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People queue as Ikea reopened in Gentofte, Denmark, Monday, April 27, 2020, amid the coronavirus outbreak. (Niels Christian Vilmann/Ritzau Scanpix via AP)

Grosser Andrang auf die Ikea-Filiale in Gentofte, Dänemark. Bild: AP

Das Beispiel Dänemark zeigt, was bei der Lockdown-Lockerung schief gehen kann

Es reicht schon die Ankündigung von Öffnungsschritten, dass die Bevölkerung nachlässiger in Sachen Hygiene und Social Distancing wird. Das zeigen Studien aus Skandinaven. Dänemark zieht die Schraube deshalb bereits wieder an.

Niels Anner, Kopenhagen / ch media



In ganz Europa beginnen in diesen Tagen die Lockerungen nach dem Coronalockdown. Dass jetzt erste Massnahmen vollzogen und weitere angekündigt sind, hat rasch Auswirkungen, wie sich in Skandinavien zeigt. Allein schon die Aussicht auf weniger Restriktionen führt dazu, dass die Disziplin bezüglich Händewaschen und Social Distancing nachlässt. Dies ergibt eine Studie der Universität Aarhus in Dänemark, die in regelmässigen Abständen repräsentative Umfragen zum Verhalten durchführt.

Im Lockdown, so zeigt sich, sind die Regeln zunächst immer besser beachtet worden: Ende März gaben 71 Prozent der Befragten an, sie hätten ihr Verhalten gegenüber dem früheren Alltag «stark geändert»; 25 Prozent hatten das zu einem «gewissen Grad» getan.

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Frauen sind disziplinierter als Männer

Der Wert «stark verändert» blieb hoch, als die Regierung am 4. April die erste Öffnung ankündigte. Dann sank er stetig, am tiefsten in der Woche der Schulöffnungen auf 58 Prozent. Zuletzt gab es eine Stabilisierung zwischen 60 und 65 Prozent. Frauen und ältere Personen sind dabei disziplinierter als Männer und jüngere Personen.

Gleichzeitig mit der Öffnung der Schulen und Coiffeursalons stieg auch die Anzahl Personen ausserhalb der Familie, die die Befragten trafen. Michael Bang, Verhaltensforscher und Leiter der Studie aus Aarhus, glaubt, dass zwei Faktoren für die Entwicklung verantwortlich sind: Die Leute schauten auf die rückläufigen Ansteckungszahlen, «das macht sie sorglos», sagt er. Zudem sei das ständige Distanzhalten anstrengend, «auch für jene, die finden, die Situation sei nach wie vor ernst.» Da die dänische Regierung auf den 10. Mai neue Lockerungen angekündigt hat, könnte dies die Nachlässigkeit weiter verstärken – eine gefährliche Entwicklung, so Bang, denn steigen die Ansteckungen, merkt man das erst zeitverzögert.

epaselect epa08384971 A composite picture of people lining up at a post office amid the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic in Copenhagen, Denmark, 24 April 2020 (issued on 26 April 2020). These images demonstrate how a wide angle lens, a zoom lens and various shooting angles can create different impressions of the distance between people as photographs can give the illusion of inexpedient closeness. Authorities and decision-makers in Denmark have on several occasions looked critically at the behaviour of Danish citizens with reference to photographs.  EPA/PHILIP DAVALI / OLAFUR STEINAR RY  DENMARK OUT

Hier wird eine Postfiliale in der Hauptstadt Kopenhagen belagert: Das Bild demonstriert, wie verschiedene Kamerawinkel verschiedene Eindrücke generieren können. Bild: EPA

Ähnliche Entwicklungen sieht man auch in Norwegen, wo Handydaten die Reduktion der Bewegungsaktivität der Bevölkerung aufzeigen. Betrug diese zu Beginn des Lockdown noch einen Drittel des Normalen, fiel sie nach Ostern auf zwei Drittel zurück – noch bevor die Restriktionen gelockert wurden.

In Schweden, das weniger Einschränkungen verfügt hat, zeigt die Entwicklung dagegen laut einer wochenweise durchgeführten Umfrage eher in die andere Richtung: Die Schwedinnen und Schweden halten sich zunehmend mehr an die Distanz- und Hygieneregeln. Dies könnte eine Folge der im Vergleich zu den anderen Ländern weiterhin hohen Todeszahlen und Spitalbelegungen sein.

Dänische Behörden besorgt über neue Lockerheit

Bewegungsdaten ergeben, dass viele Personen nach wie vor freiwillig im Homeoffice arbeiten: In Stockholm etwa waren in den Stosszeiten 78 Prozent weniger Leute unterwegs als noch im Januar. Am Abend dagegen, bei den «Freizeitbewegungen», nähern sich die Werte in Schweden dem Normalzustand.

In Dänemark betrachten die Behörden die neue Lockerheit mit Besorgnis. Denn das Ziel ist eine «sehr vorsichtige» Öffnung, um die Ausbreitung der Ansteckungen ganz langsam zuzulassen. Deshalb wurden starke Einschränkungen im Schulbetrieb verfügt – Absperrungen und Aufteilungen in Kleinstgruppen, was zu Platzproblemen führt. Mit einigen Geschäften gibt es Konflikte über Abstandsregeln: Ikea hatte juristisch abgeklärt, dass eine Öffnung in Ordnung sei – musste sich aber dennoch von Wirtschaftsminister Simon Kollerup kritisieren lassen, es sei verfrüht. Auch vier Zoos kündigten an, ihre Tore am 1. Mai wieder zu öffnen, wurden aber von den Gesundheitsbehörden zurückgepfiffen.

Die Polizei hat in den Städten Gebiete abgesperrt, nachdem sich bei schönem Wetter zu viele Personen versammelt hatten. Auch werden Bussen in Höhe von 350 Franken neu ohne Vorwarnung verteilt; dass dabei auch zwei am Rand einer Absperrzone auf ein Kursschiff wartende Männer sowie zwei Familien mit Kindern gebüsst wurden, hat in der Öffentlichkeit für Kopfschütteln gesorgt.

Die Regierung droht derweil damit, die Öffnung zu verlangsamen. Denn die Behörden haben aufgrund von Tests und Modellen berechnet, dass der Reproduktionsfaktor leicht gestiegen ist, dass sich das Virus also wieder rascher ausbreitet. Regierungschefin Mette Frederiksen hat gewarnt, sie werde auch beim nächsten Schritt ab dem 10. Mai zurückhaltend sein. (aargauerzeitung.ch)

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77
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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Score 04.05.2020 12:35
    Highlight Highlight Schweden steht auch relativ am Anfang der Massnahmen und die Todeszahlen sind recht hoch. Da ist die Motivation noch gross. War bei uns auch so. Aber nach ein paar Wochen ermüden doch viele und wenn dann Lockerungen bekanntgegeben werden, haben irgendwie viele unterbewusst das Gefühl wir hätten es nun überstanden. Das ist fatal und kann uns übel treffen.
    Ich habe mein Verhalten bisher nicht geändert. Mach quasi noch immer Lockdown. Ich will erst sehen wie das in zwei Wochen aussieht und will kein Teil (Mitverursacher) des Problems sein...
  • DomKi 04.05.2020 10:28
    Highlight Highlight Langsam bekomme ich das Gefühl dass die Regierungen soziale Experimente durchführen.
    • Phrosch 04.05.2020 12:48
      Highlight Highlight DomKi, ich habe eher das Gefühl, dass wir all experimentieren und dazu die Rahmenbedingungen je nach eigener Interpretation anders setzen.
  • Notabik 04.05.2020 10:22
    Highlight Highlight Dieser Bericht zeigt wieder einmal deutlich. Das Hauptproblem bei dieser Pandemie ist das unbelehrbare Volk. Deshalb bin ich mir sicher. Die zweite Corona Welle wird kommen.
  • Capslock 04.05.2020 09:35
    Highlight Highlight auch in der Schweiz gibt es leider sehr viele undisziplinierte Leute, und dies obwohl die Lockerungen noch gar nicht in Kraft getreten oder umgesetzt sind. Man darf sich nicht wundern, wenn eines Tages die ganze Übung abgebrochen und wieder auf Null zurück gefahren werden muss.



  • Mutzli 04.05.2020 07:32
    Highlight Highlight Nur weil sich mehrere Leute in den Kommentaren wundern, was nun die Schraube sei:
    "Die Polizei hat in den Städten Gebiete abgesperrt, nachdem sich bei schönem Wetter zu viele Personen versammelt hatten. Auch werden Bussen in Höhe von 350 Franken neu ohne Vorwarnung verteil"

    Steigende Infektionen="Die Regierung droht derweil damit, die Öffnung zu verlangsamen. Denn die Behörden haben aufgrund von Tests und Modellen berechnet, dass der Reproduktionsfaktor leicht gestiegen ist, dass sich das Virus also wieder rascher ausbreitet."

    Falls R-Faktor stark über 1=Ganze Mühe vergebens.
  • Thomas Rothen (1) 04.05.2020 06:46
    Highlight Highlight So langsam bekomme ich den Eindruck, man sollte sämtliche Regeln vergessen und die Leute einfach machen lassen. Schliesslich sind die Massnahmen eh unnütz und der Staat will uns ja nur kontrollieren 🙄

    Aber vielleicht merken es dann genau diese selbst ernannten "Experten", dass es das Virus tatsächlich gibt...
    • Basti Spiesser 04.05.2020 11:36
      Highlight Highlight Was ich nicht verstehe, der Lockdown wurde wegen des Risikos überfüllter Spitäler vollzogen. Diese sind jetzt leer und melden teilweise Kurzarbeit an, wäre nicht das auch ein Faktor für die Lockerung?
    • Mutzli 04.05.2020 18:09
      Highlight Highlight @Basti Spiesser
      Um es genau zu nehmen, ging es darum, überfüllte Intensivstationen zu vermeiden, weshalb grosse Teile des regulären Spitalbetriebs eingestellt wurden.

      Wäre ja schliesslich ziemlich verkehrt, wenn z.B. Leute mit aufschiebbaren Operationen im Spital mit Covid-19 angesteckt worden wären.

      Das deshalb andere Stationen Kurzarbeit anmeldeten, ist keine Überraschung, auf der Intensiv gab es trotzdem mehr als genug zu tun.

      Als Teil der Lockerungsstragie dürfen nun andere Stationen zunehmen mehr die Arbeit wieder aufnehmen. Wurde auch an ner PK angekündigt, aber ist ein Moment her.
    • Basti Spiesser 04.05.2020 18:27
      Highlight Highlight Danke für die Antwort
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.05.2020 00:51
    Highlight Highlight Unmittelbar nach der ersten Lockerungsankündigung von Berset habe ich hier genau das "prophezeit". Und ihr musstet jetzt echt auf Dänemark warten, um diese völlig logische Erkenntnis zu erlangen?!

    Nicht, dass es hier nicht auch schon längst so wäre...
    Aber man verschliesst ja hier traditionell gerne beide Augen vor der Realität und die Schweizer sind sowieso die Besten... 🙄
    • Schnog 04.05.2020 09:23
      Highlight Highlight Ich bin grad richtig froh, dass du Antinatalist bist🙂 Leute die meinen, sie wissen alles besser, haben wir wahrlich schon genug in der Schweiz...
  • Triple A 04.05.2020 00:42
    Highlight Highlight Da braucht man kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass genau dieser Effekt in der Schweiz zu einem Replikationsfaktor von über 1 und zum nächsten Lockdown führen wird!😢 Wer hier auf Selbstverantwortung und Solidarität setzt ist ein unverbesserlicher (und d gerade deshalb, sympathischer) Idealist. Leider ist hier aber Realismus gefragt.
    • Thomas G. 04.05.2020 06:03
      Highlight Highlight Solange die Medien jeden Tag akribisch die absolute Zahl der Infektionen seit Menschengedenken rausposaunen wird sich daran auch nichts ändern. Ein sinnlosere Zahl gibt es nicht. Etwa so wie wenn man die Anzahl Regentropfen seit anfangs Jahr zählen würde als Wetterprognose.
    • lilie 04.05.2020 07:37
      Highlight Highlight @Thomas G.: Tatsächlich hats aber wirklich zu wenig geregnet in den letzten zwei Jahren, halbe Wälder mussten schon abgeholzt werden. Von dem her wärs tatsächlich sinnvoll, die gesamte Regenmenge des Jahres anzugeben und wieviel uns noch fehlt, damit die Natur sich erholen kann...

      Beim Coronavirus sind jetzt halt alle an die kumulativen Zahlen gewohnt. Wenn man das jetzt ändert, gibts wieder Chaos, Verwirrung und neue, völlig unnötige Aufregung.

      Das eigentliche Problem ist, dass man nicht Fakten aufzählt, sondern Mutmassungen. Dass der Öffnungsprozess ein Herantasten ist, ist völlig normal.
    • Rundlauf 04.05.2020 10:02
      Highlight Highlight Es wird viele geben, die dann eine "jetzt erst recht" Mentalität an den Tag legen werden. Die fühlten sich bisher ungerecht behandelt und empfanden die Solidarität als Zwang. Wenn der Zwang jetzt scheinbar wegfällt, werden einige Dämme brechen. Mit der Solidarität war's ja auch bisher bei vielen nicht weit her.

      Stelle mich darauf ein, dass es auf ein "Zuckerbrot und Hammer"-Wechselspiel hinauslaufen wird für den Rest von 2020. Lockerungsversuche, gefolgt von erneuten Corona-Hammern.
  • narissa 04.05.2020 00:12
    Highlight Highlight Dieser Artikel findet sich in der Rubrik "meistgelesen" auf Platz 1. Gerne wüsste ich, wie viele auf den Artikel geklickt haben, weil der Titel mehr verspricht, als der Artikel halten kann - zumindest lassen die Kommentare erahnen, dass es ein nicht unbeachtlicher Teil sein könnte.
    Wurde hier auch in einem anderen Zusammenhang erwähnt, aber auch von mir: Es wäre wünschenswert, wenn sich die Medien in der jetzigen Situation ihrer Verantwortung bewusst wären und nicht nur der Klicks wegen ständig Artikel mit Negativszenarien oder gar falschen Infos veröffentlichen - die nur Ängste befeuern.
    • dämittemgröschte 04.05.2020 08:13
      Highlight Highlight „Zumindest lassen die Kommentare erahnen, dass es ein nicht unbeachtlicher Teil sein könnte.“ Interessanterweise werden anscheinend bereits publizierte Kommentare, welche den Artikel kritisch hinterfragen, zum Teil wieder gelöscht.
  • Blues 03.05.2020 23:50
    Highlight Highlight Hallo Leute, was in Dänemark abläuft ist nichts ausserordentliches. In der Schweiz ist es genau so.
    Sie begreifen es einfach nicht.
    SOLANGE ES KEINE MEDIKAMENTE ODER IMPFUNG GIBT, SOLANGE WERDEN LEUTE ANGESTECKT UND KRANK UND STERBEN.
    Das Corona Virus bleibt gefährlich und wird es auch noch laaaaange bleiben.
    • Basti Spiesser 04.05.2020 11:38
      Highlight Highlight Es sterben irgendwo zwischen 1-3%. Halte mal den Ball flach. Medikamente gibt es auch immer mehr, die Wirkung zeigen.
  • iudex 03.05.2020 23:05
    Highlight Highlight Ach ja dieses Dänemark, ein richtiges Seuchenloch.
    Benutzer Bild
    • PeteZahad 04.05.2020 07:00
      Highlight Highlight Vergleich bitte nicht absolute Zahlen von Ländern mit unterschiedlichen Bevölkerungsanzahl (Dänemark 5.8 Mio. / Schweiz 8.6 Mio).
      Aber Grundsätzlich hast du Recht - Dänemark steht auch Bevölkerungsbereinigt besser da was diese Zahlen betrifft. Die Frage bei den Ansteckungszahlen ist jedoch: Wer/Wie wird getestet resp. hochgerechnet? Ich bezweifle die Aussagekraft der Infektionszahlen der einzelnen Länder.
  • Sir Lanzelot 03.05.2020 22:33
    Highlight Highlight Schaut euch doch die Kurve der Ansteckungsraten in Dänemark an...
    Alles so wie man es erwartet. Nix zweite Welle, alles auf gutem Weg. Also, wasn los?
    Wisst ihr überhaupt wo Dänemark ist?
    • Mutzli 04.05.2020 07:30
      Highlight Highlight @Sir Lanzelot

      Dänemark hat vor ziemlich genau 2 Wochen mit dem Eröffnen der Schulen mit strengen Regeln di ersten Schritte aus dem Lockdown gemacht; weitere Lockerungen wie das Wiedereröffnen von Restaurants sollen erst noch kommen.

      ->D.h. selbst der Effekt der Schulöffnungen auf Ansteckungen würde erst jetzt bemerkbar werden, da man wegen der Inkubationszeit, Diagnose und Eintreffen der Daten ja mit ca. 2 Wochen Verzögerung nach Ansteckung rechnen muss. Selbst wenn die eine massive zweite Welle losgetreten hätten, würde die erst jetzt im Anrollen sein.
    • Sir Lanzelot 04.05.2020 07:48
      Highlight Highlight Trotzdem wäre jetzt etwas sichtbar...
      Die Raten würden schon steigen oder sich stabilisieren aber sie sinken kontinuierlich. Übrigens nicht bei allen sind es zwei Wochen.
  • Boogie 03.05.2020 22:32
    Highlight Highlight Wird bei uns bestimmt auch passieren. Die Leute scheinen nicht viel kappiert zu haben. Heute sah ich eine 50m lange Schlange vor einer Gelateria in Zürich. Wen man sogar für so etwas Unwichtiges wie Glace riskiert mit Wildfremden Leuten in Kontakt zu kommen und während längerer Zeit nebeneinander zu stehen, dann wirds an anderen Orten noch viel übler werden.
    • MasterPain 03.05.2020 22:39
      Highlight Highlight Na wenn in der 50m langen Schlange nur 25 Leute waren ist ja alles in Ordnung.
    • maude 03.05.2020 23:12
      Highlight Highlight es ist jetzt schon so. Hab mich nach ? Wochen mal wieder rausgetraut; ganz achtsam mit Maske, Desinfektionsmittel, versucht auf Abstand zu bleiben uswusf. und war schockiert ob dem Verhalten der allermeisten Leute... als wär nie was gewesen, einfach nur saudumm...ich werd morgen dann mal Klopapier&Pasta besorgen. Die zweite Welle kommt bestimmt und dann würd mich ne Ausgangssperre nicht wundern..
    • Tobias K. 03.05.2020 23:17
      Highlight Highlight master pain aka evil betty? 😁
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbibi 03.05.2020 22:18
    Highlight Highlight Ich befürchte dies seit Tagen auch für die Schweiz. Das Problem sind nicht die gelockerten Regeln sondern wir, wenn wir sogar die lockeren Regeln nicht mehr beachten. Darum begreife ich nicht, dass die Behörden nicht Gegensteuer geben, z.B durch eine Maskenpflicht im ÖV. Ich begreife auch nicht, dass man im Bereich der Schulen nicht klarere Vorgaben trifft. Es ist irgendwie alles so Larifari.
    • Stinkstiefel 03.05.2020 23:28
      Highlight Highlight Meine Güte, lauf doch bitte mit C-Vollschutz durch die Gegend wenn das für dich unbedingt sein muss. Wenn‘s dich beruhigt - fühl dich frei!

      Aber lasst endlich den vernünftigen Teil der Gesellschaft mit dieser unsäglichen Maskenpflicht in Ruhe.

      PS: die allermeisten Maskenträger die ich in der Öffentlichkeit sehe sind die lebenden Beweise warum die Maskenpflicht vollkommen sinnlos wäre. Die würden am Besten gleich ihren Vorrat beim nächsten Spital, Altersheim oder Hausarzt vorbei bringen.
  • Raembe 03.05.2020 22:14
    Highlight Highlight Seit dem Ausbruch liest man fast nur Worst Case Szenarien und Vergleiche mit anderen Ländern bei denen es nicht läuft. Das ist so negative Berichterstattung und kann bei vielen extreme Ängste auslösen.
    Ich wünsche mir das die Medien dem mehr bewusst werden. Etwas mehr positivere Corona News würden schon helfen.

    Jetzt werden einige sagen: „Klickt doch nicht auf den Artikel." So einfach ist das für viele nicht, einige geraten in einen Teufelskreis und wollen sich in ihren Ängsten bestätigt fühlen.
    • Leerzeichen 03.05.2020 22:33
      Highlight Highlight stimme ich dir voll und ganz zu!
    • Tobias K. 03.05.2020 23:18
      Highlight Highlight Word
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.05.2020 01:01
      Highlight Highlight Die positiven News gab's am Anfang, u.a. so tolle Ankündigungen wie den herrlichen Lockdown. Leider wurden diese positiven News immer weniger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randen 03.05.2020 22:00
    Highlight Highlight Da braucht es keine Studie. Das sieht man hier jetzt schon.
  • Locutus70 03.05.2020 21:31
    Highlight Highlight "In Schweden, das weniger Einschränkungen verfügt hat, zeigt die Entwicklung dagegen laut einer wochenweise durchgeführten Umfrage eher in die andere Richtung: Die Schwedinnen und Schweden halten sich zunehmend mehr an die Distanz- und Hygieneregeln. Dies könnte eine Folge der im Vergleich zu den anderen Ländern weiterhin hohen Todeszahlen und Spitalbelegungen sein." - Vielleicht ist freiwillig aber auch nachhaltiger als Zwang, darüber könnte man ja z. B. mal nachdenken ^^
    • Herren 03.05.2020 22:29
      Highlight Highlight Vielleicht deuten die hohen Todeszahlen ja auch auf eine schlechtere Selbstdisziplin hin bei der Freiwilligkeit.
    • Walter Sahli 03.05.2020 22:38
      Highlight Highlight Das ist genau das, was Berset schon zu Beginn gesagt hat, als er dafür kritisiert wurde, dass in derSchweiz keine Ausgangssperre eingeführt wurde.
    • Locutus70 03.05.2020 23:52
      Highlight Highlight @Herren - Bei der Erziehung von Kindern ist man ja mittlerweile der einhelligen Auffassung, das Zwang eher kontraproduktiv ist und man auf Freiwilligkeit zielen sollte. Warum sollte das bei Erwachsenen anders sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 03.05.2020 21:25
    Highlight Highlight naja andere Länder sind nicht besser, Beispiel von einem ikea vom Samstag in Köln von Twitter....
    (auch in der Schweiz gabs ja einen ziemlichen Andrang auf Baumärkte wenn wir ehrlich sind)
    Benutzer Bild
    • Lore 03.05.2020 22:03
      Highlight Highlight Oh man. Da wollte ich auch hin. Und hier, in dem Schweizer Info-Portal sehe ich, was um die Ecke los ist 😳😳😳😳😳😳😳😳😳😳😳😳 ich glaube, da warte ich noch ein paar Tage. Wochen. Monate.....
    • c_meier 03.05.2020 23:43
      Highlight Highlight @Lore: naja warte mal einige Tage ab und versuche es an einem Wochentag morgens und eher nicht an einem Samstag

      und wer in den McDrive will in der Schweiz: am besten Mittags gleich um 11.00-11.15 hinfahren.
      wer um 11.45 oder Sonntag Nachmittag um 18.00 Uhr kommt wartet erstmal einige Zeit :)
  • lilie 03.05.2020 20:53
    Highlight Highlight Finde es wirklich blöd, Leute "ohne Vorwarnung" 350 Euro fürs Rumstehen am falschen Ort abzuknöpfen. Das hat doch keinen positiven Effekt, die Leute werden nur wütend und lernen doch nichts.

    Finde es besser bei uns, dass die Polizei zuerst mit den Leuten redet und erst, wenn die sich querstellen, Bussen verteilt. Fr. 100.- finde ich reicht auch - tut "genug" weh, aber ist auch nicht übertrieben.
    • AndOne 03.05.2020 22:40
      Highlight Highlight 500.- WÄREN GUT!
    • AndOne 04.05.2020 00:18
      Highlight Highlight Oder noch besser, auf einen Militär-Lastwagen rauf und ab in ein Lager für 2 Wochen Quarantäne!
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.05.2020 00:53
      Highlight Highlight Reicht eben nicht, wenn man sich ernsthaft umsieht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DrMedFacharztFürStatistischeKrankheiten 03.05.2020 20:50
    Highlight Highlight Es bleibt fraglich ob die Beurteilung des eigenen Verhaltens, tatsächlich das eigene Verhalten repräsentiert und nicht vielmehr die "Interpretation des eigenen Verhaltens" eine Reflektion der äusseren Umstände (Lockdown) ist
  • Toerpe Zwerg 03.05.2020 20:47
    Highlight Highlight Im Artikel steht weder etwas davon, welche Schrauben angezogen würden in Dänemark noch kann man von steigenden Infektionszahlen lesen.

    Was also ist das Problem?
    • lilie 03.05.2020 21:19
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg: Kanns auch nicht ganz nachvollziehen. Aber ich glaube, der Schlüsselsatz steht imnletzten Abschnitt: "Denn die Behörden haben aufgrund von Tests und Modellen berechnet, dass der Reproduktionsfaktor leicht gestiegen ist, dass sich das Virus also wieder rascher ausbreitet".

      Was die in ihr Modell einfliessen, steht ja nicht. Wenn da nun z.B. auch die Befragung zur Disziplin mit drin ist und die Leute angeben, weniger diszipliniert zu sein (ohne dass man das konkret nachprüfen kann...)... 💁‍♀️
    • Saftladen 03.05.2020 21:59
      Highlight Highlight Bin derzeit selber in Dänemark und habe bisher nichts davon mitbekommen, dass die "Schrauben angezogen" würden? Wäre aus meiner Sicht noch wichtig, bei der Überschrift im Artikel wenigstens einen Satz dazu zu finden.
    • Heb dä Latz! 03.05.2020 22:04
      Highlight Highlight @Zwerg

      Hören sie damit auf Probleme zu suchen, wo es keine gibt, was versprechen sie sich davon?
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