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Cristina Hops arbeitet als Krankenschwester. Die Aussagen des US-Präsidenten haben sie schockiert.

«Was fällt ihm ein?»: Krankenschwester richtet deutliche Worte an Trump



Als sich US-Präsident Donald Trump und die First Lady Melania Trump mit dem Coronavirus infizierten, war in sozialen Medien häufig vom «Karma» die Rede. Trump selbst hatte die Gefahr durch die weltweite Pandemie bis dahin immer wieder verharmlost und die Erkenntnisse und Empfehlungen der Wissenschaft monatelang ignoriert.

Doch auch seine eigene Erkrankung scheint Trumps Einstellung zum Coronavirus nicht geändert zu haben. Eine gute Woche nach der verkündeten Infektion plant der Präsident wieder in den Wahlkampf einzusteigen. Dabei rühmt er sich besonders gerne damit, dass ihm das Virus keinen Schaden habe zufügen können.

Trump redet Covid-19 nach Krankenhausentlassung klein: «Habt keine Angst»

Nach seiner Entlassung aus dem Walter Reed Medical Center in Bethesda hatte Trump auf Twitter geschrieben: «Ich fühle mich richtig gut. Habt keine Angst vor Covid. Lasst es nicht eurer Leben dominieren.»

Die USA gehören zu den Nationen, die am stärksten vom Coronavirus betroffen sind. Nach Abgaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität verzeichnen die USA rund 7,7 Millionen Infektionen und über 213'000 Covid-19-Tote.

Krankenschwester wütend über Trump-Aussagen

Doch nicht jeder hat das Glück, das Trump mutmasslich hat. Die Krankheitsverläufe können von Mensch zu Mensch variieren. Eine Infektion kann mitunter zu schweren Schäden an der Lunge und zu einem äusserst schweren Krankheitsverlauf führen.

In den USA kommt noch hinzu, dass nicht jeder das Privileg einer Krankenversicherung hat. Covid-19 Behandlungen können teuer werden und Infizierte in ernste, finanzielle Schwierigkeiten bringen.

«Was fällt ihm ein, die gesamte Arbeit, die wir im Gesundheitswesen geleistet haben, zu untergraben?»

Cristina Hops via TikTok

Die Krankenschwester Cristina Hops hat auf TikTok deutliche Worte an Donald Trump gerichtet – und damit viele Menschen berührt. «Ich habe Hunderte Menschen ersticken sehen. Dass er sagt, ‹Habt keine Angst vor Covid!›, ist erstaunlich. Ich kann das nicht verarbeiten. Ich bin noch nie so wütend gewesen», sagt sie, sichtlich schockiert von den Aussagen des Präsidenten.

Denn das Virus ist nach wie vor eine Bedrohung. In vielen Ländern, auch in Europa, steigen die Zahlen derzeit wieder bedenklich.

Hops warnt deshalb am Ende ihrer Botschaft: «Ich will nur, dass ihr wisst, dass Covid noch existiert und sehr beängstigend ist.»

Gegenüber «CNN» erklärte die Krankenschwester im Nachgang, dass auch in ihrem Krankenhaus alles «komplett überlaufen» ist. «Es ist nicht möglich, jedem die Versorgung zu bieten, die er benötigt», sagt Hops.

(vdv)

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