore und Hongkong als Massstab nehmen.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 01.04.2020 21:00
      Highlight Highlight Nein medmi - genau das brauchen wir nicht, sonst müssen wir dieses spiel alle paar jahre wiederholen!

      Unethisch ist, dass jetzt die jungen und familien mit kindern die nächsten jahre massive finanzielle sorgen haben werden, nur damit 80 jährige überleben oder jmd mit schweren vorerkrankungen?

      DAS wäre unethisch!

      Dieses mal machen wir mit, um das spitalpersonal zu entlasten, nicht um die risikopatienten zu schützen: die sollen in quarantäne und nicht umgekehrt.
    • Morgenbrot 01.04.2020 22:55
      Highlight Highlight @medmi
      Die Natur kennt keine Ethik und da eine Durchseuchung der natürliche Prozess ist bei einem neuen Erreger, interessiert sich die Natur auch nicht für den Menschen und seine ethischen Masstäbe.
      Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir sowieso wieder ganz andere Probleme bereden und kaum jemand, ausser vielleicht Risikopatienten, wird eine Impfing wollen.
      War schon bei H1N1 so und wird diesmal nicht anders sein. Ich hoffe nur, die Staatem kaufen nicht wieder so viel von dem Zeug, weil es letztendlich kaum genutzt wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Driver7 01.04.2020 18:30
    Highlight Highlight Das Problem: Risikopersonen (ü65, alle mit Diabetes, Bluthochdruck, Krebs, usw) sind ca 1/4 bis 1/3 der Bevölkerung. Das wird in Schweden nicht viel besser sein. Und so viele Leute kann man nicht einfach vom Rest wegisolieren.

    Somit werden sie irgendwann auch umdenken.. hoffentlich nicht erst wenn sie ein zweites Italien sind...
    • dänkdra 01.04.2020 20:22
      Highlight Highlight Besser 1/3 der bevölkerung als alle
    • who cares? 02.04.2020 05:41
      Highlight Highlight @dänkdra nein, es ist einfach nicht möglich. Alte in Altersheimen und Kranke im Spital müssen immer noch gepflegt werden. Es gibt viele Diabetiker, Asthmatiker etc. die mich Personen der Nicht-Risikogruppe zusammen wohnen. Isolierung ist nicht möglich.
  • PC Principal 01.04.2020 18:06
    Highlight Highlight Und trotzdem, in Schweden entwickelt sich die Situation viel weniger schlimm als beispielsweise in der Schweiz oder in Italien. Es kommt viel mehr auf die Disziplin der Bevölkerung an als auf sonst irgendwas. Südkorea, Japan, Taiwan und Singapur haben es auch einigermassen unter Kontrolle ohne die gesamte Wirtschaft und das öffentliche Leben lahmzulegen.
    • Driver7 01.04.2020 18:32
      Highlight Highlight Wart ab! Zeitlich sind sie noch weit hinten. Ausserdem nicht Disziplin sondern auch Kultur: Süden: viele Menschen zusammen, grosse Familien, Feiern, Umarmen, Küsschen.. Norden: eher kleine Familien, eher distanziertes Verhalten
    • FrancoL 01.04.2020 18:42
      Highlight Highlight Nein es kommt auf die Hotspots mit vielen Virenträgern an und da ist die Schweiz nahe der Lombardei eben nicht mit Schweden zu vergleichen. Auch das ein- und Ausreisen nach Schweden ist gerade im Januar und Februar auf einem Tiefpunkt. Hat also nur bedingt mit Disziplin zu tun. Mein Schwager bestätigt mir dass in Schweden nicht so viele Regeln eingehalten werden, dies sei schlichtwegs unmöglich, wenn man weiterhin die Gastronomie unbehelligt lasse.
    • Posersalami 01.04.2020 18:43
      Highlight Highlight In Schweden verdoppeln sich die Fallzahlen grad alle 3-4 Tage. Warte noch 1 Woche, dann brennt auch in Schweden der Baum.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Neruda 01.04.2020 17:55
    Highlight Highlight Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass die Volksgesundheitsbehörde unter dem Epidemiologen Anders Tegnell recht grosse Autonomie besitzt und ihm der Regierungschef nicht einfach so dreinschwatzen darf. Das ist ja beim BAG ganz anders. Die Schweden sind extrem staatsgläubig und machen sich daher auch keine erkennbaren Sorgen. Dennoch sollte Tegnell vielleicht nicht öffentlich lügen und behaupten, man habe das Virus nur, wenn man auch Symptome zeigt.
  • messanger 01.04.2020 17:50
    Highlight Highlight Ein wichtiger Unterschied ist auch die Geschwindigkeit der Ausbreitung. In der Schweiz haben sich mehrere Personen in der Lombardei und einige auch in Mulhouse angesteckt. Die Wege dahin sind relativ kurz. Ein "contact tracing" wurde versucht aber schnell aufgegeben, weil es schlicht zu viele "Neuankömmlinge" gab.

    In Schweden gab es von Anfang an weniger Infektionen, so kann das contact tracing länger aufrecht erhalten werden. Es gibt nicht eine einzelne Vorgehensweise welche die beste Lösung für alle Länder ist. Es ist immer abhängig von der Situation des Landes
    • Posersalami 02.04.2020 09:37
      Highlight Highlight Beim nächsten mal wird man hoffentlich alle Einreisenden aus aufkommenden Infektionsherden für 2 Wochen isolieren. Ja, das tut der Wirtschaft weh. Aber ein Lockdown ist noch viel schmerzhafter. Das habe ich schon vor 5-6 Wochen so gesagt..
  • K_ariv 01.04.2020 17:46
    Highlight Highlight Social distancing war in Schweden schon vor dem Virus üblich lol. Kombiniert mit dem Bildungssystem und hygiene bewusstsein bin ich mal gespannt wie erfolgreich die Herdenimmunität in so einem Land ist
  • CalibriLight 01.04.2020 17:42
    Highlight Highlight "Herdenimmunität"...... Was für ein Wort.....

    Der Begriff erinnert mich an "Human Resources".

    Das Unwort des Jahres. Gleich nach Klopapier.
    • PVJ 01.04.2020 20:48
      Highlight Highlight Meine Kandidaten für das Unwort des Jahres (neben Herdenimmunität)
      - Durchseuchung
      - Hamsterkäufe
      - Selbstverantwortung
      - ...
    • Luca Regnipuzz 01.04.2020 22:02
      Highlight Highlight das gibt es noch mehr Unwörter:
      1) Coronavirus
      2) Quarantäne
      3) Social Distancing
      4) Ausgangssperre
  • Clank 01.04.2020 17:28
    Highlight Highlight Die Strategien, die ihr hier versucht zu vergleichen, haben nichts mit Herdenimmunität zu tun (diese Strategie verfolgen in Europa sowieso alle), sondern lauten wenn schon:
    A) lockere Massnahmen -> schnellere Durchseuchung
    B) drastische Massnahmen -> langsame Durchseuchung

    Der Vorteil von A ist, dass die Gesellschaft und Wirtschaft verschont bleibt und die Krise auch schneller vorbei ist. Dafür riskiert man eine Überlastung vom Gesundheitssystem und somit mehr Tode. Dank B wird zwar das Gesundheitssystem nicht überlastet, dafür leidet die Gesellschaft länger und eine Wirtschaftskrise droht.
    • Mr. Spock 01.04.2020 18:14
      Highlight Highlight Darf ich anfügen das bei Variante A) durch die vielen Krankheitsfälle zur selben Zeit ebenso eine Wirtschaftskrise erzeugt werden könnte? Gerade in produzierenden Sektoren, kann der Ausfall vieler und essenzieller Arbeitnehmer fatal sein... Weiter leidet die Gesellschaft durch die überlastung des Gesundheitswesen wohl deutlich mehr als bei Variante B!?

      Bin aufs resultat gespannt in Schweden...
    • Walter Sahli 01.04.2020 18:42
      Highlight Highlight Ausserdem ist es ein Irrglauben, die Wirtschaft eines Landes sei vollkommen unabhängig vom Ausland und dem Verlauf dort.
      Selbst wenn wir in der Schweiz keinen einzigen Fall oder keine Massnahmen getroffen hätten, würde schon nur der Tourismus massiv einbrechen.
    • Clank 01.04.2020 19:43
      Highlight Highlight @Spock
      Genauso könnte man anfügen, dass trotz B nichts garantiert, dass das Gesundheitswesen dies übersteht.
      Mein Punkt ist: Sowohl Vorteile und Nachteile sind jeweils nur Mutmassungen.
      Abrechnen welche Variante besser ist, kann man sowieso nur am Ende.
      Den universellen optimalen Weg existiert wohl nicht. Schlussendlich ist jedes Land anders (Gesundheitssystem, wirtschaftliche Lage, Alterspyramide, etc).
      Darum ist es auch Schade, dass Regierungen aus Gruppendruck den politischen Alleingang nicht mehr wagen. Wenn alle das gleiche tun, lernt man nichts, sondern kann nur weiter vermuten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • schnittertod 01.04.2020 17:24
    Highlight Highlight Naja, wenn es denn funktionieren wuerde, dass die kranken und alten Menschen zu Hause bleiben. Heute in Stockholm: es wird im Öv gehustet, im Laden von den Angestellten gehustet und die kleinen Kinder werden nach wie vor von den Grosseltern abgeholt. Auf meinem Heimweg habe ich 3 Rentner angetroffen...
    Und genau darum funktioniert dieser Ansatz (zumindest in den grösseren Städten) nicht. Ich habe echt Muehe mit den Entscheidungen der Regierung - gerade auch im Wissen, dass das Gesundheitssystem schon ohne Corona eine ziemliche Katastrophe ist.
  • Sman Stith 01.04.2020 17:21
    Highlight Highlight "In Schweden geht das öffentliche Leben weiter. Die Regierung setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf die Durchseuchung der Bevölkerung. In Grossbritannien ist das schiefgelaufen."

    Grossbritannien hat das etwa 2 Tage gemacht und dann aufgehört.

    Ich bin sehr gespannt auf das Vorgehen der Schweden - sie waren schon auf manchen Gebieten Pioniere (z.B. in der Sicherheit der Automobilindustrie, Elchtest, etc.).

    Mal schauen was jetzt läuft - ich hoffe man lässt sie machen.
  • *sharky* 01.04.2020 17:06
    Highlight Highlight Und die welche es bös erwischt...
    die werden dann im 'Nya Karolinska' in Stockholm mit offenen Armen empfangen.
    So kürzlich zu lesen in der NZZ;

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/ein-krankenhaus-zum-preis-von-zweien-ld.1548213
  • Clank 01.04.2020 17:02
    Highlight Highlight Selbst der Schutz durch Impfungen zählt laut Wiki als Herdenimmunität.
    Also genau genommen, ist Herdenimmunität langfristig gesehen die einzige plausible Lösung.
    Was wäre denn die Alternative? Bis zum Tod sich nie anstecken lassen? Bei einem so ansteckenden Virus ist das kaum möglich. Nur wenn wir bis zum Tod so leben würde wie heute.
    Selbst wenn man den Virus lokal temporär ausrottet, droht ja immer eine zweite, dritte, x-te... Welle vom Ausland zu kommen. Noch nicht mal den Aids-Virus konnten wir ausrotten, dass wird mit Covid-19 in den nächsten 20 Jahren auch nicht der Fall sein.
    [2/2]
    • Swen Goldpreis 01.04.2020 17:26
      Highlight Highlight Die einzige Alternative ist eine Impfung.

      Und weil es etwa zwei Jahre dauert, bis die da ist, gilt es eine Balance zu finden, zwischen Todesfällen durch das Virus und Todesfällen durch Sekundärfolgen wie zunehmende Gewalt, Bewegungsmangel und einer zunehmenden Armut.
    • Clank 01.04.2020 17:42
      Highlight Highlight @Swen
      Wie gesagt, auch bei Impfungen redet man von Herdenimmunität. Als Herdenimmunität versteht man normalerweise den indirekten Schutz vor einer Krankheit, weil die sich nicht verbreiten kann, weil die meisten Träger schon dagegen immun sind. Darum ist z.B. das Impfen gegen die Masern so wichtig. Nicht nur für sich, sondern vor allem für Leute, die sich nicht impfen lassen können.
      Völlig absurd wie dieser Begriff sogar von den Medien falsch verwendet wird.
      Eine Alternative wäre tatsächlich ein Heilmittel, der kranke wieder gesund macht.
    • Jolimeme 01.04.2020 19:20
      Highlight Highlight @clark soweit ich weiss, ist eine herdenimmunität erst gewährleistet, wenn ca. 95% der bevölkerung immun sind, z.b durch eine Impfung. Erst bei diesem prozentsatz können die 5% die sich aus diversen gründen nicht impfen lassen können vor einer Krankheit geschützt werden. So sind wir die masern losgeworden. möglich dass die zahlen bei anderen krankenheiten geringer sind?.
      Das problem bei covid-19 ist glaube ich, dass man noch nicht weiss wie lange die immunität nach überstandener krankheit andauert. Wenn das virus schnell mutiert, hilft nur ein impfstoff der immer wieder angepasst wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 01.04.2020 17:02
    Highlight Highlight Ich kann dieses Wort jetzt schon nicht mehr hören.

    Wir brauchen Ablenkung.

    Was ist das ? 📛

    Richtig, das ist WILSON mit Sonnenbrand und Mundschutz !
  • blueberry muffin 01.04.2020 16:59
    Highlight Highlight Es weiss auch noch niemand, ob es eine Herdenimmunitaet gibt und wie lange die immunitaet nach einer Krankheit gegeben ist.

    Die Tests dafuer sind noch nicht abgeschlossen.
  • solum 01.04.2020 16:57
    Highlight Highlight Das Virus wird höchst wahrschienlich die Bevölkerung durchseuchen. Die Frage ist nur wie lange der Prozess dauern soll.
  • Hosesack 01.04.2020 16:53
    Highlight Highlight Dänemark ist nicht in Skandinavien, ich weiss Tüpflischisser und so.
    • Leider Geil 01.04.2020 17:20
      Highlight Highlight Soso, wo ist Dänemark denn bitte schön?
      Benutzer Bild
    • guineapig 01.04.2020 17:20
      Highlight Highlight Äh, doch.

      Sorry, zurück-getüpflischissert.
    • Kruk 01.04.2020 17:21
      Highlight Highlight Kommt halt darauf an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Regnipuzz 01.04.2020 16:51
    Highlight Highlight Abgerechnet wird zum Schluss. Die Verantwortung/Kontrolle komplett dem Staat in die Schuhe zu schieben ist nicht zeitgemäss. Wer die besten Ansätze hatte, wird sich noch zeigen, solange dies danach korrekt ausgewertet wird. Ob da alle fair spielen (China?) ist jedoch fraglich
  • Bavaria 01.04.2020 16:49
    Highlight Highlight Ich wusste schon immer, dass die Schweden Vorbilder waren. Und auch da machen sie das richtige - den gesunden Memschenverstand walten lassen und nicht in Panik verfallen und jeder schaut zu sich selbst - da ist allen geholfen. Ohne staatliche Zwangsmassnahmen bleiben auch viele Leute Zuhause. Nehmen wir uns doch die Schweden als Vorbild, um den kompletten Kollaps der Wirtschaft noch auffangen zu können. Schlussendlich entscheidet dann immer noch eine höhere Macht über Leben und Tod, da hilft auch Hausarrest nichts. In Italien haben auch solche die über 100 sind den Corona überlebt...
    • Mike Milligan 01.04.2020 17:22
      Highlight Highlight Du weisst aber schon, dass die Krone seit jeher im Sinkflug ist? So toll ist es hier (Malmö) auch nicht.
    • Kruk 01.04.2020 17:25
      Highlight Highlight Oh, mir ist es lieber wir lassen die Schweden voraus gehen...
      Nachdem alle anderen mitten im Versuch umgedreht sind müssen jetzt nicht wir uns auch noch auf diesen Weg machen...
    • mrmikech 01.04.2020 18:25
      Highlight Highlight @Bavaria: falls die Schweiz jetzt einfach weiterarbeiten würde haben wir immer noch das problem das alle andere länder "geschlossen" sind. Wo gehen unsere produkte dann hin? Wo kaufen wir grundstoffe? Die Schweiz ist abhängig von die ganze weltwirtschaft, und grad EU und USA haben es schwierig. Wird also dauern, ob wir es wollen oder nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clank 01.04.2020 16:48
    Highlight Highlight Jetzt mal Klartext: Was versteht ihr denn unter "Herdenimmunität"? Dieser Begriff wird doch stets komplett falsch benutzt.
    Soviel ich weiss, rechnet man überall (auch in der Schweiz) mit einer Durchseuchung von etwa 70% der Bevölkerung. Die Massnahmen dienen nur dazu, die "Durchseuchungsgeschwindigkeit" einzudämmen, sodass das Gesundheitssystem jeweils nicht überlastet wird. Je nachdem wie ausgebaut das Gesundheitssystem ist, desto weniger Eindämmung ist notwendig.
    Herdenimmunität hat per Definition nichts mit drastische oder lockere Massnahmen zu tun [1/2]
    • medmi 01.04.2020 17:06
      Highlight Highlight Wir hoffen auf die Impfung bevor die Herdenimmunität erreicht wird.
      Sprich: 1. Eindämmen (2 Monate) 2.
      Kontrollieren (siehe Singapur/Südkore) (6-12 Monate bis zur Impfung) 3. Impfen.

      Eine (kontrollierte) Durchseuchung bewusst in Kauf zu nehmen ist bei dieser Krankheit unethisch.
    • Arthur Sunil 01.04.2020 17:16
      Highlight Highlight Die Durchseuchungsquote ist keine Konstante, sondern hängt auch von den getroffenen Massnahmen ab und auch wie gut diese eingehalten werden.
      Hier hat das jemand simuliert:
      Play Icon
    • Scaros_2 02.04.2020 10:59
      Highlight Highlight
      Play Icon
      Gutes Video dazu
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watcher 01.04.2020 16:45
    Highlight Highlight Die einzig richtige Entscheidung.
    • Mr. Spock 01.04.2020 18:25
      Highlight Highlight Bevölkerungsdichte im. Vergleich:

      CH = ca. 213 pro/km2
      SWE = ca. 23 pro/km2

      Bei SWE wirds evtl. Funktionieren, was weder sicher ist, noch heisst, das die CH falsch agiert!
  • Ferd Blu 01.04.2020 16:40
    Highlight Highlight Man kann erst beurteilen wenn die Krise vorbei ist. Was ist wenn Schweden doch mehr Erfolg hat mit dieser Strategie als Italien oder Spanien? Was wenn nicht? Man sollte nicht einfach auf die Coronastatistiken schauen, um die Strategien zu beurteilen, sondern auch ob die meisten Menschen danach ein stabiles Einkommen besitzen und/oder noch einer Arbeit nachgehen können. Da brauchts längerfristiges Denken als nur Abflachung der Kurven.
    • blueberry muffin 01.04.2020 17:00
      Highlight Highlight Wenn die Wirtschaft zusammenbricht, macht man ne neue. Deine Oma bleibt Tod.
    • Skeptischer Optimist 01.04.2020 17:21
      Highlight Highlight Wie sollte Schweden mehr "Erfolg" haben? Weniger Tote wegen schnellerer Durchseuchung?
    • n3rd 01.04.2020 17:25
      Highlight Highlight @blueberry muffin: Wenn es zwei Dinge gibt, die im Leben sicher kommen werden, dann sind das die Steuerrechnung und der Tod.

      In der Schweiz gab es übrigens 2019 über 67'000 Tote. Tönt für den einen oder anderen vielleicht hart, aber der Tot ist real, passiert schon seit jeher und wird auch immer wieder passieren - auch wenn einige jetzt so tun als würde es das ohne Corona nicht geben und wir würden ewig leben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 01.04.2020 16:39
    Highlight Highlight Warum kann das in Schweden funktionieren, nicht aber in UK. Ganz einfach. Schweden hat - wie die Schweiz oder Deutschland - ein sehr gutes Gesundheitssystem. UK hat einen totgesparten NHS. Warum versucht man nun die Schweden zu bekehren? Weil, wenn das gut geht in Schweden, dann können sich diverse Staats- und Regierungschefs einen neuen Job suchen. Die Menschen werden sich fragen, für was die Entbehrungen, den Job verloren etc. wenn es auch anders gegangen wäre. Die Schweiz würde wohl wie Schweden vorgehen, aber man muss sich ja an den Nachbarn orientieren, weil sonst alle durchdrehen.
    • Tabula23 01.04.2020 17:05
      Highlight Highlight Das Gesundheitssystem in Schweden ist ganz und gar nicht gut. Schweden weisst eine der niedrigsten Anzahl an Intensivbetten pro 1 Mio Einwohner in ganz Europa auf. Etwa 8 mal weniger als Deutschland welche am meisten Betten haben und 3 mal weniger als die Schweiz.
    • Neruda 01.04.2020 17:47
      Highlight Highlight Das "sehr" würde ich mal weglassen. Was man da eins auf Operationen oder psychische Therapien warten muss. Eine Katastrophe. Und Ärzte, denen man fast schon den Tod vorspielen muss, damit man ernstgenommen wird. Aber günstiger als unseres ist es.. Aus Gründen
  • Varanasi 01.04.2020 16:38
    Highlight Highlight Auch in den Niederlanden ist diese Vorgehensweise schief gegangen. Es gibt schon über 1000 Tote in dem kleinen Land.
    Norwegen hat ja, im Vergleich, relativ schnell reagiert und verzeichnet im Moment 43 Tote.
    http://ü
    • Clank 01.04.2020 17:06
      Highlight Highlight Holland hat doch genau zum gleichen Zeitpunkt wie alle anderen grossen, die gleichen drastischen Massnahmen ergriffen.
      Wieder ein perfekt Beispiel wie inflationär und falsch der Begriff "Herdenimmunität" benutzt wird.
    • n3rd 01.04.2020 18:54
      Highlight Highlight @Varanasi: Interessant. Müsste man mal näher untersuchen, ob die hohe Anzahl an Toten einen Zusammenhang zum hohen Cannabis-Konsum und den vergleichsweise schlecht isolierten Wohnwägen hat.
    • Varanasi 01.04.2020 19:41
      Highlight Highlight Clark - hier ein aufklärender Artikel über die Massnahmen in den Niederlanden und ja, sie waren viel lockerer als in den Nachbarländern.

      https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-strategie-der-niederlande-a-ebb96d2d-292a-4a1f-b45d-9b91bba042c8
  • Das schnabeltier 01.04.2020 16:34
    Highlight Highlight Das die Zahlen anfänglich rasant steigen, wenn keine Massnahmen getroffen werden ist selbsterklärend und sagt nichts über Erfolg oder Misserfolg dieser Grundidee.. Man darf gespannt sein.

    Falls das wirklich funktioniert mit der Herdenimmunität ist hoffentlich auch hier bald fertig mit diesem Zirkus.
    • Mr. Spock 01.04.2020 18:24
      Highlight Highlight Denke die Krux könnte an der Bevölkerungsdichte liegen:

      CH = ca. 213 pro/km2
      SWE = ca. 23 pro/km2

      Spannend wiesich nun alle Skeptiker bestätigt fühlen...
    • Varanasi 01.04.2020 18:32
      Highlight Highlight Für dich.
      Ausdrucken, bei Absatz: ich halte das nur für eine Grippe - Grippe durchstreichen und Zirkus hinschreiben, dann ausfüllen und immer bei dir tragen:

      Benutzer Bild
    • Clank 01.04.2020 19:58
      Highlight Highlight @Mr. Spock
      Naja das mit der Bevölkerungsdichte ist so ein Ding. Schweden ist flächenmässig sehr gross, aber der Norden ist relativ unbewohnt. Der grosse Teil der Bevölkerung wohnt tatsächlich in einen kleineren Raum um die Städten.
      So hat Stockholm eine Bevölkerungsdichte von 5079 Einwohner pro km².
      Zürich hat nur 4521 Einwohner pro km².
    Weitere Antworten anzeigen
  • Auric 01.04.2020 16:34
    Highlight Highlight Sehr gut was die in Schweden machen!

    Also nicht WAS genau sie machen, sondern das sie was ANDERES machen.

    Wir werden in einem Jahr sehen was die bessere Strategie war und was daraus lernen, das nächste Virus kommt bestimmt.
  • Sarkasmusdetektor 01.04.2020 16:33
    Highlight Highlight Wäre spannend, wenn ein Land es durchzieht. Wenn alle das gleiche machen, weiss man hinterher immer noch nicht, ob etwas anderes nicht vielleicht besser gewesen wäre.
    • Mr. Spock 01.04.2020 18:28
      Highlight Highlight Problem ist hier die Vergleichbarkeit der Massnahmen. In wenig besiedekten Regionen ohne grosse Pendlerströme kanns evtl. Sogar gut gehen. Persönlich bin ich froh, dsss die CH keine Experimente wagt...
  • SophieB 01.04.2020 16:32
    Highlight Highlight „Herdenimmunität“. Das wird in den Geschichtsbüchern zum Brüller. 🤣
    • Sauäschnörrli 01.04.2020 17:14
      Highlight Highlight Herdenimmunität ist das Prinzip das hinter Impfungen steht. Damit wurde Polio zurückgedrängt, einer echter Brüller.
    • SophieB 01.04.2020 17:41
      Highlight Highlight Genau, bei kontrollierten Impfungen. Bei einem unbekanntem Virus ist dies reines Glücksspiel.
  • Bratansauce 01.04.2020 16:31
    Highlight Highlight Die Frage "Kann das gut gehen?" ist eigentlich nicht aufschlussreich, denn nirgends ist definiert, was "gut" heisst. Es ist mehr eine Frage nach dem Preis und dieser ist dann besonders hoch, wenn Menschen aufgrund von Engpässen entscheiden müssen, wem geholfen wird und wem nicht. Ziemlich unmoralisch, das jenen zuzumuten, die ihren Beruf gelernt habem, um Menschen zu helfen. Hoffen wir mal Schweden hat Glück und kommt glimpflich davon.
  • rundumeli 01.04.2020 16:29
    Highlight Highlight ich find das konzept noch clever ... die alten isolieren unddie jungen "durchseuchen" ... nicht mal meilenweit weg vom konzept , dass alle impfen sollten ... auch wenn sich die esos da im grab drehen :-o
    • Varanasi 01.04.2020 18:35
      Highlight Highlight In Deutschland beträgt das Durchschnittsalter der Infizierten 48 Jahre. Da liegen längst nicht nur ältere Menschen im Spital. Auch mit der Taktik von Schweden kann es schnell eng werden mit den Krankenhausbetten.
    • rundumeli 01.04.2020 19:06
      Highlight Highlight ist nicht frage der infiszierten, sondern die frage der "letalen" ... unter 50 erwischts gesunde kaum ... aber klar, "Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer"
    • nur Ich 01.04.2020 20:22
      Highlight Highlight Die Letalität steigt in dem Moment in dem die Spitäler ihre Kapazität erreicht haben, rapide an.
  • PC Principal 01.04.2020 16:29
    Highlight Highlight Wenn man sich die Zahlen ansieht, dann steht Schweden doch ziemlich gut da. Besonders die täglichen Neuinfektionen im Verhältnis zur Gesamtzahl der Infektionen ist relativ gering.

    Den letzten Satz des Artikels könnt ihr streichen.
    • Auric 01.04.2020 17:01
      Highlight Highlight Richtig es ist die Herdenimmunität (vor allem durch Impfungen) die die Menschheit von den schlimmsten Geißeln befreit hat.
    • Meiniger 01.04.2020 18:31
      Highlight Highlight Ich würde somit dem Berset vorschlagen, dass nur noch 300 Tests pro Tag gemacht werden.
      Dann sehen unsere Zahlen auch gut aus.
    • PC Principal 01.04.2020 18:43
      Highlight Highlight @Meininger: Soweit ich weiss Tester Schweden nicht weniger als andere Länder. Die Spitäler in Schweden sind auch nicht überlastet, trotz geringer Kapazität. Was, wenn die Seuche dort tatsächlich weniger wütet, trotz weniger Verboten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • auloniella 01.04.2020 16:29
    Highlight Highlight Hat man einen Überschuss an Ressourcen im Gesundheitswesen könnte man sich das leisten, aber das hat auch Schweden nicht in diesem Ausmass.

    Herdenimmunität wird sofern es nicht dauernd gravierend mutiert auch bei uns ab einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden sein. Nur eben nach längerer Zeit so das die Krankenhäuser mit der Anzahl Patienten umgehen können. Wieso Schweden meint, da ne Ausnahme zu sein erschliesst sich mir nicht...hat jemand ne wissenschaftliche Begründung wieso Schweden das hinkriegen sollte. So viele leere Betten?
    • PC Principal 01.04.2020 18:01
      Highlight Highlight Es kommt eher auf die Disziplin jedes einzelnen an als auf Verbote. Was nützt es, alle Fabriken zu schliessen wenn die Leute denn ihre Familien und Freunde besuchen gehen. Deshalb ist die Verbreitung der Krankheit in Schweden viel weniger schlimm als in Südeuropa.
    • Mr. Spock 01.04.2020 18:35
      Highlight Highlight CH = ca. 213 pro/km2
      SWE = ca. 23 pro/km2

      Denke die Bevölkerungsdichte spielt eine grosse Rolle und evtl. Greifen staatliche Empfehlungen in SWE besser als anderswo. Am Gesundenmenschenverstand kanns nicht liegen, der ist leider ähnlich dünn auf dem Planeten verteilt!
    • Waschgiri 02.04.2020 23:09
      Highlight Highlight Schweden hatte letztes Jahr etwa 550 Intensivbetten. Wegen Corona haben sie hogfentlich bald 300 zusätzlich. In der Schweiz haben wir mehr als 1000 und wir sind im Moment froh drum. Schweden hat keine wissenschaftliche Begründung, sie setzen einfach bis zuletzt auf Eigenverantwortung. Auch ihre Läden haben maximale Kundenzahl, es muss einfach jeder selbst entscheiden ob er offen bleibt. Das gibt dann natürlich auch kein Hilfsprogramm wie bei uns... wirtschaftliche Ausfälle und Arbeitslosigkeit sind aber auch bei ihnen enorm.
  • hanshans 01.04.2020 16:29
    Highlight Highlight Herdenimmunität ist ja nicht eine "spezielle" Idee sondern die einzige Lösung mit einem solchen Virus. Es geht nur darum dies möglichst gestaffelt zu meisterns sodass das System nicht überreitzt wird. Den Virus wird wohl jeder früher oder später mal bekommen in diesem Jahr.
    Finde den schwedischen Ansatz schon spannend. Mal schauen wie es sich entwickelt.
  • techiesg 01.04.2020 16:28
    Highlight Highlight Naja, es kanns ja jedes Land mal versuchen, das mit der Herdenimmunität...
    Ich hätte jetzt die Schweden für schlauer gehalten 😉
  • Hinterm Mond, wärmts sich bestens 01.04.2020 16:28
    Highlight Highlight Es hatten ja alle zuerst das Gefühl gehabt, es werde nicht schlimm...
  • #StopptDenKurvenFetischismus 01.04.2020 16:23
    Highlight Highlight Ich bin fast sicher, dass Tomas Pueyo in seinem zweiten Artikel "The hammer and the dance" die Schweiz mit Schweden verwechselt hat. Das machen die Amis ja sonst auch dauernd. Meinst du nicht auch, Huber?
  • medmi 01.04.2020 16:21
    Highlight Highlight Es wird viel von Herdenimmunität gesprochen - man muss sich aber bewusst sein, dass wir aktuell meilenweit davon entfernt sind. Wenn wir die Dunkelziffer in der Schweiz auf das 3 Fache der getestet positiven schätzen (https://cmmid.github.io/topics/covid19/severity/global_cfr_estimates.html) liegen wir trotzdem erst bei <1% infizierten. Bis zur Herdenimmunität würde es bei einem Tempo, das mit den Kapazitäten verträglich ist (=1000 nachgewiesene Fälle pro Tag, 3000 in Realität) Jahre dauern bis 70% erreicht wären.
    • Harri Hirsch 01.04.2020 17:35
      Highlight Highlight Da hast du durchaus recht. Deshalb wird ja auch fieberhaft daran gearbeitet eine Impfung zu entwickeln. Denn nur mittels einer wirksamen Impfung kann eine ausreichen breite Immunisierung erreicht werden. Und die überzeugten Impfgegner werden dann wohl auch durch die Herdenimmunität geschützt und sich noch bestätigt fühlen.
    • d10 01.04.2020 17:40
      Highlight Highlight Niemand hat die geringste Ahnung wie hoch die Dunkelziffer wirklich ist. Sie könnte auch 10x oder 20x oder mehr sein...
  • elco 01.04.2020 16:18
    Highlight Highlight "Vielleicht ist das mit der Herdenimmunität doch keine so gute Idee."

    Es ist die einzige Idee die längerfristig funktionieren wird. Die Alternative wäre das Virus auszurotten. Was aber nicht einmal theoretisch machbar ist.
    • Til 01.04.2020 17:11
      Highlight Highlight Theoretisch schon, wenn alle 3 Wochen auf jeglichen sozialen Kontakt verzichten stirbt das Virus schon aus
    • hanshans 01.04.2020 17:25
      Highlight Highlight und die Grenzen für immer geschlossen bleiben...
    • elco 01.04.2020 17:26
      Highlight Highlight @Til, ja eben, nicht mal theoretisch. Zudem müsste das Weltweit gleichzeitig passieren. Oder dann für immer und ewig die Schotten (Grenzen) dicht. Und zwar dicht Dicht! Absoluter Humbug.
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