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epa08342767 People queue up keeping social distancing to enter a supermarket in Barcelona, Spain, 04 April 2020. Spain faces the 21th consecutive day of mandatory home confinement in a bid to slow down the spread of the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/Alberto Estevez

Genügend Abstand auch beim Anstehen vor dem Supermarkt: Bewohner in Barcelona. Bild: EPA

Spanier haben genug vom Freiheitsentzug

Italien und Spanien haben früh harte Massnahmen verhängt. Die Menschen reagieren zunehmend gereizt – sie wollen ihre Freiheit zurück.

ralph schulze und dominik straub / schweiz am wochenende



Ganz Spanien steht unter Coronahausarrest. Die seit 15. März geltenden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit sind neben jenen Italiens die härtesten Europas. Die 47 Millionen Spanier dürfen nur noch aus zwingenden Gründen vor die Tür. Und dann auch nur alleine. Lebensmittelkauf, Arztbesuch und das Gassigehen mit den Vierbeinern sind erlaubt.

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Spaziergänge, Joggen und Fahrradtouren dagegen nicht. Der Gang zum Arbeitsplatz auch nicht, Fabriken und Büros sind geschlossen. In Spanien beneidet man die Nachbarländer, wo die Menschen meist wenigstens noch zum Sport und zur Bewegung an die frische Luft können. Selbst in Italien dürfen Kinder, in Begleitung Erwachsener, mal kurz zum Durchatmen vor die Tür. In Spanien nicht.

Frauen und Kinder häufiger Opfer von Gewalt

Eine harte Probe für die Bevölkerung, die sich bisher in ihr Schicksal fügte, auch wenn das Murren nach fast drei Wochen Freiheitsentzug lauter wird. Viele wünschen sich jetzt einen Hund, um mit diesem einmal rauszukommen. Einige Hundebesitzer versuchen ein Geschäft daraus zu machen und bieten ihre Vierbeiner zur stundenweisen Vermietung an.

Doch die Ordnungshüter sind wachsam. Auch Hundehalter werden abgestraft, wenn sie sich mehr als 200 Meter von ihrer Wohnung entfernen. Oder wenn sie länger als zum Gassigehen notwendig auf der Strasse sind. Landesweit wurden schon mehr als 250000 Geldbussen verhängt – das Minimum liegt bei 600 Euro.

Gleichzeitig meldet Spani- ens Gleichstellungsministerium, dass die Hilferufe von Frauen, die sich von ihrem Partner misshandelt fühlen, zunehmen. Es habe im März, verglichen mit dem Vormonat, 18 Prozent mehr Anrufe beim staatlichen Notruf für Gewaltopfer gegeben. Auch die Beratungsstelle Anar, an die sich drangsalierte Kinder wenden können, registriert mehr Hilfsgesuche.

epa08341476 A Milanese resident waves from her balcony, which features an Italian national flag, in Milan, Italy, 03 April 2020. Italy's 60 million inhabitants have been living under a strict national lockdown since 09 March in a bid to slow down the spread of the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, which has hit the Mediterranean country especially hard, as it has recorded the highest death toll from the disease in the world so far.  EPA/PAOLO SALMOIRAGO

In Italien gilt seit dem 10. März eine Ausgangssperre, in einzelnen Regionen des Nordens begannen sie noch früher. Bild: EPA

Eine Lockerung der Ausgangssperre, die zunächst bis Ostern gilt, ist noch nicht in Sicht. Eher im Gegenteil: Angesichts steigender Infektionszahlen denkt die Regierung an eine Verlängerung bis Ende April. Erst bei Besserung der Lage werde es eine schrittweise Normalisierung geben, heisst es.

Zu den ersten Freiheiten könnte dann gehören, dass die Menschen wieder zum Arbeiten und zur Körperertüchtigung rauskönnen. Und dass Kinder zum Spielplatz dürfen. Die Tageszeitung «La Vanguardia» fragt bereits: «Warum dürfen die Hunde auf die Strasse und die Kinder nicht?»

Die Gesänge der Italiener sind längst verstummt

Wie die Spanier zählen auch die Italiener zu den Quarantäne-Pionieren Europas. Hier gelten die Ausgehbeschränkungen und die Kontaktsperre sogar noch länger: Im ganzen Land seit dem 10. März, in einzelnen Regionen des Nordens begannen sie noch früher. Die sonst so geselligen Bewohner des Belpaese befinden sich nun seit 4 Wochen mehr oder weniger eingesperrt in ihren vier Wänden. Und das ohne TV-Fussballübertragungen.

Das schlägt aufs Gemüt. Die Gesänge auf den Balkonen, mit denen man sich Mut machte, sind verstummt. Jeder versucht, mit sich selber und – sofern vorhanden – mit den Familienangehörigen zurechtzukommen.

«Wir hoffen einfach, dass das alles bald vorbei ist», hört man in den Warteschlangen vor den Supermärkten. Und: «Man gewöhnt sich daran.» Das Warten vor den Geschäften ist praktisch die einzige Möglichkeit, einmal andere Menschen zu treffen. Von einem eigentlichen Quarantäne-Koller ist aber nicht viel zu spüren. Das liegt einerseits daran, dass sich der Sinn der Beschränkungen angesichts der Tausenden Toten den meisten Italienern erschliesst. Andererseits scheint der Tag der ersten Lockerungen in Greifweite: In den nächsten Tagen werden die Fallzahlen laut Experten zu sinken beginnen.

Die Italiener trösten sich mit dem Gedanken, dass sie jetzt zwar schon am längsten unter Quarantäne stehen – aber dass sie mit einiger Wahrscheinlichkeit auch die Ersten sein werden, bei denen wieder so etwas wie Normalität einkehren könnte.

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60Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Woichbinistvorne 06.04.2020 13:11
    Highlight Highlight Es wird auch bei uns immer schlimmer. Jetzt sind alle Waschanlagen geschlossen und Blumen selber pflücken auf dem Feld ist verboten. Völlig hirnrissig, an einer Waschanlage kann man sich definitiv nicht infizieren und auf einem Feld bestimmt auch nicht. Jetzt soll man zuschauen, wie Blumen die das Daheimbleiben erleichtern täten, auf dem Feld verwelken. Da sollten die Bundesräte den Verdienstausfall der Blumenbbauern gefälligst aus der eigenen Tasche bezahlen.
  • lilie 05.04.2020 21:43
    Highlight Highlight Ich bin wirklich sehr froh, in der Schweiz zu sein. Unsere Regierung hat wirklich alles daran gesetzt, die Massnahmen so menschenfreundlich zu gestalten wie möglich. Bussen sind im Verhältnis zum Ausland selten, die Polizei setzt immer noch (!) mehr auf Aufklärung als auf Repression.

    Klar, Spass macht es so nicht. Aber totale Ausgangssperre ist schlimmer. Und wir hoffen ja alle, dass es dann mal wieder besser kommt.
  • Michael Heldner 05.04.2020 21:41
    Highlight Highlight Sollte das sich noch ziehen bin ich ja gespannt auf die jahrlichen 1. Mai Krawallen

    Die könnten je nach Land gut Verstärkung von neu Arbeitslosen bekommen, je nach Umfrage kommt man ja auf bis zu 30% der Bevölkerung die den lock down völlig ablehnt
    • Hierundjetzt 06.04.2020 08:43
      Highlight Highlight Dann gibts eben home office Krawalle. Mein Gott, mal es bitz kreativ sein unsere Goldküstler

      Man kann auch zuhause im 300m2 Loft den Güsel anzünden und Gläser rumschmeissen und viva la revoluson schreien

      Doo-ooch das geht

  • Locutus70 05.04.2020 21:20
    Highlight Highlight Ich kann das vollkommen verstehen. Die Maßnahmen sind ja schon sehr krass und teilweise auch absurd.
    Wer nen Hund hat, darf mit ihm natürlich raus - wer ein Kind hat nicht.

    Den ganzen Tag in der Bude hocken und im TV die Panikmeldungen sehen und hören - lang geht das nicht mehr gut.
    • Nkoch 06.04.2020 00:39
      Highlight Highlight Hunde sind keine Kinder. Und können nicht aufs Klo.
  • bernhardmat 05.04.2020 20:24
    Highlight Highlight Lebe in Spanien, bin seit 19 Tagen eingeschlossen. Gehe nur alle zwei oder drei Tage zum Einkaufen raus. Es geht mir sehr gut. Die Leute, mit denen ich rede, sind auch nicht unzufrieden. Einige sagen aber, dass es schwierig werden kann, wenn’s noch lange dauert. Mir tun die Familien mit Kindern in kleinen Wohnungen leid.
    Im Gegenzug dürfen wir uns die letzten zwei Tage über einen Rückgang Zahl der Virus-Opfer freuen.
    Gruss an alle Schweizer
  • Cirrum 05.04.2020 20:23
    Highlight Highlight Wie frustrierend, wenn man machtlos solchen Anforderungen gehorchen muss.
  • Shisha 05.04.2020 20:20
    Highlight Highlight Genau deshalb finde ich es schockierend, dass sich hierzulande so viele Bürger nach einem totalitären Lockdown sehnen...
  • renko 05.04.2020 20:04
    Highlight Highlight Dazu kommt noch, dass der spanische Staat gerade mal 50% des Gehaltes abdeckt (ERTE) von weiteren Unterstützungs-Massnahmen ganz zu schweigen .... und wir haben ein Problem damit, Ostern nicht ins Tessin fahren zu können !

    Allerdings muss man sich schon langsam fragen, was mehr Opfer fordern wird, wenn der Lockdown nicht gelockert wird (nicht nur bei uns), die wirtschaftlichen Folgen mal aussen vor gelassen die katastrophal sind ...
  • Thadic 05.04.2020 19:41
    Highlight Highlight Hinter dieser übertrieben Einsperrwut der Italiener ( Spanien kenne ich weniger gut) ist wahrscheinlich das Bedürfnis der Leute nach einem sichtbaren Zeichen, dass man sich an den auferlegten Regeln hält. So kann man mit dem Finger auf all diejenigen zeigen die sich nicht daran halten, den Sündern. Es ist klar, dass es in Städten Regeln braucht, damit nicht alle gleichzeitig einen Spaziergang machen. Aber auf dem Land könnte doch jeder dem anderen ausweichen. Statt dessen bleiben alle eingepfercht in ihren Wänden, physisch und sozial ungesund, für Millionen!
    • Varanasi 05.04.2020 19:49
      Highlight Highlight Wenn die Italiener nicht direkt zu gemacht hätten... will gar nicht wissen, wie es ihnen jetzt noch ginge.
      Jetzt gehen die Zahlen zurück und ich denke, es werden bald Lockerungen kommen.
      Das wünsche ich allen Ländern, die so strenge Massnahmen haben.


    • Thadic 05.04.2020 20:17
      Highlight Highlight @Varanasi: habe ich gesagt man hätte keine Massnahmen treffen sollen? Es geht doch darum die Neukontakte zu vermeiden. Draussen in der Natur hat es doch für viele Leute Platz ohne sich zu nahe zu kommen.
    • Varanasi 05.04.2020 20:27
      Highlight Highlight Aber schau doch mal in die Lombardei.
      Meinst du nicht, dass es dann noch schlimmer geworden wäre?
      Ich könnte mir bei Italienern auch vorstellen, dass sie ihre Nonna dann trotzdem besucht hätten.
      Mentalitäten sind unterschiedlich und nicht alle sind so diszipliniert wie z. B. die Schweizer oder die Deutschen.
      Ich hoffe es gibt bald wieder Lockerungen für die Italiener, Spanier und Franzosen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sman Stith 05.04.2020 19:34
    Highlight Highlight "Spanier haben genug vom Freiheitsentzug"

    Ich habe den Beitrag 3x gelesen. Und immer noch keinen Hinweis gefunden, der diesen plakativen Titel irgendwie erklärt oder aufzeigt, von was genau die Spanier genug haben und worin sich das äußert?
    • Tobi-wan 05.04.2020 20:15
      Highlight Highlight Vielleicht die 250‘000 Bussen die verteilt worden sind? Veemehrte häusliche Gewalt? Sperren sie mal Kinder so lange ein und versuchen sie nicht irgendwann durchzudrehen.
    • Sman Stith 05.04.2020 20:27
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Influenzer 05.04.2020 19:28
    Highlight Highlight Der Hang zu völlig sinnbefreiten Massnahmen bei vielen überforderten Politikern ist wie das Hamstern von Klopapier eine Massnahme zur Selbstberuhigung. Einfache Regeln die drakonisch durchgesetzt werden geben das Gefühl, Herr der Lage zu sein. Der Bullshit-Massnahmen-Index könnte in der Rückschau ein Mass für die Qualität einer Demokratischen Ordnung sein. Wobei ich nicht behaupten möchte dass es falsch war, erstmal sehr radikal zu reagieren. Aber ohne eine intelligente Anpassung der Massnahmen könnten auch die Kollateralschäden tödlich werden (Herzkrankheiten, Selbstmord, häusliche Gewalt).
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 05.04.2020 19:27
    Highlight Highlight Bin sehr froh für den CH Weg! Alleine oder mit Partner raus, hat noch niemanden krank gemacht. Im Gegenteil, UV Licht killt Viren! Die Massnahmen in Italien und Spanien sind zum Teil absolut ohne Evidenz und deshalb nicht nachvollziehbar! Würde mir überlegen, eine solche Regierung nochmals zu wählen.
  • champedissle 05.04.2020 19:25
    Highlight Highlight Mir fehlt der Hinweis auf Frankreich wo exakt die gleichen strengen Ausgangssperren gelten, ebenfalls seit 17.3.20. Hier merkt man allerdings nichts von Widerstand, ausser natürlich in Paris. Aber die sind ja sowieso immer gegen alles und jedes.
  • Flamme 05.04.2020 19:07
    Highlight Highlight Die geistige, körperliche, psychische und finanzielle Gesundheit von weiten Teilen der Bevölkerung leidet, auch hier gibt es Hochrisiko-Patient*innen. Die Menschen werden voneinander distanziert, Alleinstehenden jede Körperberührung untersagt etc! Ich informiere mich aus verschiedenen Quellen und wundere mich über den medialen Konsens. Da es schon an der Datenerhebung hakt, ist eine Beurteilung der Lage nicht möglich, was mich ohnmächtig macht, denn aus Solidarität muss ich viel entbehren. Dies fällt mir schwer, weil ich glauben sollte, ich möchte aber logisch nachvollziehen können.
  • paper 05.04.2020 18:53
    Highlight Highlight Kinder wochenlange einzusperren ist schlicht unmenschlich.
    Bald wird man sich über einen Anstieg von ADHS und ähnlichem wundern.
    • Heb dä Latz! 05.04.2020 18:59
      Highlight Highlight Sind sie kurzzeitig derangiert? Hier muss niemand seine Kinder einsperren.
    • Error 404 05.04.2020 19:27
      Highlight Highlight Auch Erwachsene haben einen Bewegungsdrang. Für diese Personen ist das nicht weniger schwierig.
    • Mafi 05.04.2020 19:44
      Highlight Highlight nein, ADHS ist viel mehr genetisch bedingt als etwas anderes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 05.04.2020 18:44
    Highlight Highlight Deshalb bin ich froh, dass man hier bisher Forderungen nach Total-Ausgangssperren nicht nachkam.

    Selbst wenn das einen leichten Vorteil gegenüber "man darf noch alleine/mit Mitbewohnern spazieren/velofahren" haben sollte, bringt es nichts, wenn es dafür zu früh abgebrochen werden muss oder sich niemand mehr daran hält oder vermehrt psychische Notsituationen auftreten.

    Dann doch lieber nicht "total", aber dafür kann man es dann eher genug lange durchhalten.
    • FrancoL 05.04.2020 19:44
      Highlight Highlight Das ist nur möglich wenn sich viele daran halten. Und das kann nicht in jedem so vorausgesetzt werden. Der Staat hat gerade in Italien und Spanien keinen grossen Wert und dessen Anordnungen werden nur befolgt wenn sie keinen Spielraum bieten. Ich habe viele Kontakte in die Lombardei und es wurde mir mehrfach bestätigt dass nur eine totales lockdown Sin machte, den alles andere wäre zu einem Teil umgangen worden.
      Also ziehen solche Vergleiche zur Schweiz nicht.
  • Thomas Rothen (1) 05.04.2020 18:43
    Highlight Highlight ... und bei uns sind die Leute jetzt schon am Jammern, wie schlecht es ihnen gehe. Dabei haben wir (noch) nicht mal eine eigentliche Ausgangssperre.

    Gleichzeitig wird auch von einigen Leuten alles getan, dass diese ja auch noch vor Ostern kommt! 🙄

    Unbelehrbar? Dummheit? Egoismus? 🤦🏻‍♂️
  • luegeLose 05.04.2020 18:28
    Highlight Highlight Kann ich gut nachvollziehen. Habe letzten Monat mehr als 130 km rennen können. Ohne Bewegung, ich weiss nicht.
    • luegeLose 06.04.2020 12:37
      Highlight Highlight Es ist nicht das Gleiche.
  • Natürlich 05.04.2020 18:24
    Highlight Highlight Wenn man sich das mal überlegt.
    Die Schweiz hat über 1 Monat nach Ausbruch des Virus 20‘000 bestätigte Infizierte.
    Nehmen wir an die Dunkelziffer ist 10x höher.
    Das wären dann 200‘000 Infizierte.
    Wenn wir die Kurve weiterhin so flach halten wie jetzt (ca 1000 Neuansteckungen pro Tag) x10 Dunkelziffer gibt 10‘000 pro Tag.
    Dann wären wir nach einem Jahr in diesem Zustand bei etwa 4mio Infizierten, also 50% der Schweizer Bevölkerung.

    Viel Spass beim Aufrechterhalten dieses Zustands die nächsten 12 Monate...
  • DerRaucher 05.04.2020 18:21
    Highlight Highlight War klar das man sowas nicht ewig durchziehen kann. Das wird den restlichen Ländern auch irgendwann blühen. Die anfängliche Motivation schlägt irgendwann in Frust um wenn man wann immer möglich zuhause sitzt. Bin gespannt wie das weitergeht.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.04.2020 18:21
    Highlight Highlight Und deshalb brauchts die Diskussion über eine Lockerung der Massnahmen, weil dann kann man es geplant und koordiniert machen. Die Alternaive ist, dass sich die Menschen ihre Freiheit einfach nehmen, oder aber, massive Repression durch die Sicherheitsorgane zur Durchsetzung der Ausgangsspeeren.
    Dann aber bitte Indian-Style, mit dem Stecken:
    Play Icon

    Das auch in der CH ein solches Regime nur begrenzt durchzusetzten ist, sieht man ja schon dieses Wochenende.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 05.04.2020 18:20
    Highlight Highlight Ich habe auch genug! Und seit dem ich weiss, dass wir Personen aus anderen Ländern aufnehmen (finde ich gut) und im Gesundheitswesen Kurzarbeit beantragt wurde, verfängt bei mir das Argument mit der Knappheit der Spitalsbetten nicht mehr. Es kann doch nicht sein, dass die Massnahmen mehr Leid verursachen, als der Virus selbst?
    • tr3 05.04.2020 19:01
      Highlight Highlight Könnte es sein, dass die verhängten Massnahmen und sie Tatsache, dass das Gesundheitssystem (noch?) Kapazitäten hat, etwas miteinander zu tun haben?
    • Xonic 05.04.2020 19:19
      Highlight Highlight Also sollen doch alle Proktologen (die mit dem Darm) sofort als Pneumologen arbeiten!
      Das ist ja wie wenn der Bauarbeiter zum Krankenpfleger wird...
    • Wiedergabe 05.04.2020 19:30
      Highlight Highlight Um sie zu beruhigen.
      Der Hausarzt und eine Intensivstation sind nicht ganz das gleiche.
      Zum Hausarzt gehen Leute mit Bobos, die jetzt lieber zu Hause bleiben.
      Auf eine Intensiv wird man verlegt, wenn es richtig ernst ist.
      Es ist sogar möglich, eine Überkapazität am Hausärzten und gleichzeitig eine Knappheit bei Intensivstationen zu haben.
      Ich hoffe ich konnte ihnen dies verständlich erklären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mikel 05.04.2020 18:19
    Highlight Highlight Ich bin auch mega froh, dass wir wenigstens raus können!!! Gerade an einem Tag wie heute. Wie wir sehen, nicht selbstverständlich...
    • Spargel 05.04.2020 21:17
      Highlight Highlight Wir haben alle Freiheiten. Nur sorgsam damit umgehen. Habe nen Garten, somit kein Problem. Hart wenn ohne Balkon und Garten, da müsste man ne Lösung finden zum Rausgehen, evtl via Wöschchuchiplan..
    • Bravo 06.04.2020 09:35
      Highlight Highlight In Überbauungen ist das aber schon problematisch. Viele Kinder spielen zusammen, viel mehr als fünf Kinder, und deren Eltern stehen dann auch noch zusammen an der Sonne und quatschen (Stand 5.4.2020). Manche checken es einfach nicht.

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